Raumpatrouille - Am Rande der Unendlichkeit

Hier sind sie: die neuen Abenteuer des schnellen Raumkreuzers ORION 17 bzw. ORION 18. Sei herzlich dazu eingeladen, um bei uns an Bord das galaktische Abenteuer Deines Lebens zu verbringen. Tritt kostenlos ein in die große Fan-Community...
 
StartseiteStartseite  GalerieGalerie  FAQFAQ  SuchenSuchen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Austausch | 
 

 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
AutorNachricht
Cliff McLane
T.R.A.V. Terrestrische Raumaufklärungsverbände, Kommandant ORION 18
T.R.A.V. Terrestrische Raumaufklärungsverbände, Kommandant ORION 18
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 357
Alter : 63
Ort : Bergen/Norwegen
Anmeldedatum : 07.10.08

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   So 26 Aug 2012 - 7:50

Gespannt und konzentriert verfolgen McLane und seine Mannschaft ihren Flug und damit auch den Verlauf der beiden Signale, die sich irgendwo vor ihnen zu bündeln scheinen.

„Kannst du wirklich nicht berechnen, wo sich die Strahlen treffen?“

„Cliff, zum wiederholten Male: Nein, es geht nicht ... komischerweise nicht.“ Alfons Müller ist der Verzweiflung nahe. „Aber das nervt nicht nur dir. Sogar der Zentral-Computer streikt bei dieser Frage!“

„Der ist ja nur beleidigt, weil Cliff sein Sprachmodul abgeschaltet hat!“ meint Johnny schmunzelnd.

„Das ist auch gut so“, wirft Lai Mant Chu ein. „Ich habe einmal auf der ATLANTICA erlebt, wie sein Bruder am schwatzen war. Himmel, war das ein Stress!“

„Kann ich mir denken: Weil du nicht mehr zu Wort gekommen bist!“ vermutet Harald lachend.

„Das nimmst du sofort zurück!“

„Nein, tue ich nicht!“

„Das wirst du bereuen, du Scheusal!“

„Kinder! Verlegt eure Streitigkeiten bitte in das Starlight-Casino. Wir haben hier Wichtigeres zu tun!“ Cliff McLane steht auf und läuft zum Steuerpult von Fähnrich Panga. „Wie sieht es bei Ihnen aus, Fähnrich?“

„Ich weiß nicht, Commander. Ich wollte vorhin nicht unterbrechen. Aber ich glaube, ich kann schon vermuten, wohin die Signale führen, bzw. umgekehrt.“

Alle Augen starren ihn an. Eine Stille breitet sich an Deck aus, die Fähnrich Panga unangenehm wird. Schließlich bricht van Hallen das Schweigen:

„Hast du das gerade eben erst festgestellt?“

„Ja, Sir. Ich bin mir allerdings noch nicht völlig im Klaren, weil sich da einige Signale überlagern. Ein anderes Gefühl wird immer stärker. Ein Gefühl, was ich schon mal hatte.“

„Wann??“

„Wo wir noch auf Fomalhaut waren, Sir. Als ich darum gebeten habe, Majoroberst Temari solle keine Sonde abschicken, weil wir sie vielleicht später benötigen.“

„Als sie von einem Wabern sprach?“

„Ja, Commander.“

„Und ... ist dieses jetzige Gefühl auch mit einem Wabern vergleichbar?“

„Vergleichbar schon. Aber es ist ungleich größer und heftiger.“

„Und wir bewegen uns darauf zu!“

„Ja, Sir.“

„Alfons: Dieses Gespräch mit Prinz Panga sofort an die SAGITTARIUS übermitteln.“

„Ist erledigt, Cliff.“




Schweigend verlaufen die nächste Stunden, wo jeder seinen Gedanken nachhängt und dabei seine Arbeit tut. Die ORION folgt zielsicher den Signalen mit hochgezogenem Sicherheitsalarm und Bereitschaft auf allen Stationen, die SAGITTARIUS folgt ihr ebenso leise und Vorsicht gebietend. Wie zwei Apachen auf dem Kriegspfad beim Anschleichen. Hellwach horchen beide Schiffe in den Raum, wobei sie ein Rauschen vernehmen, was immer deutlicher und lauter wird und dem sie immer näher kommen. Die Sinne aller Besatzungsmitglieder sind bis aufs Äußerste gespannt und die Nervenstränge kurz vor dem Zerreißen.


Urplötzlich wird diese unerträgliche Stille von einem dünnen Schrei unterbrochen: „Cliff, Cliff, ich habe etwas Eigenartiges auf meinem Schirm!“ Die Stimme von Lai Mant Chu überschlägt sich beinahe. „Es könnte fast das sein, wovon Panga vorhin sprach!!!“

„Auf die Bildwand!“

Chu schaltet auf den großen Zentralbildschirm. Und ein Stöhnen geht über die Brücke der ORION 18. Panga steht auf und geht langsam und vorsichtig näher ran. Eine Weile steht er da und ist sich unschlüssig, ob er dem Bild auf dem Wandmonitor die Finger entgegenstrecken soll oder nicht. Schließlich sagt er nickend und leise:

„Ja - das ist es!“

„Was - ist - das, Panga???“

Panga schüttelt sanft den Kopf: „Keine Ahnung. - Aber es ist wunderschön ...“

Ein Pulsieren, ein Wabern, Schleier aller Farben und Nuancen, Streifen von Licht und Dunkelheit, vermischt mit einem fast nicht wahrnehmbaren Pochen, wie von einem Herzen, welches unendlich langsam schlägt und dabei diese Resonanzen in Form von Farbenspielen von sich gibt. Es ist nah, als wenn man es direkt fassen könnte. Dann wieder fern, als wenn es sich am Ende des bekannten Universums befinden würde. McLane kommt der Ausdruck „Luftballon“ statt überdimensionierter Lunge in den Sinn, denn von ...

„Direktverbindung zur SAGITTARIUS. - Temari, hier Cliff McLane. Ich hoffe nicht, dass wir hier an Halluzinationen leiden. Wenn Du das vor uns auch siehst: ... Was ... ist ... das ... da, Temari?“



_________________


Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle (Albert Einstein)


Zuletzt von Cliff McLane am Mo 27 Aug 2012 - 11:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreibfehler "Wabbern" korrigiert)
Nach oben Nach unten
http://muskelkater.wordpress.com/
Temari
Chromageborene, Wissenschaftlerin und Kommandantin der SAGITTARIUS
Chromageborene, Wissenschaftlerin und Kommandantin der SAGITTARIUS
avatar

Weiblich
Anzahl der Beiträge : 519
Alter : 49
Ort : Berlin
Anmeldedatum : 09.10.08

Charakterbogen
Name der Person:
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf:

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Mo 27 Aug 2012 - 7:27

Gespannt verfolgt die Mannschaft der SAGITTARIUS die
Gespräche auf der ORION 18. Auch hier hat man natürlich die ungewöhnlichen
Vorgänge beobachtet. Auf Cliffs Frage hin tritt Samana neben ihre Kommandantin
und flüstert ihr etwas zu. Daraufhin gibt Temari ihrem Funker ein Zeichen:



„Paul, schalte bittet auf Normalraumfunk, klassische
Frequenzmodulation, ich möchte, dass das, was wir jetzt besprechen, vorläufig unter
uns bleibt!“



Leutnant Cushing bestätigt, und Temari fährt, an General
McLane gewandt, fort:



„Cliff, wir haben alle Daten, gründlich ausgewertet.“ Der
General, dessen Gesicht jetzt auf dem Visio-Monitor der SAGITTARIUS zu sehen
ist, nickt, dies hatte er von seinem Majoroberst nicht anders erwartet.



„Außerdem haben wir sie mit unseren Aufzeichnungen
verglichen, die wir bei F-034 und F-035 gemacht haben. Du weißt schon, diese
Wellenbündel, das Wabern, das das System durchzogen hat. Samana kann Dir hierzu
Näheres berichten.“



Temari winkt ihrer ersten Offizierin zu, die nun vor den
Bildschirm tritt und einige Tasten auf dem Pult bedient.



„General, ich übersende Ihnen jetzt Archivmaterial aus der
Datenbank der SAGITTARIUS. Wie Sie wissen, ist unsere Bibliothek mit sämtlichen
wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie technischen Errungenschaften der
Wissenschaftler von Chroma ausgestattet. Sowohl auf Chroma als auch auf der
Erde werden solche und ähnliche Raumwellen immer wieder beobachtet und
untersucht. Den chromanischen Spezialisten liegen Ergebnisse vor, die sie
bislang den Kollegen auf der Erde vorenthalten haben. Offensichtlich ist die,
wie wir sie nennen, äußere Hülle unseres bekannten Universums in Bewegung, das
heißt sie verläuft nicht gleichmäßig sondern verändert sich rhythmisch, wobei
Raumbeben entstehen, die die von uns beobachteten Wellen verursachen. An
bestimmten Punkten des uns bekannten Universums können sich diese Wellen zu
regelrechten Zunamis auftürmen, die durchaus in der Lage sind, die Umlaufbahnen
von Planeten zu verändern – und Raumkreuzer in eine Notsituation zu bringen.“
Sie übersendet eine Karte an die ORION, aus der sich verschiedene Punkte
ergeben, an denen derartige Beben aufgetreten sind und woraus sich der Verlauf
der Wellen ergibt.



„Bis hierher waren wir mit den Wissenschaftlern auf der Erde
einer Meinung. Es galt nun, die Ursache für diese Bewegungen herauszufinden. Astrophysiker
unseres Forschungsinstitutes haben hunderte von Sonden in die Bebenregionen
entsandt und sind zu der Erkenntnis
gelangt, dass es keine Ursache innerhalb
des uns bekannten Raumes gibt! Es mag etwas irrwitzig klingen: Wir vermuten,
dass es einen äußeren Einfluss gibt!“



Temari schaltet sich wieder ein:


„Natürlich gibt es solche und ähnliche Theorien schon seit
Jahrhunderten. Unsere jetzigen Messungen könnten nun den endgültigen Beweis
dafür liefern. Es ist also tatsächlich enorm wichtig, dass wir die TAU bergen,
die möglicherweise zum Spielball des Raumzumanis geworden ist. Wenn wir richtig liegen, stehen wir womöglich vor der größten Entdeckung, die die Menschheit jemals gemacht hat!"
Nach oben Nach unten
Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 343
Alter : 58
Ort : Berlin
Anmeldedatum : 17.05.10

Charakterbogen
Name der Person: Lukenko Krikorow
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Ingenieur Weltraumtechnik/Mathematiker

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Di 28 Aug 2012 - 9:17

Eine kleine Zusammenfassung der Handlung im System Fomahaut.

Bevor ORION 18 und SAGITTARIUS den Verband verlassen haben, hat Oberst Krikorow das Kommando über den gesamten Restverband vorübergehend übertragen bekommen.

Er hat der LACERTA den Auftrag gegeben F035 zu Umkreisen und mit Hilfe der Sonaranlagen die Wasservorkommen des Planeten in den Erdspalten zu loten und Zusammenhänge mit der Bahnveränderung zu erforschen.

Die LACERTA hat offenbar etwas gefunden und setzt eine Lancet ab.

Desweiteren hält es der Oberst nach dem Mithören einer Konferenzübertragung der ATLANTICA und ermahnender Rücksprache durch Commander Monning, die seine Fieberplaudereien während des Genesungsprozesses mit angehört hat für Notwendig, Prinz Atlan in einem Gespräch über seine eigenen Forschungen zu den Bahnveränderungen in Kenntnis zu setzen.

Derzeit stehen die Ergebnisse der LACERTA aus und ein Ausflug Krikorows an Bord der ATLANTICA. Abhängig von der Art des Fundes der LACERTA ( Einführung bzw. Vorbereitung der Mitspielmöglichkeiten von Sir Chester) geht die Handlung des Fomalhaut-Stranges hier weiter.


Viel Spass und Action beim weiterspielen

Werner ( Moderator)
alias
Oberst Lukenko Krikorow

_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
Nach oben Nach unten
Wirich
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 144
Alter : 51
Ort : Terra
Anmeldedatum : 03.04.12

Charakterbogen
Name der Person: Wirich
Zugehörig: Fremde Lebensform
Beruf: Forscher und Kommandeur

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Mi 29 Aug 2012 - 19:03

„In Ordnung, Leute, soweit alles klar?"
Einheitliches Nicken.

„Dann legen wir jetzt wie besprochen los. Leutnant Rodelind, wir treffen uns bei der Lancet IV in 5 Minuten. Wunna, Sie haben die LACERTA. Bis bald, Leute."

* * * * *

Commander Wirich steuert die 4. Lancet des Schnellen Raumkreuzers LACERTA selbst. Langsam und vorsichtig landet er diese „Perle des Weltraums", wie er für sich die Lancets gerne nennt, auf dem zerklüfteten Gelände. Ein paar wenige Korrekturen und Handgriffe, dann steht die Lancet sicher auf dem felsigen Grund.

Leutnant Rodelind mißt noch einmal mit der bordeigenen Ausrüstung der Lancet, die ihrer tragbaren Ausrüstung trotz deren Modernität und großen Kapazitäten immer noch weit überlegen ist, alle erreichbaren Daten ihrer Umgebung. Es dauert, Rodelind ist gründlich, erst recht nach dem Hinweis auf biologische Verseuchungsgefahr und nach den Vorkommnissen auf der HEISENBERG und der SAGITTARIUS.

Obwohl er selbst ob der Entdeckung gespannt ist wie ein Flitzebogen, läßt Commander Wirich seiner Chefwissenschaftlerin die Zeit, die sie braucht - übereilte Hast ist nicht angebracht und Gründlichkeit dauert halt mal nun eine Weile.
Trotzdem kribbelt es in ihm. Schon beim Anflug war die Entdeckung teilweise sichtbar geworden. Denn sie ist nur zum Teil unter Schutt und Gestein begraben. Zwar nur wenig ragt aus dem Planetenboden heraus. Aber das Wenige reicht schon. Hier, am Rande des von der gesamten terrestrischen Föderation erforschten Raumes solch ein Fund - schier unglaublich. Wie mag das dahin gekommen sein? Woher mag es gekommen sein? Welches Schicksal, welche Schicksale sind damit verknüpft? Welche Freuden, welche Tragödien mögen sich dort ereignet haben, wohin er gleich aufbrechen wird? Wie lange braucht denn Rodelind noch? Wird die denn gar nicht mehr fertig?
,Durchatmen, Wirich', ermahnt er sich selbst, ,überprüfe noch mal deine Ausrüstung und die von Rodelind gleich mit. Damit sie nicht vor lauter Konzentration auf ihre Geräte vergißt, ihren Anzug zu schließen oder sonst irgend so etwas.'
Gedacht, getan.

„Fertig, Commander, Gefährdungsanzeigen negativ. Wir können los."

„Danke, Leutnant. Überprüfen Sie noch mal ihren Anzug und Ihre persönliche Ausrüstung. Wir steigen aus. Ich gehe voran, Sie folgen in 5 Metern Abstand. Schalten Sie die LANCET IV auf Alarmstartmodus. Sie beobachten, messen und sichern rundum. Volle Aufmerksamkeit, volle Konzentration, volle Disziplin. Keine Fehler. Wir sind nur zu zweit. Die Sicht- und die Sprechkanäle bleiben offen."

„Jawohl, Commander."

Wirich nickt, dann wendet er sich seiner nächsten Ansage zu: „LACERTA, hier Wirich. Wunna, Vorgehen wie bei der Stationsuntersuchung: Audio- und Visio-Übertragungen bleiben ab jetzt offen. Was immer du von uns empfängst, leitest du direkt an die Flotte weiter. Unsere Kennzeichnung ist ab jetzt „Entdeckungstrupp NullFünfunddreißig.
Die LACERTA führt aber trotzdem ihre Umkreisungen des Planeten weiter durch. Schließlich wartet der Oberst auf die Meßdaten, damit er unser aller Expedition hier besser leiten kann. Das ist trotz allem auch weiterhin wichtig. Wir sind schließlich nicht alleine hier. Bevor du also in den Funkschatten kommst, schleust du Bojen aus, die unsere Signale aufnehmen und an dich weiterleiten.
Wir sind ungefähr 50 Meter von unserer Entdeckung entfernt. Umgebungsüberprüfungen negativ, wir steigen jetzt aus. Bestätigung."

„ET-035, hier LACERTA, Leutnant-Commander Wunna: bestätigt. Und, Commander, ..."

„Ja, Wunna?"

„Passen Sie..., paßt beide gut auf euch auf, Wunna Ende."

„Vielen Dank, dito. ET-035 Ende."

* * * * *

Die Annäherung gelingt problemlos. Und dann stehen beide vor dem ungewöhnlichen Fund, vor einer Entdeckung, so ungewöhnlich, so unwahrscheinlich, so fast schon schier unglaublich, daß sie mit einiger Berechtigung durchaus als Jahrtausendfund bezeichnet werden kann. Zerbeultes Metall schimmert aus dem Boden. Deutlich sichtbare Schrammen und tiefe Kratzer begleiten den ersten Eindruck dieses widerstandsfähigen, teilweise regelrecht vernarbt wirkenden Materials.

Die Auswertung dessen, wovor sie nun stehen und was sie zwischenzeitlich mehrfach umrundet haben, dauert. Die tragbaren Geräte reichen nicht aus. Das Rechengehirn der Lancet reicht nicht aus. Das Wissen und die Erinnerungen der Raumfahrer reichen nicht aus. Selbst das riesige Wissen des anfänglichen 4. Jahrtausends irdischer Zeitrechnung ist noch nicht allumfassend. Große Signalmengen werden von ET-035 über die inzwischen ausgeschleusten Bojen mit den elektronischen Gehirnen der LACERTA ausgetauscht.

Hier, am Rande des von der Menschheit, den Chromanern, Arretanern und einigen wenigen Luitwinern erforschten Raumes haben sie, hat Leutnant Rodelind etwas schier Unglaubliches entdeckt: ein tief in die Erde dieses Kleinplaneten versunkenes - Raumschiff!

Ein altes, ein sehr altes Raumschiff.
So alt, daß sogar die Rechner der LACERTA sich anzustrengen haben, bis sie wenigstens wissen, was das für ein Schiffsmodell ist.
Und bis sie wissen, woher das Schiff gekommen ist.
Und wie alt es ist.

Schließlich wissen sie es.

Und dann staunen sie alle: das Raumschiff ist - ein kleines Schläferschiff!

Es ist tatsächlich von - der Erde!

Und es ist - über tausend Jahre alt!
Nach oben Nach unten
Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 343
Alter : 58
Ort : Berlin
Anmeldedatum : 17.05.10

Charakterbogen
Name der Person: Lukenko Krikorow
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Ingenieur Weltraumtechnik/Mathematiker

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   So 2 Sep 2012 - 1:15



"Oberst.....die LACERTA meldet ein Raumschiff der Erde gefunden zu haben in einer der Spalten. Es ist laut Datenbanküberprüfung über 1000 Jahre alt."

Die Stimme der Funkoffizierin weckt Lukenko aus dem Halbschlaf in seiner Kabine.
Langsam rappelt sich der Oberst auf und legt das Buch zur Seite, das beim einschlafen auf seinem Bauch liegengeblieben ist.

" Gibt es Einzelheiten Michiko?"
" Nein Chef, nur das die LACERTA abwartet was sie tun soll. "

" OK, gib der LACERTA durch; Grünes Licht für Bergungsaktion,falls Hilfe benötigt wird bitte anfordern. Und, während der Bergung auf keinen Fall Risiken eingehen die durch Unterstützung anderer Schiffe minimiert werden könnten. Commander Wirich soll uns auf dem laufenden halten. Ach ja........unterrichte bitte die ATLANTICA davon und das Fettauge. Bitte weckt mich nur wenn es eine dramatische Wendung gibt. Ich lege mich ein paar Stunden hin. Krikorow Ende"

_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
Nach oben Nach unten
Wirich
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 144
Alter : 51
Ort : Terra
Anmeldedatum : 03.04.12

Charakterbogen
Name der Person: Wirich
Zugehörig: Fremde Lebensform
Beruf: Forscher und Kommandeur

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Mo 3 Sep 2012 - 12:46

„Commander, schauen Sie sich das mal an".

„Was gibt's denn, Leutnant?"

„Das Schiff ist noch INTAKT!"

„WAS?"

„Ja, seh'n Sie hier. Die Hülle ist noch immer noch dicht. Ein paar Kratzer, ein paar Treffer, aber keine Durchschläge!
Und hier: einige der altertümlichen Solarzellen produzieren immer noch Strom. Ja, das war noch die gute alte Technik - primitiv bis zum geht-nicht-mehr, aber robust wie nicht recht gescheit, unkaputtbar, die läuft und läuft und läuft...
Schaun Sie sich mal diese Anzeige an - es gibt noch Energie im Schiff!
Ich mein, da laufen noch Systeme.
Und die versorgen Leben. Das sind zwar nur ganz schwache Lebenszeichen, aber ich bin mir recht sicher, daß es sich dabei um menschliches Leben handelt."

„Würde ja auch passen, der Rechen-Schlaumeier auf der LACERTA hat das Schiff ja schließlich als ein terrestrisches Schläferschiff identifiziert", meint Wirich.

„Commander, ich glaube, daß wir das Schiff bergen können und auch sollten. Unser LI sollte das doch eigentlich machen können, meinen Sie nicht auch? Und dann gehen wir rein und schauen uns mal um - Tausend Jahre altes Leben..."
Rodelind erschauert und ihre Stimme erstirbt einen kurzen Augenblick.

Auch der Commander ist ungewöhnlich schweigsam. Langsam wird ihm immer klarer, mit was sie es da wirklich zu tun haben. Und er hat jetzt zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Von dem, was er demnächst anordnet, wird eine ganze Menge abhängen: die Zukunft des Schiffes, die Zukunft dessen, was sich darin befindet, vielleicht sogar, ob das, was sich darin befindet, am Leben bleibt. Tausend Jahre alte Technik, Systeme, die heute z. T. nicht einmal mehr in Museen vor sich hin modern, für die er nicht ausgebildet ist. Er nicht - und keiner seiner Leute. Und auch keiner auf den anderen Schiffen ihres Verbandes. Ja, keiner in der gesamten terrestrischen Föderation!
Ein kleiner Fehler - und schon können die aktuell schwachen Lebenszeichen ganz erlöschen.
Ein kleiner Fehler - und schon hat er Leben auf dem Gewissen.
Leben, das ihm nichts getan hat, Leben, das ebenso ein Recht auf Leben hat wie jeder andere Luitwiner, wie überhaupt jedes andere Leben auch. Leben, das schon alleine durch sein schieres Alter unschätzbar wertvoll für ihre Forschungsgruppe, ja sogar unschätzbar wertvoll für die gesamte terrestrische Föderation und die Gesamtheit der Wissenschaft universumsweit sein kann.
Ein Fehler - und all das ist vorbei.

Wirich atmet tief ein und aus, einmal, zweimal, dreimal. Es hilft alles nichts. Er ist der Commander, es ist seine Mission und er ist verantwortlich. Rodelind schaut ihn erwartungsvoll an.
Er kann nur versuchen, so verantwortungsbewußt und umsichtig wie es ihm möglich ist und dabei trotzdem mit der nötigen Entschlossenheit vorzugehen. Hat er es gut genug bedacht?

* * * * *

In diesem Moment ertönt die Stimme seiner langjährigen Stellvertreterin, Leutnant-Commander Wunna, Luitwinerin wie er und schon seit Jahren sein I WO, aus seinem ASG:
„ET-035, hier LACERTA: Oberst Lukenko Krikorow gibt uns grünes Licht für die Bergungsaktion. Hilfe kann angefordert werden. Kommen."

Es ist soweit, die Realität fordert seine Entscheidungen. Commander Wirich strafft sich innerlich wie äußerlich und holt noch einmal tief Luft, dann antwortet er: „LACERTA, hier ET-035: Verstanden. Wunna, wo stehst du jetzt? Kommen."

„Wir stehen fast direkt über euch."

„Gut, dann brich deine Sonarmessungen ab und lande bei uns, ich will Otwin hier haben, seine Expertise wird benötigt. Schiff auf Alarmstartmodus, dann könnt ihr euch unseren Fund auch mal anschauen."
Typisch Wirich, denkt über die aktuell benötigten Personalien hinaus auch an seine gesamte restliche Mannschaft und deren Wünsche und Bedürfnisse.

Wunna antwortet knapp und klar, aber die Freude ist bereits in ihrer Stimme zu hören: „Verstanden. Wie heißt das Schiff eigentlich? LACERTA Ende."

„Keine Ahnung, der Anstrich ist schon so abgeblättert, daß keinerlei Kennzeichnungen nach dieser langen Zeit noch vorhanden sind."

„Wollen wir's dann provisorisch „BG 1" nennen?"

„Wieso das denn, was soll denn „BG 1" heißen?"

„Bergungsgut 1, ist doch unser 1. Schiff, das wir auf dieser Mission bergen, da paßt das doch, meinst du... meinen Sie denn nicht auch, Commander?"

Noch bevor Wirich antworten kann, schaltet sich Leutnant Rodelind ein: „Find ich gut. Ich bin dafür."

„Ach", schmunzelt Wirich, „die Damen haben sich wohl abgesprochen? Was sagen denn unsere anderen Herrlichkeiten dazu?"

Otwin brummelt etwas fast Unverständliches, was sich für jemanden, der ihn kennt, wie ein „Von mir aus" anhören kann. Noting dagegen beantwortet die Frage seines Kommandanten mit der ihm eigenen Deutlichkeit und Entschlossenheit mit einem kurzen, knappen und klaren „Ja."

„Na gut", lächelt Wirich amüsiert, „dann haben wir jetzt einen vorläufigen Namen für unser zu bergendes Fundstück: die BG 1. Vielleicht können uns später noch die Insassen verraten, wie das Schiff ursprünglich mal hieß. Bis dahin ist es halt die BG 1. So, und jetzt kommt aber endlich herunter, damit's hier weitergeht."


Zuletzt von Wirich am Do 6 Sep 2012 - 1:21 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Wirich
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 144
Alter : 51
Ort : Terra
Anmeldedatum : 03.04.12

Charakterbogen
Name der Person: Wirich
Zugehörig: Fremde Lebensform
Beruf: Forscher und Kommandeur

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Mo 3 Sep 2012 - 23:55

Keine 10 Minuten später senkt sich dann die LACERTA majestätisch aus dem Himmel herab und landet nicht einmal 50 Meter entfernt neben der Lancet, mit der der Commander und Leutnant Rodelind zu diesem Fund geflogen sind. Der riesige Landeaufzugsschacht, auf dem zugleich die LACERTA ruht, wird unverzüglich ausgefahren und kurz darauf stoßen die Leutnant-Commander Wunna, Otwin und Noting zum Entdeckungstrupp NullFünfunddreißig. Wirich weist sie kurz ein, unterstützt von Rodelind, die die entsprechenden Sensordaten beisteuert.

Der Leitende Ingenieur, Leutnant-Commander Otwin schaut sich daraufhin BG 1 rundherum an, klopft hier mal gegen die Außenhaut und mal dort, schließlich nimmt er ein paar eigene Messungen vor, setzt sich mit dem Hauptrechner der LACERTA in Verbindung und läßt sich Baupläne vergleichbarer terrestrischer Schläferschiffe, soweit überhaupt noch in den Datenspeichern vorhanden - 1.000 Jahre! - übermitteln und beginnt zu überlegen und zu rechnen. Er brummt vor sich hin, während er seinen Kopf hin und her wiegt und schließlich nickt er, bedächtig, überlegt - und dann entschlossen:
„Leute, das könnte klappen. BG 1 ist nur wenig von Schutt und Gestein bedeckt, das müßtest du, Wunna, eigentlich mit den Bordwaffen wegschmelzen können. Anschließend nehmen wir das Schiff einfach auf den Haken, hier und..., ja..., hier, das müßte eigentlich klappen und dann ziehen wir's einfach mit unseren Schleppkabeln raus. Wenn wir vorsichtig sind, müßte das eigentlich klappen.
Fraglich ist nur, ob wir vorher an Bord gehen wollen und die Lebenszeichen bergen wollen oder erst danach? Wenn was schiefgeht, sind wir vielleicht im Schiff gefangen und rutschen eventuell sogar zusammen mit BG 1 noch tiefer in die Spalte. Aber wenn beim Rausziehen was schiefgeht, können wir vielleicht durch ein vorheriges Abbergen die dortigen Leben retten, die sonst verloren wären. Das müssen Sie jetzt entscheiden, Commander."

Commander Wirich bespricht sich mit allen seinen Leuten. Von jedem holt er die Meinung ein, es sind durchaus konträre Meinungen darunter, denn beide Möglichkeiten haben etwas für sich, beide Möglichkeiten sind aber auch mit nicht zu unterschätzenden Risiken behaftet. Schließlich ist es soweit, er hat sich entschieden:
„Leute, der Untergrund ist nicht stabil, es ist bei Gewichtsverlagerungen tatsächlich ein Abrutschen zu befürchten. Ihr wißt, alles Leben ist wichtig. Trotzdem ist mir euer Leben wichtiger als das von völlig Fremden, egal, was sie vielleicht wissen oder nicht wissen oder mit uns zu teilen oder nicht zu teilen bereit sind. Wir alle - außer Rodelind - haben viel zu viel persönliche Verluste hinter uns. Ich werde eure Leben nicht ohne zwingenden Grund riskieren, das wißt ihr. Vielleicht mache ich's falsch, vielleicht auch nicht - das wird sich weisen. Jedenfalls will ich erst das Schiff aus dieser Spalte rausziehen.
Vorgehen wie folgt: Ich fliege die LANCET IV in den Landeschacht, ihr geht inzwischen so an Bord. Wunna, Feuer frei zum Gesteinswegschmelzen nach eigenem Ermessen. Sicherheitsvorschriften für den Waffengebrauch beachten. Anschließend gehen Otwin und Noting raus, legen die Schleppkabel an und kommen dann wieder unverzüglich zurück. Ich fliege sodann die LACERTA, ziehe BG 1 raus und lege es von der Spalte entfernt auf sicherem Grund ab. Dann gehen Wunna, Rodelind und ich rein, während Noting als Stellv zusammen mit Otwin hier auf der LACERTA die Rückendeckung, Außensicherung und Sensorenüberwachung übernimmt."

Gesagt, getan. Es dauert ein bischen, dann ist es soweit - ein mehr als 1.000 Jahre altes Schiff liegt wieder vollständig vom Schutt und Geröll befreit auf sicherem Grund und wartet darauf, wie es weitergeht.

* * * * *

Interessanterweise hat das Schläferschiff bisher überhaupt nicht auf all diese Außenaktionen reagiert. Es wäre ja zu vermuten gewesen, daß das Schiff über eine Aufweckautomatik verfügt, die im Falle außergewöhnlicher Umstände reagiert und wenigstens einen Teil der Besatzung - und sei es nur einen, z. B. den Kommandanten - weckt. Energie ist da, Leben wird auch noch registriert, aber das Schiff selbst verhält sich darüberhinaus völlig passiv. Funktionieren die entsprechenden Sensoren nicht mehr oder nicht mehr richtig bzw. nicht mehr gut genug? Gibt es nach all der Zeit Programmfehler? Oder sonstige fehlerhafte Komponenten? Wollte das Schiff wecken aber konnte nicht? Hat das Schiff geweckt, aber die entsprechenden Personen reagierten nicht oder nicht mehr oder nicht mehr gut genug? Warum tut sich nichts auf dem Schiff?

Kein Anstieg der Energie, kein Anstieg der Lebenszeichen, keine Beleuchtung, kein Anlaufen von Lebenserhaltungssystemen, die ein menschliches und menschenähnliches Leben außerhalb der Stasekammern ermöglichen würden, kein Anstieg der Sauerstoffproduktion, kein Anstieg von Wärme, Luftreinigungsanlagen, Generatoren, Robotern, Schiffssystemen - gar nichts. Nur diese Minimalanzeigen. Aber nichts darüber hinaus. Für ein Schläferschiff ein äußerst seltsames Vorgehen.

Vielleicht könnten aber auch 2 Wörter bereits dieses seltsame Verhalten erklären - 1.000 Jahre!
Nach oben Nach unten
Wirich
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 144
Alter : 51
Ort : Terra
Anmeldedatum : 03.04.12

Charakterbogen
Name der Person: Wirich
Zugehörig: Fremde Lebensform
Beruf: Forscher und Kommandeur

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Di 4 Sep 2012 - 1:22

Dem luitwinischen Ingenieur der LACERTA, Leuntnant-Commander Otwin, gelingt es tatsächlich, die Schleusentür des Schläferschiffes ohne Beschädigung zu öffnen. Es hat gedauert, aber Wissen, Erfahrung, Einfallsreichtum und Improvisationskunst in Verbindung mit einem modernen Verschlüsselungsknacker haben schließlich dazu geführt, daß er es hinbekommen hat. Daraufhin kehrt er wieder zur LACERTA zurück.

Obwohl sie nach dem Öffnen der Tür noch eine ganze Weile warten, riecht es muffig und abgestanden und nach einer ganz seltenen und seltsamen Mischung, die keiner der 3 des Bord-Trupps hätte erklären können, wenn sie es gerochen hätten. Da Commander Wirich aber eingedenk vergleichbarer Vorgänge auf der Erde, wo das Einatmen uralter Luft sich als höchst problematisch erwiesen hatte, den uneingeschränkten Einsatz der Raumanzüge angeordnet hat, bleibt seinem I WO, seiner Hauptforscherin und auch ihm selbst dieses Erlebnis erspart.

BG 1 ist dunkel, eng und - im Vergleich zu den heutigen Schiffen der terrestrischen Föderation - wenig geräumig.

„Unfaßbar", läßt sich seine Stellvertreterin vernehmen, „daß sich überhaupt jemals irgendwelche Menschen in solchen Konservenbüchsen ins Weltall getraut haben. Ist das Mut oder Tollkühnheit?"

„Gute Frage", antwortet ihr Wirich, „und gut, daß wir in einer moderneren Zeit leben."

„Also ich weiß gar nicht, was ihr habt", meldet sich die Chefwissenschaftlerin der LACERTA zu Wort, „das ist doch phantastisch hier. Du meine Güte, echte Geschichte. Wirkliche Konsolen von vor 1.000 Jahren, echte Plastähle von damals, alles das hier hat's mal in echt gegeben. Und für uns hier gibt's das jetzt auch in echt. Das ist ja so..."
Sie sucht nach dem passenden Wort, den richtigen Begriffen.
„...aufregend, erregend, faszinierend. Wir sind dabei, echt dabei, großartig, herrlich..."

„Stimmt schon", bestätigt Wirich, „aber das ist unbekanntes Terrain. Jeder Schritt, jeder Handgriff, jeder Knopf und jeder Schalter hier kann eine Katastrophe auslösen. Deshalb: Ruhig bleiben. Vorsichtig bleiben. 3-mal Denken und 2-mal Nachfragen, bevor auch nur 1-mal gehandelt wird."
Und er fügt noch hinzu: „Das gilt auch für Sie, Leutnant. Und ganz besonders für Sie, ist das klar?"

Die unmißverständliche Schärfe in seiner Stimme bei den letzten Worten holt Rodelind wieder auf den Boden der Tatsachen zurück: „Jawohl, Commander, Sie haben ja recht, Entschuldigung."

„Ist gut. Und jetzt weiter."

* * * * *

BG 1 ist zu alt und den Raumfahrern zu unvertraut. Es verfügt über Paßwörter in unbekannten Schriftzeichen. Sollte es über Sprachausgabe verfügen, so ist das noch das Geheimnis des Schiffes - BG 1 verrichtet weiterhin nur stumm seinen Dienst. Die An-Bord-Gegangenen, der Bord-Trupp, schaffen es nicht, die Lebenserhaltungsanlage des antiken Schiffes wieder in Betrieb zu nehmen. Auch der herbeigerufene Otwin, der nun auch bleiben darf, ist hier mit seinem Latein am Ende. Immerhin hat er die Idee, einen der tragbaren Kältepreßluftgeneratoren der LACERTA zu einem tragbaren Lebenserhaltungsgenerator umzumodeln und in BG 1 zu installieren. Woraufhin nach getanem Umbau schon eine weitere knappe Viertelstunde später frische Luft und angenehme Wärme das gesamte Schläferschiff erfüllt.

Erneute Sensorenüberprüfungen. Leutnant Rodelind meldet für den Eintritt biologischer Gefahren ein „Negativ." Der Commander geht mit gutem Beispiel voran und trägt das Risiko, indem er als Erster seinen Helm abnimmt. Als er sich nach einer Stunde immer noch gut fühlt und seine Chefwissenschaftlerin gerade wegen ihrer permanenten Überprüfung der vorhandenen Biologien keinerlei Einwände geltend macht, erlaubt er erleichterte Bedingungen: endlich können sie ihre Raumanzüge ablegen. Commander Wirich läßt auch Noting nachkommen. Und dann können sie anschließend damit beginnen, sich um die Stasekammern und die sich darin befindlichen Passagiere zu kümmern.

Die Schriftzeichen sind ungewohnt, um nicht zu sagen: unbekannt, die Bordrechenanlagen von BG 1 verweigern beharrlich jede Zusammenarbeit und so benötigt es die gemeinsamen Anstrengungen der kompletten LACERTA-Mannschaft, bis sie es sich irgendwann endlich zutrauen, den ersten Passagier aufzuwecken.

Wer es ist? Sie wissen es nicht. Es kann genauso ein Schiffsjunge sein wie der Kommandant höchstpersönlich. Sie wissen es einfach nicht. Genausowenig, wie sie wissen, wie das Schiff in Wirklichkeit heißt.

Commander Wirich will den Schock für den Aufgeweckten soweit wie möglich mindern, deshalb darf außer ihm nur noch der LI wegen der Arbeiten an der Stasekammer und die I WO wegen eventuell notwendiger medizinischer Maßnahmen bleiben.
Rodelind und Noting werden in einen Nachbarraum verbannt, von wo aus sie zwar zuhören und im Notfall auch rasch eingreifen können, von wo aus sie aber erst einmal außer Sicht sind.
Sobald das technische Aufwecken funktioniert hat, wird auch Otwin zu den beiden stoßen, so daß der dann frisch Aufgeweckte es erst einmal nur mit Wunna und Wirich zu tun bekommt.
Die Gesprächsführung hat sich Wirich ausbedungen; Wunna wird nur soweit eingreifen, wie es unvermeidbar ist.
Damit sich der möglicherweise Desorientierte oder unter Umständen sonstwie an den Folgen des überlangen Schlafes Leidende nicht überfordert oder gar unter Druck gesetzt bzw. bedroht fühlt, ordnet Wirich an, daß die HM 4's verdeckt zu tragen sind.
Wunna legt sich bereits eine Sprachpille zurecht.

Noting hat einen tragbaren Kleinrechner mit einem rudimentären Übersetzungsprogramm geladen, den er nun Wirich in die Hand drückt: „Mit etwas Glück können die Sprachprozessoren und Schaltkreise und sonstigen Elemente dabei mithelfen, eine verständliche Kommunikation zu etablieren. Ist nur was auf die Schnelle Hingeschustertes. Ein Meisterstück ist es nicht. Aber es kann ja auch nicht schaden."

„Gute Idee, Noting", lobt ihn Wirich, „ich schätze solche Eigeninitiative. Und in der kommenden Zeit werden wir vermutlich jede Hilfe brauchen können, die wir kriegen können.
So, Leute, seid ihr bereit?"

Allgemeines Nicken.

„Dann alle auf ihre Positionen. Otwin, weck ihn auf."

Es klappt tatsächlich. Und kurze Zeit später ist es soweit. Vor Commander Wirich und Leutnant-Commander Wunna steht ein lebendiger Mensch aus einer Zeit von vor über 1.000 Jahren!
Nach oben Nach unten
Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 343
Alter : 58
Ort : Berlin
Anmeldedatum : 17.05.10

Charakterbogen
Name der Person: Lukenko Krikorow
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Ingenieur Weltraumtechnik/Mathematiker

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Mo 10 Sep 2012 - 6:12


Fasziniert verfolgt Oberst Krikorow die Übertragung der LACERTA. Ein 1000 Jahre altes Schiff der Erde. Längst haben die Spezialisten der HEISENBERG damit begonnen, die Aufzeichnungen des Fundes mit den Historischen Datenbänken zu vergleichen. Eine ungefähre Eingrenzung des Bauzeitraumes ist bereits kurz darauf erfolgt und so erfährt der Oberst parallel zur Übertragung der LACERTA erste Informationen die dementsprechend auch Abweichend von denen der Datenbanken von Wirichs Schiff sind. Luke erfährt.......das von den LACERTA Leuten BG1 genannte Schiff gehört zu einer Gruppe von insgesamt 12 Schiffen eines geheimen Programmes der damaligen Vereinigten Staaten von Amerika . Offiziell sollten diese Schiffe, oder zumindest die meisten von ihnen die Jupitermonde regelmässig anfliegen, da der Jupiter auch damals schon als unbezwingbar galt.

Aber zwei der Schiffe waren in einer ehemaligen Marinewerft In Norfolk am Patuxent River gebaut bzw umgerüstet worden. Und.......Luke zieht die Augenbrauen erstaunt hoch, das ganze Projekt den Namen "Jumping Jack Flash " tragend war von der Navy finanziert und von der NASA durchgeführt.

Luke muss lachen als er den Namen des Projektes liest......" Jumping Jack Flash" ein treffender Name und vor allen Dingen haben die Projektplaner Humor bewiesen und dem Projekt den Namen des Songs einer unralten Rock Band Terras den Rolling Stones gegeben. Rolling Stones........auch der Name eines dem Schiffsbau übergeordneten Regierungsprogrammes.

Je mehr Informationen Luke liest, desto mehr versteht er......Rolling Stones hätte mit Jumping Jack Flash in der Tat Blitzartig eine Menge Steine ins Rollen gebracht.

Aber eines der beiden Schiffe des Programmes verschwand beim Test in einer heute so genannten Singularität des Einsteinschen Kontinuums und ward nicht mehr gesehen.
Man hatte damals einige Zeit bevor es wirkliche Fortschritte auf dem Gebiet der Hyperantriebstechnik gegeben hatte, bei einem ersten Versuch, ein kleines schwarzes Loch geschaffen mit dem an Bord befindlichen ersten primitiven Gerät zum erschaffen einer sabilen Hyperraumblase für den beschleunigenden Übergang........und sich sozusagen selbst ins aus geschossen.

Das ganze Projekt wurde daraufhin auch wegen eines drohenden Weltumspannenden Konfliktes der Machtblöcke der Erde in den tiefen der Archive verstaut und erst bei Aufräumarbeiten in einem Historischen Bunkerkomplex der ehemaligen US Regierung war das unlängst widergefunden worden und in den Zentralen Datenspeicher eingespeist worden.

Wenn es Commander Wirich gelingen sollte, den einzigen Menschen der in einer der uralten Staselkammern des Schiffes überlebt hatte , zu erwecken.............sensationelle Erkenntnisse über die damalige Zeit würden offenbart werden und lange in konträren Theorien umstrittene Themen könnten endlich abschliessend bearbeitet werden. Eine Lücke in der Geschichte würde geschlossen werden.

Aber vorerst wartet Luke das umsichtige Handeln der LACERTA Crew ab nicht ohne ihnen unbedingte Hilfe anzubieten.

_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
Nach oben Nach unten
Wirich
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 144
Alter : 51
Ort : Terra
Anmeldedatum : 03.04.12

Charakterbogen
Name der Person: Wirich
Zugehörig: Fremde Lebensform
Beruf: Forscher und Kommandeur

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Di 18 Sep 2012 - 1:34

„Dann alle auf ihre Positionen. Otwin, weck ihn auf."

Es klappt tatsächlich. Und kurze Zeit später ist es soweit. Vor Commander Wirich und Leutnant-Commander Wunna steht ein lebendiger Mensch aus einer Zeit von vor über 1.000 Jahren!

* * * * *

Gespannt, wenn auch äußerlich der Erstkontaktregeln wegen bewußt ganz ruhig, schauen die beiden LACERTA-Astronauten auf diesen Menschen. Es ist ein Mann so in den Mittdreißigern, der die beiden ebenfalls ganz überrascht ansieht.

Fast kann man sehen, wie es in ihm arbeitet: ,Wer sind die beiden? Wo sind meine Mannschaftsmitglieder? Wie lange habe ich geschlafen? Wo ist mein Raumschiff jetzt? Haben wir unser Reiseziel erreicht? Ob die wohl meine Sprache sprechen? Wo kommen die her? Die sehen menschlich aus, aber sind das auch Menschen? Oder sind das Exoterrestrier? Sind sie freundlich oder feindlich gesonnen? Was haben die mit mir vor? Und warum schwankt das Schiff auf einmal so, wieso fühle ich mich auf einmal so schwach, was stimmt mit der Luft nicht, Hilfe, die Luft fehlt, ich sollte etwas sagen, wo ist...?!'

Commander Wirich und seine langjährige Stellvertreterin Wunna sehen, wie der vor ihnen Stehende den Mund öffnet, als wenn er etwas sagen will. Und dann verdreht der neu Aufgeweckte urplötzlich die Augen und sackt ohne ein Wort einfach in sich zusammen.

„Mist", kommt es spontan aus Wirich heraus.

Wunna dagegen redet erst gar nicht, sie springt mit schnellen Schritten auf den Unbekannten zu und beugt sich zu ihm hinab. Jetzt erweist sich ihre Ausbildung, ihr jahrelanges Training und ihre jahrzehntelange Erfahrung als ungeheuer wertvoll. Umgehend beginnt sie mit den notwendigen Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge.
Trotzdem steht es auf Messers Schneide.
Denn sie ist keine Ärztin und ihre Ausrüstung hier vor Ort ist auch keine primär medizinische, erst recht keine für medizinische Intensiv- und Notfallmaßnahmen zur Behandlung von Kälteschlaf- und Kälteschlafaufwachproblemen. Insbesondere fehlt ihr, wie auch ihren anderen Bordkameraden, aber auch ganz einfach alle notwendige Erfahrung mit antiken Kälteschlafsystemen. Zwar hat auch die LACERTA Kälteschlafkammern an Bord, aber der über 1.000-jährige technologische Unterschied zwischen den Kälteschlafkammern der LACERTA und der Kälteschlaftechnik an Bord dieses uralten Schiffes ist dermaßen groß, daß alle Bemühungen Wunnas dem Herumstochern in einem Heuhaufen zum Finden der berühmten Stecknadel - und zwar OHNE jede Hilfe eines Magneten - gleichen.
Gleichwohl tut sie, was sie kann. Mensch ist schließlich Mensch. Auch wenn jeder menschliche Körper trotzdem individuell reagiert - wenn er reagiert.

Wirich hat sich inzwischen wieder gefangen: „Leutnant Rodelind zu mir, schnell!" befiehlt er mit deutlicher Stimme. Tonfall und Lautstärke machen deutlich, daß kein Widerspruch, kein Nachfragen und keine Verzögerung gewünscht sind.
Dafür ist auch keine Zeit. Vor ihm müht sich seine I WO, einen Menschen zu retten, dessen Leben sich als unschätzbar wertvoll erweisen kann.
Jemand, dessen Namen sie noch nicht einmal wissen, jemand, der vor ihren Augen zusammensackte und ungebremst auf dem Boden aufschlug, noch bevor er auch nur ein Wort sagen konnte. Jemand, der aber dank der Bemühungen des Leutnant-Commanders immer noch irgendwie am Leben zu sein scheint.
Auch wenn überhaupt nicht klar ist, wie lange noch.
Aller San-Ausbildung aller Astronauten und ihrer eigenen Erfahrung zum Trotz sind sie eben doch keine Ärzte und erst recht keine Kälteschlafmedizinspezialisten und auch ihre Ausrüstung ist dafür eher gar nicht geeignet. Wie der Mann auf diese Weise gerettet werden soll, ist gegenwärtig mehr als nur fraglich.
Wenn überhaupt irgendjemand Wunna tatkräftig bei diesem Bemühen unterstützen kann, dann ist es die Leitende Wissenschaftlerin seines Schiffes, die sich im Nebenraum in Bereitschaft hält. Deshalb Wirichs scharfer Befehl und deshalb kommt seine LW auch unverzüglich herangeeilt.
Wirich sieht sie und deutet direkt auf Wunna und den vor ihr Liegenden: „Hilf Wunna!"

Die Chefwissenschaftlerin Rodelind nickt und gesellt sich zu ihr. Sie sieht, was ihre Mannschaftskameradin gerade tut und sie hat Ideen, was noch getan werden könnte oder vielleicht auch noch getan werden sollte, weswegen sie sich kurz mit der stellvertretenden Kommandantin der LACERTA bespricht. Die beiden verstehen sich gut und sind sich schnell einig. Einen Erfolg können aber beide trotz allem nicht garantieren.

* * * * *

Wirich läßt nun auch noch die Leutnant-Commander Noting und Otwin kommen, sie sollen ruhig direkt vor Ort mitbekommen, was los ist. So groß war deren Disziplin, daß Sie bis jetzt befehlsgemäß im Nachbarraum ausgeharrt haben, obwohl sie ja mitbekommen haben, daß da was ganz gewaltig schief lief. Und gleich den anderen waren auch sie gespannt wie ein Flitzebogen, was da passiert und wie es weitergeht. Aber sie hatten ihre sinnvolle und klare Anweisung und sie haben sich, aller inneren Erregung und Angespanntheit zum Trotz, daran gehalten.
Dies ist wieder einer jener ganz besonderen Momente, in denen der Commander richtig stolz auf seine Leute ist. Egal, was das Universum noch bereit hält, aber seine Leute, so diszipliniert, so überaus und über alle Maßen diszipliniert, wie sie nun einmal sind und wie sie es gerade eben wieder unter Beweis gestellt haben, gehören einfach zu den Besten. Trotz der weltgeschichtlich einmaligen Situation, in der sie sich hier befinden, benehmen sie sich wie richtige Luitwiner, wie richtige Astronauten, wie richtige Angehörige der terrestrischen Föderation, Männer, mit denen man sogar solche Situationen meistern kann, Männer, auf die man sich verlassen kann, Männer, auf die man stolz sein kann.

Währenddessen führen die beiden Frauen, von denen Wirich weiß, daß auch sie zu den Besten gehören und man deshalb auch auf diese beiden stolz sein kann, konsequent ihre Bemühungen zur Rettung des Fremden fort. Obwohl sich die beiden erst seit sehr kurzer Zeit kennen, sind beide Profis genug, daß sie Hand in Hand arbeiten, sachbezogen, fallorientiert. Aber es ist nicht nur das. Irgendwie verstehen sich die beiden auch ohne große Worte fast schon instinktiv.
Unabhängig davon, ob sie es schaffen, den Zusammengebrochenen zu retten, werden sie definitiv das ihnen Mögliche getan haben - ohne sich gegenseitig zu behindern, ohne irgendwelche störenden und/oder kontraproduktiven Emotionen, Rivalitäten, Eifersüchteleien, Egoismen oder sonst so etwas. Ganz im Gegenteil, den Notwendigkeiten und ihren eigenen Charakteren folgend, arbeiten beide selbstlos Hand in Hand zur Erreichung des Ziels.

„Komm, pack mal mit an", sagt in diesem Moment Rodelind zu ihrer Vorgesetzten. Wunna läßt es durchgehen. Für Formalismus ist in diesem konkreten Moment keine Zeit. Die, auch zeitlich engen, Notwendigkeiten diktieren das Geschehen und damit das Handeln der beiden Frauen.
Auf die Idee, diese Kraft erfordernde Aufgabe von den anwesenden Männern machen zu lassen, kommt in diesem Moment keine der beiden. Zu sehr sind sie in die Bewältigung ihrer Aufgabe, in das Retten von Leben, vertieft und darauf konzentriert.
So wuchten sie nun gemeinsam den Körper des Unbekannten wieder in seine Kälteschlafkammer. Die Kammer selbst lassen sie offen und nehmen sie auch nicht wieder in Betrieb.

Eine Sauerstoffatemmaske bedeckt inzwischen Mund und Nase des Mannes. Trotzdem ist für den unbedarften Beobachter nicht zu erkennen, ob der Patient atmet. Keine Atemgeräusche sind zu hören, kein Heben und Senken der Brust ist zu sehen, keine gesunde Röte durchzieht die Wangen und die sonstige sichtbare Haut des regungslos Daliegenden.

Auf seiner Brust ist ein silberfarben glänzendes Gerät mit mehreren kleinen, blinkenden Lichtern befestigt. Es ist ein modernes, für Feldeinheiten konzipiertes „Medizinisches Individual-Basis-Lebenserhaltungssystem", kurz: MIBLS, von den Anwendern üblicherweise einfach nur „Mibbels" genannt. In diesem Fall stellt es u. a. das moderne - das alleine schon deswegen natürlich noch viel mehr kann - Äquivalent eines sensorgestützten und rechnerkontrollierten Herzschrittmachers aus dem 4. Jahrtausend der terrestrischen Menschheit dar.

In den beiden Armbeugen des Unbekannten stecken Kanülen, deren Schläuche zu 2 kleinen Beuteln führen, die von den beiden Nothelferinnen auf der Vorderseite seiner Kleidung befestigt worden sind.

Auf seiner Stirn befinden sich mehrere dort befestigte kleine Punkte - es sind die modernen, drahtlosen Äquivalente einer Art von EEG, nur natürlich viel, viel hoch- und weiterentwickelter. Sie senden ihre Daten zu dem „Mibbels" auf der Brust des Patienten, welches wiederum diese Daten verarbeitet und in konkrete Aktionen umsetzt. Diese Aktionen können Alarme sein und/oder auch eine Erhöhung bzw. Verminderung der Zuflußmengen und/oder entsprechende Signale an den Herzschrittmacher usw. Zugleich steht das MIBLS in ständiger Verbindung mit dem Hauptrechengehirn auf der LACERTA, so daß es auch von dort Informationen beziehen, Anweisungen erteilen und bekommen kann und mithilfe des technischen LACERTA-Hauptgehirns Kontakt zur Besatzung oder sonstigen dafür notwendig und/oder geeignet gehaltenem Personal aufnehmen kann. Denn der Hauptrechner der LACERTA ist schließlich mit den notwendigen Daten über diese Forschungsmission gefüttert worden, er kennt die Stärke der Flotte, die Position der Schiffe, die Mannschaftslisten, die gemeldeten Aus- und Aufrüstungen und sonstigen Ausstattungen usw.

Dann dreht sich Wunna zu Wirich um.

* * * * *

Sie wirkt ein bischen erschöpft, der rasche und ununterbrochene Kampf um das Leben des Patienten hat sie doch ein wenig gezeichnet. Andererseits wäre sie nicht Wirichs Stellvertreterin, wenn sie nicht noch viel mehr ertragen könnte.
„Commander", sagt sie, „es tut uns leid. Keine Ahnung, was da wirklich mit dem Fremden los ist. Wenigstens lebt er noch.
Wir haben ihn stabilisiert, seinen Blutsauerstoffgehalt und die Blutsäurewerte in Ordnung gebracht, sein Herz schlägt langsam, aber regelmäßig, aber er kommt z. Zt. einfach nicht zu Bewußtsein. Ob's der Schock ist, ob's vielleicht irgendwelche Viren oder sowas von uns sind, gegen die er nicht immun ist, ob's vielleicht auch einfach nur die riesig lange Schlafenszeit in der Kälteschlafkammer seines Schiffes ist, keine Ahnung, was auch immer, wir wissen es einfach nicht.
Wenn nichts dazwischenkommt oder sonst schiefgeht, dann sollte er nach unserem Ermessen mithilfe unserer durchgeführten Maßnahmen am Leben bleiben. Ob er wieder aufwacht...? In welchem Zustand...? Wie lange...? Commander, ich kann's Ihnen beim besten Willen nicht sagen."

Wirich nickt: „Ist schon gut, Wunna, gut gemacht. Das hätte ja auch anders ausgehen können. Das gilt auch für Sie, Leutnant. Könnt ihr noch irgendetwas für den Fremden tun?"

Wunna schüttelt entschieden den Kopf: „Nein, Commander, wir sind am Ende mit unserem Latein. Sowohl von der Ausrüstung als auch der Ausbildung her können wir beide nicht mehr als das hier machen. Wir sind doch beide keine Medizinerinnen."

Ein schneller Blick Wirichs zu Rodelind. Diese nickt als Zeichen der Zustimmung zu Wunnas Worten. Daraufhin fragt der Commander: „Könnte die HEISENBERG uns helfen? Ich meine, die haben mehr Wissenschaftler, Ärzte, größere und modernere Labore, Ausrüstung en masse usw. Ich hätte das ja gerne mit euch alleine gemeistert, aber wenn's nicht klappt...?!"

Wunna und Rodelind brauchen nicht zu überlegen, die weitere Vorgehensweise, soeben von Wirich fragend ins Spiel gebracht, ist klar. Vor aller persönlichen und beruflichen Eitelkeit steht der Auftrag, steht das Ziel, steht das Leben des Patienten.
Und schließlich braucht sich die LACERTA-Mannschaft nicht zu schämen. Sie haben getan, was ihnen möglich war. Z. T. mit unzureichender Ausrüstung und definitiv mit unzureichender Ausbildung, für die sie aber nichts können, denn sie sind schließlich Raumfahrer und keine Ärzte.
Und das, was sie über Lebensrettung und Lebenserhaltung gelernt haben, das haben sie gerade eben in geradezu vorbildlicher Weise angewendet und damit dem Unbekannten das Leben gerettet und dafür gesorgt, daß ihm dieses nach ihrem Wissens- und Kenntnisstand auch erhalten bleibt.

Also führt Commander Wirich sein Armsprechgerät zu seinem Mund: „HEISENBERG, hier Entdeckungstrupp Null-Fünfunddreißig. Oberst Krikorow, bitte melden! HEISENBERG, hier ET-035. Oberst Krikorow, bitte melden!"
Nach oben Nach unten
Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 343
Alter : 58
Ort : Berlin
Anmeldedatum : 17.05.10

Charakterbogen
Name der Person: Lukenko Krikorow
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Ingenieur Weltraumtechnik/Mathematiker

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Di 18 Sep 2012 - 8:00


Auf der Brücke der HEISENBERG scheint die Zeit stillzustehen. Gebannt beobachtet die Brückencrew das Geschehen. Der Bordarzt zieht scharf die Luft ein und nickt anerkennend, als die Crew der LACERTA die Notfallmedizinischen Geräte in Betrieb nimmt.
"Oberst..." setzt der Dr. an aber Luke winkt ab als er sieht das Commander Wirich zum Armsprechgerät greift.
sofort Antwortet er auf Wirichs Anruf.
" HEISENBERG hier. Ich übergebe an den Bordarzt"
Mit einem Auffordernden Wink übergibt er an den Dr.
"Commander. Offenbar fehlt im Aufwachritual eine Komponente, welche wir alle vergessen haben. Sie konnten es nicht Wissen und haben sich nach besten Möglichkeiten entsprechend ihrer Ausbildung verhalten. In der Stasekammer wird nach einleiten des Aufwachvorganges im Normalfall ein Medikament eingegeben. Dieses ist ein Amphetamin
gebündelt mit einem Mittel welches die Neurotransmitter des Nervensystems aregen soll die Stase zu beenden. Offenbar ist dieses Medikament aufgrund seiner langen Lagerung unwirksam geworden. Diese Kammern wurden nie dafür Konstruiert, 1000 Jahre Arbeitsfähig zu bleiben.

In unseren Bordunterlagen ist die Rezeptur dieses Mittels vorhanden. Unsere Apotheker werden sofort mit der Rekonstruktion beginnen. Bitte kommen sie mit ihrer LANCET und der Stasekammer an Bord der HEISENBERG. Es besteht keine unmittelbare Lebensgefahr,Grund zur Eile aber allemal.

Ich erwarte sie an Bord Commander."

Oberst Krikorow gibt kurze Anweisungen und meldet sich dann zu Wort.

" Oberst Krikorow hier. Sie haben Landefreigabe in Schacht 2. Die Leitstrahlkoordinaten kommen per Automatik........bis gleich Commander.....HEISENBERG Ende."



_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
Nach oben Nach unten
Wirich
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 144
Alter : 51
Ort : Terra
Anmeldedatum : 03.04.12

Charakterbogen
Name der Person: Wirich
Zugehörig: Fremde Lebensform
Beruf: Forscher und Kommandeur

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   So 23 Sep 2012 - 12:10

Commander Wirich antwortet, denn auch ihm ist bewußt, daß die Zeit aktuell ein kostbares Gut ist, kurz und knapp: „Verstanden, Oberst."

Dann wendet er sich an seine Besatzung: „Ihr habt's gehört. Wie kriegen wir jetzt die Stasekammer mit dem Fremden nach drüben?"

Der Astrogator der LACERTA, Leutnant-Commander Noting fragt ohne Umschweife: „Wozu brauchen die denn überhaupt die Kälteschlafkammer? Ich mein', die können das Medikament ja auch dem Patienten direkt spritzen oder sonstwie einflößen, oder etwa nicht? Wollen wir nicht lieber einfach..."

„Gute Frage, Noting", antwortet ihm sein Kommandeur, „ich pflichte dir bei und gehe davon aus, daß der Oberst zuvörderst den Transport des Bewußtlosen gemeint hat und nur auf die Stasekammer abstellte, weil unsere Damen den Unbekannten da wieder hineingewuchtet haben.
Ich übernehme die Verantwortung für diese Einschätzung und unser weiteres Vorgehen.
Wir machen's wie folgt: Ich fliege mit unserer LANCET IV, dem Bewußtlosen und Leutnant-Commander Wunna zur HEISENBERG.
Leutnant-Commander Noting, du übernimmst die LACERTA. Otwin und Rodelind stehen dir bei. Ihr bergt das Schläferschiff und koppelt es an unsere LACERTA an. Dann bringt ihr die BG 1 zu unserem Versorger „Fettauge", wo ihr sie abliefert. Der dortige Diensthabende wird sicherlich wissen, wo er das Schiff deponiert haben will.
Sodann fliegt ihr unverzüglich ebenfalls zur HEISENBERG, so daß Wunnas und mein Heimweg nicht gar so lange wird.
Jeder Schritt wird gemeldet. Als Nächstes gilt wieder Raumanzugspflicht. Noch Fragen?"

Es ist eine gute, eine sehr gute Mannschaft. Es gibt keine weiteren Fragen mehr, jeder weiß, was auf dem Spiel steht, jeder weiß, daß die Zeit drängt, jeder weiß, was er zu tun hat und wo sein Platz in diesem universumshistorischen Geschehen ist. Wirich blickt in die Runde seiner Leute, dann nickt er: „In Ordnung, Leute, Ausführung - jetzt!"

* * * * *

Und so geschieht es. Keine 10 Minuten später schwebt die im Raum so majestätisch dahingleitende LANCET IV automatisch vom entsprechenden Leitstrahl der HEISENBERG gesteuert in den Landeschacht des riesigen Forschungsschiffes ein.
Der Schnelle Raumkreuzer LACERTA ist für sich genommen schon eine imposante und durchaus nicht kleine Einheit. Aber die HEISENBERG ist ein deutlich sichtbar größer und umfangreicher geratenes Schiff.
Wunna und Wirich genießen den Anblick, während sie zurückgelehnt in ihren Sesseln sitzen und, der Anflug- und Landeautomatik vertrauend, in aller Ruhe das Näherkommen dieses riesigen Schiffes erleben können. Sie beide sind ja nicht nur Astronauten, sondern auch Wissenschaftler. Da ist so ein spezieller Forschungskreuzer, dem man ja üblicherweise nicht jeden Tag begegnet, schon etwas Besonderes. Beide wollten sich, seitdem sie von der Teilnahme der HEISENBERG an dieser Mission wußten, das Schiff gerne einmal ansehen, aber bisher fehlte die Gelegenheit dazu. Nun fliegen sie endlich dieses besondere Schiff an - auch wenn die Umstände ihres Besuches ernsterer Natur sind, als sie es sich ursprünglich erhofft hatten.

Glücklicherweise besteht die diensthabende Mannschaft der HEISENBERG ebenfalls aus Profis. Und so gelingt ohne irgendwelche Probleme sowohl der An- und Einflug mit der störungsfreien Landung als auch ohne große Formalitäten die verzögerungsfreie Übergabe des von ihnen Gebrachten an den bereits bereitstehenden Ärztetrupp.
Ungestört schauen Commander Wirich und seine Stellvertreterin Wunna zu, wie der von ihnen Abgelieferte von den Medizinern weggebracht wird, während sie nun an Bord dieses Riesenschiffes, an Bord der HEISENBERG, im Landeschacht 2 stehen.
Nach oben Nach unten
Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 343
Alter : 58
Ort : Berlin
Anmeldedatum : 17.05.10

Charakterbogen
Name der Person: Lukenko Krikorow
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Ingenieur Weltraumtechnik/Mathematiker

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Mo 24 Sep 2012 - 1:29


Oberst Krikorow übergibt die Anflugphase der LACERTA Lancet an Commander Monning und sucht mit dem Arzt und seinem Team den Landeschacht auf.

Kurz darauf hebt sich das halbrunde Schott der Lancet Schleuse und sofort sind die Pflegekräfte der HEISENBERG zusammen mit dem Doktor beschäftigt, den Bewusstlosen Patienten auf eine Pneumoliege zu lagern .

Während der Transportvorbereitungen bleiben die Besatzungsmitglieder der Lancet und der Oberst schweigend im Hintergrund.

"So, nun schiebt unseren Patienten vorsichtig in den Aufzug und auf der Krankenstation wird er sofort auf die Intensivstation gelegt. ......Oberst, Ich stehe per BSA zu ihrer Verfügung" verabschiedet sich der Doktor und die Prozession mit Pneumoliege eilt an ihm vorbei, den Gang hinunter zum Zentrallift.

" Commander Wirich.......Leutnant-Commander Wunna. Herzlich Willkommen an Bord der HEISENBERG. Es wäre sicher wünschenswert gewesen wenn sie uns unter entspannteren Umständen einen Besuch abstatten aber nun sind sie da und werden bis ihr Schiff sie abholt die Zeit nutzen wollen, das Schiff zu besichtigen. Verlassen wir also ersteinmal die Decks die auf jedem Schiff der Flotte vorhanden sind. Auf unserem Mannschaftsdeck haben wir ein Casino und dort möchte Ich sie ersteinmal Standesgemäss begrüssen. Die Wachfreien Offiziere und einige der Wissenschaftler werden sie als Gäste sicher gerne Begrüssen wollen. Danach können sie in Begleitung unseres Ingenieurs die Technischen Einrichtungen ansehen und im Anschluss haben sie die Möglichkeit einige der Wissenschaftlichen Stationen zu besichtigen.Ich denke die LACERTA wird einige Zeit benötigen um das Havarierte Schiff zu bergen und auf den Transporter zu bringen. Es wird also genügend Zeit sein für eine Ausgiebige Führung."

Der Oberst geht mit den beiden zu einem der Nebenlifte und sie fahren direkt auf die Mannschaftsebene. Nicht ohne Stolz aber ohne Überheblichkeit führt er die beiden durch die Ringgänge mit dem grosszügig angelegten Quartieren zu den Versorgungsräumen. Den Speisesaal mit der Essensausgabe und durch einen Ovalen Durchgang schliesslich in das grosse Casino mit den Separè Ebenen und der geschwungenen Bar. Nicht umsonst hat das Casino eine entfernte aber unabstreitbare Ähnlichkeit mit dem Starlight-Casino. Abgesehen davon, das statt der Sicht auf die Unterwasserwelt Terras hier Sichtfenster den Blick auf den Weltraum ermöglichen. Der Oberst bittet seine Gäste auf einem der geschwungenen Sofas vor einem Couchtisch Platz zu nehmen. Augenblicklich tritt eine junge Frau des Versorgungspersonals an den Tisch und fragt nach den Wünschen.

" Einen Mentha-Limonensynthohol mit Eis bitte , Luisa "

Nachdem auch die beiden anderen bestellt haben und Luisa mit schwingendem Gang sich entfernt hat, beginnt Luke Commander Wirich und Leutnant-Commander Wunna zu fragen, welche Sektionen des Schiffes sie am meisten Interessieren würde






_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
Nach oben Nach unten
Sir Chester
Ein Mann von der Erde, vor 1000 Jahren verschollen, steht vor seiner eigenen Zukunft
Ein Mann von der Erde, vor 1000 Jahren verschollen, steht vor seiner eigenen Zukunft
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 64
Alter : 22
Ort : Schwelm
Anmeldedatum : 28.07.12

Charakterbogen
Name der Person: Sir Rodney Chester
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Leutnant

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Mo 24 Sep 2012 - 9:58

An Bord der HEISENBERG


Wenn man in einem Koma gelegen hat, dann weiß man nicht wie viele Stunden oder Jahre man weg war, denn es gibt währenddessen kein Zeitgefühl. So ist es auch für einen Menschen, der in einer Stasekammer lag. Die Zeit jedoch, in der man nicht im Wachzustand ist, kann länger andauern als nur ein paar Jahre. 1.000 Jahre ist eine beachtliche Zeit und so lange war der Mann, der aus dem uralten Raumschiff geborgen worden war, in seiner Kammer.

Durch einen Fehlerhaften Aufweckversuch brach dieser Mann, ohne etwas sagen zu können, vor den Augen zweier für ihn unbekannten Personen zusammen und wurde daraufhin auf ein riesiges Raumschiff gebracht. Dort liegt er nun in einem Raum der Krankenstation und öffnet seine Augen.

Wundernd blickt er sich um und nimmt die störenden Verbindung zu den Überwachungssystemen ab. Er rafft sich auf stellt sich standfest neben das Bett, auf dem er gelegen hatte. Dass er vor Kurzen auf dem Boden aufgeprallt ist, ist aus seinem Gedächtnis verschwunden. Nur Kopfschmerzen trägt noch davon.

Interessante Technik haben sie hier im Raum verbaut. Wie lange war ich den weg? 15 Jahre?

„Hallo. Mir geht’s gut und bin wach. Ich will mit Michael Coleman sprechen, dem Leiter des Programms. Der lebt doch wohl noch, oder? Die Stasekammer hat scheinbar funktioniert – wenigstens etwas an meiner Mission, das halbwegs funktioniert hat!“ ruft er.


Zuletzt von Lukenko Krikorow am Do 27 Sep 2012 - 20:49 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Farbkennung eingetragen( Werner/Moderator))
Nach oben Nach unten
Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 343
Alter : 58
Ort : Berlin
Anmeldedatum : 17.05.10

Charakterbogen
Name der Person: Lukenko Krikorow
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Ingenieur Weltraumtechnik/Mathematiker

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Mo 24 Sep 2012 - 21:41

Sir Chester schrieb:



„Hallo. Mir geht’s gut und bin wach. Ich will mit Michael Coleman sprechen, dem Leiter des Programms. Der lebt doch wohl noch, oder? Die Stasekammer hat scheinbar funktioniert – wenigstens etwas an meiner Mission, das halbwegs funktioniert hat!“ ruft er.



Professor Doktor Med. Andreas Kleiber lässt seinen Antiken Lamy-Kugelschreiber auf die Tischplatte fallen und springt auf.
Die Worte die da eben im Aufwachraum der Intensivstation gerufen wurden hat er grösstenteils verstanden. Aber nur, durchfährt es ihn weil er ein Faible für alte Kinofilme hat und diese am liebsten in der alten Originalsprache sieht.
Das eben war Terranisches Englisch. Bis zur Ablösung und Zusammenführung der Syntaxeigenheiten der Irdischen Sprachen war dieses Englisch einmal die sogenannte Weltsprache. Längst aber sind die Originalsprachen der Erde verwischt und vermischt. Obwohl das Terranisch der Jetztzeit einen Englischen Nachhall hat und mit einiger Mühe die Originalsprache zu verstehen ist....... Dem Astronauten aus der Stasekammer wird es auf den ersten Blick wie eine Fremdsprache vorkommen.

Er geht mit ruhigen Schritten über den Gang und hebt stoppend die Hand als die Pflegerin vom Dienst ,Maike Goll ,
in die Wachstation laufen will.

Als er die Station betritt sieht er, der Astronaut hat seine Monitoringkabel abgeworfen und steht neben dem Bett.

Er räuspert sich kurz um dann konzentriert sein Wissen des alten Englisch anzuwenden.

" Mein Name ist Andreas Kleiber. Ich bin Schiffsarzt des Forschungsraumschiffes HEISENBERG der Terranischen Föderation.Der Mann, den sie eben riefen ist seid Tausend Jahren Tod. Ihr Projekt gibt es schon lange nicht mehr.Sie wurden vor einigen Stunden von einem Kreuzer unseres Verbandes in der Stasekammer ihres Raumschiffes gefunden.
Das Aufwachmedikament hat die lange Lagerung nicht überstanden,daher der Zwischenfall. Wir haben das Mittel aus unseren Unterlagen Rekonstruiert.

Sie sind ein Astronaut des Jumping Jack Flash Projektes der US Navy und der NASA. Nach unseren Unterlagen ist ihr Schiff während eines ersten Experimentes in einem kleinen schwarzen Loch verschwunden und galt bis eben als verschollen.

Ich will ihnen jetzt, um sie nicht zu überlasten nur kurz mitteilen.........Ihr Schiff machte eine Bruchlandung in einer Erdspalte des Kleinplaneten F035 der Sonne Fomalhaut. Bitte setzen sie sich auf die Bettkante.......Ich werde sie jetzt untersuchen.

Ach ja........sie werden meinen schweren Akzent bemerkt haben. Wir sprechen heute........1000 Jahre nach ihrer Zeit nicht mehr ihre Sprache. Nur Historisch Interessierte und Filmliebhaber der Werke ihrer Zeit können sie noch verstehen. Nach der Untersuchung werde Ich ihnen, wenn sie erlauben, ein Medikamt zur Lernunterstützung geben. Es nutzt ihre natürliche Intelligenz und verstärkt die Aufnahmebereitschaft von neuartigen Informationen.

Sie können, wenn sie das nächste mal schlafen möchten, ein Programm wählen, welches ihnen sozusagen über Nacht
die Informationen gibt unsere Sprache zu verstehen und die Schrift zu lesen.

Trotzdem werden sie in der näheren Zukunft noch erhebliche Schwierigkeiten haben, denn das Geistige Wissen um eine Sprache gibt ihnen nur die Voraussetzung diese zu beherrschen, ihre Zunge, ihren Mund und ihre Atmung müssen sie selbst trainieren.

Ich werde auch sofort unseren Kommandanten von ihrem Erwachen unterrichten."

Prof. Kleiber benutzt das ASG und sieht am Gesichtsausdruck das der Astronaut wohl tatsächlich nichts oder nur sehr wenig versteht von der Allgemeinterranischen Sprache.

Daher strengt er sich wieder an als er weiterspricht:
"Der Oberst ist gerade beschäftigt, da Ich sie aber sowieso untersuchen muss wird die Verzögerung nicht unangenehm sein. Nach der Untersuchung werden sie wohl ersteinmal etwas Essen wollen.Innerhalb der nächsten Stunde wird sich die Unterversorgung mit Nahrung im Verdauungstrakt ihres Körpers bemerkbar machen. Bitte verschlingen sie dann keine Berge.........lassen sie es langsam angehen...... Übrigens in unseren Unterlagen sind die Namen der Expeditionsteilnehmer vermerkt.........Ich wüsste gerne, wer sie denn davon sind"




_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
Nach oben Nach unten
Wirich
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 144
Alter : 51
Ort : Terra
Anmeldedatum : 03.04.12

Charakterbogen
Name der Person: Wirich
Zugehörig: Fremde Lebensform
Beruf: Forscher und Kommandeur

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   So 30 Sep 2012 - 6:10

Commander Wirich und seine Stellvertreterin Leutnant-Commander Wunna, die Gäste des Kommandanten der HEISENBERG, Oberst Lukenko Krikorow, haben zusammen mit diesem im Casino des Forschungskreuzers auf einem der geschwungenen Sofas vor einem Couchtisch Platz genommen und etwas zu trinken bestellt, während der Oberst zu fragen beginnt, welche Sektionen des Schiffes die Raumfahrer von der LACERTA am meisten interessieren würden.



Commander Wirich läßt, mit einem einfachen Synthohol-Bier in der Hand, den Blick über das Casino der HEISENBERG schweifen. Dieses Schiff ist um so vieles größer, als es von außen den Anschein hat und sein Kommandant hat dafür gesorgt, daß es auch und gerade auch innerlich partiell regelrecht extravagant ausgestattet ist. Wie z. B. diese Starlight-Casino-Nachbildung. So läßt sich Raumfahrt aushalten.

Daß der Kommandant der HEISENBERG aber auch über das Ausstattungsmäßige hinaus einen exquisiten Geschmack pflegt, merkt man auch an dem Personal, das er zu sich an Bord hat kommandieren lassen.
Wirichs aktuelle Begleitung, Leutnant-Commander Wunna, entgeht es, auch mit ihrem Synthohol-Kirschlikör, der vor ihr auf dem kleinen Tischchen steht, nicht, daß der Blick ihres Chefs mit Wohlgefallen der optisch ansprechenden Erscheinung der Ordonnanz folgt, von der sie, außer ihrer Funktion und ihrem attraktivem fraulichen Äußeren, nur wissen, daß Oberst Krikorow sie „Luisa" genannt hat.

Nachdem die 3 sich erst einmal zugeprostet haben, kommen sie auch gleich zur Beantwortung der Fragen des HEISENBERG-Kommandanten. Jedoch erst, nachdem der LACERTA-Commander ganz ausdrücklich das Bord-Casino wegen seines ansprechenden und heimeligen Äußeren gelobt hat.
Commander Wirich ist insbesondere an den Versorgungs-, Kommando-, Forschungs- und Archivanlagen des Schiffes interessiert.
Leutnant-Commander Wunna dagegen ist zwar auch an all diesen Sachen interessiert, aber mehr in Bezug auf die technischen und mathematischen Gesichtspunkte. Nicht umsonst ist sie an Bord der LACERTA die zuständige Rechneroffizierin. Ein besonderes Interesse offenbart sie an der ästhetisch-ergonomischen Gestaltung der Räume und Arbeitsplätze.

Gerade, als man sich also soweit einig ist und die Männer sich erheben wollen, sagt sie: „Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich sterbe vor Hunger. Der lange Bodeneinsatz. Dann der Flug hierher. Und immer nur die in den Raumanzug eingearbeiteten Notrationen. Man bleibt am Leben, aber ihr wißt ja, wie die schmecken. Da sind wir im 4. Jahrtausend der Menschheit und noch immer gibt es keine wirklich gut schmeckenden Flottenrationen. Manche Dinge bleiben wohl in allen Zeitaltern gleich..., Wink. Ehrlich, seit ich hier in diesem großartigen Casino bin, läuft mir schon dauernd das Wasser im Munde zusammen. Geht denn wenigstens ein schnelles Sandwich oder so?"

“Wunna, du sprichst mir aus der Seele", pflichtet ihr ohne Umschweife ihr Commander bei, „ich könnte auch mal wieder einen ordentlichen Happen echtes Essen vertragen."

Und zum Oberst gewandt: „Wäre das in Ordnung, Oberst? Erst noch ein schnelles Sandwich und dann gehen wir los?
Sie kennen Ihr Schiff ja besser, deshalb schlage ich vor, daß Sie die Route festlegen und wir gehen sie dann einfach ab.
Wichtig ist mir, daß wir die Versorgungseinrichtungen sehen können, die müssen für ein so großes Schiff mit einer solch zahlreichen Besatzung doch ziemlich voluminös sein. Und ganz besonders wichtig, denn ohne Mampf kein Kampf und bei diesen Größenordnungen dürfte die reibungslose Versorgungskette umso wichtiger sein, nicht wahr?"


Zuletzt von Wirich am Fr 5 Okt 2012 - 9:21 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Sir Chester
Ein Mann von der Erde, vor 1000 Jahren verschollen, steht vor seiner eigenen Zukunft
Ein Mann von der Erde, vor 1000 Jahren verschollen, steht vor seiner eigenen Zukunft
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 64
Alter : 22
Ort : Schwelm
Anmeldedatum : 28.07.12

Charakterbogen
Name der Person: Sir Rodney Chester
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Leutnant

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Mi 3 Okt 2012 - 5:19

Lukenko Krikorow schrieb:
"Der Oberst ist gerade beschäftigt, da Ich sie aber sowieso untersuchen muss wird die Verzögerung nicht unangenehm sein. Nach der Untersuchung werden sie wohl ersteinmal etwas Essen wollen.Innerhalb der nächsten Stunde wird sich die Unterversorgung mit Nahrung im Verdauungstrakt ihres Körpers bemerkbar machen. Bitte verschlingen sie dann keine Berge.........lassen sie es langsam angehen...... Übrigens in unseren Unterlagen sind die Namen der Expeditionsteilnehmer vermerkt.........Ich wüsste gerne, wer sie denn davon sind"

„Mein Name ist... Edward Grissom, zuständig für die Raumüberwachung“ antwortet der Astronaut mit Misstrauen.

„Übrigens: Mein Kompliment, sehr gut gespielt... Ich hätte ihnen fast geglaubt! Aber sie können mir nicht weismachen, dass ich 1000 Jahre in der Kapsel gelegen habe! Man kann mit der heutigen Technik höchstens 30 Jahre überdauern wurde geschätzt.
Ich vermute eher, dass ich mich hier gerade in einer unterirdischen Basis der Chinesen befinde – und sie haben einen sehr guten Schauspieler engagiert.
Brauchen die Chinesen etwa ein Druckmittel, den Konflikt, um die schwindenden Ressourcen der Erde, weiter anzustacheln?
Oder können sie mir etwa beweisen, dass wir gerade auf... ja, wie nannten sie das angebliche Raumschiff nochmal? ...Auf der EISENZWERG sind?“.

Im letzten Satz ist deutlich der Sarkasmus zu hören.

Der Mann soll 1000 Jahre übersprungen haben. Verständlich, dass er das nicht sofort glauben kann. Warum er seinen echten Namen nicht nennt, erklärt sich dann wohl von selbst, denn nur der Kommando Pilot wurde damals vollständig in das geheime, amerikanische Projekt eingeweiht worden und genau der ist er eigentlich auch.

Wenn seine Vermutungen stimmen würden, dann wollten die Chinesen sicher bald Informationen aus ihm herausquetschen wollen. Aber er hätte ja jetzt die Ausrede parat, der Raumüberwacher würde nur nutzlos für sie sein (Obwohl er davon überzeugt ist, dass diese angebliche Lernpille in Wahrheit eine Wahrheitspille ist).
Nach oben Nach unten
Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 343
Alter : 58
Ort : Berlin
Anmeldedatum : 17.05.10

Charakterbogen
Name der Person: Lukenko Krikorow
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Ingenieur Weltraumtechnik/Mathematiker

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Mi 3 Okt 2012 - 10:15

Hier ersteinmal das Antwortposting an Wirich.


Der Oberst hört sich die Wünsche seiner Gäste an und steigt bei dem Wunsch nach Essen erfreut ein.

"Da ihr Aufenthalt ja noch länger dauert lade Ich sie in meine Kabine ein.Dort werden wir mit einigen meiner Offiziere einen , wie sie sagen , Snack zu uns nehmen. Entschuldigen sie mich einen Augenblick."

Das ASG hat in diesem Moment einen schilpenden Ton von sich gegeben und Luke drückt erwartungsvoll eine Taste.
" Oberst, Professor Kleiber hier. Unser Patient ist erwacht.Um ihn nicht zu verunsichern, kommen sie lieber etwas später in die Station.Ich halte sie auf dem laufenden"

"Gut Andreas........wir werden auch zuerst etwas Essen in meiner Kabine......rufen sie, wenn sie Hilfe benötigen- --------Krikorow an Leutnant Fouche ......Bitte bereiten sie eine ihrer kleinen Snacküberraschungen vor so für 4-5 Personen......geht das in ca einer halben Stunde? Wir haben Gäste an Bord, da aber in der Kantine gerade die Hauptessenausgabe beginnt sind wir in meiner Kabine etwas ungestörter. "

Der Versorgungsoffizier bestätigt und Luke wendet sich seinen beiden Gästen zu.

" Da sie Interesse an der Gestaltung der Arbeitsplätze gezeigt haben, beginnen wir mit der Brücke der HEISENBERG ."

Während die drei sich in Bewegung setzen in Richtung Zentrallift gibt der Oberst einige Informationen über ihr Ziel Preis.
" Die Brücke unterscheidet sich von Brücken der Baureihe Alpha drei durch ihre grösseren Abmessungen und die Tatsache das die Typische Astrogatorscheibe des Kommandantenplatzes einem Wandpanoramaschirm gewichen ist auf dem, den Anforderungen entsprechend ein grosser Ausschnitt eines zu beobachtenden Weltraumumgebungsabschnittes zu sehen ist oder das ganze mit zusätzlichen Informationen bestückt werden kann. Alle Plätze der Brücke sind daher Ergonomisch auf diesen Schirm hin ausgerichtet. Der erste Offizier, der auch in diesem Fall den Platz des Astrogators hat sitzt rechts vom Kommandanten auf einem Baugleichen Multifunktionssessel die anderen Arbeitsplätze auf der Brücke sind etwas erhöht gebaut um eine freie Sicht auf den Schirm über die leitenden Offiziere hinweg zu gewähren.

Der Bordcomputer ist keine Separate Station mehr sondern seine Funktionen stehen den Brückenoffizieren an ihrem Arbeitsplatz zur Verfügung. Allerdings sind an den Terminals die Funktionen entsprechend dem Rang und Aufgabengebiet des Offiziers konfiguriert.

Allerdings kann mit einer Codefreigabe durch mich oder den ersten Offizier jede Funktion des Schiffes auf ein beliebiges Terminal gewiesen werden.

Die Steuerung der Drohnen und Aufklärungsroboter erfolgt aus einem Nebenraum der Brücke auf gleicher Ebene. Auf dieser Ebene befindet sich auch der Taktische Besprechungsraum und der Arbeitsraum des Kommandanten.
"
Die Brückenoffiziere Nicken den dreien Freundlich zu als sie die Brücke betreten aber konzentrieren sich sofort wieder auf den Zentralen Schirm.

Dort läuft gerade die Übertragung der Überwachungsanlage der Krankenstation .........



Zitat :
„Mein Name ist... Edward Grissom, zuständig für die Raumüberwachung“ antwortet der Astronaut mit Misstrauen.

„Übrigens: Mein Kompliment, sehr gut gespielt... Ich hätte ihnen fast geglaubt! Aber sie können mir nicht weismachen, dass ich 1000 Jahre in der Kapsel gelegen habe! Man kann mit der heutigen Technik höchstens 30 Jahre überdauern wurde geschätzt.
Ich vermute eher, dass ich mich hier gerade in einer unterirdischen Basis der Chinesen befinde – und sie haben einen sehr guten Schauspieler engagiert.
Brauchen die Chinesen etwa ein Druckmittel, den Konflikt, um die schwindenden Ressourcen der Erde, weiter anzustacheln?
Oder können sie mir etwa beweisen, dass wir gerade auf... ja, wie nannten sie das angebliche Raumschiff nochmal? ...Auf der EISENZWERG sind?“.
Leutnant Michiko kichert von ihrem Arbeitsplatz aus als der Irdische Astronaut ihr Schiff EISENZWERG nennt und erntet einen bösen Blick von Commander Monning die sich aber ein Grinsen ebenfalls nicht verkneifen kann.

" Der glaubt unserem Doktor nicht.......vieleicht sollten wir ihn in einen Raumanzug stecken und an einer leine hinter uns her ziehen......" ätzt der Armierungsoffizier"

Luke erhebt seine Stimme verärgert.
" Leute, das ist absolut nicht Lustig. Dieser Astronaut kommt aus einer zeit, in der Konflikte zwischen einzelnen Ländern oder Blöcken die Erde ständig am Abgrund entlang schlittern liess.......Das der Arme Kerl verunsichert ist und nur den Dingen glaubt an die er sich erinnert ist völlig Normal. Leutnant van Heerse , bitte unverzüglich unbewaffnet in die Krankenstation zur Sicherheit......."

Luke dreht sich zu seinen Gästen und seinen Offizieren um........

"So.....und was nun?........unsere Psychologin dürfte bei ihm genauso abschreckend wirken wie Michiko in Uniform Was wir auch anstellen, bevor er nicht zumindest an seiner Einstellung zweifelt wird er alles mit Argumenten abwehren und möglicherweise nicht nur unkooperativ sondern sogar gefährlich werden. Je mehr Leute ihm gegenüber treten desto Misstrauischer wird er werden.

Daher werden wir folgendes machen. Commander Wirich, Leutnant Commander Wunna , Professor Kleiber und Leutnant van Heerse ( GSD)und Ich werden den Mann in meiner Privaten Kabine treffen und mit ihm gemeinsam Essen. Der Doktor und Ingrid werden ihn auf dem Weg in die Kabine wie selbstverständlich an unserem grossen Hangar vorbeiführen. Sorgt dafür, das die Sicherheitsprotokolle ausser Betrieb sind und sowohl das Schott zum Gang als auch das Hangartor nach draussen offen stehen. Verstärkt das Schleusenkraftfeld zur Sicherheit. In meiner Kabine platzieren wir den Mann so, das er die Deckenbullaugen im Blickfeld hat ..............Petra.....Du wirst mit der HEISENBERG ein paar spektakuläre Rollen machen so, das er sowohl den Fremdartigen Anblick Fomalhauts sieht als auch F034 um den wir derzeit kreisen. Das ganze muss so selbstverständlich aussehen das er schon fragen oder etwas sagen muss ..... wenn er das ganze weiter als Schauspiel ansieht werde Ich ihm erklären das wir wichtigeres zu tun haben als einen ungläubigen, aus der Stase wiedererweckten mit irgendwelchen Stunts von der Richtigkeit unserer Aussagen zu überzeugen. Während der ganzen Zeit werden Professor Kleiber oder Ich mit ihm sprechen und übersetzen , da wir die beiden einzigen sind die Altsprachliches Terranisch beherrschen. Zumindest soll er das glauben, also halten sie sich mit Sprechversuchen zurück, selbst wenn sie ein paar Brocken sprechen und das meiste verstehen.

Unter diesen Umständen müssen wir unseren Zeitplan leider etwas abändern Commander Wirich........Verständigen sie ihr Schiff das sie beide noch auf der HEISENBERG bleiben . Ich hoffe es bleibt noch Zeit für eine Führung überig und unser andere Gast stellt nicht alles auf den Kopf mit seiner Widerstandshaltung.....irgendwelche Fragen oder Vorschläge??"

_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
Nach oben Nach unten
Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 343
Alter : 58
Ort : Berlin
Anmeldedatum : 17.05.10

Charakterbogen
Name der Person: Lukenko Krikorow
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Ingenieur Weltraumtechnik/Mathematiker

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Do 4 Okt 2012 - 6:37

Posting des Doktors an Sir Chester




Der Doktor kann sich ein Grinsen nicht verkneifen, als der Irdische Astronaut offenbar einen alten Trick der Agenten des Irdischen sogenannten kalten Krieges anwendet und ihm einen falschen Namen nennt.Darüberhinaus versteht er sehr gut das Rodney Chester , so heisst der Mann wirklich laut Angaben auf dem ausgelesenen Stasekammerspeicher, Misstrauisch reagiert.

" Ja Mister.......ähhhhh Grissom, sie haben recht. Die Angaben über die maximale Verweildauer in einer Kammer der Bauart in der wir sie gefunden haben war auf 30 Jahre angelegt.Aber nur deshalb, das sollten sie Wissen als sie den Risikovertrag für den Flug mit ihrer Regierung abgeschlossen haben,weil es keine Angaben über längere Lagerung gab zu dem Zeitpunkt.Die Firma haftet bei Unfällen ungern oder nicht.......das ist auch heute noch so.
In kürze werde Ich sie,gemeinsam mit einem weiteren Besatzungsmitglied......Leutnant van Heerse vom Galaktischen Sicherheitsdienst zu unserem Kommandanten bringen.Oberst Krikorow hat sie und einen kleinen Kreis an Offizieren,unter anderem zwei
Astronauten des schnellen Raumkreuzers LACERTA, welcher sie gefunden hat, zu einem Essen in seiner Kabine eingeladen.Die Lernhilfe können sie auch später noch nehmen,wenn wir ihnen genügend Beweise geliefert haben das wir KEINE CHINESEN sind und auch nicht zu einem anderen Machtblock gehören.

Seid vielen Hundert Jahren gibt es auf der Erde eine Zentralregierung und die einzelnen Nationalstaaten sind so etwas wie ihre Bundesstaaten der USA.

Nun, ganz so einfach ist das nicht aber fürs erste sollte es genügen, wenn ich ihnen diese Informationen gebe .

Die Frau, die eben den Raum betreten hat ist Leutnant Ingrid van Heerse. Sie ist das, was in der Navy ihrer Zeit der Schiffswachtmeister war,obwohl sie ihrer Funktion nach der Behörde des Galaktischen Sicherheitsdienstes unterstellt ist.

So, weiter an Informationen........die H-E-I-S-E-N-B-E-R-G , benannt nach dem Physiker Werner Heisenberg der in der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts gelebt hat, ist ein Forschungsraumschiff der Irdischen Föderation. Es ist Diskussförmig, hat einen Durchmesser von 600 Metern und eine Höhe von 130 Metern. damit ist sie derzeit das grösste Schiff der Föderation.Sie hat ca 90 Besatzungsmitglieder,die meisten davon sind Wissenschaftler der Behörde Science Center oder Zivilisten. Offiziell ist dieses Schiff der Obersten Raumbehörde (ORB) unterstellt . Wir befinden uns derzeit mit einem Verband aus insgesamt 7 Schiffen unterschiedlicher Bauart , darunter ein Grosstransporter für die Versorgung, auf einer Expedition.Da der Leiter der Expedition mit seinem Schiff dringend in ein anderes Sonnensystem gerufen wurde,leitet Oberst Krikorow den Verband vorübergehend. Ich bitte sie dringend zu kooperieren..........es gibt sowieso keine Geheimnisse technischer Art aus ihrer Zeit, die für uns von Interesse sind. Von ihrem Verhalten hängt es vermutlich ab, ob sie mit einem herbeigerufenen Kurierschiff auf die Erde gebracht werden............oder die einmalige Chance Nutzen an einer Expedition Teilzunehmen, deren Ausmass sie sich im Moment wohl nicht vorstellen können.

Sie sind mit einem wackeligen völlig ungeeigneten Schiff ins Ungewisse gestartet und bekommen die Möglichkeit ihre Mission an Bord des modernsten Irdischen Forschungsschiffes zu beenden. Die Menschen ihrer Zeit wären Stolz auf sie gewesen.

Ihr Raumschiff übrigens befindet sich auf dem Grosstransporter, wir haben es geborgen......und mit ihnen die sterblichen Überreste ihrer Bordkameraden. Sie haben den Kälteschlaf nicht überstanden und sind nach unseren Untersuchungen vor mehr als 600 Jahren am versagen ihrer Kammern verstorben. Wenn sie sie Identifiziert haben und unsere Nachfragen auf der Erde keine Lebenden Nachkommen mehr ermittelt werden können die Anspruch erheben ihre Ahnen auf Terra zu bestatten, werden wir sie im Weltraum bestatten. Die Rede und den Ablauf der Zeremonie werden bitte sie bestimmen. Es waren ihre Kameraden und ihre letzten Momente im Leben und auch ihre im Leben in einer Vergangenheit haben sie gemeinsam verbracht.

Wir werden jetzt aufbrechen um der Einladung des Kommandanten zu folgen.

Versuchen sie bitte nicht zu fliehen,auch wenn sie mir immer noch nicht glauben........sie können hier nirgendwo hin und die meisten Dinge an Bord reagieren nicht gut auf unsachgemässe Bedienung. Es wird ein Weg von ungefähr 15 Minuten sein......da sie sicher unterwegs stehenbleiben werden" grinst der Doktor zum Abschluss seiner Rede und gibt dem Astronauten und Leutnant van Heerse ein Zeichen zum Aufbruch.




_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
Nach oben Nach unten
Wirich
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 144
Alter : 51
Ort : Terra
Anmeldedatum : 03.04.12

Charakterbogen
Name der Person: Wirich
Zugehörig: Fremde Lebensform
Beruf: Forscher und Kommandeur

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Fr 5 Okt 2012 - 10:59

An Bord der HEISENBERG.



Commander Wirich hat, wie ihm geheißen, mit Hilfe seines ASG's kurz seine sich auf der LACERTA befindenden Kameraden Noting und Otwin über den Stand der Dinge und die weitere Planung informiert. Dann lauscht er wieder aufmerksam den Worten seines aktuellen direkten Kommandierenden, des Kommandeurs des modernsten Forschungskreuzers der Terranischen Föderation, der HEISENBERG, Oberst Lukenko Krikorow. Als Wirich, seines Zeichens der Kommandant des Schnellen Raumkreuzers LACERTA, hört, daß der Aufgeweckte mit in der Kabine des Obersten essen soll, legt sich seine Stirn kurz in Falten.

Seine Stellvertreterin Wunna, die sich neben ihm befindet, kennt ihn nach über einem Jahrzehnt inzwischen viel zu gut, um nicht genau in diesem Augenblick zu ihm hin zu schauen und die Furche in seiner Stirn zu sehen. Sie nickt fast unmerklich und sagt, mehr ahnend, als konkret wissend, daß sie damit inhaltlich ziemlich genau die Gedanken des LACERTA-Commanders wiedergibt: „Ich halte das zwar für eine gute Idee, aber wir sollten davon ausgehen, daß es den Neuen nicht auf Anhieb überzeugen wird. Wie wir auf die Schnelle den Mann auf demokratische Weise überzeugen könnten, will sich mir aktuell auch noch nicht erschließen. Natürlich könnten wir ihm mit Hilfe der Gehirnstromdetektoren mehr oder weniger gewaltsam einfach neues Wissen einprogrammieren, aber das würde ich aus den verschiedensten Gründen heraus ablehnen."

Als er das hört, nickt auch Wirich und sagt jetzt auch etwas dazu: „Da hast du schon recht, Wunna, das sehe ich ebenfalls so. Vor allem sollten wir alle..." - und dabei schaut er in die Runde und insbesondere zum aktuellen Oberkommandierenden der hier Versammelten, Oberst Lukenko Krikorow - „...uns darauf einstellen, daß der „Yankee", so nannte man die Amerikaner damals, falls ich das noch richtig weiß, auch unserem Essen nicht traut. Vielleicht glaubt er, daß da auch Wahrheitsseren oder so untergemischt sind.

Das braucht uns aber meiner Meinung nach eigentlich nicht zu bedrücken.
Bisher hält sich der Yankee doch überraschend gut.
Und solange er sich nicht ohne Begleitung auf dem Schiff bewegen und Unsinn anstellen kann, sollten wir ihm einfach Zeit lassen.

Unsere Missionen können so oder so weitergehen. Also machen wir - das schlage ich vor - ganz normal weiter und nehmen ihn einfach jeweils so weit mit, wie er mit will.

Er wird sowieso Zeit brauchen. Sein Körper hat eine unglaubliche, einmalige Strapaze von 1.000 Jahren Kälteschlaf hinter sich!! Kein anderer Mensch hat das bisher gemacht! Und unseres Wissens nach hat auch keiner sowas bisher überlebt!

Er versteht uns nur bruchstückhaft und wir ihn doch auch kaum - da sind Mißverständnisse doch praktisch vorprogrammiert.

Deshalb schlage ich Folgendes vor.

Wenn er erschöpft ist und schlafen will - lassen wir ihn.

Wenn er aktiv werden will, geben wir ihm eine Begleitung an die Hand, damit er nicht aus Versehen unsere Schiffe beschädigt. Und damit jemand zur konkreten Krisenintervention direkt bei ihm vor Ort ist. Und nicht erst noch lange geholt zu werden braucht. Deshalb sollte die Begleitung m. E. aus einem psychlologisch geschulten Arzt bestehen.
Wenn er irgendwo etwas anschauen will - umso besser. Wenn er Lesefilme sehen will - als her damit. Wenn er Fragen stellt, dann beantworten wir sie nach bestem Wissen und Gewissen. Wenn er dann wieder Verarbeitungszeit braucht, kriegt er sie eben.

Letztlich denke ich, werden wir im Ergebnis am schnellsten Erfolg haben, wenn wir einfach durch Vorbild führen und ihn unsere Realität erleben lassen.

Wenn er dann dadurch ganz konkret erlebt, wie schnell unsere Nahrungssynthesizer Essen herstellen, wenn er lernt, wie unsere moderne Lesefilm-Technologie funktioniert und sie tagtäglich anzuwenden lernt, dann wird, so hoffe ich, seine praktische Erfahrung mit dem Leben hier ihn schon quasi automatisch im Laufe der Zeit dazu bringen, daß wir die Wahrheit sagen.

Und unser größter Vorteil ist, daß wir ja auch tatsächlich die Wahrheit sagen. Also können wir die Sache ganz entspannt angehen. >>Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.<<, wußte schon ein alter VSA-Präsident. Na, und wir sind doch ehrlich zu ihm, also brauchen wir uns diesbezüglich auch keine Sorgen zu machen, hoffe ich.

Hauptsache, daß wir ihn am Leben erhalten und sein Körper nicht doch noch aufgrund der erlittenen Entbehrungen und Mangelversorgungen kollabiert. Und daß er's auch psychologisch gut übersteht! Haben wir genügend schnellstmöglich wirkende Sedativa zur Verfügung?
Und vor allem einen Spezialisten, der richtig mit ihm umgehen und ihn auffangen kann, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, zu dem er dann nicht nur hört, sondern begreift, und zwar wirklich richtig begreift, das er jetzt 1.000 Jahre später lebt!

So gesehen kann es sogar ein Schutz für den Aufgeweckten sein, wenn er sich uns erst mal verweigert. Vielleicht sollten wir deshalb anfangs besser gar keine Fragen stellen, ihn gar nicht bedrängen, ihn einfach schrittweise mit seiner eigenen Geschwindigkeit ins Leben - und damit automatisch zu uns - kommen lassen.

So wie ein Baby von alleine seine Umwelt erkundet, wenn es darf und deshalb mit seiner eigenen Geschwindigkeit und seinem eigenen Verständnis sein Wissen erweitert und sich in seine neue Welt einfindet, so sollten wir ihn das vielleicht auch handhaben lassen.
Und mehr so im Hintergrund einfach für ihn da sein, wenn er uns braucht.
Also so als eine Art wohlmeinende Notfallrettungsgruppe, die sein Wohl und Wehe begleitet und schützend die Hand über ihn hält und ihn am Leben erhält.
Solange, bis er seine neue Realität begriffen hat und - was ebenfalls sehr, sehr wichtig ist - diese seine neue Wirklichkeit auch aushält.
Da sollten wir meiner Meinung nach ganz vorsichtig, überaus behutsam, extrem vorsichtig und noch viel zurückhaltender agieren.
Bitte laßt ihn uns nicht überfordern.
Er wird sich schon in dem Maße melden, das er selbst auch aushält oder auszuhalten wünscht - hoffe ich zumindestens.

Jedenfalls haben wir nichts davon, wenn er auf die eine oder andere Art und Weise zusammenbricht.

Wenn uns das gelingt, ihn am Leben zu erhalten, dann wird einfach die Wahrheit unserer Existenz und unserer Aufgaben ihn wohl letztlich hoffentlich doch von der Lauterkeit unseres Auftrages und unserer Absichten überzeugen.

Und sobald er es wünscht, kann ihn ja vielleicht einer der Lancet-Piloten auch mit in den Raum mitnehmen, damit er sich davon überzeugen kann, daß unsere Lancets tatsächlich fliegen können und nicht nur so hier herumstehen. Sollte es ihn nach seinem alten Schiff gelüsten, so kann er ja auch gerne einen Abstecher auf die „Fettauge" machen. Solange ihn jemand begleitet, damit er, auch nicht aus Versehen, keinen Schaden anrichten kann und er die jeweiligen Ausflüge auch überlebt, ist's doch erst mal in Ordnung, meint ihr nicht auch?

Vor allem aber sollten wir ihn meiner Meinung nach nicht zu schnell mit zu vielen Informationen zu sehr unter Druck setzen.
Du meine Güte, der Mann hat gerade von einem Einschlafen bis zu seinem nächsten Aufwachen 1.000 Jahre übersprungen - das will erst mal verkraftet werden!
Seine Familie tot, seine Frau, seine Kinder, wenn er welche hatte, seine Freunde, seine Vereine, seine Heimat, sein ganzes, gesamtes, komplettes bisheriges Lebensumfeld - alles weg! Das will erst mal realisiert, verarbeitet und ausgehalten werden! Insbesondere auch ausgehalten werden!

Gerade auch wir Luitwiner wissen, wovon wir da sprechen. Sei es Leutnant-Commander Wunna hier, seien es die Kameraden Noting und Otwin und auch ich. Wir alle haben ja vor einem Jahrzehnt auch unsere Heimat mit all unseren Lieben verloren. Hätten wir nicht hier bei euch Terranern eine neue Heimat angeboten bekommen, so wäre es noch schlimmer gewesen, als es sowieso schon ist.
Also lassen wir ihn sich schrittweise an die neue Zeit gewöhnen und schauen wir mal, wie er's hinkriegt, oder was meint ihr?"
Nach oben Nach unten
Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 343
Alter : 58
Ort : Berlin
Anmeldedatum : 17.05.10

Charakterbogen
Name der Person: Lukenko Krikorow
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Ingenieur Weltraumtechnik/Mathematiker

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   So 14 Okt 2012 - 8:03


Lukenko hört sich die begründeten Argumente der beiden Luitwiner an.Natürlich haben sie recht.........man darf den Astronauten aus der Vergangenheit nicht drängen.

"Deshalb werden wir ihn langsam in unsere Zeit einführen.Das wir zu beginn dieses Prozesses allerdings nicht vermeiden können ihm eine gewisse Form von Schockzuständen zu verpassen ..........nunja, wie soll er sonst die Wahrheit erfahren?
Ansonsten aber gehe Ich mit ihnen konform. Diese Schocks werden so sanft wie möglich erfolgen.

Sicher ist ihnen im Casino Luisa aufgefallen?
Luisa de Valera ist ihr Name.Sie ist Raumfahrtpsychologin und Soziologin.
War direkt an der Entwicklung der HEISENBERG beteiligt........besonders an den Einrichtungen die das Wohlbefinden der Besatzung sicherstellen sollen.

Ihre Idee war es auch, das Interessierte Besatzungsmitglieder zeitweilig Dienst im Casinoservice übernehmen können und auch Kulturelle Ereignisse an Bord werden von ihr gefördert und unterstützt.

Ich habe vor,Luisa mit der Einführung des Astronauten in unsere Zeit zu beauftragen.

Sie trägt keinen Militärischen Rang und ist hochqualifiziert,Menschen in Extremsituationen zu betreuen.

Aber etwas anderes.........noch haben wir keine Nachricht von den aus dem Verband ausgeschiedenen Raumschiffen.

Es kann schnell gehen, aber auch Tage oder gar Wochen dauern,bis wir etwas erfahren und unser normales Programm wieder angefahren wird.

Ich bin kein Freund von Müssiggang,die Expedition kostet Milliarden von Krediten und es wäre Verschwendung unsere Kapazitäten in Warteräumen zu Parken.

Das, was ich ihnen jetzt mitteile,muss diskret behandelt werden.
Jemand der falsche Schlüsse zieht und eine unvollständige oder gar Fehlerhafte Meldung an ORB/TRAV absetzt, riskiert grosse Verwirrung, wenn nicht Panik.

Nach unseren, bzw. meinen Bahnberechnungen der beiden Kleinplaneten Fomalhauts, steht der Erde eine Katastrophe bevor.

Lassen sie mich erklären.

F035 ist der erste Planet gewesen, welcher seine Bahn verlassen hat und sich langsam aber berechenbar sicher der Sonne Fomalhaut nähert.

Die Entwicklung, Mutation und Evolution der Sporen hat ein hohes Maß erreicht und wird noch weiter voranschreiten.

Ein für sich alleine genommenes grosses aber für die Erde unbedeutendes Ereignis.

In einigen hundert Jahren wird der Planet sich soweit an die Sonne angenähert haben, das seine Erhitzung das Sporenproblem lösen wird........er wird langsam verdorren und dann verglühen.

Nehmen wir die Bahn des F035 für sich können wir ohne Probleme damit leben.

Bei diesem Ereignis ist es sogar noch hinnehmbar zu glauben, das Gravitionelle Veränderungen der Sonne Fomalhaut die Abweichung ausgelöst haben.

Aber F034 hat, darauf haben mich ihre Wasserforschungen gebracht, ebenfalls seine Bahn verlassen.

Er wird, meinen Berechnungen zufolge wesentlich schneller in seine Sonne stürzen.....er wird nicht verglühen sondern beim Aufprall eine Gigantische Eruption hervorrufen.

Diese Eruption wird Astromillisekundengenau in dem Moment ausgelöst, in dem Fomalhaut, F035 und das terranische Sonnensystem Mathematisch in einer Berechenbaren Linie stehen.......das heisst........Fomalhauts Eruption wird F035 pulverisieren und die Lineare Flugbahn der auf fast Lichtgeschwindigkeit beschleunigten Trümmerteile genau in dem Moment die Distanz Fomalhaut-Sol hinter sich gebracht haben in dem Terra durch das vorbeifliegende Trümmerfeld gleitet. Die Resistenten Sporen F035 werden zwar zum grössten verstreut sein aber ein anderes Ereignis wird VOR dem Durchgang eintreten. Der Gammastrahlenblitz der Eruption Fomalhauts wird wie ein Gewitter durch das Sol System fegen und ein Jahr vor dem Eintreffen der Sporen dummerweise Terra und seine meisten Aussenstationen treffen.

Sie wissen was EMP ist ?? Na sicher doch. Sie sind Wissenschaftler und können sich mit ein paar Fakten selbst ausrechnen Was eine EMP Katastrophe ein Jahr vor dem Eitreffen der Sporen anrichten wird.


Ich brauche Mathematische Sicherheit und bitte sie meine Unterlagen zu prüfen und darum, das wir unsere Verweildauer in diesem System nutzen um uns Sicherheit zu verschaffen.

Ich brauche ihnen nicht zu sagen das Ich glaube, dieses Ereignis ist NICHT NATÜRLICHEN Ursprungs. Auch wenn wir noch wie sie sehen werden, einige Jahre Zeit haben........beunruhigend finde Ich das allemal.

Wir können die Katastrophe abwenden.......aber wenn wir sie sofort abwenden........können wir möglicherweise keine Spuren mehr zu den Verursachern der Phänomene finden.

Das wäre Fatal und falsch.......wer so etwas kann, hat möglicherweise noch ganz andere Dinge im Hut."



_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
Nach oben Nach unten
Wirich
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
Stammt von fremdem Sternsystem, Terra-Integriert, Kommandant der LACERTA
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 144
Alter : 51
Ort : Terra
Anmeldedatum : 03.04.12

Charakterbogen
Name der Person: Wirich
Zugehörig: Fremde Lebensform
Beruf: Forscher und Kommandeur

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   So 21 Okt 2012 - 6:53

An Bord der HEISENBERG.



Commander Wirich seufzt zuerst innerlich. Nichts wird es mit einem unbeschwerten gemütlichen Essen und anschließend ungestörter Besichtigungstour durch das riesige Schiff. Und das, wo er sich doch schon so darauf gefreut hat. Dann jedoch beginnen sich seine Gedanken von dem prima Essen und der geplanten Besichtigung zu lösen und wieder einzustellen auf die realen Probleme, die hier überraschend aufgetaucht sind und so lauscht er aufmerksam den neuen Ausführungen seines Gastgebers.

Hin und wieder ein kurzer, rascher Blick zu Wunna: ihr konzentriertes Gesicht sagt ihm, daß auch sie sich bereits wieder vom Vergnügen umgestellt hat auf die Beschäftigung mit diesen neuen Informationen.

Was er nicht weiß, ist, daß Wunna sich unter anderem innerlich ein kleines bischen freut, daß die attraktive Luisa de Valera nun auf den frisch geretteten „Tausendjährigen" angesetzt worden ist. Zum einen hält sie das definitiv für eine gute Idee, denn der durchaus mögliche positive Einfluß becircender Weiblichkeit auf Männer ist ihr natürlich ebenfalls bewußt und zum anderen erfreut es sie, daß die Raumfahrtpsychologin und Soziologin dadurch weniger Zeit hat, vor ihrem Commander herumzuscharwenzeln. Sie kommt aber nicht mehr dazu, dem Oberst mitzuteilen, daß sie seine Personalentscheidung bezüglich des zukünftigen Primäreinsatzes von Luisa de Valera für gut hält. Denn der Oberst spricht inzwischen über den drohenden planetenstarken EMP.

Als sie von dieser Gefahr eines elektromagnetischen Impulses in planetaren Größenordnungen hört, pfeift sie ganz leise durch ihre Zähne. Auch die Luitwiner haben genug Erfahrung mit Atomwaffen und Kerntechnologie, um zu wissen, daß sich in dem hier angerissenen Szenario so mir nichts, dir nichts das Leben auf der Erde mit einem Schlage ziemlich massiv beschädigen, vielleicht sogar zerstören ließe.

Ein EMP in planetarer Größenordnung ist in der Lage, Rechenanlagen, Relais, Schaltkreise, Prozessoren usw.usf. irreparabel zu zerstören. Auf einen Schlag. Ruck-zuck, einfach so. Angefangen von den simpelsten Ampelsteuerungen bis hin zu den schnellsten Zugverbindungen. Alles das wird von Rechenanlagen gesteuert, die üblicherweise gegen elektromagnetische Impulse der hier möglichen Größenordnungen keine Chance haben.

Ein Zusammenbruch der irdischen Elektronik und damit einhergehend der terrestrischen Infrastruktur aufgrund eines EMP's in planetarer Größenordnung würde weltweit Elend, Not und Tod, ja, auch Tote, in kaum abzuschätzenden Dimensionen bedeuten: abstürzende Fluggeräte, führungslos dahinrasende, zusammenstoßende und/oder auch entgleisende Züge, kollidierende Individualtransportfahrzeuge, versagende Intensivstationen, ausgefallene Herzschrittmacher, nicht mehr funktionierende Beatmungsgeräte usw., ihre Operationen noch am geöffneten Körper einstellende Chirurgieroboter, zahllose Unfälle, keine einsatzfähigen Feuerwehren und Rettungsdienste mehr, eine Unzahl von entflohenen Schwerverbrechern auf den Straßen und in den Häusern unbescholtener Bürger und vieles, vieles mehr.
Früher oder später käme es auch zu Unmassen von verdorbenen Lebensmitteln, weil mit den ausgefallenen Kraftwerken die Kühlschränke und Tiefkühltruhen und Gefrieranlagen nicht mehr funktionieren würden und mit der Welle des daraus resultierenden Gestanks käme der Hunger zu den Menschen und mit dem Hunger zusätzliches Elend, Diebstähle, Plünderungen, Raubzüge, Überfälle und schließlich weiterer Tod.



* * * * *



Commander Wirich ist sich, wie auch seine Stellvertreterin, dieser Gefahren bewußt. Gerade in einem solchen Moment jedoch ist es umso wichtiger, einen kühlen Kopf zu bewahren. Also atmet er ein paar Mal betont langsam und tief ein und aus, während er überlegt, wie man am besten die verschiedenen Aspekte unter einen Hut bekommen kann.

Dann meldet er sich zu Wort. „Fassen wir zusammen: wir haben hier aktuell einsatzbereit den Forschungskreuzer HEISENBERG und den Schnellen Raumkreuzer LACERTA zur Verfügung.
Oberst, haben Sie schon einen Verdacht, mit wem wir es da zu tun haben könnten?
Und wo wir die eventuell finden könnten?
Gibt es entsprechende Aufzeichnungen, Daten, Aufklärungsergebnisse, Auswertungen, Extrapolationen usw.? Ach ja, ich könnte diese Daten auch für Leutnant Rodelind brauchen. Können Sie mir einen kompletten Ordner rüber zur LACERTA überspielen? Vielen Dank."

Dann fährt er fort: „Vielleicht sollten wir jetzt einfach erst einmal alle Ideen und Einfälle usw. sammeln, unabhängig davon, wie seltsam es sich vielleicht im ersten Moment anhören könnte? Also erst mal sammeln, dann drüber nachdenken und reden und schließlich zu Entscheidungen kommen? Glücklicherweise haben wir ja noch ein paar Augenblicke Zeit. Von den Zielen her sollte es klar sein, daß wir natürlich auf jeden Fall die Erde retten sollten. Aber wir sollten, wie ich finde, trotzdem auch versuchen, den oder die Verursacher herauszufinden."

Schließlich fallen ihm ein paar Vorschläge zum Einsatz der beteiligten Personen und der beiden Schiffe ein: „Nach Auswertung dieser Daten könnten wir es vielleicht so machen, daß Sie, Oberst, sich mit Ihren Wissenschaftlern und den großartigen Laboranlagen hier auf der HEISENBERG darum kümmern, ihre Meßergebnisse zu verifizieren?
Sollten Sie bereits einen Verdacht haben, wo, in welcher Region dieser völkermörderische Feind sitzen könnte, dann könnte ich ja unter Umständen mit meiner LACERTA einen kleinen Aufklärungsflug dorthin starten. Mit meinem Schnellen Raumkreuzer könnte das durchaus erfolgversprechend sein. Ein einzelnes Schiff fällt sicherlich nicht so sehr auf, als wenn wir dort gleich mit einer ganzen Flotte hinfliegen. Und mit einem Schiff dürfte auch das Risiko von Kampfhandlungen deutlich minimiert sein. Wir sind mit unserem 1 Schiff sowieso Keine Offensivmacht und der Feind dürfte sich von 1 einzelnen Schiff auch nicht gleich provoziert oder gar bedroht fühlen. Und deswegen hoffentlich auch nicht gleich schießen. Sollte uns etwas spanisch vorkommen, kommen wir gleich zurück, so daß unserer Flotte kein Schaden entsteht."



* * * * *



Leutnant-Commander Wunna nickt bei diesen Worten langsam und bedächtig, sie kennt ihren Commander inzwischen ziemlich gut und hat schon mit einem solchen Vorschlag gerechnet. Trotzdem hängt die Durchführbarkeit dieser Idee davon ab, daß überhaupt entsprechende Vermutungen bezüglich der Lokalisierung dieser Fremden vorhanden sind.
Dieser Unbekannten, die in der Lage sind, in planetare Prozesse einzugreifen mit einer Genauigkeit, die ihresgleichen sucht.
Sogar die Terrestrische Föderation mit ihrer mehrtausendjährigen und inzwischen anerkanntermaßen hochentwickelten Wissenschaft und Technik ist noch nicht in der Lage, planetenweite Aktionen mit einer solchen Präzision wie hier vorgeführt vorherzuberechnen und dann auch noch so genau auszulösen, daß sich über Jahre hinweg genau berechnete Vorgänge ergeben, die schließlich, nach Jahren(!!), bis auf die Astromillisekunde genau zu einem sonnensystemübergreifenden Vorfall werden, der die Menschheit schwerst beschädigen und dezimieren und unter Umständen auch für eine feindliche Übernahme ohne relevante Abwehrmöglichkeiten reif machen kann.

„Das bringt mich zu der Frage", sagt sie jetzt, „was diejenigen, die diesen Plan verfolgen, eigentlich damit erreichen wollen?
Wollen sie uns einfach nur auslöschen und wenn ja, warum? Oder wollen sie eigentlich nur unsere Erde und wir sind ihnen lediglich im Weg dabei? Oder was sonst noch?
Jedenfalls können wir uns da ja auf einiges gefaßt machen, falls die wirklich solche technischen Genies sind, wie wir augenblicklich annehmen können."


Zuletzt von Wirich am Do 8 Nov 2012 - 10:12 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 343
Alter : 58
Ort : Berlin
Anmeldedatum : 17.05.10

Charakterbogen
Name der Person: Lukenko Krikorow
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Ingenieur Weltraumtechnik/Mathematiker

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Mo 22 Okt 2012 - 9:51

Der Oberst ist nicht überrascht das die beiden Luitwiner diesen Vorschlag machen, allerdings geht ihm der Eifer etwas zu schnell.

Er schmunzelt leicht als er das Wort ergreift:
" Sehen sie die Sache mal so........der EMP Vorfall wird in 11 Jahren ausgelöst,solange braucht die Vorausberechnete Situation um zu einer kritischen Situation zu reifen.

Wir haben, da und wenn die Berechnungen stimmen also eine Menge Zeit.
Mir geht es gerade in erster Linie darum, nach Spuren zu suchen und mit diesen sowohl General Mclane als auch Atlan und Temari zu konfrontieren.

Eine solche Aktion,wenn sie tatsächlich Intelligenten Ursprunges ist, wird sicherlich überwacht.

Wenn sie natürlichen Ursprunges ist, was Ich ebenfalls nicht ausschliessen möchte können unsere Forschungen uns in Richtung Früherkennung Interstellarer Katastrophen ein ganzes Stückchen voranbringen. Wir gehen in den letzten Jahrhunderten ziemlich Leichtfertig mit der Sicht unseres Universums um. Das war einmal anders. Als wir noch auf planetare Raumfahrt beschränkt waren, gingen unsere Forschungen in Richtung Asteroiden und Kometenabwehr.Es gab ganze Organisationen auf der Erde die sich mit so etwas beschäftigten.Unser hoffentlich bald erscheinender Gast aus der Vergangenheit hat diesen Zustand sozusagen Live miterlebt. Mit Entwicklung der Hyperraumfahrt ging paradoxerweise der Respekt vor natürlichen Katastrophen etwas verloren.

Und derzeit fühlen wir uns ziemlich sicher........das das Universum aber selbst tödliche Gefahren birgt ist ein nicht zu unterschätzender Fakt. Gammastrahlenblasts sind eine nicht seltene Erscheinung. Aber das ein Blast ein von uns und unseren Partnern bevölkertes System trifft ist in der Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht besonders als Gefahr einzustufen. Wenn wir beweisen das es künstlich ist.........ok, dann müssen wir den Verursacher suchen. Ist es das was wir einen Zufall nennen, geben uns die Messwerte Aufschluss darüber wonach wir in unserer Umgebung zu suchen haben um brauchbare Voraussagen zu treffen. Dann kann es mit Hilfe der Wissenschaft Theoretisch noch ein wenig sicherer werden in unserem bekannten Universum.

Der Nebeneffekt wäre und ist......wir fangen an unsere unerforschte nähere Umgebung zu erforschen und lernen uns und unsere Möglichkeiten besser kennen......vor oder parallel zu unseren Vorstössen in die Tiefe des Raumes.

Und....."

Lukenko giesst einen Drink für sich und die beiden Luitwiner ein.

"Es sollte auf keinen Fall unser Vorhaben des Gemeinsamen Essens und der Schiffsbesichtigung verhindern. Wenn wir das Essen hinter uns gebracht haben und nach der Führung setzen wir uns mit einigen Wissenschaftlern zusammen, die an den Berechnungen beteiligt sind bisher. Es sind nicht viele.....wie gesagt. Eine Panik hilft niemanden und es besteht auch derzeit kein Anlass Überzureagieren. Wir sollten nur die Zeit, bis wir wider mit dem Restverband zusammentreffen, nutzen um gezielt Daten zu sammeln. An der Katastrophe besteht Mathematisch kein Zweifel aber wir tun unserer Seriosität als Wissenschaftler keinen gefallen wenn wir McLane , den Chromanern , Atoniden und Arretern etwas unausgegorenes präsentieren. Trotzdem wird die LACERTA eine grosse Rolle spielen während der Datensammlung und Auswertung. Die Ergebnisse könnten z.B. dafür sorgen das unsere gemeinsamen Wissenschaftlichen Untersuchungen uns im Science Center einen guten Start für weitere Forschungsprojekte in dieser Richtung ermöglichen. Auch wenn Ich hin und wieder den Kampf mit Lichtwerfern und Overkill als spannenden Aspekt der Raumfahrt sehe .........Ich bin Wissenschaftler und das sind sie schliesslich auch. Irgendwie hege Ich die, wenn auch minimale Hoffnung das es sich um ein zufällig entdecktes ebenso zufälliges Ereignis handelt und wir zu Abwechslung mal mit Rechenschieber und Wandkreide kämpfen werden.

Also lassen sie uns einen Schluck trinken und auf die Ankunft unseres Tausendjährigen Gastes warten."


_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
Nach oben Nach unten
Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 343
Alter : 58
Ort : Berlin
Anmeldedatum : 17.05.10

Charakterbogen
Name der Person: Lukenko Krikorow
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Ingenieur Weltraumtechnik/Mathematiker

BeitragThema: Prof.Dr.Kleiber,Leutnant van Heerse und Sir Chester machen sich auf den Weg   Sa 3 Nov 2012 - 12:53

Posting als Professor Dr. Kleiber , der sich mit seinem Gast auf den Weg macht.




"So, Mister Grissom, die Untersuchung hat nichts ungewöhnliches ergeben. Es spricht nichts dagegen, das wir nun die Krankenstation verlassen und uns auf den Weg zum Essen mit dem Oberst machen."

Der Doktor legt das Kreislaufanalysegerät auf den Tisch neben der Pneumountersuchungsliege und schiebt sein Stethoskop in die Brusttasche seines Kittels.
Er öffnet den Kittel, streift ihn ab und wirft ihn auf einen der Stühle. Darunter trägt er die schwarze Overalluniform der Flotte, einen strenggeschnittenen Einteiler mit Rangabzeichen und Namen auf einem ansteckschild auf der rechten Brustseite. Damit Unterscheidet er sich von der Beamtin des GSD, die einen grauen Anzug trägt mit selbem Schnitt aber einem aufgenähten Emblem des GSD auf der Brust.

Eintgegen der Anweisung des Oberst trägt sie eine HM6, die allerdings wegen des ungewöhnlichen Griffes und Abzuges nicht unbedingt als Waffe zu Identifizieren ist für einen Menschen der aus einer Vergangenen Zeit kommt.

Mit einer freundlichen aber bestimmten Handbewegung fordert Kleiber den Gast auf ihm zu folgen.

Sie treten aus dem achteckigen Druckschott welches sich Automatisch öffnet auf den Gang hinaus. Dieser ist in einem warmen Beigeton gehalten und geht sowohl nach Links als auch nach Rechts .Direkt gegenüber der Tür der Krankenstation geht ein Schnurgerade Gang mit einer roten Streifenmarkierung in Augenhöhe.
In Abständen von 2 Metern sind Indirekte Leuchtkörper angebracht. Der Gang selbst ist ca 2,50 Hoch und unten so breit das zwei Personen Nebeneinander gehen können. Seine Form ist die eines Omega,wofür die Einschnitte am Boden sind , erschliesst sich einem Schiffsfremden nicht. Er Lenkt die Schritte der Gäste nach Links. Sie folgen dem Gang welcher eine Krümmung nach Rechts hat,die allerdings sehr sanft ist. Grissom und dem Doktor folgt in ein paar Schritten Abstand Die GSD Beamtin.

" Dieser Gang Mister Grissom ist der äussere Ringgang. Sie können das Gesamte Schiff auf dem Deck auf diesem Gang umrunden. Das Deck ist das sogenannte Mannschaftsdeck. Es ist das grösste Deck des Schiffes und hat auch die grösste Anzahl an Ringgängen. Diese wiederum sind durch gerade Gänge verbunden welche wie die Speichen eines Rades von diesem Gang direkt auf das Zentrum des Schiffes zulaufen. "

Sie kommen nach einer Weile an das Ende des Ganges und der Doktor beeilt sich zu Erklären.

"Hier gibt es Ausnahmen. Der äussere Ringgang und einige weitere sind auf dieser höhe Unterbrochen. Wir folgen also einem der Speichengänge und setzen unseren Weg auf einem der inneren Ringgänge fort. Das der, bzw. die Ringgänge an dieser Stelle unterbrochen sind hat den Grund das hier hinter dieser Wand der grosse Hangar der HEISENBERG liegt. Er erstreckt sich in der höhe über mehrere Decks und unterbricht die Ringgänge zumindest hier auf diesem Deck zwischen zwei Speichengängen. Wir verlassen also nun R20, zweigen in S0 und kommen auf unserem Weg an den Einmündungen der Ringgänge R19,R18,R17 und R16 vorbei. Unseren Weg um das Schiff setzen wir hier auf dem Eingang R15 fort."

Die Gruppe kommt wie angekündigt an einen Ringgang welcher auch nach links abzweigt. Da er näher am Zentrum des Schiffes liegt. Auffällig ist........dieser Gang ist wesentlich breiter. Der Doktor Kommentiert dieses nicht. Ihnen kommen einige Mannschaftsmitglieder entgegen, unter ihnen die Hochgewachsene Blonde Sabine Klingenberg, Doktorin für Exobiologie in einem weissen Anzug mit dem Emblem des Science Center auf dem Arm und einer Identmarke mit Lichtbild und Lesestreifen. Sie und ihr ebenfalls in weiss gekleideter Begleiter, der ältliche grauhaarige Professor Bienlein , der eine grosse schwarze Norwegische Waldkatze auf dem Arm trägt, wären um ein Haar in die drei hineingerannt, so in ihr Gespräch vertieft sind sie.

"Entschuldigen sie Bitte Dr. Andreas.......äh Professor Kleiber ......äh An, An Andreas .......Ich habe sie gar nicht bemerkt , ähhhh bemerkt ja bemerkt" stammelt der schon leicht schusselige Professor als er an ihnen vorbeistürzt und dann mit beruhigenden Worten auf seinen Kater Matou einredet der die Begegnung mit einem wilden Fauchen kommentiert hat um nach dem Astronauten Grissom zu schlagen, den der Professor angerempelt hat.

"Nehmen sie es dem Professor nicht übel............wir sind mit einem grossen Wissenschaftlichen Problem beschäftigt und Bierlein ist ein fanatischer Arbeiter , der alles um sich herum vergisst" lacht die hübschen Frau mit dem Markanten Gesicht und den strahlend blauen Augen den Irdischen Astronauten an.
Dann sind die beiden auch schon vorbei .....


Auf der linken Seite des Ganges erscheint nun ein riesiges Linsenförmiges Schott welches geöffnet ist........die erste von vielen Türen an denen sie bisher vorbeigekommen sind welche geöffnet ist.

Der Doktor geht ein paar Schritte durch dieses Schott und bleibt stehen..........vor einer Gelb Schwarzen Markierung auf dem Fussboden.

Der Raum in dem sie nun stehen hat die Ausmaße eine grossen Schulturnhalle ist nur um einiges höher , hat den ungefähren Grundriss eines Trapez und seine Decke wird gegenüberliegend des Schotts immer niedriger . Man kann deutlich erkennen das diese Halle in die Konstruktion eines Diskusskörpers gebaut wurde.

"Stellen sie sich diesen Raum im Grundriss wie ein Stück Torte vor, dann wissen sie womit sie es bei der HEISENBERG zu tun haben" Der Doktor deutet auf die Linke Wand .

"Dort hinten endet der Ringgang 20 in der Richtung aus der wir gekommen sind in den Speichengang 0 . Dort drüben auf der Gegenüberliegenden Seite führt der Speichengang 2 dann entlang hinter der Wand und dort geht der Ringgang 20 weiter . Hinter uns liegt der Speichengang 1 welcher wieder auf das Zentrum des Schiffes zuführt und......direkt vor uns liegt das Äussere Hangartor . Es endet auf dieser Ebene exakt auf Fussbodenhöhe und die Krümmung des Schotts die sie Bemerken werden ist Identisch mit dem Aussenrand des Schiffes. Der obere Rand des Schotts liegt 3 Decks über uns und endet ebenfalls an dem Schiffsrand wie sie bemerken werden."

Die Gigantische Öffnung liegt also mit ihrer oberen Öffnung ein Drittel in den gesamten Raum hinein.

Und..........das Tor steht weit offen. Trotz der hellen Beleuchtung im Hangar selbst sieht man das dahinter direkt die Schwärze des Weltraumes ist. In der Halle vor dem Tor stehen für jemanden der so etwas noch nie gesehen hat ungewöhnliche Fluggeräte . Die vermutlich bekannteste Form für Irdische Augen der Vergangenheit haben 4 längliche graue Fluggeräte mit angeklappten Flügeln . Sie allerdings haben keinerlei Fenster oder Luken, wie die anderen Objekte und haben gebrochene Kanten wie geschliffene Kristalle ( Orbitaldrohnen mit Stealtheigenschaften) .

Leutnant van Heerse entfährt ein "wow" als nun am linken unteren Rand des geöffneten Tores der Orange-Grau schimmernde Planet F035 im Sichtfeld erscheint und sich scheinbar über den Weltraum schiebt bis er fast die Hälfte des Tores ausfüllt mit seiner Krümmung, Darüber erscheint nun ein Diskussförmiger silbrig glänzender Körper welches Sich vom oberen Rand des Sichtfeldes scheinbar zwischen HEISENBERG und Planeten hindurchschiebt um dann unter dem unteren Rand des Schleusentores zu verschwinden.

" Der schnelle Raumkreuzer LACERTA auf einer tieferen Umlaufbahn um F035. Das ist übrigens das Schiff, welches sie gefunden hat" plaudert Dr. Kleiber.

In der Halle selbet sind einige ungewöhnlich aussehende Maschinen mit Transport und Montagearbeiten beschäftigt.








_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)


Zuletzt von Lukenko Krikorow am Di 20 Nov 2012 - 12:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Sir Chester
Ein Mann von der Erde, vor 1000 Jahren verschollen, steht vor seiner eigenen Zukunft
Ein Mann von der Erde, vor 1000 Jahren verschollen, steht vor seiner eigenen Zukunft
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 64
Alter : 22
Ort : Schwelm
Anmeldedatum : 28.07.12

Charakterbogen
Name der Person: Sir Rodney Chester
Zugehörig: Föderation der Erde
Beruf: Leutnant

BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   Mi 7 Nov 2012 - 9:32

An Bord der HEISENBERG


„Hätte mich auch gewundert, wenn sie etwas gefunden hätten. Also, können wir jetzt losgehen?“ antwortet Edward Grissom, der immer noch in keinster Weise daran glauben kann, 1000 Jahre übersprungen zu haben, obwohl er dennoch erstaunt darüber ist, dass die Asiaten so viel Mühe aufbringen, nur um alles glaubwürdig erscheinen zulassen. Die Geschichte kann einfach nicht war sein.

Edward Grissom steht auf um den Professor und dem Leutnant zu folgen. Er wird aus dem Raum geführt und betritt einen Gang, dessen leichte Krümmung sofort auffällt, lässt diesen aber unkommentiert, auch als Professor Dr. Kleiber ihm darüber Auskunft gibt.
Zumindest beim Aufbau hat er auf jeden Fall die Wahrheit gesagt. Grissom kann deutlich sehen, dass auf der rechten Seite ab und an Gänge auf diesen zu laufen, ähnlich wie die Speichen eines Rades. Jedoch heißt das noch lange nicht, nur weil es so aufgebaut ist, dass das hier ein Raumschiff sein muss. Auch die Unterbrechung von diesem und einigen weiteren Ringgängen aufgrund eines Hangars, lässt dies nicht zwingend beweisen.

Eine Sache aber bringt Grissom dann doch erstmals dazu, seine Theorien zu überdenken. Bis jetzt hat er noch keinen einzigen Menschen gesehen, der überhaupt wie ein Asiat aussieht. Auch nicht die blonde Frau und der alte Mann, die beide beinahe die Gruppe um Sir Chester, Herrn Kleiber und der GSD Beamtin um rempelt.
Die Dame scheint daraufhin lächelnd dem Herrn Grissom etwas sagen zu wollen, aber die Sprache die aus ihrem Mund ertönt, klingt auch nicht wirklich nach Chinesisch. Die laute klingen eher, wie ein Mischung aus allen ihm bekannt Sprachen von der Erde.

Doch ein paar Schritte weiter werden mit einem Blick, all seine Theorien geradewegs in die Weiten des Weltalls geworfen. Ein riesiges Schott des riesigen Hangars steht offen und alle drei marschieren hinein.
Der Professor will vermutlich gerade etwas erklären, jedoch wird dieser von Edward Grissom gar nicht erst beachtet. Viel zu groß ist das Erstaunen über das, was er hier sehen kann.

Edwards Blick fällt von den Robotern, die moderner aussehen, als er sie kannte, über die ungewöhnlichen Fluggeräte, die er nur aus Science-Fiction Filmen kennt, bis hin zum weit geöffneten Tor, hinter dem er den Weltraum sehen kann, der langsam von einem Planeten verdeckt wird.

Edward Grissom ist selbst Pilot eines Raumschiffes und er kann sehr gut erkennen, ob es sich um Realität oder nur um eine Aufzeichnung auf einem großen Bildschirm handelt.


„Ich war vorhin nicht ganz ehrlich zu ihnen, Professor Kleiber. Ich heiße in Wirklichkeit nicht Edward Grissom, sondern Sir Rodney Chester. Sie werden mir unter all den Umständen sicher verzeihen können.“


Zuletzt von Sir Chester am Mi 14 Nov 2012 - 11:32 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: 2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse   

Nach oben Nach unten
 
2. Abschnitt, faszinierende Erkenntnisse
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 2 von 4Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
 Ähnliche Themen
-
» Arbeiten was muss beachtet werden § 10 SGB II 1EUR Jobs gegen Mehraufwandsentschädigung § 261 SGB III Zusätzlichkeit diese Anforderung muss der 1EUR Job erfüllen Lies dir diesen Abschnitt der Kommentierung zu § 10 SGB II (Zumutbarkeit) gut durch
» Erkenntnisse von letztem Freitag

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Raumpatrouille - Am Rande der Unendlichkeit :: Raumpatrouille - Das Rollenspiel am Rande der Unendlichkeit :: 5. Mission - (Mit dem Flottenverband auf großer Suche) - AKTUELL-
Gehe zu: