Raumpatrouille - Am Rande der Unendlichkeit

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 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?

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Temari
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mi 19 Dez 2012 - 4:31

"SAGITTARIUS an HEISENBERG: Schön Euch zu sehen, Luke! Energiereserve für 10 Stunden TORB positiv. Unsere Kanäle sind permanent offen, Ihr könnte jederzeit senden. Wir können jeden guten Vorschlag gebrauchen. Leutnant Cushing übermittelt Euch jetzt unsere Aufzeichnungen der letzten Stunden. Aber setzt Euch vorher, was wir hier an Daten und Bildern aufgefangen haben ist einfach unglaublich!"

Erneut wird die SAGITTARIUS durch ein Raumbeben erschüttert. Die äußere Hülle der Raumblase - oder was auch immer es zu sein scheint - nimmt inzwischen den gesamten Monitor des Zentralschirms ein.


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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mi 19 Dez 2012 - 7:26

„Cliff, die Flotte ist da. Jetzt gibt's Rettung“, meldet Alfons Müller, um gleich darauf von Prinz Panga übertönt zu werden: „Commander, ich spüre etwas gewaltiges, etwas übergroßes, es rast heran … es … Commander … es … der dritte …“ Panga hält sich seinen Kopf und atmet schwer.

McLane eilt zu ihm und hält ihn an den Schultern fest. „Panga, was ist los?! Reden Sie schon!“

„Com … mander … der dritte … Kopf … Zerberus … er kommt ...“ Mit einem großen angstvollen Seufzer bricht er bewusstlos zusammen.

„Bringt ihn auf die Krankenstation. Schnell!“

Doch ein Aufschrei von Lai Mant Chu: „CLIFF, WAS IST DAS!!!“, die bei ihrem Schrei wie in Panik aufspringt, und ein plötzliches kosmisches Zischen und Knistern, was aus den Bordlautsprechern ertönt und wie ein Magnetsonnensturm klingt, lassen seine Augen ruckartig wieder auf den Wandschirm blicken, auf dem in diesem Moment ein Riss in der Blase entsteht, der stetig größer wird und bei der ORION einen Unterdruck verursacht. Gedankenschnell eilt er zu seinem Platz und drückt die Alarmsprechtaste:

„ACHTUNG! - ALARM ROT!!! - AN ALLE SCHIFFE: DIE BLASE ÖFFNET SICH. SEHT ZU, DASS IHR HIER WEGKOMMT!!!“

Die Triebwerke der ORION jaulen auf, um dieser Kraft, die sie in das Innere der Blase zieht, entgegenwirken zu können. Aber auch mit Schlafender Energie ... ohne Erfolg: Die Maschinen der großen ORION 18 sind nicht stark genug. Und so verschwindet sie und ihre Besatzung langsam in dem jetzt offenen tiefschwarzen Schlund der Raumblase, ohne das irgend ein Außenstehender daran etwas ändern könnte, und hinterlässt einen Sog, der langsam aber sicher auch die anderen Schiffe erfasst...



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Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle (Albert Einstein)
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Fr 21 Dez 2012 - 13:07

Gerade als die Daten der SAGITTARIUS aufgezeichnet werden erreicht ein Ruf der ORION 18 die Flotte.
Aber es passieren gerade viele Dinge gleichzeitig.

" Maschine, kurz auf Vollast gehen, sollte es keine Wirkung zeigen versucht die Magnetkissen mit den angepassten Daten zu aktivieren"

Die Maschinen der HEISENBERG jaulen auf, kurz darauf geht die Maschine wieder auf Leerlauf.

" Keine Chance, das Ding hat eine höllische Gravitation.Ich starte die Magnetkissen"

Der ungewöhnlich tiefe und laute Ton der Magnetkissenkonverter lässt nichts gutes ahnen.

" Oberst.............die Relative Geschwindigkeit verringert sich signifikant. Aber das halten die Konverter nicht durch"

" Versuch abbrechen! HEISENBERG an Flotte. Der Versuch das geöffnete Trichterfeld mit Hilfe der Magnetkissenumprogrammierung zu neutralisieren hat sich als nutzlos erwiesen. Wir können nur gegen die Gravitation der Blasenhülle, nicht aber gegen den Trichter der geöffneten Blase ankommen. Ich habe den Versuch abgebrochen um Schäden an Maschine und Schiff zu vermeiden. Kommandant an Hyperlabor!! Alle Daten des Durchganges durch den Trichter aufzeichnen und sofort auswerten!
Wir lassen uns treiben...............etwas anderes könnte uns alle gefährden. Kommandant an Besatzung!! Alarmstufe Rot. Sämtliche Komplexe verriegeln und die Druckschotts der Abteilungen schliessen. Kampfstand geht auf erhöhte Gefechtsbereitschaft. es werden aber keine, Ich wiederhole, keine versuche unternommen, das Phänomen zu beschiessen."

Luke schaut sich auf der Brücke um und sieht schockierte Gesichter.

" HEISENBERG an ORION 18. Ich Empfehle, alle Energetischen versuche zu unterlassen, gegen die Saugkraft anzukämpfen. Wenn wir eine Chance haben, dann nur nach dem Durchgang und vom inneren der Blase aus. Dazu brauchen wir aber intakte Schiffe und keine Wracks ohne Energie.Wenn wir dieses Problem lösen können, General...........dann nur durch Nachdenken. Krikorow Ende."

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Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
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Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
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Atlan
Prinz vom Planeten Arret und Kommandant der ATLANTICA - Auf der Suche nach dem Ursprung
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mo 24 Dez 2012 - 13:13

Atlan befindet sich immer noch im Gespräch mit Ghiri Thot von der SPHINX, als ihn ein Ruf von der Brücke, die sich direkt neben seinem Wohnzimmer befindet, und auch eine Warnung von Admiral Thot, seinem väterlichen Freund, sprunghaft aufstehen und zur Brücke eilen lässt.

„Was ist hier los?!!“

„Die Raumblase öffnet sich und wir werden hinein gezogen!“ keucht Oberst Thorens, der kreidebleich vor dem Hauptschirm steht. „Die ORION und die HEISENBERG sind schon verschwunden. Und die LACERTA und die SAGITTARIUS stehen kurz davor!!! - Ich habe so eine Situation noch nie erlebt.“

Atlan kommt näher und zischt Oberst Thorens scharf an: „Aber Oberst! Bewahren Sie Ihre Ruhe, bitte. - Haben Sie schon sämtliche erforderliche Energie zur Abwehr zur Verfügung gestellt?“

„Ja, mein Prinz“, entgegnet der Oberst demütig. „Der Computer errechnete allerdings, dass keine Energie reichen würde, um dieser Zuglast zu entgehen!!!“

„Dann schalten Sie die Triebwerke aus.“

„Aber … dann würden wir uns entblößen ...“

„Triebwerke aus, habe ich gesagt. Verfügbare Energie auf den Schutzschirm und Alarmstufe Rot ausrufen. Volle Kampfbereitschaft einleiten!“

„Wollen Sie etwa...“

„...Das ist ein Befehl, Oberst Thorens. Wir lassen uns treiben und bereiten uns auf das vor, was oder wer uns sicherlich erwartet!“



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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Di 25 Dez 2012 - 6:30

Inzwischen auf der
HEISENBERG:

Das ist ein schwarzes
Loch Luke“ bemerkt Petra.

„Scheint so. Petra,
bitte lass dort an der freien Projektionswand eine Mathematische
Matrix errichten. Ich möchte einige Berechnungen anstellen“


Kurz darauf erscheint ein
virtuelles Whiteboard an der besagten freien Fläche.


„ Luke............du
sagtest, das Phänomen hätte Ähnlichkeit mit einer Seifenblase. Ich
frage mich nur...........ich meine...........eine Seifenblase hat in
ihrem inneren einen relativen Überdruck. Wie aber können wir dort
hineingezogen werden , wenn im inneren der Blase ein
Energiematerie-Überdruck herrscht?“ Petra schaut ratlos aus .

„ Das Petra, ist die
richtige Frage. Ich kann das Phänomen nicht erklären mit Worten,
daher versuche Ich es an der Projektionswand. Alle daraus
entstehenden Fragen versuche Ich dann in einfachen Worten zu
erklären.“

Der Oberst schreibt auf
seinem Tablett am Kommandostand und auf der Wand erscheinen
Mathematische Formelketten, welche den meisten der Brückenmitglieder
nur ein Kopfschütteln entlockt.


Währenddessen zieht die
Kraft die HEISENBERG immer weiter in den Trichter der Blase.

Der Maschinist der
HEISENBERG stellt sich neben den Kommandantensessel.


„ Boss.........wie dick
ist diese Hülle eigentlich? Eine Seifenblase , wenn wir schon bei
diesem Beispiel bleiben, eine Seifenblase hat eine Hülle in einem
genauen Verhältniss , Innendruck-Aussendruck _Notwendige
Oberflächenspannung. Wenn eine der Komponenten nicht im Verhältniss
steht..............entsteht entweder keine Blase oder sie zerplatzt.

"Eine blosse
Rechenaufgabe............ein Druck von X erfordert eine
Oberflächenspannung von y um bei einem Umgebungsdruck von Z eine
Blase A aufrecht zu halten. Wir können bei irdischen
Druckverhältnissen also genau ausrechnen, wie stark die Hülle einer
Seifenblase sein muss, um bei einer bestimmten Konsistenz den Körper
stabil zu halten. Aber sollte man es schaffen, eine Seifenblase
anzubohren Leutnant, würde der Innendruck mit dem Aussendruck einen
Ausgleich anstreben. Die Blase würde praktisch eine 0:0 Situation
erreichen. Das Leutnant, geht natürlich nicht. Das Gebilde der
Aussenhülle ist unbedingt abhängig vom Überdruck im inneren und
würde zerfallen. In unserem Fall werden wir in das innere der Blase
gezogen. Theoretisch ist das unmöglich. Ich habe dazu eine,
allerdings sehr vage, These.


Nun, eigentlich zwei.
Ok........Ich versuche
euch das zu erläutern. Wenn es, wir können davon ausgehen,
unterschiedliche Dimensionen sind, könnte Theoretisch in der Blase
in die wir gezogen werden, ein Energetischer Unterdruck herrschen.
Das wäre die einfachste Erklärung. Das setzt voraus , das die Hülle
stabil bleibt, weder nach innen noch aussen Energie abgibt. Sie wäre
so neutral, das es schwierig wäre sie überhaupt zu orten. Sie wäre
Theoretisch eine eigene Dimensionsmembrane, eigenen
Gesetzmässigkeiten folgend und dafür verantwortlich, das sich die
Dimensionen nicht berühren.

Diese Angenommenen
Strukturellen Unterschiede zwischen der Blase und unserer
Ursprünglichen Dimension würden den Saugeffekt erklären.

Eine andere
Möglichkeit...................der Druck in der Blase ist gleich dem
Druck der Ursprungsdimension. Der Saugeffekt wird durch die Membran
selbst erzeugt. Bei einer entsprechenden Energetischen Struktur der
Hülle würde das die Existenz Unterschiedlicher Dimensionen
nebeneinander als Konstante erklären.

Lasst mich jetzt bitte
einen Moment weiterrechnen Leute. Und glaubt mir, auch ich würde das
lieber in einem Versuchsaufbau des Hyperlabors erleben, statt mich in
einem zu befinden.“


Eine Ordonanz bringt dem
Oberst eine Tasse Tee und zieht sich zurück, während Lukenko mit
angestrengtem Gesicht weiterrechnet.

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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Do 27 Dez 2012 - 9:44

An Bord der SPHINX


Admiral Thot hatte nicht bemerkt, wie sich die Raumblase öffnet, weil der Lichtspruchverkehr offen und erhalten blieb und er sich gerade mit Atlan unterhalten hatte. Als er aber den Ruf von der ATLANTICA-Brücke hört, sieht er nicht nur das kommende Unheil kommen, sondern auch, wie nach und nach alle Schiffe darin verschwinden und die Erkenntnis kommt, dass es aus dieser Falle kein Entrinnen gibt, wobei die … sprichwörtliche Fügung, die ihn veranlasst hatte, sein Schiff frühzeitig vom Verband zu trennen, nur ein kleiner Trost für ihn bedeutet. Denn jetzt gibt es nur noch eine Chance:

„Atlan! Lichtspruchverkehr aufrecht halten!! Unter keinen Umständen trennen!!! Die SPHINX ist jetzt Dein Anker und Deine Rettungsboje zu unserer Welt!“

Zur eigenen Mannschaft gewandt: „Die SPHINX genau an diesen Koordinaten als Fixpunkt verankern. Lichtspruchkonverter verstärken, volle Energie. Wir bleiben hier so lange, bis sie sich wieder melden!“


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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   So 30 Dez 2012 - 1:52

Gleichzeitig mit der Anzeige auf einem der Bildschirme der Wissenschaftsstation von Lt. Rodelind, daß die LACERTA ebenfalls erfaßt und in die Raumblase gezogen wird, wird eine entsprechende Raumlagen- und Geschwindigkeitsanzeige auch auf der Astrogationsstation eingeblendet und werden all diese Anzeigen der beiden verschiedenen Stationen auf 2 der Kommandoinformationsbildschirme von Commander Wirich an dessen Platz auf der Brücke übertragen.
Und gleichzeitig erfolgen auch die Reaktionen des Leutnants, des Leutnant-Commanders und ihres Commanders.
Lt. Rodelind: „Commander, wir werden von dieser Raumblase..."
Lt.-Cdr. Noting: „Commander, die LACERTA beschleunigt auf einmal in gigantischer..."
Commander Wirich: „Ja, ich seh's." Und dann haut er blitzschnell auf eine Taste der BSA und, was selten vorkommt, ruft überlaut, ja viel eher schreit er geradezu hinein: „MASCHINE, VOLLE NOTENERGIE! VOLLE NOTENERGIE PLUS SCHLAFENDE! SCHNELL, OTWIN, SONST WIRD DAS SCHIFF IN DIE BLASE GEZOGEN!"

Fast sofort ist überall im Schiff zu spüren, wie sich die LACERTA regelrecht aufbäumt und schüttelt, als so unvermittelt von Chefingenieur Otwin die volle Kraft ihrer Maschinen und Energien losgelassen wird, um das Schiff vor dem Schicksal der terrestrischen ORION 18, der HEISENBERG und des Flottenversorgers FA-2790 „Fettauge" sowie der chromanischen SAGITTARIUS und der arretischen ATLANTICA zu bewahren: „Jawohl, Commander! Volle Notleistung plus Schlafende! Jetzt!"
Ob gewollt oder nicht, aber nun überträgt sich auf jeden Einzelnen an Bord des Schnellen Raumkreuzers das tiefe Brummen des Antriebs und das hohe Sirren der Zusatzaggregate, der Rhythmus des Stampfens und Fauchens und Ächzens der überbeanspruchten Technik und der gequälten Schiffshülle in ihrem regelrecht verzweifelt wirkenden Bemühen, der Raumblasse zu entkommen.

„LOS, OTWIN, MAXIMALLEISTUNG! ÜBERSCHREITUNG SICHERHEITSGRENZEN AUTORISIERT! LOS! LOS! LOS!"

Inzwischen hat der Commander an seinem Platz die Richtungsvektoren geändert, er steuert die LACERTA so, daß sie nun der Raumblase den Rücken zuwenden würde, wenn sie einen hätte, während sie nun von der Richtung her in den freien Raum gesteuert wird. Alleine, das Ergebnis ist nicht das Gewünschte: anstatt der Raumblase zu entkommen, nähert sie sich trotz ihrer entsprechend eingestellten und gesteuerten Richtungsvektoren nun einfach mit der virtuellen Hinterseite voran diesem Raumphänomen. Alle Schnelligkeit des Schnellen Raumkreuzers ist nicht schnell genug, schier unaufhaltsam nähert sich dieses moderne Spitzenprodukt terrestrischer Technologie des 4. Jahrtausends der menschlichen Geschichte erst langsam und dann langsam immer schneller werdend dieser Art von Raumfalle.

Durch die offenen Funkverbindungen ertönen die Notgespräche und Befehle der anderen Schiffe auch in die LACERTA hinein. Energie sparen, intakte Schiffe bewahren, noch ist kein Entkommen möglich!

„Noting", ruft Commander Wirich zur Astrogatorstation hinüber, „wie sieht's aus? Kommen wir frei?"

Und wieder gleichzeitig kommen Antworten von 3 Stationen: der angesprochene Astrogator Lt.-Cdr. Noting, die LW Lt. Rodelind und aus dem Maschinenraum der LI Lt.-Cdr. Otwin antworten wie aus einem Mund: „Nein Commander, keine Chance!"

„Verdammt!" Und weil der Commander ein verständiger Mann ist und die Nutzlosigkeit der aktuellen Fluchtbemühungen ebenso einsieht wie er die Befehle und Meldungen seiner Flottillenkameraden auf den anderen Schiffen registriert, fügt er mit immer noch adrenalinerfüllter Stimme laut und deutlich hinzu: „Belege Notleistung! Schlafende weg, Maschinennotleistung aus! Maschine auf Nominalleistung, alle Energie gleichermaßen und zu gleichen Teilen auf die Schutzschirme, die Sensoren und den Kampfstand! Schiffserhaltung oberstes Gebot! Weiterhin volle Aufmerksamkeit! Wir lassen uns reinziehen, dann sehen wir weiter!"

Direkt mit diesem Befehl ist zu spüren, wie das Brummen und Sirren und Ziehen und Zerren im und mit dem Schiff aufhört; die in Mitleidenschaft gezogenen Körper der Besatzung können diese Erfahrung der letzten Sekunden abschütteln.

Und der Commander fügt hinzu: „Da hat irgendwas großen Hunger und sieht uns als Cocktail-Häppchen an. Sorgen wir dafür, daß es sich an diesem Happen verschlucken wird."
Das Knacken der BSA macht jedem Besatzungsmitglied klar, daß damit die Rundruf-Durchsage des Kommandierenden beendet ist. Die nach außen gerichtete, offene Simultan-Funkverbindung der LACERTA mit allen anderen Schiffen des Verbandes bleibt von dieser BSA-Schaltung natürlich unberührt. Auch all die anderen Schiffe haben die Vorgänge auf der Brücke mithören können.

* * *

Währenddessen wird der Schnelle Raumkreuzer weiterhin von dieser Blase angezogen. Noch befindet er sich in seinem eigenen Universum, aber wenn sich nichts Überraschendes zugunsten des Schiffes mehr tut, dann kann es jetzt nicht mehr lange dauern, bis auch dieses moderne Raumfahrzeug ein Teil dieser Raumfalle wird.
Und wie es dann wohl weitergehen soll...? Ob es dann überhaupt noch weitergehen kann...? Wie lange es noch weitergehen kann...? Was erwartet sie dort...? Was werden sie dort finden...? Was entdecken...? Was erleben...? Gibt es eine Möglichkeit, zu überleben...? Vielleicht wenigstens lange genug zu überleben, bevor...? Ja, was eigentlich...? Gibt es eine Möglichkeit, zu entkommen...? Wieder heimzukehren...? Das Licht der eigenen Sterne wiederzusehen...? Einen Sonnenaufgang wie auch einen Sonnenuntergang auf Terra zu erleben...? Wieder die zurückgelassenen Freunde zu treffen...? Noch einmal die Freuden des 31. Jahrhunderts zu genießen...?

* * *

Jetzt, wo diese Notsituation zwar immer noch eine Notsituation ist, in der aber aktuell kein direktes, aktives Handeln möglich ist, wenden sich Wirichs Gedanken einer anderen Begebenheit zu: „Lt. Rodelind, ich hatte Sie doch in den Kampfstand befohlen und Sie hatten mir Bereitschaft gemeldet. Wieso haben Sie dann eben Wissenschaftsdaten durchgegeben? Wo sind Sie?"

„Ich bin hier im Kampfstand, Commander", antwortet die Angesprochene unverzüglich, „und der Kampfstand ist nicht nur besetzt, sondern in voller Overkill-Bereitschaft. Wie befohlen. Ich bin aber eigentlich kein Armierungsoffizier und so habe ich einen Teil der Kampfstand-Elektronik dazu genutzt, mir die Daten der Sensoren, so, wie sie in meiner Wissenschaftsstation einlaufen, von meiner WS auf den Kampfstand schicken zu lassen. Und deshalb war und bin ich über den einlaufenden Sensorendatenstrom voll im Bilde und gleichzeitig aber auch in der Lage, die Gefechtsfähigkeit der LACERTA wahrzunehmen."

„Und warum haben Sie mir das nicht vorher gesagt?"

„Wann denn? Bin ja selbst erst vor ein paar Minuten drauf gekommen. Und eigentlich ist das doch auch nichts Besonderes, oder etwa doch?"

Commander Wirich schmunzelt und schüttelt leicht und verständnisvoll den Kopf. Leute, die mitdenken, Leute, die das Richtige tun - genau das braucht die Welt, um zu überleben und vorwärtszukommen. Auch wenn - Ts,Ts, Ts - der Leutnant ohne Befehl und, noch viel wichtiger, ohne rechtzeitige Information ihres Vorgesetzten, gehandelt hat.
Ihr Glück, daß sie das, was sie tat, richtig tat.
Andererseits, wo wäre er und wo wäre die LACERTA, wenn seine Mannschaft nur aus quasi menschlichen, Halt: zumeist luitwinischen - und doch auch menschlichen - „Robotern", simplen Befehlsempfängern und sturen Apparatschiks und solchem Kroppzeug bestehen würde.
Irgendwie erinnert ihn das Verhalten seines Leutnants an einen früheren Leutnant und jetzigen Commander, der sich im Grundsatz oft genug ähnlich verhielt - nämlich ihn selbst. Und so nickt er leicht verständnisvoll und ein Schmunzeln zieht über sein Gesicht.
Das kann Lt. Rodelind natürlich nicht sehen, aber das braucht sie ja auch nicht. Und noch kennt sie ihn nicht gut genug dafür, aber wenn sie ihn gut genug kennen würde, dann wüßte sie, daß seine Stimme eigentlich gerade nicht tadelnd klingt, auch wenn des Commanders Worte eher in eine solche Richtung deuten mögen, als er nur kurz und knapp sagt: „Verstanden, Leutnant. Machen Sie mir einen Bericht über die Modifikation. Erhalten Sie Kampfstand-Bereitschaft weiterhin aufrecht, volle Konzentration, Brücke Ende."

* * *

In diesem Moment meldet sich nun die stellvertretende Kommandeurin der LACERTA, Leutnant-Commander Wunna zu Wort. Mit der ihr eigenen selbstbeherrschten Art in gefährlichen Krisensituationen tönt ihre Stimme kühl und fest von der Rechnerstation: „Commander, das Elektronengehirn meldet gerade den Eintritt in die Raumblase!"
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Temari
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   So 30 Dez 2012 - 7:14

Die SAGITTARIUS war dem Rand der Blase am nächsten gewesen. Folglich ist sie nun das erste Schiff des Flottenverbandes, das dem Sog des Blasentrichters voll ausgesetzt ist. Durch den Sog beschleunigt die SAGITTARIUS bis auf Fluchtgeschwindigkeit. Hilflos trudelt der kleine chromanische Aufklärer durch den Raum. Seine Passagiere haben das Gefühl, in einer Achterbahn zu sitzen, die Loopings und Spiralen hat. Wer nicht angeschnallt ist, sucht Halt an einer der Verstrebungen. Mühsam angelt Temari nach dem Steuerungspult für die Primären Versorgungssysteme des Schiffes und endlich gelingt es ihr, die künstliche Schwerkraft zu deaktivieren. Jetzt erscheint es fast, als ob sich die SAGITTARIUS um sie herum drehen würde. Schließlich hangelt sie sich in den Kommandantensessel und schafft es, sich anzuschnallen. Paul und Samana hatten ebenfalls noch rechtzeitig die Gurte angelegt. Miri und Kira klammern sich immer noch an die Verstrebung, geben sich dabei gegenseitig Halt.

Weiter und weiter dringt die SAGITTARIUS in die Blase ein, ein kleines, elegantes Projektil, das vollständig außer Kontrolle geraten ist. Irgendwann verliert sie an Geschwindigkeit. Das Trudeln lässt nach, das Schiff kommt jedoch nicht zum Stehen. Temari begreift, dass sie noch ewig so weiter durch den Raum eiern würden, wenn das Magnetkissen und die Triebwerke nicht wieder aktiviert werden.

"Kommandant an alle: Ich aktiviere die künstliche Schwerkraft. Miri, du gehst dann sofort in den Maschinenraum und überprüfst die Systeme. Samana, vollständige Analyse der Primären Lebenserhaltung. Paul, Raumüberwachung auf Weitstreckenabtastung. Kira, hol das Arztköfferchen, ich glaube, es gibt einige Beulen zu versorgen"

Wortlos eilt jeder, die erteilten Befehle auszuführen. Kurz darauf bestätigt Miri, dass die SAGITTARIUS voll mannövrierfähig ist. Endlich hört das Trudeln völlig auf und das Schiff schwebt reglos im All. Alles fühlt sich eigentlich an wie immer. Dennoch überkommt die Mannschaft ein mulmiges Gefühl.

"Samana, wie sieht es aus?"
"Die Sauerstofftanks sind intakt. Sämtliche Versorgungssysteme arbeiten einwandfrei. Ich kann keine Schäden feststellen."

"Paul, kannst Du die Anderen orten? Oder hat es uns allein erwischt?"

"Ich habe zumindest die ORION und die HEISENBERG in der Ortung, kann sie aber noch nicht voll erfassen. Sie scheinen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie wir."

Besorgt springt Temari aus ihrem Sessel und geht zum Hauptmonitor in der Mitte der Kommandokanzel. Hierauf ist die Verzerrung zu erkennen, den der Riss in der Blase verursacht hat.

"Ich kann sie nicht sehen, Paul. Gib mir einen 360°-Schwenk"
"Jawohl Kommander."

Die Raumverzerrung verschwindet aus dem Blickfeld. Kurz darauf erscheinen Sterne. Nicht nur Sterne, sondern ganze Sternenhaufen, Galaxien, Gasnebel - ein atemberaubendes Panorama.

"Seht Euch das an!" sagt Temari heiser. Paul und Samana treten neben sie an die Astroscheibe.

"Wow!" entfährt es Paul. "Das ist einfach fantastisch."

"Können wir unsere Position bestimmen?"

"Das Rechengehirn arbeitet auf vollen Touren. Aber irgendwie..."

Ein Alarmton ertönt an Pauls Konsole. Auf seinem Bildschirm erscheinen endlose Zahlenreihen. Langsam schüttelt der junge Mann den Kopf.

"Kommander, ich fürchte, ich habe schlechte Nachrichten. Sieh nur."

Er hält Temari einen Ausdruck der Datenkolonnen hin, den diese nur kurz studiert. Dann sieht sie wieder auf die Astroscheibe:

"Wo sind wir???"

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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   So 30 Dez 2012 - 9:07

Zusammen mit Atlan von der ATLANTICA


Die gesamte Mannschaft steht stumm und staunend vor dem großen Bildschirm der ORION 18. Nach dem hektischen Sog, den man hatte entgegnen wollen und es dann doch gelassen hatte, geht der weitere Übergang von ihrem eigenen Universum in dieses andere der Raumblase so nahtlos vonstatten, dass man es zuerst nicht bemerkt hätte, hätten die Instrumente ihnen nicht gemeldet, dass der Fixpunkt, der immer vom Polarstern bestimmt wurde, urplötzlich und spurlos verschwunden ist. Sirenen heulen automatisch auf, weil die Computer keine Übereinstimmung mit den eigenen Koordinaten mehr feststellen können.

Demgegenüber ist der freie Blick in das All der neuen Blase so überwältigend, dass keiner die richtigen Worte findet, diese Schönheit zu beschreiben, obwohl wie im eigenen Universum auch hier der ganze Himmel übersät ist von Galaxien, Sternenhaufen, Nebeln und einzelnen Kleingestirnen, die vielleicht irgendeiner Galaxie zustreben.

Eine Verwirrung macht sich sogar an Bord breit und Cliff McLane zuckt zwar zuerst ratlos mit den Schultern, gibt dann aber knappe Befehle:

„Den Raum scannen, den Zustand der Flotte überprüfen, feststellen, ob Strahlung vorhanden ist und ob es Beschädigungen an Schiffen und Besatzungen gibt. Die ORION übernimmt den Schutz der Flotte und die HEISENBERG soll sofort alle Maßnahmen ergreifen, um feststellen zu können, wo wir uns genau befinden. Außerdem Feststellung, wie sich dieser Raum zusammen setzt und wo er zusammen mit anderen Räumen oder Blasen einzuordnen ist – wenn das überhaupt möglich ist. Aber Oberst Krikorow als Wissenschaftler weiß sicher, was zu tun ist.“

Dann betrachtet er sich nochmal die Aufzeichnung des Übergangs von einer zur anderen Raumblase, stellt erstaunt fest, dass alle Theorien über das allumfassende Weltall quasi in eine Schüssel geworfen werden könnten, um zusammen gesehen erst dann zu stimmen und rauft sich dabei die Haare. Denn die Geschwindigkeit, mit der die ORION in dieses noch nicht einmal erforschte Phänomen gezogen worden war, hatte keinem an Bord Zeit gelassen, sich über solche einfachen Fragen wie nach der Sicherheit Gedanken machen zu können. Alle hatten einfach darauf vertraut, dass die HEISENBERG es schaffen würde, zuerst das Phänomen zu erklären und dann sie zu befreien. Infolge der kurzen Zeitspanne hatte dessen Mannschaft sich jedoch noch nicht einmal mit den Gedanken zur Struktur beschäftigen können. - Cliff's Gedanken wirbeln wie ein Schneegestöber in seinem Kopf herum, als ein Lichtspruch von der ATLANTICA herein kommt:

„Cliff, Prinz Atlan hat eine Information für Dich. Soll ich zu Dir durchstellen?“

„Nein, die Kanäle müssen auf allen Schiffe für die gesamten Mannschaften offen sein. Jeder muss wissen, was an Bord der anderen Schiffe geschieht.“

Ein kurzes Knacken ertönt, dann hört man die Stimme des jungen Prinzen: „Cliff, tut mir leid, dass ich den Funkverkehr abgeschaltet hatte. Aber ich hatte ein persönliches Gespräch mit Admiral Thot. Vielleicht war genau dieser Zustand es, weshalb die SPHINX nicht auch in die Blase gezogen wurde. Außerdem ist die Pyramide schon vorher aus dem Hyperraum getreten. - Und jetzt halt Dich fest: Ich habe immer noch Lichtfunkkontakt mit ihm. Er riet mir, nicht die Verbindung zu kappen. Er ist also jetzt unsere Verbindung zu unserer Welt. - Cliff, hörst Du mir zu? - Ich sagte: Wir haben eine Verbindung zu unserer Welt. Über den Kanal ATLANTICA-SPHINX. Wir haben also noch eine Chance. Hast Du verstanden???

Ja natürlich hatte McLane verstanden. „Klar und deutlich, Atlan. Jetzt ist nur die Frage, ob du dich bewegen kannst, oder wir dich hier zurücklassen müssen.“

Ich kann ja auch eine Boje mit meinem Signal hier verankern, die jeder von uns anpeilen kann.

„Gute Idee, mach das. Und dann werde ich zuerst das tun, was wir besprochen haben. Okay?“

Ja selbstverständlich. Er hat es mehr als nur verdient.

McLane überlegt kurz, dann strafft er sich: „Commander Wirich. Angesichts der momentanen Situation, die sie mit Bravour gemeistert haben, tut es mir leid, Sie von ihrem Posten als Commander der TRAV mit sofortiger Wirkung zu entbinden.“ McLane macht eine kurze Pause, um seine Worte wirken zu lassen. „Aber ich freue mich, Major Wirich, Sie mit höherem Titel mit sofortiger Wirkung wieder in unserer Flottille begrüßen zu dürfen. Leider muss die Beförderung angesichts der Lage formlos ausfallen, aber wir werden die Zeremonie nach unserer Rückkehr nachholen.“

„Das hört sich aber gut an“, ertönt es plötzlich aus den Lautsprechern. „Herzlichen Glückwunsch, Major Wirich!“

„Johnny! - Sonya!“, entfährt es Alfons Müller. „Die-Götter-seien-gepriesen-und-getrommelt! Ihr lebt noch!?“

„Ja, was denkst du denn, mein Junge. Jetzt lasst uns endlich an Bord kommen!“



„Wie ich sehe, habt ihr es alle gut überstanden“, ist Johnny van Hallens erste Äußerung, als er die Brücke betritt und Lai Mant Chu ihn mit einer stürmischen Umarmung begrüßt. Sich heftig wehrend tritt er einen Schritt zurück und bemerkt ein Licht auf dem Monitor der Astrogatorin: „Schon gut, Chu. Aber was ist das für ein Signal?“

Sofort wendet sie sich ihrer Konsole zu, zieht neue Fenster auf und sendet das Begrüßungssignal: „Cliff, es ist die TAU-12. Aber sie meldet sich nicht.“

„Sie meldet sich nicht?“ fragt McLane und tritt näher.

Zum ersten Mal seit der Bewegung von einer in eine andere Raumblase meldet sich stattdessen Fähnrich Panga wieder: „Sie kann sich auch nicht melden, denn das Schiff ist tot. - Moment, halt. Ich registriere Energieverbrauch im Bereich der Kälteschlafkammern...“

„Gut. Alle Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, Lichtwerfer in Bereitschaft, Jäger ORION γ starten und auf Kampfhandlungen vorbereiten, langsame Annäherung!“



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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mo 31 Dez 2012 - 5:02

Inzwischen auf der HEISENBERG:


Stossfrei aber schnell verlässt der
Forschungskreuzer die Blasenhülle.


Fast Zeitgleich schrillen die
Alarmsirenen auf, die einen Positionsbestimmungsverlust anzeigen.


„ Oberst, unsere Automatischen
Sternenkarten finden keine Übereinstimmungen zur
Positionsbestimmung. „


Commander Monning zuckt hilflos mit
den Schultern.....................immer wider versucht sie einen
Bezugspunkt zur Positionierung zu finden.


Inzwischen setzt der beim Durchgang
offenbar gestörte Funkverkehr wider ein.


Alle Schiffe zu denen Verbindung
besteht sind dem selben Phänomen ausgesetzt. Offenbar ist ein
grossteil des Verbandes in eine andere Dimension transportiert
worden.



Von der Orion 18 kommt die Anweisung
zusammensetzung und Struktur der Dimension zu erkunden. Aber noch
wichtiger erscheint dem Oberst im Moment die Verbindung der ATLANTICA
zur SPHINX. Diese ist Offenbar nicht in die andere Dimension gezogen
worden, sondern steht relativ stabil und vor allen Dingen für die
ATLANTICA anpeilbar in ihrer Ursprungsdimension.

Der Oberst bittet um eine Peilung der
Boje, welche die ATLANTICA ausgesetzt hat.

„ Sehr gut.............so können wir
wenigsten Theoretisch zurück. Wir haben aber noch ein anderes
Problem. Wir können die Boje nicht anpeilen wenn wir keine
Referenzkoordinaten haben.“

Der Oberst denkt kurz nach.
„ Kommandant an Brücke. Wir setzen
weitere Bojen aus. Insgesamt 8 in der Form eines Achtecks. Die Boje
der ATLANTICA steht dabei in der Mitte. Entfernung zwischen unseren
Bojen 2 AE , die Entfernung der ATLANTICA Boje im Zentrum muss dabei
zu allen Bojen von uns gleich sein.“


Der Oberst wendet sich an die Schiffe
des Verbandes.


„Heisenberg an Verband. General
McLane! Wir haben ihre Anweisung empfangen und fangen sofort mit den
Analysen an. Um eine Automatische Astrogation in dieser uns fremden
Umgebung zu ermöglichen, lasse Ich 8 Bojen um die der ATLANTICA
Positionieren. Diese Übermitteln uns erstens Anpeilbare Daten um
wider hierher zurückzufinden und zweitens die Bewegungsdaten der
Sichtbaren Galaxien und Sterne. Wenn wir ohne Funkionstüchtige
Astrogation losfliegen müssen finden wir in dem Fremdartigen Chaos
nie wieder wieder hinaus. Zu der Beschaffenheit sage Ich im Moment
noch nichts. Ich habe eine These, wie wir die Dimensionsmembran
öffnen können aber das möchte Ich gerne durchrechnen, damit uns
nicht irgendetwas um die Ohren fliegt. HEISEMNBERG,
Standby..................ach …...........herzlichen Glückwunsch
zur Beförderung Major Wirich.“


Als die ersten Daten der Ausgesetzten
Bojen kommen stehen Bordingenieur Leutnant Ben Mariff, Astrogatorin
und erster Offizier Commander Monning und Funk und Ortungsoffizier
Michiko Hayashi neben dem Oberst an der Astrogatorscheibe.
Faszinierender allerdings ist der Anblick der Fremden Dimension auf
dem Zentralschirm an der Wand.


„ Bewegt sich alles ziemlich schnell
Oberst.“ bemerkt Jesiah Ben Mariff erstaunt.


„ Wir haben keinen wirklichen
Vergleich Jessi.............bisher war soweit Ich mich erinnern kann
noch kein Raumschiff eines der uns bekannten Völker am Rand einer
Dimension. Vieleicht sieht unsere ja ähnlich aus im Bewegungsmuster.
Trotzdem gebe Ich Dir recht. Ungewöhnlich ist...........obwohl sich
die Galaxien und auch die Sterne und Nebel auf den ersten Blick sehr
schnell bewegen.............diese Dimension oder auch dieses
Universum expandiert nicht im herkömmlichen Sinne. Es treibt
vielmehr scheinbar um ein Universelles Zentrum. Mit der Expansiven
und Kontraktiven Geschwindigkeit gleich null.“ bemerkt Petra dazu

Inzwischen ist auch Leutnant
Egenthorpe, der Armierungsoffizier dazugekommen.


„ Nun Petra............unser
Universum scheint ja zu expandieren, wie lange noch, darüber
streiten sich deine Astronomkollegen seid Jahrhunderten. Vieleicht
ist das Universum dieser Dimension hier um einiges Älter und wir
erleben gerade die Phase des Stillstandes, bevor alles in sich
zusammenfällt“


„Alles nur Mutmaßungen. Lasst uns
darauf Konzentrieren, ob und wenn wieviele Bekannte Messbare Elemente
diese Dimension mit unserer Gemeinsam hat, damit wir keine
unliebsamen Überraschungen erleben. „ holt Luke die Brückencrew
zurück in die Realität.


Ein Summton des Rechners zeigt an, der
Schlaumeier ist mit den ersten Ergebnissen fertig.

„ So, zumindest finden wir auch
wieder hierher zurück, wenn die Bojen unwahrscheinlicherweise alle
ausfallen. Die wichtigste Boje der kleinen Konstellation ist sowieso
die der ATLANTICA. Sie ermöglicht eine Peilung durch die
Blasenhülle..............Hoffentlich.Also müssen wir unsere
ursprünglichen Untersuchungen weiterführen. Die Idee mit dem
Polarisierten Magnetkissen ist schonmal ein Anfang. Nehmen wir uns
jetzt mal die Messdaten des Hüllendurchganges vor.


Wenn wir davon ausgehen, das etwas
einen Trichter geöffnet hat in dem ein wanderndes Gravitationsfeld
für unsere Bewegung gesorgt hat...............dann muss es eine
Frequenz geben, welche die Blasenhülle öffnen kann. Los Leute ,
geht an die Arbeit........................wir müssen unser Geld
verdienen Ich denke, mit Lichtwerfern und Overkill kommen wir in
dieser Krise nicht viel weiter., Ich bin in meinem Arbeitsraum, ruft
mich sofort wenn etwas wesentliches passiert. Petra.............die
Brücke gehört Dir.“

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Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
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Atlan
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Di 1 Jan 2013 - 7:56

Oberst Thorens unterhält sich währenddessen mit dem Zentral-Computer der ATLANTICA, der es in der Zwischenzeit aufgegeben hat, den Oberst mit Schätzchen, Liebling, Mausilein oder sonstigen Kosewörtern zu benennen, weil er erkannt hat, dass dieser ziemlich ungemütlich darauf reagiert.

„Computer, setze jetzt für die Simulation die ausgesetzte Boje als Fixpunkt im momentan gegenwärtigen All. - Bestätige mir jede Ausführung, auch wenn es dadurch länger dauert, und lasse die HEISENBERG und alle anderen Schiffe an unserer kleinen Plauderei teilnehmen.“

„Fixpunkt gesetzt, Oberst. Und die Funkfrequenzen waren schon geöffnet.“

„Danke Computer. Jetzt ziehe eine Kugel mit einem Durchmesser von 20 Parsec um das Objekt.“

„Mit Verlaub, Oberst Thorens. Da wir nicht wissen, wie groß dieses Universum ist, und auch nicht, an welchen Punkt wir uns befinden, schlage ich vor, den Radius der Kugel auf mindestens 1000 Parsec zu setzen. Das erhöht die Sicherheit des Endergebnisses ganz erheblich.“

„Hast recht, Computer. Ich hatte vergessen, dass dieses ja nur eine Simulation ist und uns keine anderen Objekte im Weg sind.“

„Die anderen Objekte sollten wir aber nach und nach hinzufügen, Oberst. Wenn wir aus dieser Simulation die Realität ziehen wollen, ist es wichtig, jede Abweichung, die durch ein vielleicht existierendes Objekt erfolgen könnte, in die Endergebnisse mit einzubeziehen.“

Oberst Thorens runzelt die Stirn. Jeder Versuch, einen Vergleichskampf zwischen diesem arretischen Kunstgehirn und einer menschlichen Logik durchzuführen, ist von vornherein verloren. Auch wenn die Basis des Computers wiederum biologischer Natur ist. „Meinetwegen nimm einen Radius, von dem du meinst, dass er die besten Ergebnisse bringt.“

„Danke Oberst. Ich sehe, dass wir uns prächtig verstehen. - Kugel ist gezeichnet.“

Der Oberst muss unwillkürlich schmunzeln: „Gut. Jetzt fahre jedes Nano der Oberfläche der Kugel ab und sende jedesmal Kontrollsignale zur Boje. Sobald du eine Unregelmäßigkeit in der Beschaffenheit der simulierten Kugel entdeckst, melde dich.“

„Ich habe den Sinn der Simulation schon erkannt, Oberst. Aber ich könnte parallel dazu noch eine weitere Aufgabe erfüllen, wenn Sie damit einverstanden sind.“

„Und welche?“

„Ich könnte einen zweiten Punkt installieren. Und zwar den Punkt, wo die SPHINX steht. Um diesen Punkt herum erzeuge ich eine Kugel, die genau dem entspricht, wie sie es mir bei der Boje aufgetragen haben. Ich brauche dazu allerdings die genauen Koordinaten der SPHINX und die Deklinationen aller Sterne drumherum in Relation zum Fixpunkt Polarstern.“

Oberst Thorens springt auf: „Phantastisch! Vielleicht bekommen wir dadurch einen weiteren Referenzpunkt in unserem eigenen Universum!“ Dann beruhigt er sich etwas. „Die Frage ist nur, wie erhalten wir die Daten. Normalerweise müssten sie in unserer Datenbank stecken.“

Die biologische Kontrolle im Computersystem der ATLANTICA zögert etwas, was Außenstehende als Emotion auslegen könnten: „Die Daten stecken im Zentralregister der SPHINX, Oberst Thorens. Aber auch ich weiß nicht, wie wir an deren Daten gelangen...“



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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Fr 4 Jan 2013 - 11:25

Mit hochgezogenen Waffen nähert sich der Pilot des Abfangjägers ORION γ, Commander Ronald Wagner, der TAU-12, die wie eine taube Nuss (hatte er den Begriff nicht irgendwo schon mal gehört?) im All hängt. In welchem All, weiß er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber seine Sinne sind bis zum Zerreißen gespannt, als er zur ORION meldet:

„Commander McLane, es tut sich tatsächlich nichts. Keine Positionslichter, kein Anzeichen, dass irgend eine Maschine läuft, kein Magnetkissen, nicht das geringste Vibrieren. Absolut nichts! - Soll Leutnant Wang aussteigen und versuchen, durch den Landeschacht einzudringen?“

„Nein Commander. Wir sind gleich bei Ihnen und werden von der ORION aus einen Lancet-Schacht öffnen. Ist vermutlich gemütlicher, einzusteigen. Oder?“

Ronald Wagner muss lächeln. Der alte General hält trotz prekärer Lage die Mannschaft immer bei Stimmung. Auf seinen Instrumenten verzeichnet er die Annäherung von mehreren Schiffen: seinem Verband mit der ORION und der SAGITTARIUS an der Spitze, dicht gefolgt von der LACERTA.

Dann ist die ORION da und er sieht auf dem Monitor kurz einen dünnen grünen Strahl aufleuchten, gefolgt von der Anordnung General McLane's:

„Lancet-Schacht 2 ist geöffnet. Leutnant Wang kann aus- und bei der TAU einsteigen. Majoroberst Temari: Kann Leutnant Kira ihm helfen? Ich glaube, es wäre besser, wenn eine geschulte weibliche Kraft, die sich außerdem noch mit allen Typen von Kälteschlafkammern auskennt, Leutnant Wang zur Seite stehen könnte.“ Man hört ein leichtes Schmunzeln: „Oder umgekehrt...“



Information: Die o.g. "taube Nuss" wurde in der 1966er-Serie in der Folge 1 erwähnt. Ein defekter Satellit, den McLane nicht abschießen durfte, weil GSD-Offizier Leutnant Tamara Jagellovsk es ihm verbot.

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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Fr 4 Jan 2013 - 19:41

An Bord der HEISENBERG


Die erste Schicht mit Lernschlaf war getan und Sir Chester konnte bereits so gut sprechen, dass die Leute auf der Flugkörperbrücke und Luisa De Valera ihn verstehen konnten. Zugegeben, ab und zu verwechselte er mal ein Wort, aber die Luisa schien eine nicht unintelligente Frau zu sein, wusste wohl was Sir Chester sagen wollte und sagte ihm das richtige Wort, er erinnerte sich und dachte sich stimmt! Das wurde mir im Lernprogramm ja auch so beigebracht.
Der Einsatz mit den Drohnen war nun auch längst vorbei und De Valera begleitete Sir Chester zu seinem Zimmer und sagte ihm dort angekommen mit einem lächeln so etwas wie „Viel Erfolg beim weiteren Lernen der neuen Sprache“, und ging.


* * *

Sir Rodney Chester liegt schon wieder viele Stunden im Bett um die Sprachbarriere endlich durchbrechen zu können. Es klopft an der Tür und er wacht auf (Merkwürdig, dass er nicht bei dem Alarm der Stufe ROT aufgewacht war). Rodney öffnet die Tür. „Was wünschen sie?“, will er vom einem Mann wissen, der scheinbar zu den Sicherheitsleuten der HEISENBERG gehört. „Ich wurde gebeten, ihnen das hier zu überbringen, Sir.“, sagt dieser daraufhin, „Es wurde in ihrem Schiff gefunden und es stand ihr Name darauf. Sie würden es sicher haben wollen.“. „Ja. Natürlich. Danke!“, antwortet Rodney und nimmt die Tasche entgegen. „Sir.“ salutiert der Mann und verschwindet in den Gängen.

Es ist die Tasche mit all den Kram, den Rodney auf den Flug mitgenommen hatte, als er vor vielen vielen Jahren in sein Schiff stieg. Er öffnet sie und legt die Sachen auf den Schreibtisch: Ein silberner Kugelschreiber mit integriertem Tintenlöscher, einen Tabletcomputer, ein Bild aus seiner Heimatstadt in England, eine goldene Taschenuhr, Plan der Lunatis und ein großes ledernes Buch mit einer Schnalle.
Und das Buch ist nicht nur irgendein Buch. Es ist Rodneys Notizbuch in dem er die Reise mit dem Raumschiff ausführlich dokumentiert hat. Es diente ihm mehr als Beschäftigung auf Weg zum Missionsziel und war eher eine Art Tagebuch.

Oben auf dem Buchdeckel ist das Logo der Lunatis zusehen und darunter in dick geschriebener Schrift:



Notebook of the commander of the Lunatis

SIR RODNEY CHESTER

100 Seiten schwer ist dieses Buch und ist bis zur Seite 11 beschrieben. Mit Tag „?“ enden die Aufzeichnungen. Rodney überlegt nicht lange, schlägt die Seite 12 auf und nimmt den Kugelschreiber in die Hand. Erstaunlicher Weise funktioniert dieser noch, trotz nach so langer Zeit.
Rodney setzt an und fängt an zu schreiben:



Tag Alpha

Es ist lange her, dass ich in dieses Buch schreibe. Wir schreiben das Jahr 3052 und der erste Eintrag liegt somit 1004 Jahre zurück. Der letzte Eintrag... Nun ja. Ich weiß nicht, wann ich den schrieb.
Ich weiß aber, dass ich nach meiner Berechnung jetzt 1040 Jahre alt sein müsste. Gott sei Dank fühle ich mich aber nicht so alt.

Die Erde hat uns also damals nicht finden können. Erst vor kurzem barg sie das Schiff – und das nur zufällig. Ich bin der einzige Überlebende unserer vierköpfigen Mannschaft. Joshua Wrights, Steven Bells und Edward Grissoms Stasekammern sind vermutlich schon vor langer Zeit ausgefallen. Ruht in Frieden. Ihr wart die beste Besatzung, die man je haben könnte. Ich hatte gehofft, dass wir gemeinsam lebend aus der Sache herauskommen würden. Ich hatte im letzten Eintrag schon geschriebenen, dass ich unser Raumschiff auf diesen Planeten notlanden konnte (eher eine Bruchlandung). Wir hatten Glück, dass mich meine Kammer glücklicherweise rausgeschmissen hat, sonst wären wir geradewegs in den fremden Stern geflogen und wir hätten gar keine Chance zur Rettung gehabt.


Ich komme nun zu den neuen Ereignissen:
Ich wachte auf einer Krankenstation auf. Keine Ahnung wo und wann. Ein Professor namens Kleiber erklärte mir die Situation. Ich konnte das natürlich erst mal nicht glauben. 1000 Jahre übersprungen? Die Chinesen wollten mich wohl für Dumm verkaufen, dachte ich. Zu meiner Zeit waren die USA und China nicht gerade gute Freunde. So genau kenne ich den Grund nicht.
Der Professor musste mich überzeugen und das tat er auch und führte mich zum großem Hangar des Raumschiffes, auf dem ich mich befinden sollte. Das Tor war geöffnet und der Blick war erstaunlich. Das überzeugte mich. Ich befinde mich tatsächlich in einem riesigen Forschungsschiff, das HEISENBERG genannt wird.
Ich wurde zum Kapitän des Schiffes gebracht um mit ihm und einem Teil der Mannschaft eines anderen Raumschiffes ein Gespräch zu führen. Dazu gab es gutes Essen. Das Gespräch war leider nur kurz und ich konnte nicht viele Fragen stellen. Sie sind wohl auf einer wichtigen Mission und die Zeit ist begrenzt. Der Kapitän Krikorow, so heißt er, fragte mich jedoch noch, ob ich eine der Drohnen fliegen könnte. Den Auftrag habe ich angenommen.

Die Menschen dort können leider nicht mehr die Sprache sprechen, die ich sprach. Auch eine andere Schrift haben sie. Deshalb stand erst einmal der Lernschlaf an, um diese zu erlernen. Dies hier schreibe ich nach dem zweiten Lernschlaf (habe beide Male auch wirklich lange geschlafen) und es sieht in meinen Augen schon recht gut aus.
Noch vor dem ersten Lernschlaf wurde mir die Luisa De Valera vorgestellt. Sie ist eine wirklich nette Dame und sie sieht in meinen Augen auch schon recht gut aus. Darf ich ja wohl schreiben, schließlich habe ich seit 1000 Jahren schon keine Frau mehr gesehen. *lach* Wie dem auch sei. Sie wurde damit beauftragt auf mich „aufzupassen“ .

Später ging die Aufgabe mit den Drohnen los. Ein leichtes Spiel für mich, als Kommandant eines Raumschiffes. Ach, und die Luisa war ja auch dabei. Vielleicht konnte ich sie ja ein wenig beeindrucken. Das Sprechen funktioniert jetzt einigermaßen und ich konnte Bekanntschaft mit den anderen Drohnenpiloten machen. Lustiger Haufen.
Danach hieß es für mich, die neue Sprache weiter zu lernen. Das wollte ich so, schließlich will Mann in der richtigen Sprache flirten.

Ich glaube dasa re icht hier jetzt erst einmal. Irgendetwas sche i nt auf der HEISESENBERG nicht in Ordnung zu sei in. Es wa aklt ja ganz schö n auf de m Schi ff.


Sir Chester schließt das Buch. Es wackelt wirklich und die letzten beiden Sätze waren auch sehr verrutscht und verschrieben davon. Er steht auf und geht in den Gang außerhalb des Raumes. Sir Chester folgt den Markierungen um zur Brücke zu gelangen, denn er möchte unbedingt wissen was da los ist. Das dürfte ihm ja wohl nicht verboten sein, da er jetzt quasi zur Mannschaft der HEISENBERG gehört, denkt er. Angekommen auf der Brücke bringt die Aufregung Sir Chester einfach nur dazu zu Fragen: „Was ist denn hier los?! Gibt es ein Problem?“.



PS.: Sagt mir, wenn etwas nicht korrekt ist oder Sinngemäß nicht stimmt.


Zuletzt von Sir Chester am Mo 28 Jan 2013 - 8:56 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Sa 5 Jan 2013 - 12:16

Zitat :
„Die Daten stecken im Zentralregister der SPHINX, Oberst Thorens. Aber auch ich weiß nicht, wie wir an deren Daten gelangen...“
Die letzten Worte des Computers gehen dem Oberst nicht aus dem Kopf. Es ist eigentlich so einfach, man braucht die Daten aus den Speichern der SPHINX letztendlich nicht. Warum kommt der Computer nicht darauf?! Also muss an seinen eigenen Überlegungen etwas faul sein, denn sonst hätte der Computer es zumindest erwähnt.

„Zeige mal, was du bisher hast. Bette die acht Bojen der HEISENBERG mit ein.“

Auf der Brücke erscheint mitten im Raum eine dreidimensionale Projektion: Zwei schwach leuchtende Kugeln mit der Größenangabe am Rand, und in jeder Kugel mittendrin jeweils ein dunkler kleiner Punkt, der eine mit Boje und der andere mit SPHINX bezeichnet. Um die kleine zentrale Boje stehen acht weitere Bojen - als Achteck, welches zweidimensional im Raum steht. Thorens runzelt die Stirn: aus dieser Konstruktion jetzt eine komplett dreidimensionale zu machen, darin liegt die ganze Hoffnungen einer Rückkehr.

„Computer, hast du noch Daten der Koordinaten in deinem Speicher, bevor wir in dieses Universum gezogen wurden?“

„Ja, alles. Ich vermute mal, worauf Sie hinauswollen, Oberst Thorens. Auch die Sternenkarten zu diesem Zeitpunkt habe ich vorrätig.“

„Gut. Hast du dir auch die Eintrittswinkel gemerkt?“

„Habe ich auch. Ebenfalls weiß ich, wie die SPHINX und die anderen Schiffe zu diesem Zeitpunkt zu uns standen. Aus diesen kann ich dann die Koordinaten ermitteln. Ich habe auch die Koordinaten der Blasenwand in relativem Bezug zur ATLANTICA, falls sie das interessiert!“

Oberst Thorens horcht auf und lässt innerlich einen Jubelschrei los, ist aber noch skeptisch: „Sind wir beim Durchgang ins Trudeln geraten?“

„Nein, wir sind gerade durchgefahren mit einer Abweichung von 0,00000000001 Nanosekunden in Bezug zur Koordinate der SPHINX.“

Oberst Thorens wird immer nervöser. „Sehr schön. Alles einzeichnen. Jetzt bündele alle acht Bojen zu einem Strahl mit Zielpunkt SPHINX und richte die Strahlen so mit der von uns geschaffenen Raumkugel aus, dass alle Strahlen die exakt gleiche Länge haben. Somit muss an allen acht Bojen ein rechter Winkel in Relation zur mittleren Boje entstehen. Erweitere in der Simulation notfalls den Abstand der acht Bojen zur mittleren, um bessere Ergebnisse zu erhalten.“

„Ausrichtung bestätigt und Abstand des Achtecks auf 5 AE festgelegt, Oberst. Ich verbinde jetzt die Koordinaten der SPHINX und des Polarsterns miteinander und die wieder mit Arret und Terra. Damit ist die Ermittlung der eigenen Koordinaten mittels fünf Punkten im Raum unseres Universums abgeschlossen. Aber wir haben dadurch immer noch nicht unseren Standpunkt in dieser Raumblase.“

Oberst Thorens nickt. „Aber wir kommen so wieder zurück, wenn Oberst Krikorow die Bojen exakt nach diesem Muster ausrichtet. Diese Raumblase bzw. dieses Universum werden wir dann mit Koordinaten versehen, wenn wir die Größe und Form bestimmt haben, einschließlich eines Fixpunktes. - Computer, das Ergebnis einschließlich der Simulations-Aufzeichnung an alle Schiffe senden. Und natürlich die ATLANTICA nach diesen Koordinaten entsprechend ausrichten.“


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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Fr 11 Jan 2013 - 5:43

Das kleine Beiboot der SAGITTARIUS, gesteuert von Leutnant Kira, nähert sich der TAU 12 bis auf Eintauchkoordinaten.

"Commander Wagner, ich lande die GITTA im Lancetschacht der TAU, erbitte Sicherung des Terrains." (GITTA ist die liebevolle Bezeichnung des Beibootes, welches sich die Mannschaft der SAGITTARIUS ausgedacht hat).

Nur ein kurzes Bestätigungssignal, dann steuert Kira weiter auf die TAU zu.

...

Temari und Paul verfolgen das Mannöver mit Hochspannung. Die Geschäftigkeit ist eine willkommene Ablenkung von der Tatsache, dass sie sich in einem ihnen völlig unbekannten Raum befinden. Das Universum um sie herum ist einerseits fremdartig, da bekannte Konstellationen und Fixpunkte nicht vorhanden sind, andererseits wirkt es durch die Schönheit und Klarheit der unzähligen Sterne und Galaxien wiederum vertraut.

Während der Monitor das Landemannöver der beiden Beiboote überträgt, laufen auf einem kleinen separaten Bildschirm nach wie vor die Bilder und Dateien ab, die weiterhin empfangen werden. Ab und zu wirft Paul, der Kommunikationsoffizier, einen Blick hierauf, bis ihm eine Idee kommt.

"Kommander, jetzt, wo wir in den Ursprungsraum dieser Signale eingedrungen sind, müsste es mir möglich sein, deren Ausgangspunkt zu ermitteln. Mit Hilfe der Bojen, die die Flotte ausgesetzt hat, kann ich die notwendigen Peilungen jetzt vornehmen."

Temari zuckt beinahe zusammen. Daran hatte sie in den letzten zwanzig Minuten überhaupt nicht mehr gedacht.

"Mach dich sofort an die Arbeit!"
"Jawohl, Chef!"
"Samana, du übernimmst solange die Raumüberwachung. Miri, Du behältst die GITTA im Auge."

Dann verfolgt Temari weiter den Funkverkehr zwischen Kira und Lt. Wagner.

...

Federnd setzt die GITTA im Hangar des GSD-Kreuzers TAU 12 auf. Auf den ersten Blick stellt sie fest, dass 2 der üblichen 4 Lancets des Schiffes fehlen.

"Überprüfung der Lebenserhaltungssysteme: positiv. General McLane, die Luke kann jetzt geschlossen werden, anschließend werden wir den Hangar mit Oxygen fluten."


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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   So 13 Jan 2013 - 13:26

OffTopic: Ich habe derzeit Probleme mit der Umsetzung der Formatierung von Open Office auf das Format des Editors hier und bitte darum das zu Entschuldigen.


Laufend erhält die Brücke Meldungen der anderen Schiffe. Aus diesen Teilweise für ihren Auftrag nicht wichtigen Informationen filtert Michiko die heraus, welche die HEISENBERG direkt betreffen. Darunter auch die Aufforderung der ATLANTICA, die Bojen nach einem speziellen Muster auszurichten. Diese Meldung gibt Commander Monning an den Kommandanten weiter , welcher eine sofortige Ausrichtung nach dem Vorgegebenen Schema anordnet.

Einige Minuten, nachdem das Forschungsraumschiff mit der umpositionierung begonnen hat tritt Sir Chester auf die Brücke und fragt neugierig und besorgt nach dem Grund für die Aufregung. Da er inzwischen zur Mannschaft gehört Hat er ohne Beschränkungen Zutritt zur Brücke.

Petra nickt ihm kurz zu und Ordnet an das der im Moment unbeschäftigte Armierungsoffizier ihn von der Lage in Kenntniss setzt.



Noch während der Kreuzer operiert kehrt Oberst Krikorow auf die Brücke zurück.“ Petra.........Du bist Astronomin und verstehst als Astrogatorin vermutlich zuerst was Ich nun von euch will. Ah , Hallo Sir Chester, bitte gesellen sie sich zu uns“ fordert er den Astronauten auf und geht an den Projektionstisch der Astrogation.

„ Petra, Sir Chester............ es ist unabhängig unserer Markierung der Position, damit wir zurückfinden wichtig, möglichst Präzise Daten über dieses Unbekannte Universum zu sammeln. An Bord der HEISENBERG befindet sich ein Laderaum in dem alle Gerätschaften für die Kosntruktion eines Radioteleskopes eingelagert sind. Auch in ihrer Zeit Sir Chester, gab es solche Geräte. Die Entwicklung ist natürlich nicht stehen geblieben. Nur das diese Konstruktionen komplexe bilden, welche im freien Weltraum riesige Areale einnehmen. Eines davon ist die Giuliano-Schmetterlings-Konstruktion.

Ein aus einer vielzahl Robotsonden gebildetes Gebiet, welches den aus einiger Entfernung blickenden Betrachter an einen Schmetterling erinnert.Der Körper besteht aus zwanzig Walzenförmigen Robotern, die Fühler, zu deren Funktion ich später komme, aus zwei Robotsonden, welche in zwei gedachten Proportionalen Linien angeordnet sind. Beide Flügel bestehen aus einer Vielzahl Sonden, welche wenn man Linien zwischen ihnen zeichnet zwei riesige Flächen bilden............die eben an Flügel eines Schmetterlimgs erinnern. Die Flügelstärken ergeben sich aus Paralel innerhalb des Oberseitenumrisses einige hundert Meter darunter angebrachten Sonden, welche eine Mehrdimensionale Tiefenwirkung der Messergebnisse garantieren. Die Konstruktion ist beweglich, die Flügel können „schlagen“. Wenn wir einige Astronomische Einheiten tief in das Unbekannte Gebiet einfliegen und die Mittelsonde des Körpers direkt auf die der ATLANTICA ausrichten, sind wir in der Lage im Rahmen unserer Computerkapazitäten den Unbekannten Raum zu erfassen und eine Relativ Präzise Sternenkarte des Unbekannten zu erzeugen. Diese Simulationsdaten ermöglicht uns innerhalb des unbekannten Universums zu Astrogieren. „

Während er erzählt, lädt er das Simulierte Bild eines solchen Teleskopes auf die Astrogationsplattform. „ Die beiden Sonden an den Fühlerenden ermöglichen uns den störungsfreien Betrieb des Teleskopes,denn sie übermitteln die vorher erfassten Daten an jeden Teilnehmer der Expedition. Auch, wenn wir in das Gebiet einfliegen.Wir Können die gesamte Konstruktion drehen und die Senseorfelder der Flügel frei ausrichten. Die einzelnen Komponenten werden Ferngesteuert an ihre Startposition geflogen. Aber für den Aufbau brauchen wir alle Drohnenpiloten. Die Programmierung des Teleskopes, also dessen Anpassung wird das Astrolabor vornehmen. Die voraussichtlich benötigte Zeit sollte 6-7 Stunden nicht überschreiten. Cmmander Monning und Sir Chester sind die erfahrensten Drohnenpiloten an Bord. Daher beauftrage ich sie beide mit der Flugdatenprogrammierung der Drohnen zu ihren Startfixpunkten. Sie sollten sich sofort an die Arbeit machen. „

Der Oberst wartet nicht die Reaktion der beiden ab sondern wendet sich an die Schiffe des Verbandes. „ Oberst Krikorow hier. Ich erbitte die Erlaubniss, ein Radioteleskop zur Vermessung des Unbekannten Universums zu errichten um ein Astrogieren innerhalb zu ermöglichen ohne Gefahr zu laufen uns zu verfliegen. Zu Anfang werden diese Daten noch spärlich sein, je länger aber das Teleskop in Berieb ist, desto genauer werden die Daten werden.Ich rechne mit 24 Strunden, bis die Übermittelten Daten genaue Astrogation ermöglichen. Das Gerät wird in 50 Astronomischen Einheiten in einer gedachten Linie von der Position der ATLANTICA-Boje errichtet um die Messergebnisse des HEIMKEHRLEUCHTTURMES nicht zu beeinträchtigen. Da wir uns dazu etwas vom Verband entfernen müssen und auch etwas Zeit benötigen, bitte Ich um Freigabe des Projektes SCHMETTERLING. Untersuchungen die General McLane angeordnet hat, werden davon nicht beeinträchtigt. Alle involvierten Fachabteilungen des Schiffes arbeiten bereits mit Hochdruck an Materie und Beschaffenheitsscans unserer Umgebung.


Oberst Krikorow Nachtrag zur Übertragung..............Sir Chester hat sich bereits im Drohneneinsatz bewährt und kann als ausgebildeter Astronaut als Besatzungsmitglied angesehen werden.Sofern es keinen Paragraphen irgendeiner mir unbekannten Dienstvorschrift gibt, möchte Ich ihn mit sofortiger Wirkung zum Leutnant befördern. Seinen Ursprünglichen Dienstgrad als Commander kann ich als Oberst mit vorhandenen Vorgesetzten nicht selbst aussprechen, halte ihn aber für Sinnvoll. HEISENBERG STANDBY !“

Der Oberst gibt Michiko die Anweisung, die Gesprächsführung, bzw. seine Erklärungen als Aufzeichnung mitzuübertragen, zusammen mit der Projektion der Teleskopsimulation.

Luke geht nun auf Sir Chester zu und legt ihm die Hand auf die Schulter. „ Sir Chester, bei uns an Bord geht es etwas zwangloser zu als sie es vielleicht gewohnt sind. Nennen sie mich Luke, wenn wir nicht gerade ein Oberdienstliches Gespräch führen. Und nochmals bitte Ich sie um Entschuldigung für die Lage in die wir sie gebracht haben. Wenn Ich nicht meinen Kopf hätte durchsetzen wollen, sie wären nun auf dem Weg zur Erde und nicht in einer gefährlichen und derzeit völlig unübersichtlichen Lage.“

„ Positionierung der Bojen nach Anweisung der ATLANTICA abgeschlossen Oberst..........Meldung an das Arretische Schiff und an General McLane auf der ORION 18 ist erfolgt“

Luke wartet nun ab, was Sir Chester, vor allen Dingen aber ATLANTICA und ORION 18 zu seinen Vorschlägen zu sagen hat.


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Zuletzt von Lukenko Krikorow am Fr 18 Jan 2013 - 5:05 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Kompletten Text in LIBRA-OFFICE WRITER geladen und damit neu formatiert. Keine Änderungen vorgenommen)
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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mo 14 Jan 2013 - 6:28

→ An Bord des Jägers ORION γ


Commander Wagner bestätigt kurz die Anweisung von Majoroberst Temari und umkreist vorsichtig wie ein Luchs die TAU-12.

„Jäger γ an ORION: Öffnet mal alle Landeschächte. Ich hab da ein mulmiges Gefühl.“

Als alle Schächte offen sind und der Jäger langsam über die Oberseite des GSD-Kreuzers schwebt, tippt ihn Leutnant Wang auf die Schulter:

„Überflieg sie nochmal.“

„Hast du was gesehen?“

„Eben nicht. Und das macht mir Sorgen.“

Ronald Wagner richtet den Flug des Jägers so aus, dass er nacheinander in alle vier Landeschächte schauen kann. In Schacht 2 erkennen die beiden Piloten die „GITTA“ der Chromanerinnen, in Schacht 3...

„Da! - Nichts! - Da fehlt eine!“, ruft Hoshito Wang laut.

In Schacht 4 wieder eine Lancet.

Schacht 1: Leer!!!

„Lass mich bei der 3 raus.“

Zum Glück hatte die ORION die Aufforderung der GITTA-Besatzung, die Schächte zu schließen, noch nicht befolgt, sodass der Jäger nahe des Landeschachtes aufsetzen und ankern kann. Das Cockpit der ORION γ öffnet sich, Leutnant Wang klettert heraus und lässt sich in den Schacht fallen. Anschließend werden die Schächte geschlossen.

„Leutnant Kira, Sie können jetzt fluten.“



→ An Bord der ORION 18


Leutnant-Commander Johnny van Hallen steht neben Fähnrich Panga und beobachtet gerade, wie der ein Fenster nach dem anderen aufzieht.

„Dass Du dabei noch den Überblick behältst …?“

Panga, der knapp 14-jährige Bruder von Atlan und zweiter Prinz von Arret, dreht sich schmunzelnd zu ihn um: „Alles nur Übung, Sir. An Bord der ATLANTICA befindet sich ja auch diese Technik. Da wird es dann langsam zur Routine.“

Jetzt muss Van Hallen auch lächeln: „Wenn ich da noch an die ORION 17 denke. Alles nur halb so groß und noch Tasten für die Monitore. Der Zentralschirm noch in der Mitte und rund und nicht so wie hier, wo die Wand der Bildschirm ist ...“

McLane kommt heran und klopft ihm auf die Schulter: „Was soll ich denn erst sagen!? Die Flottenleitung war damals, als ich noch Commander der Flotte im Raumpatrouillendienst unter General Wamsler war, ernsthaft am Überlegen, ob sie nicht Konservenknilche als Mannschaft einsetzen sollten. Aber da kam ihnen die Umpolung der Roboter auf Pallas dazwischen und sie ließen ihr Vorhaben fliegen.“

„Hast Du das gehört, Cliff? Da fehlen zwei Lancets!“

„Ja, hab ich, Alfons. Harald, Raum scannen im Umkreis von 2 AE. Bei Nichterfolg Radius erhöhen. Vielleicht sind sie ja abgehauen.“

„Oder ein anderer hat sie geklaut“, vermutet Lai Mant Chu.

McLane schmunzelt. „Na, mein Mädchen. Wir sind hier ja wohl hoffentlich nicht in einem Krimi. - McLane an Oberst Krikorow: Luke, ich gebe Dir für Dein Vorhaben volle Handlungsfreiheit. Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Im Lagerraum der FA-2790 müssten auch noch Gerätschaften zur Errichtung eines Teleskops liegen. Eine Beförderung Sir Chesters zum Leutnant halte ich für sinnvoll. Als Oberst der Flotte kannst Du diese Beförderung mit meinem Einverständnis selber vornehmen. Ich werde das oberste Kommando darüber informieren. Weiteres später. - McLane an Major Wirich, begeben Sie sich zur HEISENBERG. Ein Schutz von der LACERTA wird dort am ehesten benötigt.“

Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen bedeutet, dass man in Notsituationen den Mut zu drastischen Maßnahmen haben muss, Risiken in Kauf nehmen, Liebgewonnenes aufgeben, und so weiter. Ist das richtig, Commander?“

„Richtig Panga“, mischt sich Harald Svensson ein. „Oder, wie Pipo Ibsen mal in einem seiner Romane schrieb: In Gefahr und großer Not bringt der Mittelweg den Tod.“

„Phh ...!“, empört sich Lai Mant Chu, „das hat der nie und nimmer erdacht. Der Satz stammt von Friedrich von Logau aus dem 17. Jahrhundert. Er meinte damit: wer nur zögerlich und halbherzig einen Ausweg wählt, ist damit möglicherweise nicht schnell oder radikal genug, um der Gefahr zu entgehen.“

McLane lässt sich schwer in seinen Sessel fallen und hebt demonstrativ die rechte Hand: „Und wir werden bald nicht mehr dazu kommen, eine schnelle Entscheidung zu fällen, wenn ihr hier weiterhin am rumdichten seid. An die Arbeit, Kinder. Ich will Ergebnisse sehen.“





/Out: Sorry, war mal ein kleiner Ausflug in die Welt der 1966er S/W-Serie ...

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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mi 16 Jan 2013 - 1:19

Oberst Thorens hört sich die Idee von Oberst Krikorow an und ein Lächeln gleitet über sein Gesicht: „Glänzender Vorschlag, Oberst. Aber dimensionieren Sie den Schmetterling getrost großzügig, weil wir es hier mit viel mehr Unbekannten mit sehr viel mehr Faktoren zu tun haben. Außerdem ist die Idee von General McLane gar nicht mal schlecht. Das Radioteleskop, welches im Bauch von „Fettauge“ lagert, ist atonidischer Bauart und gehört zu den modernsten der Konföderation, die obendrein noch einfach zu bedienen sind. Überlegen Sie es sich, ob Sie dieses Gerät nicht lieber für die Mittelsonde nehmen – oder: man könnte die Geräte vielleicht auch im Verbund aufstellen, um die Genauigkeit zu erhöhen. Es wäre doch gelacht, wenn wir nicht feststellen könnten, wo wir sind.“

In diesem Moment kommt Prinz Atlan herein: „Sind Sie soweit, Oberst?“

Thorens dreht sich um: „Ja gleich, mein Prinz. Ich komme sofort.“ Dann wendet er sich wieder dem kleinen Monitor zu: „Noch eines, Oberst Krikorow: Ich werde mit Prinz Atlan und Dr. Gator mehrere Untersuchungen durchführen, welche die jetzt stärker gewordenen Signale betreffen, worüber die SAGITTARIUS auch schon eine Meldung machte. Wenn Sie trotz Ihrer perfekten Vorarbeit noch Informationen von uns brauchen oder auch Hilfe, dann wenden Sie sich bitte an Hochprofessor Dong, den Sie ja bereits kennen. - Ich danke Ihnen, Oberst Krikorow, und wünsche Ihnen viel Erfolg.“


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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Fr 18 Jan 2013 - 10:14

Der Oberst hört den Funkspruch von Oberst Thorens und bestätigt ihn.

Auf Nachfrage ergeben sich aber zumindest bei Cmdr Monning Probleme. Die Technologie der Atoniden sei gegenüber der irdischen so weit fortgeschritten das sie für einen Reibungslosen Betrieb nicht garantieren kann, Sie verstehe zu wenig von der Anpassung und benötige einen Spezialisten der ATLANTICA.

" OK, Ich versuche euch einen oder zwei Spezialisten zu besorgen für die Interface -Programmierung. Michiko eine Verbindung zur ATLANTICA bitte."
" Verbindung steht"
"Hier Oberst Krikorow von der HEISENBERG. Wir sind Prinzipiell von der Idee sehr angetan die beiden Systeme zu verbinden. Leider haben unsere Spezialisten noch nicht mit Atonidischer Technologie gearbeitet. Ich halte es, sollten wir an dem Plan festhalten für unumgänglich einen ihrer Techniker an Bord der HEISENBERG einsetzen zu dürfen. Eventuell reicht es auch aus, das aber müssen sie Entscheiden Hochprofessor Dong, wenn wir uns an Bord der FA 2750 treffen , bzw. die damit beauftragten Techniker und eine Enweiung dort zu machen. Nach Bestätigung setzen wir unseren Landekörper aus, da der Laderaum gross genug ist die Teile aufzunehmen. Entweder kommt ein Techniker auf den Versorger oder Direkt zu uns an Bord. Heisenberg Standby"

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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Sa 19 Jan 2013 - 3:21

Hochprofessor Dong sitzt vor dem uralten Televimetor, einer Art Videoplayer aus seiner Jugendzeit, was er sich extra in seinem Wohnzimmer einbauen ließ, und schaut sich die Unterhaltung von Oberst Thorens mit Oberst Krikorow an. Ihn nervt es, dass er mitten in seiner wohlverdienten Ruhephase, die er dringend nach diesem aufregenden Universenwechsel braucht, gestört wird. Ein tiefer Seufzer durchfährt ihn … und wird abrupt unterbrochen, als er die Berechnungen zur Stabilität der Koordinaten im übergeordneten Raum in Bezug zum Ursprungsraum sieht ... und dann zu den letzten Lichtsprüchen kommt.

Prompt setzt er sich aufrecht hin und runzelt die Stirn. Denn die Idee, das atonidische Teleskop einzusetzen, hatte, außer den Atoniden selbst, bisher noch keiner gewagt, obwohl dieses kleine faustgroße Gerät ziemlich einfach zu bedienen sein soll. Ihn selber interessiert die Sache außerordentlich: Atonidische Technik – jeder leckt sich die Finger danach – und sie haben es an Bord. Und die Sache, dass andere das Ding auch erst kennenlernen müssen, entbindet ihn von der Pflicht, selber wissend zu sein, und sich einfach in die Riege der Lernenden zu reihen, ohne sich eine Blöße zu geben. Jetzt heißt es, nur noch eine Ausrede zu erfinden und Daten sammeln.

Dong nickt leicht errötend und schüttelt dann den Kopf. Das wäre Betrug. Eine Sache, die er sein Leben lang bekämpft hat. Tief holt er Luft. Dann überwindet er sich, den Lichtspruch der HEISENBERG zu erwidern:

„Lichtspruch an die HEISENBERG, Oberst Krikorow. Herr Oberst, vorteilhaft wäre es, wenn uns Commander Oberst Randomir das Teleskop von der FA-2790 bringen könnte, evtl. mitsamt einem atonidischen Techniker, und wir uns auf der ATLANTICA einfinden, um gemeinsam die technischen Pläne und die Bedienung des atonidischen Wunderwerkes zu studieren. Ich muss ehrlich sein und beichten, dass auch mir selber das Gerät noch unbekannt ist. Vielleicht liegt es deshalb in den Lagerräumen und wurde noch nicht eingesetzt, weil die Technik der Atoniden uns voraus ist. Ich schlage deshalb vor, dass ihre Leute zuerst an Bord der ATLANTICA kommen, wo wir gemeinsam mit dem Techniker lernen, und Ihre Leute dann das Gerät mitnehmen und einsetzen. - Hochprofessor Dong auf Warteschleife.“


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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   So 20 Jan 2013 - 9:46

Commander Wirich sitzt mit gerunzelter Stirn in seinem Kommandantensessel und winkt seine Stellvertreterin Lt.-Cdr. Wunna mit der einen Hand zu sich, während er den Zeigefinger der anderen Hand auf seine Lippen legt.
Wunna versteht, kommt unverzüglich zu ihm und beugt sich dann zu ihm herunter, so daß er leise flüsternd mit ihr sprechen kann. Sie nickt mehrmals und antwortet ebenso flüsternd knapp und klar. Es sind nicht viele Worte nötig, dafür kennen sich die beiden sowohl schon viel zu lange als auch viel zu gut. Dann erhebt sie sich wieder und wendet sich unverzüglich dem Turbolift zu.

Astrogator Noting an seiner Astrogatorstation wundert sich, was da nur ein paar Schritte von ihm entfernt passiert: es ist absolut unüblich unter Commander Wirichs Kommando, daß Geheimnisse, noch dazu so offen, gepflegt werden. Der Commander legt Wert auf größtmögliche Offenheit. Was soll das, was er da erleben kann?
Es kann sich nicht um eine Überraschungsparty handeln, keiner von der LACERTA-Besatzung ist demnächst mit einem Geburtstag oder sonstigem Jubiläum dran... Und außerdem wäre das hier und jetzt ja wohl der unpassendste Ort und noch mehr der ungeeignetste Moment dafür. ,Was soll diese Geheimniskrämerei? Ob vielleicht die Neue, Lt. Rodelind, demnächst Geburtstag hat? Aber Nee, doch nicht jetzt...'
Noting zuckt innerlich die Achseln, während er äußerlich unbeteiligt tut. Wenn er es erfahren soll, dann erfährt er es schon noch, wenn nicht, würden weder Commander Wirich noch Lt.-Cdr. Wunna dazu zu bewegen sein, ihm etwas zu verraten, so gut kennt er die beiden auch schon.

Die Stellvertretende Kommandantin des Schnellen Raumkreuzers LACERTA betritt den Schnellaufzug und gibt das Ziel ein: den Kampfstand! Unverzüglich setzt sich die grundsätzlich zuverlässige Technik in Bewegung.
In diesem Moment kann sie mithilfe eines auch in den Lift eingebauten Lautsprechers der Bordsprechanlage eine Meldung hören, die in diesem Moment vom Flaggschiff des gemischten terrestrisch-chromanisch-arretischen Forschungsverbandes, der ORION 18, auf allen Schiffen und von allen Besatzungsmitgliedern dieser Flottille gehört werden kann. Es ist General McLanes unverkennbare Stimme, die da durch den Raum auch an ihr Ohr dringt, während sie noch in dieser sich schnell und fast lautlos bewegenden Kabine gefangen ist: „Commander Wirich. Angesichts der momentanen Situation, die sie mit Bravour gemeistert haben, tut es mir leid, Sie von ihrem Posten als Commander der TRAV mit sofortiger Wirkung zu entbinden.“

Wunna hält unwillkürlich die Luft an: ,Waasss???? Das kann doch nicht wahr sein!!!!'
Und nun macht der General auch noch eine kurze Pause, um seine Worte wirken zu lassen. Bei Wunna wirken die Worte bereits, gespannt wartet sie auf die Fortsetzung.

„Aber ich freue mich, Major Wirich, Sie mit höherem Titel mit sofortiger Wirkung wieder in unserer Flottille begrüßen zu dürfen. Leider muss die Beförderung angesichts der Lage formlos ausfallen, aber wir werden die Zeremonie nach unserer Rückkehr nachholen.“

Und schlagartig entsteht ein wahrer Gefühlswirrwarr in Wunna. Echte Freude über die hochverdiente Beförderung ihres Kommandanten, aber zugleich auch Frust und Ärger.
Hätte, deswegen ärgerlich, der General diese Beförderung nicht nur ein paar Sekunden früher bekanntgeben können? Dann hätte sie nämlich, und deswegen fühlt sie sich gefrustet, ihrem Kommandanten sogleich als Erste und ganz persönlich gratulieren können.
Stattdessen hängt sie jetzt in dieser Aufzugkabine fest und kommt so schnell auch nicht raus - und sobald sie rauskommt, ist sie beim Kampfstand und nicht bei der Brücke. ,So ein Mist aber auch.'
Natürlich weiß sie, daß General McLane gar nicht wissen konnte, daß sie gerade auf dem Weg zum Kampfstand ist: ,Na und,...?'

In diesem Moment kommen die ersten Glückwünsche über den Lautsprecher der BSA auch zu ihr - die ehrlich begeisterten Stimmen der Leutnant-Commander Noting und Otwin ebenso wie die freudige des Leutnants Rodelind.
,Also das ist doch nicht wahr, ist sogar die Neue noch schneller', ärgert sich Wunna. Sie drückt den sich neben dem Lautsprecher der BSA befindlichen Sprechknopf und gratuliert auf diesem technischen Wege ihrem Commander, nein, jetzt Major Wirich.

Dieser bedankt sich per bordinternem Rundruf bei den Gratulanten und, in der Reihenfolge des Eintreffens, auch bei den Flottenkameraden der anderen Schiffe.
Seiner Art gemäß und auch, weil sie alle mitten in einem Einsatz in unbekannter Umgebung und unter unbekannten, mächtigen und potentiell gefährlichen Bedingungen sind, hält er seine jeweiligen Antworten kurz.
Nur die allererste Antwort, die aber durch die aktuell immer noch bestehende und nach außen gerichtete, offene Simultan-Funkverbindung der LACERTA mit allen anderen Schiffen des Verbandes auch auf eben diesen Schiffen zu hören ist, fällt ein kleines bischen ausführlicher aus: „Vielen Dank, Danke. Sobald es die Lage zuläßt, feiern wir auf der „Fettauge" und dann natürlich nach der Bestätigung und Rangabzeichenverleihung auf der Erde nochmal so richtig im Starlight-Casino. Die jeweils erste Runde geht natürlich auf mich.
Jetzt aber haben wir hier erstmal zu überleben. Und dafür zu sorgen, daß wir später überhaupt noch zum Feiern kommen.
Deshalb lautet mein erster Befehl als Major: Konzentriert weitermachen und unseren Auftrag erfüllen!
An alle: Vielen Dank noch mal, Commander, äh, Major Wirich, oh Mann, da muß ich mich auch erst mal dran gewöhnen, weiter in Bereitschaft, Brücke Ende."
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   So 20 Jan 2013 - 10:56

" Ist das Sinnvoll?" fragt Cmdr Monning leise den Kommandanten. Der Lichspruch der ATLANTICA ist gerade verhallt und Leutnant Hayashi hat die Simultanübertragung für einen Moment unterbrochen um die Gespräche auf der Brücke nicht ins Universum rauszupusten. Oberst Krikorow lächelt seinen ersten Offizier an; Er hat verstanden was sie mit der Frage gemeint hat, warum eine Besprechung auf der ATLANTICA? Aber seine Diplomatische Grundausbildung lässt ihn noch breiter Grinsen.

" Ich glaube, der gute Hochprofessor möchte auch in einer angespannten Situation wie dieser die Wünsche und Bedürfnisse der Arretaner nicht zu kurz kommen lassen. Und es macht für euch beide, also Sir Chester und Dich keinen Unterschied, ob die Einweisung auf der ATLANTICA oder Fettauge stattfindet.Michiko, Übertragung wieder an."

Der Oberst baut sich vor dem Schirm auf und schaut Hochprofessor Dong an.

" Eine sehr gute Idee. Denn so haben mehr Expeditionsteilnehmer eine Einweisung. Falls der HEISENBERG oder der LANCET der HEISENBERG etwas passieren sollte, können sie die Technologische Leitung des Teleskopes von der ATLANTICA aus übernehmen. " Ein kaum merkliches Zwinkern des Oberst deutet an, das Luke den Hochprofessor sehr gut verstehen kann.

Wir werden LANCET 1 zu ihnen absetzen. An Bord werden sich mein erster Offizier Commander Petra Monning und.................Leutnant, Sir, Rodney Chester befinden um die Einweisung zu erhalten. Ich setze sie hiermit in Kenntniss, das Sir Chester mit sofortiger Wirkung zum Leutnant befördert ist. Bitte entschuldigen sie, wenn er noch nicht die Insignien seines Ranges tragen kann............wir haben es etwas eilig. Sowie die Lancet abgesetzt ist, wird die HEISENBERG 50 SOLARE-Astronomische Einheiten tief in einer gedachten Linie der Boje der ATlantica Manövrieren. Wir werden die Radioteleskopsonden des Schmetterlings in 10er Gruppen absetzen und dann aus dem Feld herausmanövrieren. Der Aufbau findet unabhängig des einsatzes der Atonidischen Technik als Zentralroboter Automatisch statt. Die Bojen werden nach dem freigegebenen Muster von Cmdr Monning und Leutnant Chester robotisch Positioniert. Da der Aufbau im Prinzip schon Programmiert ist kann die Freigabe der Aufbauroutine von Bord der LANCET erfolgen während des Transfers der beiden zur ATLANTICA. Startfreigabe der Lancet auf Countdown Minus 10. HEISENBERG Standby"

Dann wendet sich der Oberst an die beiden .
" Leutnant.........leider ist ihre verdiente Beförderung etwas sparsam ausgefallen. Wir werden das hoffentlich nachholen,Entweder hier an Bord Null Vorne oder auf der Erde im Starlightcasino. Und jetzt ab mit euch. Starbereitschaft melden sowie ihr bereit seid.DAS IST EIN BEFEHL! Oder ....THIS is not a Drill! This is a ORDER !!!GO AHEAD!!( Dies ist keine Übung! Dies ist ein Befehl! Los gehts!),Nur falls ihnen ihre Sprache eindringlicher erscheint als die heutige. Der Dringlichkeit tut das keinen Abbruch..............SIR ! "

"Michiko eine Verbindung zur LACERTA"
"steht"
" Hier Oberst Krikorow an Major Wirich. Der General hat ihr Schiff zu unserem Schutz abgestellt, da wir uns in kürze 50 SOLARE-Astronomische Einheiten vom Verband entfernen. Die Gründe haben sie mitgehört. Manövrieren sie ihr Schiff bitte in eine Position die eine schnelle eventuell militärische Hilfe gewährleistet. Wir werden während des gesamten Manövers unsere Hochsensiblen Schleppscanner einfahren. Unsere eigene Ortung ist mit dem Manövrieren des zu erstelleneden Bojenfeldes beschäftigt. Wir brauchen daher ihre Augen und schnellen Reaktionen. Vielen Dank Major. Heisenberg Standby."

Mit einigen wenigen Befehlen wird die HEISENBERG Manövrierfähig gemacht, während die Brücke auf die Klarmeldung der LANCET wartet.

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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mi 23 Jan 2013 - 8:36

→ An Bord des Jägers ORION γ


Commander Wagner sieht, wie Leutnant Wang sich leicht abstößt und schwebend in den Schacht verschwindet. Gleich darauf werden alle Landeschächte für die Lancets der TAU-12 geschlossen.

„Jäger ORION γ an ORION 18: Leutnant Wang ist jetzt auf der TAU-12 und wird sie zusammen mit Leutnant Kira von der SAGITTATIUS untersuchen. Ich bitte deshalb um Genehmigung, mich in der Zwischenzeit ein wenig hier umzusehen.“

„Genehmigung erteilt, Commander Wagner“, hört man die wohlbekannte Stimme von General McLane. „Aber entfernen Sie sich bitte nicht weiter, als es die Sicht zuläßt. Wir kennen diesen Raum noch nicht und ich möchte keine unliebsamen Begegnungen haben, die wir nicht bewältigen können. McLane Ende.“

Ronald Wagner schmunzelt. Man merkt, dass McLane sich zurück hält … zurückhalten muß! Er hat Geschichten über Cliff Allister McLane gehört, von Johnny van Hallen, der Hasso Sigbjörnson damals abgelöst hat, bestätigt, die den Draufgänger Major McLane, dem keine Anweisung heilig war, zeigte, wie er wirklich war. Und er selber hatte auch schon, als McLane die WEGA II befehligte, gespürt, dass man einen Drachen nicht so einfach zähmen kann. Jetzt ist es bei diesem Einsatz natürlich etwas anderes. Denn jetzt befehligt McLane eine Flotte von Schiffen und ist verantwortlich für hunderte von Personen, die auf diesen Schiffen dienen. Aber Commander Ronald Wagner kennt General McLane schon lange genug, um zu ahnen, wie sehr es dem General unter den Fingern juckt, um selber aktiv eingreifen zu können.

Laut auflachend startet er den Jäger durch und ist binnen kurzer Zeit nur noch ein kleiner heller Punkt im unendlichen Schwarm der Sterne.



→ An Bord der ORION 18


Panga schließt die Augen und schüttelt mehrmals mit dem Kopf, als wenn er eine lästige Fliege loswerden möchte. McLane fällt dieses auf:

„Was ist mit Ihnen, Fähnrich?“

„Ich weiß nicht, Sir“, erwidert der Angesprochene. „Die ganze Zeit habe ich das Gefühl, als hätte ich gar kein Gefühl.“

„Wie soll ich das denn nun schon wieder verstehn?!“

„Wissen Sie, wenn wir sonst immer so unterwegs sind, dann … spüre ich etwas, fühle etwas, oder auch nicht. Aber meist kommt es klar und deutlich – auch wenn ich manchmal etwas Zeit brauche, um dieses Gefühl richtig zu deuten. Es kann auch sehr plötzlich und schnell kommen und sogar heftig...“

„Worauf wollen Sie hinaus, Panga?“ McLane war aufgestanden, steht jetzt direkt neben Pangs's Platz und schaut ihn unbeweglich an.

„Dass es so ist, als wenn der ganze Raum voller Watte wäre!“

„Voller Watte???“

„Ja, Sir. Ist Ihnen denn noch nicht aufgefallen, dass es normalerweise nur so knistern und knattern müsste von rasenden Quasaren, explodierenden Super-Novae und singenden Sonnen? Ein Sonnensturm oder auch ein einfacher Sonnenwind verursacht kosmische Störungen auf allen Frequenzen … hören Sie etwas? Wenn es hier Leben geben sollte in Form von Zivilisationen, dann müssten doch zumindest Überreste von Signalen zu hören sein. Nichts ist aber von alledem, Commander! - Es ist stumm … tot!“

McLane starrt ihn an und auch die anderen, vor allem Alfons Müller, der Offizier für Raumüberwachung, kommen näher und hören erstaunt zu.

„Das stimmt, Cliff“, bestätigt Müller atemlos. „Ich habe nur die Signale, die wir auch schon im System Fomalhaut gehört haben.“

„Und … haben sie sich verändert? Sind sie stärker geworden?“

„Ja“, antwortet Panga stattdessen. „Und zwar ab genau dem Zeitpunkt, wo wir in diese Raumblase eingetreten sind.“



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Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle (Albert Einstein)
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Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
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BeitragThema: LANCET undHEISENBERG   Do 24 Jan 2013 - 11:56

LANCET 1 der HEISENBERG


Lt. Henriijetta van der Veld , Lancetpilotin der HEISENBERG nickt den beiden Offizieren zu und wendet sich dann wieder ihren Startvorbereitungen zu.

" LANCET 1 an BRÜCKE ,TORB Überprüfung abgeschlossen. Kurs zur ATLANTICA bestätigt. Die beiden sind an Bord und die Luken verriegelt. Wir sind soweit"

" OK LANCET1 . Hier Bordingenieur Lt Ben Mariff. Atmosphäre aus der Startkammer gesaugt und Aussenschott geöffnet. Start bei Minus 10 auf bestätigten Koordinaten ab mit euch und fliegt mir den Hangar der ATLANTICA nicht zu Schrott. Routine ab"

In den Lautsprechern der LANCET knackt es kurz, dann setzt die altbekannte Roboterstimme ein und zählt den Countdown von 10 auf Null. bei 5 fangen die Aggregate der Maschine an zu arbeiten und bei Null schwebt die Halbkugelförmige Raumglocke aus dem runden Schacht. Gleichzeitig sind die Servos zu hören, welche die Landebeine einklappen.

Die Lancet hebt sich ca 100 Meter über den Scheitelpunkt der HEISENBERG und gleitet dann zur Seite weg. Man hat einen Phantastischen Ausblick auf das von hier aus riesige Raumschiff das sich bei Beschleunigung des Beibootes allerdings scheinbar schnell entfernt, dabei ist es die Lancet , die sich bewegt.

" So, wir haben für den Transfer ca 25 Minuten. Ich störe sie jetzt nicht weiter" verkündet der Leutnant

Cmdr Monning und Lt Chester sind während des ganzen Fluges mit den Arbeiten an dem Programm beschäftigt. Erst 5 Minuten vor dem Ende des Fluges überträgt Petra den Startcode für die Positionierungssequenz an die HEISENBERG.

"wow, was für ein Mordsbrocken, dagegen ist unsere HEISENBERG ein Spielzeug!" entfährt es Lt van der Veld und lenkt damit die Aufmerksamkeit auch der beiden beschäftigten auf die Schlussphase der Annäherung an die Gigantische ATLANTICA.

Staunend rücken Petra und Rodney an die LANCET-Bullaugen.

" Hier ATLANTICA Flugüberwachung! Lancet 1 der HEISENBERG, sie haben Landefreigabe für Horizontalanflug in den Zentralhangar. Da ihre Landeroutinen nur Senkrechtlandungen in Landeschächten vorsehen, müssen sie den Kahn von Hand in den Hangar setzen. Die Automatische Leitung endet 20 Meter vor dem Hangartor.....aber keine Sorge, sie haben genug Platz zum Manövrieren" ertönt die jugendliche Stimme eines Arretischen Besatzungsmitgliedes.

Und tatsächlich , Lt van der Veld geniesst oft, direkt am offenen Hangartor des grosen Hangars der HEISENBERG zu stehen...............die Öffnung in der ATLANTICA ist mindestens dreimal so gross. Nach dem passieren der Energieschleuse gleitet die LANCET in 10 Metern höhe über den Hallenboden. Sie folgt den Lichtsignalen im Hallenboden bis zu einem Kreis. Dort stoppt sie ab, klappt die Landebeine aus und setzt sanft auf.

" Endstation .....da vorne kommt ihr Empfangskommitee. Wir sehen uns dann zum Rückflug wieder. Ich hoffe, die haben hier für den Kutscher eine anständige Taverne" feixt sie zu den beiden, die bereits am aussteigen sind. Nun schaltet sie in aller Ruhe die Systeme ab in der Hoffnung abgeholt zu werden.

Und richtig, ein Offizier in Arretischer Uniform holt sie ab um sie in das, vermutlich eines der Zahlreichen Offizierscasinos zu führen.

Die Cmdr Monning und Leutnant Chester sind, soweit sie gesehen hat, von einer Gruppe von Arretern abgeholt worden.

An Bord der HEISENBERG

Einige Minuten , nachdem die LANCET gestartet ist beginnen die Triebwerke der HEISENBERG zu arbeiten, die Backbord und Steuerbord-Schleppscanner verschwinden schnell im Rumpf und die kleinen Luken schliessen sich. Rasch aber Elegant beschleunigt das grosse Forschungsraumschiff um auf die Position für das Aussetzen der ersten sogenannten Zehnergruppe zu fliegen.

Einige Funksprüche zwischen HEISENBERG und LACERTA fliegen hin und her.

Nicht einmal 30 Minuten später stoppt das grosse Schiff.

Im grossen Hangar der HEISENBERG beaufsichtigt Leutnant Ben Mariff, Ingenieur des Schiffes, das ausschleusen der ersten 10er Gruppe. 10er Gruppe weill immer 10 Sonden, miteinander magnetisch in einem gewissen Abstand verbunden , gleichzeitig ausgesetzt werden.

Die erste Gruppe ist bereits von Robotern auf das Rechteckige im Boden markierte Endfeld der Magnetstartrampe manövriert worden. Von diesem Feld aus führt die, von zwei grellroten Rythmisch blinkenden Warnstreifen begrenzte Induktionsrampe zum Hangartor und von dort ins nichts des Weltraums.

Ein Eindringlicher Warnton kündigt den Startvorgang an, derselbst Lautlos vonstatten geht.

Unspektakulär verlässt die Gruppe 1 durch den Energievorhang das Schiff .

Augenblicklich flammen fast unerträglich grelle Scheinwerfer auf und verfolgen den Weg eine Weile. Der Komplex taumelt einige Sekunden, dann stabilisiert sich die Flugbahn und nimmt Kurs auf die Startposition. Dort so weiss Lt Ben Mariff, wird die Formation warten bis nach dem absetzen aller 50 Gruppen und dem erfolgten Aussetzen der Körpersonden des Schmetterlings der Code zum Aufbau erfolgt. Danach wrden die Gruppen sich auflösen und jede einzelne Sonde wird ihre Position im Aktionsfeld des riesigen Radioteleskopes einnehmen. Mit dem Positionieren der dann von der ATLANTICA zurückerwarteten Lancet und dem aussetzen der sich an Bord dieser befindlichen ATONIDISCHEN Steuersonde wird die Konstruktion dann voll einsatzfähig sein und in kurzer Zeit brauchbare Karten des unbekannten Raumes anfertigen.

" OK Jesiah,... Luke hier.........die Gruppe steht genau da wo sie sein soll. ihr könnt die zweite absetzen sowie die freigabekontrolle aufleuchtet. Wir sollten so schnell wie möglich machen"

4 Stunden benötigt die HEISENBERG um alle Gruppen, beide Fühlersonden und die Körperrumpfteile abzusetzen.

Danach manövriert die HEISENBERG in eine Sicherheitszone über dem Schmetterling und steht somit zwischen ihm und der LACERTA, die am weitesten von allen Schiffen des Verbandes im Raum steht.

" OK, relative Geschwindigkeit null. Position erreicht. Codeübermittlung an Teleskopfeld vorbereiten und ab damit" ordnet der Oberst auf der Brücke an.
" Code ist raus Luke................die Dinger wimmeln jetzt wie ein Schwarm Fruchtfliegen an ihre Position. " berichtet Michiko

Fasziniert beobachten die Offiziere auf der Brücke, wie sich das riesige Teleskopfeld ordnet und jede einzelne der Sonden ihre Position einnimmt.

" Heisenberg an Verband. Das Teleskop ist fertig aufgebaut und kann, wenn die Steuersonde im Feld abgesetzt ist, seine Arbeit aufnehmen. Wir warten auf den Start von der ATLANTICA. Aber wenn nichts unvorhergesehenes passiert solltet ihr dort genug Zeit für eine Gründliche Einweisung haben...HEISENBERG Standby"

Er wendet sich an seine Crew:
" Gute Arbeit Leute, geht jetzt ein wenig in Ruhephase, wir haben eh gerade Hundewache. Leutnant Eggenthorpe übernimmt. alle anderen ruhen sich aus. Es hat keinen Zweck ständig unter Hochspannung zu stehen.............Kommandant an Besatzung der HEISENBERG! Roter Alarm , Stufe 1 wird zurückgestuft auf Roter Alarm, Stufe 5 . alle Wachfreien Besatzungsmitglieder gehen in den normalen Borduhrzeitsalltag über. Also ............Nachtruhe! Trotzdem weiterhin erhöhte Alarmbereitschaft. Alle Geräte zur Bordnachrichtenübermittlung bleiben auf voller Lautstärke um sie im Notfall über Zentralruf zu Wecken. Kommandant Ende."





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Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Fr 25 Jan 2013 - 11:12

Zitat :
Die Cmdr Monning und Leutnant Chester sind, soweit sie gesehen hat, von einer Gruppe von Arretern abgeholt worden.


Bild: Hangar der ATLANTICA. Mit freundlicher Genehmigung von Bernd Wachter


In der Tat waren sie abgeholt worden. Aber nicht so, wie es sich Leutnant van der Veld vorgestellt hatte. Hätte sie noch einen Moment gewartet, dann wäre ihr Blick auf eine Gruppe von vier Personen gefallen, die in dem Moment, wo sie sich abwandte, aus dem Lift traten.

Als nämlich Prinz Atlan von Hochprofessor Dong erfuhr, dass der 1000jährige Mann von der Erde auf die ATLANTICA kommt, ließ er alles fallen und liegen und eilte zusammen mit Oberst Thorens und zwei Sicherheitsleuten zum Deck, um den Mann und seine Begleiterin selber in Empfang zu nehmen.

Jetzt stehen die vier Arretaner vor den Neuankömmlingen, die staunend um sich schauen, und blicken sie erwartungsvoll an. Dann bricht der Jüngste von ihnen das Schweigen:

„Herzlich willkommen auf der ATLANTICA. Mein Name ist Prinz Atlan von Arret und es freut mich, dass Ihnen mein Schiff gefällt. Die kurze Reise im Beiboot der HEISENBERG war sicher eine reine Routine für Sie, sodass ich Sie jetzt zu einer Tasse Tee in unserem Casino einladen darf. Die atonidischen Techniker warten dort auf uns; sie haben das Teleskop mitgebracht. - Bitte folgen Sie mir.“

Damit dreht er sich um und geht seinen Gästen voraus, während Oberst Thorens und die beiden Sicherheitsleute ihnen folgen. Der Transport durch den Turbolift, der nicht nur senkrecht, sondern auch waagerecht durch das Schiff führt, verläuft rasend schnell und Atlan merkt am erstaunten Gesicht, dass die beiden Besucher nicht wissen, wie Ihnen geschieht … aber so geht es allen, die die ATLANTICA zum ersten Mal sehen. Dann halten sie abrupt und der Fahrstuhl öffnet sich.

Atlan und der Oberst können sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Genauso wie seinerzeit Oberst Krikorow von der HEISENBERG können die beiden Besucher einen Überraschungslaut nicht verhindern, als sie das große und gemütlich eingerichtete Casino auf dem Panoramadeck betreten. Flauschige Teppichböden dämpfen jeden Schritt und die Atmosphäre eines heimischen Wohnzimmers drängt sich auf, mit dem Unterschied, einen phantastischen Rundblick auf das mit Galaxien und Sternennebeln übersäte Universum genießen zu können.

„Bitte nehmen Sie Platz“, fordert Atlan seine Gäste auf und deutet auf einen Tisch, auf dem schon die Teegedecke für sieben Personen liegen. Ein herrlicher Duft geht von Plätzchen aus, die in einer dunkelblauen wie Glas aussehenden Schale in der Mitte des Tisches liegen. Als sich Commander Monning und Leutnant Sir Rodney Chester gesetzt haben, gießt Oberst Thorens eine dunkelbraune, aber klare und heiß dampfende Flüssigkeit in jede Tasse, in der er vorher ein wie Zucker aussehendes Kristall gelegt hatte, und legt mit einem Löffel eine weiße dickflüssige Masse darauf, die sich gleich wie eine Wolke verteilt.

Während dieser kleinen Zeremonie waren zwei Personen eingetreten und setzen sich jetzt auf die zwei freien Stühle. Auffällig an ihnen ist ihre lange hakenförmige Nase und ihre Bekleidung, die an die Tracht der Pharaonen zur Zeit des alten Ägyptens erinnert. Oberst Thorens sieht, dass Sir Chester erschrickt, als dieser den Gegenstand entdeckt, den einer der Atoniden in der Hand hält und entfernt an eine Handwurfbombe einer längst vergangenen Epoche der Erde erinnert.

„Das ist das Teleskop“, erklärt er schnell, „zu dem kommen wir gleich. Aber greifen Sie zu und lassen Sie es sich an dem Tee gut tun.“

Als die beiden Gäste beim Gebäck zugreifen und die Tasse vorsichtig in die Hand nehmen, eröffnet Prinz Atlan das Gespräch:

„Commander Monning, wir kennen uns ja bereits durch die bisherige Zusammenarbeit der ATLANTICA mit der HEISENBERG. Und ich bin hocherfreut, Sie jetzt persönlich an Bord begrüßen zu dürfen. Sir Chester, auf Sie war ich am meisten gespannt. Ich möchte Sie jetzt nicht unbedingt mit zahlreichen Fragen belästigen. Mich interessieren im Moment nur zwei Dinge. Zuerst einmal: Wie gefällt es Ihnen bei uns? Und dann natürlich die drängende Frage, die Sie mir vielleicht in 3-4 Sätzen beantworten können: Wie empfinden Sie nach so kurzer Kennenlernphase die jetzige Zeit im Vergleich zu der Zeit, wo Sie heimisch waren? Denn da liegen schließlich 1000 Jahre dazwischen...“




/out: McLane gab mir bei diesem Posting eine kleine Hilfestellung. - Das Bild stammt von Bernd Wachter. Ich danke für die Erstellung und damit Genehmigung zur Präsentation.
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   

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3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?
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