Raumpatrouille - Am Rande der Unendlichkeit

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 3. Gefährliche Funde

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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Di 25 Mai 2010 - 6:25

McLane hatte die Meldung von Atlan gehört und konnte sich nicht entscheiden, was er zuerst tun sollte. Entweder hier bleiben als Schutz für das Außenteam oder Atlan folgen. Beides wäre äußerst wichtig und es würde bedeuten, dass in beiden Fällen etwas Außergewöhnliches entdeckt werden könnte oder schon entdeckt worden ist.

„Verdammt, muss denn jetzt alles auf einmal passieren?!!!“

Kurzentschlossen drückt er die Verbindung zum Außenteam: „Johnny, wo seid ihr jetzt.“

„Soeben gelandet, Cliff. - Du, das Grüne hier ist künstlich. Sieht aus, als wenn hier jemand einen Golfplatz angelegt hat. Sollen wir die Hügel da hinten erforschen?“

„Ja. Aber seid vorsichtig. Hast du verstanden?!!“

„Alles klar, Cliff. Wir melden uns wieder.“

McLane schaltet sein ASG aus und drückt auf den Schalter für eine Verbindung zur ATLANTICA. „Atlan, hier ist McLane. Ich habe deine Meldung erhalten, kann aber jetzt hier nicht weg. Das Außenteam ist auf dem Planeten und scheinen was entdeckt zu haben. Ich melde mich, sobald ich kann. McLane Ende.“

Er seufzt. Hoffentlich ging das jetzt gut. Und hoffentlich hatte die ORION schon Ergebnisse bei ihren Forschungen. Aber vor allem: keine negativen…

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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Di 25 Mai 2010 - 8:08

"Die Frage ist, ob das so schlimm ist wenn die wissen das wir hier sind. Ich finde Calvins Idee mit dem Lancet rein schicken gar nicht so verkehrt irgendwie. Denn es interessiert mich echt ob und wie dieses Sternentor hier funktioniert. Das Risiko was wir hierbei eingehen ist mir bewusst! Professor, was denken Sie?"
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Di 25 Mai 2010 - 8:41

Orm von Harkoll lächelt stumm in sich hinein, als er sich genau zwischen den beiden Galaxien Milky Way und Andromeda befindet. Seine Sensoren hatten ihm mitgeteilt, dass zwei große Schiffe der Förderation bald in seine Falle tappen würden. Zuerst die ORION und dann … Orm lachte wieder auf. Er war vergnügt, als sich die Zentrale der Frogs meldete. Sein Computer übersetzte die 3er-Reihe in seine irdische Sprache:

„Orm von Harkoll. Wir hoffen, du kommst mit befriedigenden Ergebnissen!!!“

„Oja, meine Herren.“ Er verkniff sich immer noch das Wort Gebieter. Denn bald würde er der Gebieter über das All sein. „Ich habe alles so vorbereitet, dass in einer der Sternentore nur ein kleiner Schalter betätigt werden braucht - dann schnappt die Falle zu. Huahaha…“

„Und wie wirkt sich das aus?“

„Oh, ganz einfach: Die ORION sitzt fest und kommt nicht mehr weg. Und das Sternentor von Diadem wird aktiviert und saugt die WEGA zu uns. Sie ist das größte Schiff der Flotte und hat neue Techniken, auch das verbesserte Overkill.“

„Ja, das wissen wir bereits. Und die ORION kommt wirklich nicht mehr frei?“

Orm lacht laut auf. „Das war ja mein Plan. Ein Fingerzeig, und die ORION sitzt bis in alle Ewigkeit fest. Und keine WEGA, die ihr helfen kann. Und das geniale ist: es funktioniert auch umgekehrt…“

„Und was ist mit anderen Schiffen, wie den Arretern?“

„Ihr meint Atlan?“ Orm kann sich vor Vergnügen kaum halten. „Der hat ja keine Ahnung, der Kleine. Die anderen sind ja auch voll unsichtbar…“ Er lacht noch lauter. „…oder schon bald bei euch gelandet. Huahaha… Ich bin der absolute King! – Huahaha…“
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Di 25 Mai 2010 - 9:18

*Bevor der Professor antworten kann, hebt Zava beide Hände.*

„Okay-okay. Macht, was ihr wollt. Ich habe euch gewarnt vor den Konsequenzen.“

*Damit läuft er zu der „Maschine“ und sucht einen Schalter, der das Tor öffnet.*

„Gut Commander. Dieses könnte der Schalter sein. Ich öffne das Tor … und Sie schicken ein Lancet durch. Oder wollen Sie noch was sagen, Professor?“

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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Di 25 Mai 2010 - 9:32

"Nein Manuel. Das ist genau das was ich auch vorschlagen wollte.
Dann wissen wir wenigstens wie es hinter dem Tor ausschaut und was mit der Lancet geschieht."
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Di 25 Mai 2010 - 9:53

„Du Cliff, wir haben den Eingang zu einem der grünen Hügel gefunden und sind den Tunneln nach unten gefolgt.“ Johnny van Hallen flüstert, als er McLane Meldung macht.

„Und? Weiter. Habt ihr schon Kontakt.“

„Noch nicht. Aber da vorne ist der Tunnel bald zuende.“

„Seid vorsichtig, Menschenskinder noch mal. Und rührt ja nichts an, wenn ihr was findet. Hört ihr?“

„Ja ist gut, Cliff. Bleib jetzt dran, aus dem Raum hinter dem Tunnel kommt Licht und … Cliff, Dreier-Gruppen.“

„Verdammt noch mal. Johnny, was könnt ihr sehen???“

Eine lange Pause entsteht, bis Alfons Müller ganz zaghaft antwortet: „Cliff, du Cliff, Cliff, hörst du mich.“

„Ja, ich höre dich. Was ist los da unten?!!!“

„Wir haben ein Astrotorium wie auf der Venus entdeckt. Und wenn unserer ersten Vermutungen stimmen, gehört das zu einem Sternentor…“

McLane will antworten, als ein Lichtspruch von der ATLANTICA kommt: „Cliff, hier ist Atlan. Wann bist du soweit. Ich brauche dich hier unbedingt.“

Cliff schüttelt unwirsch den Kopf. Dann sagt sein Riecher ihm plötzlich, dass es besser wäre, den Ruf von Atlan zu folgen. Kurzentschlossen beordert er das Außenteam zurück zur WEGA.

„Aber Cliff. Wir haben das gefunden, was wir lange gesucht haben. Und da willst du abbrechen???“

„Ja, will ich. Und jetzt Marsch, zurück. Keine Widerrede. Ich weiß jetzt, was ich wissen wollte.“

Kurze Zeit später ist die Mannschaft wieder vollzählig und die WEGA startet zu ihrem Rendezvous mit der ATLANTICA.

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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Fr 28 Mai 2010 - 3:43

(Gemeinsam mit McLane)


Als die WEGA an der Seite der ATLANTICA in Parkposition gegangen war und die Mannschaft der WEGA über die Schleuse der Kampfjäger die Startrampe betritt, wartet Atlan schon sehnsüchtig auf die Crew. Sofort zeigt er ihnen die Boje, die etwa drei Meter lang ist und die Schriftzeichen von Arret trägt.

„Oh mein Gott“, entfährt es McLane. „Was ist das???“

Johnny van Hallen tritt näher an das Objekt heran. „Und du bist sicher, dass es keine Bombe ist?“

„Absolut sicher!“ entgegnet Atlan. „Wir haben es gescannt. Da ist alles Mögliche drin, nur kein Waffensystem!“

„Was bedeuten diese Schriftzeichen?“ will Cliff wissen.

Atlan senkt den Kopf. „Es heißt genau übersetzt: Friede allen Völkern. Atlantis wird weiterleben.“

McLane horcht auf: „Atlantis? - Weiterleben? - Dann könnte das eine Rettungsboje sein!“

Atlan schaut McLane staunend, aber auch beunruhigend an. „Du meinst, ich bin am Ende meiner Reise und habe den Ursprung unserer Vorfahren, unserer Ahnen gefunden?“ - Er macht eine Pause und schaut verzweifelt zu Boden. „Dann war sicher alles umsonst und alle sind…“

„Nenee.“ - Johnny unterbricht ihn und schüttelt den Kopf. „Das sagt erstmal gar nichts. Wenn ich mir die Hülle so anschaue, muss es schon tausende von Jahren unterwegs gewesen sein. Und wer weiß, woher das Ding gekommen ist. Und die Außenhaut ist mehrmals getroffen von kleinsten Partikeln. Also kann es auch aus der Bahn geworfen worden sein und damit eine Herkunft anhand der Flugkoordinaten schlecht bestimmbar. Öffnen wir doch das Ding, dann sehn wir vielleicht mehr.“

„Einverstanden.“ McLane nickt. „Aber Schutzanzüge an. Da könnten Viren drin sein, die uns schädigen können.“ - Als sich alle angezogen haben, schaut er Atlan an. „Weißt du, wie man das Ding öffnet?“

„Ja“, murmelt Atlan leise. „Ich habe Schlüssel und Code aus unserem Museum von Arret.“

Er holt den Schlüssel hervor, kniet sich vor der Boje nieder und steckt diesen in die vorgesehene Öffnung. Dann gibt er mit zitternden Fingern den Code auf der Tastatur ein. Ein lautes Zischen ertönt und die obere Hülle fährt ruckartig in die seitliche Verkleidung hinein. Atlan stößt einen Schrei aus:

In der Boje liegen zwei in goldenen Gewändern eingehüllte Mumien.

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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Fr 28 Mai 2010 - 8:32

(gemeinsam mit Atlan)



Lai Mant Chu nähert sich langsam der Boje. Sie ist Kennerin auf dem Gebiet der Ahnenforschung und hat auch auf Einladung der Botschafterin von Chroma die dortige Hochschule für fremde Intelligenzen besucht. Die chinesische Wurzel dringt bei ihr durch, als sie die Mumien und die Umgebung erkennt, worin die Mumien liegen. „Das ist keine Boje“, murmelt sie, „das ist eine Barke. Eine Barke für ein Fürstenpaar.“

Alle schauen sie an. „Was sagst du da?“ fragt McLane zaghaft.

„Eine Totenbarke. - Eine Barke für die Ewigkeit“, erklärt sie weiter. „Genauso, wie die Ägypter damals ihren Pharaonen Schilfboote mit ins Grab legten, damit sie in der Unterwelt fahren konnten, um dann wieder ans Licht zu gelangen, oder die Germanen ihre toten Könige über das Weltenmeer fahren ließen und dabei mit fürstlichen Beigaben schmückten, so ist es auch hier.“

„Aber für wen??“ fragt van Hallen ungläubig.

„Steht doch hier: Atlantis. Also sind oder waren dies Fürsten von Atlantis. Vielleicht sogar Könige.“

„Moment mal“, geht McLane dazwischen. „Ich habe ja schon vieles kennen gelernt. Aber Atlantis ist doch eine Legende aus uralter Zeit!“

„Mag sein, Cliff“, wendet Johnny ein. „Aber kannst du dich noch daran erinnern, bevor du uns für die WEGA holtest, als du noch am Schreibtisch in der ORB saßt. Da war die ORION unterwegs wegen den Kornkreisen der Arreter. Dort wurde auch von Atlantis gesprochen, jenseits der Säulen des Herakles. Erinnerst du dich?“



Keiner beachtet während des Gesprächs Atlan, der sanft vor der Totenbarke nieder kniet, die Hände über die Brust verschränkt und den Kopf senkt. Er weiß, wen er hier vor sich hat: es sind seine Vorfahren. Hier in dieser Barke hatten sie ihre letzte Ruhe gefunden. - Er trauert tief und innig.

Aber nicht lange. Denn plötzlich überkommt ihm eine Unruhe, die seinen ganzen Körper umfasst. Als wenn ihm eine innere Triebfeder dazu verleiten würde, richtet er seinen Oberkörper plötzlich hoch auf, beugt sich vor und … zieht aus der Barke einen hauchdünnen metallenen Gegenstand heraus.

Er betrachtet es kritisch von allen Seiten und streicht dann mit dem Gesichtsausdruck des Erkennens vorsichtig mit den Fingerspitzen über die Oberfläche, als wenn er Blindenschrift lesen würde.

Dann steht er plötzlich auf und wendet sich den anderen zu. Sein Gesicht hat einen ernsten Ausdruck angenommen. „Ich kenne jetzt die Koordinaten“, meint er dann und seufzt tief.

Die anderen starren ihn entgeistert an. McLane fasst sich als erster, räuspert sich und fragt vorsichtig: „Welche Koordinaten?“

„Es ist ein Ort im von euch bezeichneten Virgo-Sternenhaufen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich da hin möchte.“

„Und warum nicht?“ fragt van Hallen ebenfalls vorsichtig.

Atlan holt tief Luft und schaut ihn mitleidig an. „Weil wir dort etwas finden werden, was wir nie erwartet hätten und uns an uns selber zweifeln lassen wird…“


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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Fr 4 Jun 2010 - 5:05

"Danke Professor." Wagimen schaut mit einem gewinnenden Blick zum Professor, hebt seinen Arm leicht, betätigt sein ASG und sagt "Lancet abschicken."
Er geht ein paar Schritte zurück, dreht sich um und schau in den Himmel um das anfliegende Lancet zu beobachten.
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Fr 4 Jun 2010 - 5:59

(gemeinsam mit McLane)



McLane und die WEGA-Besatzung waren auf ihr Schiff zurückgekehrt und Atlan sitzt grübelnd über den Sternenkarten und durchforscht sie anhand der gefundenen Koordinaten. Er hat beide Karten ausgedruckt, sowohl die aus der Sicht der Erde, als auch die aus der Sicht HD42807, was das System seines Heimatplaneten Arret ist. Seine Gedanken schweifen immer wieder ab, sosehr er sich auch dagegen wehrt. Es war ja schon erstaunlich, dass sich nicht nur die Namen glichen, Arret heißt rückwärts gelesen Terra, sondern auch, wie beide Planeten genau spiegelbildlich wie Zwillinge wirkten. Und beide Planeten waren selbstredend, ohne auch nur eine Sekunde daran zu zweifeln, eine große Förderation eingegangen. Eine Dreier-Förderation zwischen Terra, Chroma und Arret war entstanden. Ein Dreieck der…

Atlan stutzt. Die ersten richtigen Raumschiffe von Arret waren dreieckig gewesen. Die damaligen Feinde der Arretaner, die Atoniden, bauten daraufhin viermal Dreiecke, also eine Pyramide. Die Arretaner bauten dann kugelförmige Schiffe, die sich zwar als äußerst stabil darstellten, aber unfähig bei schnellen Wendemanövern waren. Daraus entstanden dann die jetzigen Diskusraumer. Die Atoniden blieben bei der Pyramidenform. Und als die Arretaner die Venus besiedelt hatten und glaubten, das Paradies erschaffen zu haben, zeugten sie auf der Erde die ersten Menschen als ihre erste große Kolonie. Die Atoniden kamen aber später mit ihren Pyramidenschiffen und wurden von den neuen Menschen als Götter bezeichnet. Die Menschen bauten die Pyramiden nach, um es den Göttern gleich zu tun. Nichts ahnend, dass ihre wahren Schöpfer die Arretaner waren, die mit ihren Diskusschiffen oft in das Geschehen auf der Erde eingreifen mussten.

Atlan steht auf und schüttelt den Kopf. Wie kam er gerade nur auf diesen Gedanken beim Anblick der Sternenkarten. Was hatte das eine mit dem anderen zu tun?

Atlan setzt sich wieder, um gleich wieder wie elektrisiert aufzufahren. Dreiecke. Wozu braucht man sonst drei Ecken. Oder Punkte. Zur Raumbestimmung natürlich. Durch drei Punkte im Raum kann man die Position eines vierten Punktes bestimmen. Will man diesen anfahren, braucht man einen fünften Punkt: den Standort des Betrachters. Und der ist…

Wie ein Blitz eilt Atlan zu seinem Kommandantenstuhl, drückt die Lichtspruchtaste zur WEGA und: „Du Cliff. Ich habe den fünften Punkt gefunden. Meine erste Annahme vom Virgo-Sternenhaufen ist richtig. Der fünfte Punkt ist die Venus!“

McLane meldet sich hellwach, aber skeptisch: „Wie kommst du auf die Venus?!“

„Ganz einfach. Schaue dir mal die Sternenkarten an. Egal, welche du nimmst. Zwischen unserem jetzigen Standpunkt, der Venus und Arret ergibt sich ein gleichschenkliges Dreieck. Führt man diese Punkte zusammen weiter zu den Koordinaten, die wir gefunden haben, dann ist das Ziel der Virgo-Sternenhaufen.“ Atlan zuckt mit den Schultern. „Und zurück gerechnet komme ich dann wieder auf die Venus. Außerdem…“ Er macht eine kleine Pause, als ob er sich die Worte genau überlegen musste. „Da ist in eurer Sagenwelt von Atlantis die Rede. Auch Lai Mant Chu hat es bei der Barke erwähnt. Wenn du die Säulen des Herakles als Raumpunkte definierst, kommst du über das Sternbild Orion zu den Jagdhunden und zu den Fixsternen Procyon und Sirius. Diese beiden Sterne zeigen zusammen mit der Venuskoordinate zu Atlantis, jenseits der Säulen des Herakles. Und auch da kommen wir wieder mit unserer neuen Koordinate von der Barke zum Virgo-Sternenhaufen. Verstehst du?“

„Mmh. Nagut. Setzen wir mal voraus, dass deine Annahme richtig ist, dann kann es aber ja auch die Erde gewesen sein.“

„Kann es nicht. Denn die Erde wurde ja von uns nach der Venus besiedelt.“

Eine kleine Pause entsteht. „Cliff, bist du noch da?“

„Ja, ich bin noch da. Staune allerdings etwas. Denn dann hätte ich damals vor 50 Jahren ja doch recht gehabt. Und meine allerschlimmsten Befürchtungen von damals treten jetzt so langsam ins Tageslicht.“

„Welche Befürchtungen?“

„Sag ich dir lieber jetzt noch nicht. Zuerst muss ich Klarheit haben. Ich schlage vor, wir machen uns auf dem Weg. Ziel: deine Koordinaten mit Ausgangspunkt Venus.“

„Einverstanden. Flieg du voraus. Ich folge dir… - Atlan vorerst Ende.“
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Fr 4 Jun 2010 - 6:59

(Gemeinsam geschrieben mit Atlan)



Die beiden Raumkreuzer wechseln fast gleichzeitig in den Hyperraum, um den Koordinaten zu folgen. Die WEGA ist zwar das größte Schiff der terranischen Flotte und mit etwa 500 Metern im Durchmesser auch größer als die ORION, aber gegenüber der großen ATLANTICA erscheint die WEGA fast nur ein Beiboot zu sein. Für einen Betrachter von weit außerhalb sah es aus, als ob das kleine Schiff von einem gefräßigen Ungetüm verfolgt werden würde.

Und umso näher sie ihrem Ziel kommen, desto unruhiger wird McLane. Von dem, was im Weltraum so vor sich ging, bekam er wenig bis gar nichts mit. Denn im Hyperraum steht die Zeit fast still und von den Sternen sind nur noch Striche zu sehen, wenn überhaupt. Die 25-30fache Lichtgeschwindigkeit verwischt alles um der WEGA herum in ein undefinierbares Nichts.
(* siehe Erklärung unten)

Der von Atlan bezeichnete Sternhaufen war in Wirklichkeit der Virgo-Galaxienhaufen, der knapp 2000 Galaxien beherbergte, unter anderem auch die Milchstraße und die Andromeda-Galaxie. Von daher war die Bezeichnung von Atlan so nicht ganz richtig, weil sie sich ja innerhalb dieses Galaxien-Haufens befinden. Das Zentrum dieses Riesenhaufens von Galaxien ist von der Erde etwa 65 Millionen Lichtjahre entfernt, auch für solche schnellen Raumkreuzer wie die WEGA oder auch die ATLANTICA eine fast unüberbrückbare Entfernung. Außer, es wäre ein kontrollierbares Wurmloch oder auch ein Sternentor zufälligerweise in der Nähe, mit dem sie diese unvorstellbare Entfernung überbrücken konnten. Sogar im Hyperraum wird so eine Entfernung zeitlich zur Qual.

Aber soweit wollen sie eigentlich gar nicht und hätten es auch nicht mit dieser Technik geschafft. Ihr Ziel ist, und das zeigen die Koordinaten an, eine Galaxie, die nicht allzu weit entfernt war: M85 bzw. NGC4382, welches auch zum Sternbild Haar der Berenice gehört.

Obwohl McLane schon die größte Zeit seines Lebens im Weltraum verbracht hatte, wurde ihm fast schwindelig bei dem Gedanken, wie viele Galaxien außer der eigenen Milchstraße es im unendlichen Raum gibt. Millionen von Galaxienhaufen wie Virgo, die meisten auch größer, mit abertausenden Galaxien. Jede Galaxie mit Millionen von Sternensystemen, von denen tausende Systeme mindestens einen Planeten hatten. In einer Galaxie also zumindest tausend Lebensformen, intelligente oder nicht, aber Leben. Würde man Gott sein und mit einer Stecknadel willkürlich in den Weltraum stechen, würde man dadurch also Millionen von Leben vernichten, auslöschen…

Atlan meldet sich und McLane muss seinen albtraummäßigen Gedankengang abbrechen.

„Cliff, wir nähern uns M85. Ich orte da etwas, mit mir bekannten Signalen. Wir müssen aus dem Hyperraum auftauchen.“

Kurze Zeit später nimmt Atlan eine weitere Boje an Bord. Dass mit dieser Boje seine Welt, und auch die wohlgeordnete Welt von McLane, die schon seit 3000 Jahren irdischer Zeitrechnung Bestand hat, anfangen würde, gänzlich in sich zusammen zu brechen, ahnen weder er noch McLane allerdings noch nicht.




* http://de.wikipedia.org/wiki/Virgo-Galaxienhaufen
http://de.wikipedia.org/wiki/Messier_85

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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Fr 4 Jun 2010 - 11:24

(Gemeinsam mit McLane)



Atlan ist bei der Untersuchung der Boje mit dabei. Allerdings lässt sich diese Boje nicht so leicht öffnen, wie die andere, die zuvor gefunden wurde. 'Vielleicht ist diese Boje ja auch keine Barke, sondern ganz was anderes', grübelt Atlan und sucht jeden Millimeter der Außenwand ab. Keine Chance. Es lässt sich nicht die geringste Vertiefung oder Erhöhung finden, die auf einen verborgenen Mechanismus hinweisen könnte.

„Cliff, ich bekomme das Ding nicht auf. Hast du eine Idee?“

„Versuch es mal mit einer Sprachfrequenz“, meldet sich Johnny van Hallen von Bord der WEGA. „Vielleicht etwas in deiner Sprache. Gut zureden hilft immer.“

„Der hat vielleicht Ideen!“, murmelt Atlan in sich hinein, versucht es aber trotzdem. Nichts geschieht. „Keine Chance, Johnny.“

„Auch nicht mit Sesam öffne dich? Das hat früher immer ganz toll geklappt.“ Und ein lautes Lachen ertönt.

Atlan schüttelt unwillig mit dem Kopf, dennoch ruft er laut: „Mases chid enffö!“

Ein lautes Zischen ertönt, was Atlan erschreckt zurück springen lässt. Die Außenwand der Boje gleitet langsam zurück und gibt ihr Inneres frei. Atlan nähert sich wieder und schaut hinein. Keine Mumie, sondern Elektronik, welches entfernt an die Schaltzentrale auf der Venus erinnert. Nur alles im Kleinformat. Auf dem Computer selber steht in leuchtenden und großen verschnörkelten Buchstaben SITNALTA, das arretanische Wort für Atlantis. Vorsichtig streicht Atlan mit den Fingern über die Instrumente und versucht, die andere Schrift zu lesen. Es ist eindeutig eine Schrift, die er schon mal gesehen hat. Genau, im Museum von Arret. Sollten das die Schriftzeichen seiner Ahnen sein? - Atlan klopft das Herz bis zum Hals. Er ist jetzt ganz nahe dran, das Geheimnis seiner Herkunft zu erfahren. Beherzt drückt er auf den großen silbernen Knopf…

„He, was hast du gemacht??!!!!“ ertönt plötzlich die laute Stimme von McLane aus seinem ASG.

„Wieso? Was ist denn?!“

„Schau mal nach draußen…“

Atlan schaltet den Außenmonitor an … und erstarrt:
Vor der ATLANTICA und der WEGA öffnet sich der Schlund eines Ungetümes, welches in allen Farben wabbert und flimmert und dessen Ausmaße so riesig sind, dass die ATLANTICA 1000 Mal hineinpassen würde. Ein gigantisches kosmisches Wurmloch wartete darauf, die beiden Schiffe zu fressen.

Atlan fasst sich schnell wieder. „Das ist unsere Fahrkarte nach M85. - Und diese Boje hier ist der Wächter.“

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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Fr 4 Jun 2010 - 12:45

*Zava beobachtet genauso gespannt wie sein Commander den Anflug der Lancet. Obwohl er nicht damit einverstanden war, dieses Experiment durch zu führen und Commander Wagimen manche böse Blicke zugeworfen hatte, interessiert es ihm doch, was jetzt gleich passiert.

Aber es passiert ziemlich wenig aufregendes. Das Lancet explodiert nicht und löst sich auch nicht in Sternenstaub auf. Es ist auf einmal plötzlich weg.*

"Verschwunden", meint Zava achselzuckend. "Ich hätte mir mehr erwartet. Hat jemand den Kurs feststellen können? Professor, wohin ist das Lancet verschwunden?!"

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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Mo 7 Jun 2010 - 0:34

"Manuel, um es geraderaus zu sagen habe keine Ahnung wohin die Lancet verschwunden ist. War denn wenigstens ein Sender mit größerer Reichweite an Bord, damit man sie vielleicht orten könnte"

*Der Professor überlegt was man nun als nächstes machen könnte
um die Lanct zu finden, kommt aber zu keinem Resultat*
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Mo 7 Jun 2010 - 6:34

"Orion, hier Commander Wagimen, können Sie die Lancet orten?"
Wagimen wartet einen Moment auf die Antwort und sagt dann zum Rest der Crew. "Die Lancet ist weit weg, aber der Funker hört sich mal um ob irgendwer ein Lancet geortet hat. Immerhin etwas wissen wir somit."
Wagimen geht unruhig ein paar Schritte auf und ab. "Also heißt es abwarten oder hat jemand eine Idee?"
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Mi 9 Jun 2010 - 6:05

Nachdem Greg Halden von der Akademie zurückgekehrt war, erkundigte er sich bei Fräulein Erika, ob während seiner Abwesenheit wichtige Ereignisse vorgefallen wären. Nachdem sie dies verneint begab er sich summend an seinen Schreibtisch und öffnete die Akte uber das Verschwinden von McLane, die ihm der GSD Leutnant Arc hatte zukommen lassen.

http://raumpatrouille.forumieren.de/unterhaltungen-orb-gsd-zur-4-mission-f47/transkripte-angeforderter-gsd-akten-t236.htm

Bei der Lektüre weiteten sich langsam seine Augen und er begann zu murmeln:

"Donnerlüttchen, das ist ja ein stakes Stück. der alte Fuchs McLAne hat KEINE Begründung gegeben - und es ist auch nichts darüber bekannt, aus welchem Grund Villa und VanDyke sich so für Ihn einsetzten. Kurz es weiß Niemand was McLAne da gemacht hat und der GSD deckt einen Mantel des Schweigens darüber, verdammt. Wenn man bedenkt, dass Villa damals von den Frogs durch eine Gehirnwäsche gefügig gemacht wurde und auch Lydia VanDyke im Hyperraum fersthing, bis McLane sie rettete, könnte man annehmen, dass die Frogs sie alle umpolten. Es ist auch nichtsbekannt darüber wrum die Anklage fallengelassen wurde, keine Bgründung nichts. Nur dass Villa und VanDyke druck gemacht haben. Tss, na klar die Macht dazu hatten sie, aber warum. Natürlich setzten sie sich für McLane ein, aber wieso, wenn er so beharrlich schwieg? Sie wussten doch, dass die Frogs Leute ´umdrehen´können - der verteidigten sie ihn gerade deshalb, weil sie eben alle ´umgedreht´ worden sind? Na, beim GSD bist Du vielleicht vonm Haken McLane, aber nicht bei mir. Bei mir kommst Du mit schweigen nicht durch. Ich muss wissen, was damals passiert ist."
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Brano
Orm von Harkoll / Frogs
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Fr 11 Jun 2010 - 3:41

Orm von Harkoll wird aus seinen Gedanken gerissen, als eine von zwei zusammengehörige Signalschalter vor ihm auf dem Instrumentenpult aufleuchtet.

„Ahhh, schon ist es passiert. Hahaha. Jetzt ist die ORION durch das Sternentor von Asterion auf dem Weg zu meinen Freunden und die WEGA sitzt auf Diadem fest. - Uahhahaha. - Ich bin ein Genie!!!“

Dann stutzt er, als er weiter die Instrumente beobachtet. Er wartet noch weiter, ob sich neben dem ersten Signal noch das zweite meldet. Nichts geschieht.

Wütend schlägt Orm mit beiden Fäusten auf seine Armlehnen: „Verdammt-verdammt-verdammt!!! – Wo bleibt das zweite Signal vom System Diadem?!!!“

Dann überlegt er nochmal in Ruhe: „Ein Schiff ist durch ein Tor durch, also die ORION. Die Falle war aber, dass dann gleichzeitig auf Diadem die WEGA festsitzen müsste. - Verdammt, warum ist das nicht so?!“

Unruhig steht er auf, läuft nachdenklich und immer wütender werdend hin und her, bleibt plötzlich stehen und schnippt mit den Fingern. „Die haben mich überlistet“, sagt er mit einer erstaunten und hysterischen Stimme. „Klar, die haben mich überlistet und haben ein Lancet reingeschickt. - Einfach so, schnipp. - Mich! - Überlistet!“ - Dann schreit er zornig auf: „Verdammter Mist. Konntet ihr denn nicht so reagieren, wie jeder andere vernünftige Mensch auch??? - Und was mach ich jetzt???“

Erschöpft lässt er sich in seinen Sessel fallen. „Und wer sitzt jetzt in der Falle? Die ORION, die kommt da nicht mehr weg. Die ist gefangen.
- Er wird immer nervöser. Ich muss zurück, ich muss das sehn. Ich muss das andere korrigieren. Ich muss das mit der WEGA in Ordnung bringen…“


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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Mo 14 Jun 2010 - 9:42

McLane war jetzt schon fast 50 Jahre im direkten Raumdienst, wenn man seine „Jugendjahre“ mitrechnete. Aber so etwas hatte er noch nie gesehen, zumindest nicht in dieser Größe. Die ORION hatte das letzte Mal ein Wurmloch benutzt, als es durch einen Zeittunnel in die Vergangenheit nach Ägypten gereist war. Er selber war vor 50 Jahren auf diese Art zur Andromeda-Galaxie gelangt. Aber jedesmal waren es kleine Löcher gewesen, die weit entfernte Punkte im All miteinander verbanden.

„Atlan, du bist sicher, dass du die Signalboje unter Kontrolle hast?“

Als ein gequältes „Ja doch!“ zurückkommt, gibt er die Befehle:

„An alle Einheiten: Absorber und Schutzschirme auf volle Last und Maschinen auf Minimum schalten, sobald wir drin sind. - Atlan, Johnny, auf Minus 20 starten wir. Countdown läuft … jetzt.“

Quälend langsam vergehen die Sekunden, bis die Maschinen plötzlich aufheulen und beide Schiffe, WEGA und ATLANTICA, gleichzeitig auf den riesigen Schlund zurasen, um dann einzutauchen. Sofort schalten sich die Haupttriebwerke automatisch auf Minimalleistung und ein unerklärliches Singen ist in den Schiffen zu hören.

Cliff wusste, dass dieses Singen etwas mit der gewaltigen Macht zu tun hatte, die das Schiff in der Zeit vorwärts zog. Die riesige Entfernung schmolz in einem Wurmloch zu einem kleinen Etwas. Millionen von Jahre wurde überbrückt, denn ein Wurmloch war eigentlich nichts anderes als eine Brücke. Eine Brücke über eine Sinuskurve, die vor mehr als tausend Jahren von einem Deutschen namens Einstein entdeckt worden war und er daraus seine Relativitäts-Theorie entwickelt hatte. Auf Grund dessen war es weiteren Forschern gelungen, diese Brücke aus Energie als eine Art Abkürzung zwischen den Bergen der Sinuskurve zu definieren. Ein Umweg durch das Tal, welches einen Weg des Lichts von vielleicht Millionen von Jahren bedeutet hätte, schrumpfte dadurch auf einen Bruchteil. Man überholte das Licht quasi mit Millionenfacher Lichtgeschwindigkeit, indem man von Bergspitze zu Bergspitze „sprang“. Natürlich war damit eine Belastung für die Schiffe und die Maschinen verbunden, die kleinere Schiffe wie die ARION, die LOTUS, die FAGOTT oder sogar die ARES nicht überstehen würden. Aber ab der PROCYON-Klasse waren die Schiffe so gebaut, dass sie dem äußeren Druck standhalten konnten. Das galt natürlich noch mehr für solche Raumkreuzer wie ORION, SIRIUS, BETEIGEUZE, HYDRA, ANTARES und erst recht für die WEGA und die ATLANTICA.

„Der Kommandant geht schlafen“, meint Cliff lächelnd und verläßt die Brücke.

„Na, dann gute Nacht“, gibt Johnny zurück. „Und ich glaube, wir werden uns so einige Spielchen überlegen müssen, um die Zeit totzuschlagen.“

„Oh, das würde ich nicht sagen“, meldet sich Alfons Müller. „Ich mache mir grad unheimliche Sorgen um 356.“ - Jeder wusste an Bord, dass Alfons Meerschweinchen zu Hause hatte, die auf der Erde zu den letzten 400 ihrer Gattung gehörten.

„Wieso, was ist denn mit ihm?“ fragt Lai Mant Chu mitfühlend.

„356 hat Würmer“, erklärt Alfons. „Und ich bin jetzt nicht bei ihm.“

„Och der Ärmste. Aber es kümmert sich doch jemand um ihn, oder?“

„Doch das schon. Aber wenn ich mir vorstelle, dass er…“

„Könntet ihr bitte die Bordsprechanlage ausschalten“, meldet sich plötzlich McLane aus seiner Kabine. „Euer Gequatsche hallt nämlich über das ganze Schiff. Und der Kommandant ist wirklich sehr müde. Danke.“

„Entschuldigung Chef. Aber wir haben noch genügend Zeit zum Schlafen.“

„Sag das nicht. Wir sind schneller da, als du es dir vorstellen kannst. Gute Nacht.“

Und so überraschte es McLane keineswegs, als genau 261 Stunden später seine Astrogatorin meldete: „Cliff, in 15 Minuten sind wir durch.“ - Trotzdem war es erstaunlich, dass sie für eine Strecke von 50 Millionen Lichtjahren nur knapp elf Tage gebraucht hatten.


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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Mi 16 Jun 2010 - 6:27

*Temari lässt ununterbrochen ein Prüf-Signal über alle Frequenzen laufen. Irgendwo musste die Lancet doch eine Spur hinterlassen, schließlich hatte sie selbst vor dem Start das Peilsignal aktiviert. Schließlich wird sie fündig.*

"Kommander, ich wieder Kontakt zur Lancet! Das Signal wird sehr verzerrt und überspringt deshalb einige Frequenzen. Die Anpassung ist etwas schwierig, aber ich kann das Signal jetzt verfolgen. Die Lancet befindet sich - irgendwo. Ich habe zwar das Signal, aber ich kann keine Position bestimmen. Nur eine ungefähre Richtung. Es bewegt sich auf Raumkoordinate A-A-5-9-8 zu, mit Abweichungen, geht aber immer wieder auf Kurs zurück."
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Do 17 Jun 2010 - 8:01

"Ok... AA598?" Wagimen wartet Temaris Nicken ab und betätigt dann einen Knopf an seinem ASG: "Hier Commander Wagimen an Orion, bitte bestimmen Sie umgehend wo Raumsektor AA598 sich befindet. Sofortige Rückmeldung an Außenteam. Wagimen Ende."

Wagimen läuft unruhig auf und ab. "A-A-5-9-8." sagt er gedehnt. "Irgendwas sagt mir das...."
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Fr 18 Jun 2010 - 3:35

"Kommander, die Flugbahn der Lancet ändert sich! Für einen Moment schien sie zu stoppen, jetzt nimmt sie offensichtlich eine Kursänderung vor, steuert jetzt auf A-B-1-0-7 .... nein, eine weitere Änderung, A-C-8-9-8. Es scheint sich hier um mehrere Wurmlöcher zu handeln, mit mehreren Ein- und Ausfahrten, um es so zu nennen. Da wo ein Wurmlos endet, öffnet sich das nächste und gibt eine neue Richtung vor."
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Di 22 Jun 2010 - 8:29

"Hmm." Zava schaut sich die Daten an und versucht zwischendurch seinen Liebling, den Timetunnelgenerator, zu erreichen.

"Hmm," macht er nochmal. "Das scheint ja doch auf das hinaus zu laufen, was McLane vermutete. Ich sag nur: Andromeda."

Wieder und wieder versucht er Kontakt mit dem TTG zu bekommen. Immer wieder kommt die Meldung: 'Kontakt fehlgeschlagen. Start wird verhindert'.

"Leute, ich glaube, wir haben ein viel größeres Problem als den Verbleib der Lancet."

Als alle ihn anschauen, zuckt er mit den Schultern. "Unser TTG hat Schwierigkeiten. Er verweigert jede Auskunft, weil er festgestellt hat, dass ein Start verhindert wird. Und das ab dem Zeitpunkt, wo wir die Lancet gestartet haben. Wenn ich das jetzt richtig deute, heißt das: Wir sitzen auf diesem Planeten fest. Irgendwas hält uns und will uns nicht gehen lassen. - Anders ausgedrückt: Die ORION ist hier gefangen..."

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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Do 24 Jun 2010 - 6:39

*Mit wenigen Schritten ist Temari neben Manuel und studiert die Anzeigen auf dessen Monitor.*

"Ich kann nicht erkennen, ob es ein Fehler im Programm ist - oder ob wir physisch festgehalten werden. Sieh mal, diese Befehlsreihe...", sie tippt auf eine Stelle auf dem Bildschirm, "sieht aus, als würde der Computer in einer Endlosschleife festhängen. Andererseits blockiert etwas die Energiezufuhr zum TTG. Ich fürchte, wir müssen uns eingehender mit der Technik dieses Sternentors befassen."
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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Fr 25 Jun 2010 - 6:38

"Wahrscheinlich hast du recht. Aber dazu muss ich an Bord sein, um den genauen Fehler feststellen zu können. Wenn deine Vermutung stimmt, Temari, dann kann ich nur mit dem TTG direkt versuchen, eine weitere Schleife zu legen, um an die wissenschaftlichen Datenbanken heran zu kommen. Dazu brauch ich aber deine Hilfe beim Datenabgleich."

*Er schaut nochmal fast hilflos auf die Anzeigen seines ASG und meint dann:*

"Commander, geben Sie bitte den Befehl, auf die ORION zurück zu kehren, damit wir prüfen können, was genau hier falsch läuft."

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BeitragThema: Re: 3. Gefährliche Funde   Sa 26 Jun 2010 - 1:51

Wagimen, der gerade im Begriff war dieses zu tun, nickt Zava zu und betätigt gleichzeitig sein ASG: "Außentrupp kehrt zur Orion zurück, weiterhin ständige Raumüberwachung. Wagimen Ende."

"Was denken Sie, was passiert ist, Professor?"
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