Raumpatrouille - Am Rande der Unendlichkeit

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 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?

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Sir Chester
Ein Mann von der Erde, vor 1000 Jahren verschollen, steht vor seiner eigenen Zukunft
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Name der Person: Sir Rodney Chester
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Sa 26 Jan 2013 - 1:58

Auf der ATLANTICA

„Zuerst einmal fühle ich mich geehrt mit einem Prinzen zu reden. Aber entschuldigt, denn ich weiß ja nicht wer sie genau sind, also werde ich wohl auch nicht ein so großes Ehrgefühl habe, wie es einige andere wahrscheinlich hätten. Aber ich vermute mal, sie sind nicht einer von der Sorte, die auf ihrem Thron sitzen werden und zu ihren Leuten sagen: Tut dies..., Holt mir das...“, Rodney wedelt mit sein Händen.
„Also es gefällt mir ganz gut hier, wenn denn die Frage auf den Ort hier bezogen ist. Wenn sie die Zeit nach 1000 Jahren meinen, dann... so schlimm ist sie nicht. Also keine Sorge.
Wie ich die jetzige Zeit empfinde kann ich leider noch nicht großartig erzählen, denn ich habe bis jetzt, außer der HEISENBERG und der ATLANTICA, noch nicht viel gesehen. Also, abgesehen von den Menschen und den Raumschiffen, hat sich noch nicht viel geändert. Ja, gut, die beiden Schiffe hier sind deutlich größer als meines und auch nicht so spärlich eingerichtet, aber das Zeitgefühl, dass ich 1000 Jahre übersprungen habe, ist noch nicht ganz da. Ich müsste sicherlich die Erde zu Gesicht bekommen, um einen großen Unterschied zu empfinden.“
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Atlan
Prinz vom Planeten Arret und Kommandant der ATLANTICA - Auf der Suche nach dem Ursprung
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Sa 26 Jan 2013 - 7:52

Schon beim zweiten Satz springt Oberst Thorens auf und ballt die Fäuste, als er die freche Rede des Terraners hört. Niemand hat das Recht, seinen Prinzen so zu demütigen; und erst recht nicht ein - auf welche Weise auch immer - verunglückter Raumfahrer eines Planeten, welcher jetzt noch in den Kinderschuhen stecken würde, wenn die Arreter und die Atoniden ihnen nicht auf die Sprünge geholfen hätten.

Auch die beiden Sicherheitskräfte rücken näher an Leutnant Chester heran und ziehen ihre Strahlenwaffen. Die weiteren Worte beruhigen sie zwar wieder, aber ihre Gesichter zeigen: Ein freches Wort noch von diesem hochnäsigen Vertreter einer nicht mehr existierenden Erde und sie werden ihn paralysieren und in den Bunker sperren. Denn es war eine Majestätsbeleidigung eines Zivilisten und gleichzeitig ein Affront gegenüber einen Bündnispartner und dessen höchsten Vertreter.

Prinz Atlan sieht dieses kleine Unheil kommen und lacht laut und herzlich auf. Und umso mehr er lacht, wird ihm auch bewusst, dass die Antwort des Terraners auf Unwissenheit beruht und er deshalb unbeholfen reagierte. Eintausend Jahre sind schließlich keine Pille, die man einfach schluckt und damit die Zeit aufholt...

„Das war wirklich gut, Sir Chester“, meint Atlan immer noch lachend und holt dabei tief Luft. Dann weist er mit einer wedelnden Handbewegung die beiden Sicherheitskräfte zurück. „Ihre Antwort imponiert mich. Und natürlich können Sie es nicht wissen, wenn es Ihnen keiner gesagt hat. Ich war leider der irrigen Meinung, Sie hätten auf der HEISENBERG zumindest die Grundlagen unserer Gesellschaft gelernt.“ Er wirft einen raschen Blick zu Oberst Thorens, der die Augenbrauen hochzieht und erkennend nickt. „Sie sollten wissen, dass die Erde und Arret miteinander verwandt sind – so wie Mutter und Tochter, wobei Arret die Mutter ist - lesen Sie doch mal Terra rückwärts...“

„Wir haben auf Arret ein Herrscherhaus“, erklärt Oberst Thorens weiter, „wobei die Regierungsgeschäfte von einer demokratisch gewählten Regierung wahrgenommen werden und auch das Volk daran beteiligt wird. Aber unser Herrscherhaus steht bei uns in den allerhöchsten Ehren; die beiden höchsten Vertreter sind Prinz Atlan und Prinz Panga. Das gesamte arretische Volk reagiert sehr ungestüm, wenn ihre Prinzen mit Worten wie „...also werde ich wohl auch nicht ein so großes Ehrgefühl haben, wie es einige andere wahrscheinlich hätten.“ begrüßt werden. Ich hoffe, dass Sie sich diese Worte merken werden.“

Er erkennt durch einen Seitenblick, dass er sich damit einen scharfen Rüffel von Prinz Atlan eingeholt hat. Aber das ist für ihn uninteressant, denn seine Loyalität seinem Prinzen gegenüber kann durch keine Macht der Welt getrübt werden.

„Also Sir Chester“, Atlan beugt sich wieder vor und legt die Unterarme mit den gefalteten Fingern auf den Tisch, „Sie sehen also, dass ich kein Tyrann bin, eher ein Freund, auf den man sich verlassen kann, und ich General McLane genauso als Vorgesetzten ansehe, wie es Majoroberst Temari, Oberst Krikorow und Major Wirich tun. Alles okay?“

Er streckt Leutnant Chester seine Hand hin, in die der andere einschlägt, lehnt sich wieder zurück und legt die Arme gelassen auf die Lehnen. „Sie sagten gerade eben wörtlich: „das Zeitgefühl, dass ich 1000 Jahre übersprungen habe, ist noch nicht ganz da.“ Andererseits haben Sie selber festgestellt, dass Ihr Wissen und Ihre Erinnerung eine Lücke von 1000 Jahren aufweist. Denn in den 1000 Jahren sind drei interstellare Kriege für die Erde gelaufen, einen davon, wo Chroma von den Frogs beinahe vernichtet wurde. Vier große Kriege hat Arret bestehen müssen und sogar sieben Kriege, die Aton verkraften musste. Inzwischen sind die Frogs wahrscheinlich besiegt, unsere vier Planeten und deren Einzugsgebiete – also Terra, Chroma, Arret und Aton - sind freundschaftlich zusammengewachsen und haben sich zu einer Konföderation zusammen geschlossen, deren Eigenständigkeit aber trotzdem gewahrt wird. - Ich nehme an: das hat man Ihnen noch nicht erzählt, oder? Außerdem fehlt Ihnen sicherlich das Wissen über und damit das Gefühl für ein Weltall, welches man in seiner wahren Größe im Jahre 2053 noch nicht erkannte. Schließlich hatte man es im Jahre 2000 noch nicht mal geschafft, einen Fuß auf einem anderen Planeten innerhalb des eigenen Sonnensystems zu setzen, was sicher mit den Verbrennungsmotoren des Antriebs zu tun hatte. Oder wie sehen Sie das?“


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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Sa 26 Jan 2013 - 9:17

An Bord der TAU 12:


Kira beobachtet, wie sich über Leutnant Wang der Lancetschacht schließt. Sodann gibt sie einen ferngesteuerten Befehl an die Lebenserhaltungssysteme der TAU, in welche sie sich sozusagen „gehackt“ hat, um eine menschenfreundliche Atmosphäre an Bord des GSD-Kreuzers zu schaffen.

Dann steigt sie aus der GITTA und überlegt, wie sie den Leutnant begrüßen sollte. Ihre Erfahrungen in Zusammenarbeit mit Männern von der Erde sind – abgesehen von Paul Cushing - praktisch null. Sie ruft sich also die Dienstanweisungen von Majoroberst Temari ins Gedächtnis: Sie soll mit den Crewmitgliedern der terrestrischen Schiffe gleichberechtigt zusammenarbeiten und die Rangordnung der irdischen Flotte respektieren! Also gut, in diesem Falle ist ihr Leutnant Wang aufgrund seines Ranges gleichberechtigt. Was die Situation für Kira nicht leichter macht. Sie werden die Arbeit untereinander aufteilen und sich abstimmen müssen. Sie, Kira von Chroma, mit einem Mann von der Erde. Erdenmänner sind anders als die von Chroma, soviel hat sie schon gelernt. Naja, etwas chromanischer Amazonen-Charme wird sicher nicht schaden. Also lächelt Kira auf die typische undefinierbare Art ihrem Gegenüber zu:

„Leutnant Kira von der SAGITTARIUS meldet sich zum Aufklärungsdienst!“ sagt sie kühl.

Wang nickt und sagt: „Freut mich, Leutnant. Ich bin Leutnant Wang von der ORION 18.“

Sie stehen sich etwas unschlüssig gegenüber und Kira mustert den schlanken Asiaten mit den flinken Augen. Dann ergreift sie das Wort: „Das Flottenprotokoll sieht eigentlich vor, das ein Suchtrupp, der lediglich aus zwei Mitgliedern besteht, die Erkundung gemeinsam durchführt. Da aber eine Fernabtastung der TAU ergeben hat, dass keinerlei Lebensformen, weder menschliche noch andere, an Bord sind, schlage ich vor, dass wir uns aufteilen. Ich übernehme den Maschinen- und Technikraum, Sie die Quartiere und Kantine. Wir treffen uns dann am Lift. Der Zugang zum Kommandodeck dürfte durch einen Code gesichert sein. Während wir die Schiffsdurchsuchung auf den unteren Ebenen durchführen, lasse ich ein Schlüsselprogramm durch das Elektronengehirn laufen. Auf diesem Wege sollten wir schnell Zugang zur Brücke bekommen.“

Leutnant Wang kneift die ohnehin schmalen Augen zusammen und scheint einen Moment zu überlegen, ob er sich der Führungskraft von Kira so mir nichts dir nichts hingeben sollte. Andererseits scheint diese einen vernünftigen und durchführbaren Vorschlag gemacht zu haben. Also nickt er nur kurz. Auch ihm fehlt jegliche Erfahrung im Umgang mit Chromafrauen. Eigentlich hatte er schon immer einmal vorgehabt, nach Chroma zu reisen, hatte er doch viel von der Schönheit des Planeten und der Frauen dort gehört. Die Begegnung mit Kira scheint dazu geeignet, diesen Plan erst einmal auf Eis zu legen.

Mit dem Kinn weist Leutnant Wang auf den leeren Lancethangar: „Haben Sie eine Ahnung, wo die hin sind?“

Kira ist sehr ernst: „Nicht den geringsten. Aber vielleicht finden wir ja die Antwort. Majoroberst Temari hat mich mit einem Schiffsplan der TAU 12 ausgestattet. Ich beginne also mit dem Maschinenraum.“

Ohne ein weiteres Wort schreitet Kira auf die Schleuse zu und betritt sodann den Lift. Hastig folgt ihr Wang und springt gerade noch in die Liftkabine, während sich die Tür schon schließt. Der Lift setzt sich in Bewegung, es herrscht gespanntes Schweigen. In Höhe des Antriebsdecks verlässt Kira die Kabine, während Wang die Fahrt fortsetzt.


Auf dem Antriebsdeck befinden sich alle technischen Anlagen, auch für die Bewaffnung des Schiffes, sowie der Hauptserver des Bordcomputers. Gespenstisch leuchten die automatischen Kontrolllampen, an einem Monitor kann Kira ablesen, dass der Computer die üblichen Subroutinen ausführt, um die essentiellen Mechanismen im Schiff zu steuern: Treibstoff, Oxygen, Radio, Batterie, kurz TORB. Alle Systeme arbeiten offensichtlich einwandfrei. Jedoch keine Spur von der Besatzung. Eigentlich sieht es so aus, als seien der Maschinist und der Kybernetiker nur mal eben für Königstiger gegangen. Sogar ein Becher mit kaltem Kaffee steht auf der Konsole.


Kira hebt ihr ASG an den Mund: „Hier Leutnant Kira. Im Maschinenraum ist alles in Ordnung, mal abgesehen davon, dass hier keine Menschen sind.“

Der Monitor der BSA flackert auf und das Gesicht von Leutnant Wang erscheint.

„Ich bin im Quartier des Kommanders. Ganz gemütlich hier, aber leider ist er nicht zu Hause.

„Und die Anderen?“ „Nichts, alle Kabinen leer.“ Betretenes Schweigen. Dann atmet Kira hörbar aus: „Wir treffen uns in der Kommandokanzel!“

Sie lauscht und hört, wie der Lift, offensichtlich von Wang gerufen, in die untere Ebene fährt. Sie sichert einige Daten aus den Systemen der TAU, gibt einen Eintrag für das Missionslogbuch zu protokoll, sendet dieses sofort an die SAGITTARIUS; und geht dann selber zum Lift. Als dieser hält steigt sie zu, und gemeinsam fahren die beiden Offiziere aufwärts zum Kommandodeck. Um die Tür zu öffnen, muss Kira tatsächlich den Sicherungscode eingeben, den sie mit Hilfe eines kleinen Spionageprogramms aus dem Elektronengehirn der TAU gekitzelt hat.


Schließlich öffnet sich die Tür mit dem typischen Zischen. Sie lassen ihre Blicke schweifen. Niemand da. Keine Menschenseele. Auf der Armlehen blinkt die Lampe des Bordbuches. Kira und Wang wechseln einen raschen Blick und verstehen sich für eine Sekunde wortlos: Das Bordbuch! Vielleicht finden sie hier die Lösung für dieses Rätsel.



Fortsetzung folgt


Zuletzt von Admin am Mo 28 Jan 2013 - 12:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Text wegen besserer Lesbarkeit neu formatiert)
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Sir Chester
Ein Mann von der Erde, vor 1000 Jahren verschollen, steht vor seiner eigenen Zukunft
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Sa 26 Jan 2013 - 10:16

An Bord der ATLANTICA


Die Reaktion von den anderen lässt Rodney kalt. Außerdem: Was hat er zu verlieren?

„Ich sagte doch: Entschuldigt! Prinz Atlan, sie sind wirklich nicht einer von dieser Sorte, das sehe ich. Einer weiser Prinz versteht was ich mit meinen Worten meine – und sie sind einer. Und was ich auch sehe sind loyale Gefolgsleute. Es wundert mich nicht, dass sie so regieren konnten. Betrachten sie es als einen ungeplanten Test!

Ich bin Anfang des zweiten Jahrtausend geboren worden und bin nun im Dritten. Ich habe beispielsweise vorher noch nie von diesen Kriegen gehört von denen sie da erzählen. Das sind für mich nur Worte, solange ich die Auswirkungen auf der Erde noch nicht gesehen habe. Außerdem hängt mein Zeitgefühl auch davon ab, dass der Sprung für mich nur wie ein Augenzwinkern war. Die Worte könnten auch eine Geschichte sein, die ich gerade in einem interessanten Buch gelesen habe, weil ich die Auswirkungen auf mein einstiges Umfeld eben nicht kenne oder sie damit nicht in Verbindung bringe. Natürlich bekomme ich so langsam aber schon einige Veränderungen mit.

Die wahre Größe des Universums kannte man damals noch nicht, würde ich sagen, aber man ERkannte sicher die Größe, denn sonst würden wir bzw. hätten wir für die Erforschung des Alls nicht so viel Geld ausgegeben. Und sie haben Recht: im Jahre 2000 hatte man es noch nicht geschafft, einen Fuß auf einem anderen Planeten zu setzen, aber in den 2030er Jahren waren die Amerikaner (wiedermal die ersten) schon auf den Mars.“
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Sa 26 Jan 2013 - 13:44

Commander Monning hatte während der ganzen Zeit nichts gesagt. Jetzt räuspert sie sich: „Prinz Atlan, darf ich darauf aufmerksam machen, dass ...“

„Ich kann mir denken, was Sie sagen wollen, Commander Monning“, unterbricht Atlan sie. „Aber gestatten Sie mir noch einige Worte zu Leutnant Chester?“

Aber Commander Monning ist durchaus nicht einverstanden: „Prinz Atlan, Sir Chester ist bestens unterrichtet und ...“

„Ich weiß, meine Liebe. Aber er kann nicht begreifen, dass a) er jetzt grad der Mittelpunkt ist, b) nicht die Erde der Mittelpunkt ist und sich in seiner Zeit so negativ entwickelt hat, dass wir schon die Hoffnung aufgegeben hatten und c) er nicht den Spagat von damals zu heute schafft. Ihm fehlen ganz einfach Daten!“

„Aber die hat er doch!!!“ Commander Monning ist kurz davor, in die Luft zu gehen. Bei Oberst Krikorow kennt sie dieses Verhalten nicht. Der Oberst hört ihr zu und gemeinsam entwickeln sie Pläne, die auf Ideen beider beruhen. Aber der Prinz von Arret scheint überhaupt nicht auf sie einzugehen. „Sie verstehen einfach nicht, Prinz.“

Atlan hebt seine Augenbrauen: „Beschreiben Sie mir das All, in dem Sie sich befinden, Commander Monning.“ Als sie ihn erstaunt anblickt und im Moment keine Antwort weiß, nickt Atlan verständlich: „Sehn Sie. Das können Sie auch gar nicht wissen, weil es keiner weiß, weil die Erforschung gerade eben angefangen hat, weil wir vorher nicht wussten, ob es überhaupt so etwas gibt, weil wir – vielleicht – einen Teil der Zukunft sehen. Sie haben keine Schuld, wenn gerade jetzt etwas passiert, obwohl Sie anwesend sind. Denn Sie kennen Ihre Umgebung und die sie tragenden Eigenschaften nicht. Ist es nicht so?“

Sie weiß, dass er irgendwie recht hat. Trotzdem steht sie auf: „Prinz Atlan von Arret. Ich als Commander der Flotte fordere Sie auf ...“

„Commander Monning“, unterbricht Atlan sie erneut und diesmal mit einem sehr scharfen Ton, sodass die Sicherheitsleute wieder näher kommen. „Setzen Sie sich! - Ich werde auf Sie zukommen, wenn ich Ihre Hilfe benötige. Solange hüllen Sie sich in Schweigen. Das ist nicht nur eine Aufforderung, sondern ein Befehl!“

Atlan blickt Commander Monning noch einmal scharf an, was sie noch mehr verärgert, dann umrundet er den Tisch, bleibt hinter Leutnant Rodney Chester stehen und legt eine Hand auf dessen Schulter.

„SIR Chester, Sie sind kein Amerikaner, nicht wahr?! Sie gehören aber trotzdem einer zumindest fürstlichen Familie an, nicht wahr?! Aber einer englischen, nicht wahr?! Wir werden gleich mit den Technikern vom Planeten Aton das kleine Wunderwerk erklärt bekommen, damit Sie es zusammen mit Commander Monning sicher installieren können. Vorher reden wir aber noch kurz miteinander.“

Atlan umrundet den Tisch ein zweites Mal und setzt sich so auf die Tischkante, dass er Sir Chester in die Augen blicken kann.

„Sie sprechen von den Errungenschaften der Amerikaner, dass diese den Mars betreten haben. Aber es war eine Gemeinschaftsleistung mit allen Staaten, weil sich vor allem die sogenannte westliche Welt mit ihren Finanzkrisen an den Abgrund gebracht hatte und nun vor einem Weltkrieg stand. Die Reichen der Welt hatten die Armen weiter unterdrückt. Diese Armen starben, weil sie u.a. nicht das Geld für das privatisierte Wasser und andere Güter des allgemeinen Anrechts hatten. Ferngesteuerte Drohnen wurden eingeführt, damit die Menschen in den Kriegen noch leichter zu töten waren. Kriege, die am Computer mit einem Joystick stattfanden, nicht wahr?! - Sie, SIR Chester, hatten eine solche Drohnenausbildung und sind genau in dieser Zeit bei geheimen Versuchen mit ersten Raumschiffen in der Nähe des amerikanischen Geheimstützpunktes Area 51 mit Ihren Kameraden gestartet, um neuen Platz zum Leben für Ihre reichen Überlebenden zu finden. Die Reichen, die mit Ihrer Politik und dem Zerstören der Umwelt das Leben auf dem Planeten Erde fast unmöglich gemacht hatten. Was Sie allerdings nicht wussten. Ist das so?“

Er macht eine Pause und schaut Rodney Chester jetzt direkt in die Augen. „Was Sie auch nicht wissen können: dass es kurz danach einen Angriff der Atoniden gab, die diesen Zustand auf Terra nicht länger ertragen konnten, und die Menschen daraufhin Unterwasserstädte bauten, um zu überleben in einer feindlichen Oberwelt, wo Wälder und Auen zerstört wurden durch die Gier der Reichen. Womit allerdings Jahrhunderte später die ersten galaktischen Kriege begannen, denn die Versuche mit Raumschiffen, wo Sie der erste Raumfahrer waren, aber als verschollen erklärt wurde, hatte Erfolg gehabt.“

Atlan steht wieder auf und setzt sich auf seinem Platz. „Wir werden uns gleich gemeinsam in mein persönliches Kino auf dem Kommandodeck begeben, wo ich Ihnen Filme vorführen werde, die dies alles belegen. Aber vorher möchte ich gerne von Ihnen wissen, ob Sie und/oder Ihre Familie nicht zufällig zu diesem Geldadel gehörten, die am Unheil der darauf folgenden Zeiten beteiligt waren. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Es ist nur eine Frage, die der Vorsicht dient: Ich möchte nämlich nur sicher gehen, dass die Gegen-Weltregierung nicht einen Spion geschickt hat.“




Zuletzt von Atlan am Mo 28 Jan 2013 - 11:41 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Wirich
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   So 27 Jan 2013 - 15:12

Major Wirich sitzt mit gerunzelter Stirn in seinem Kommandantensessel, als er das charakteristische Geräusch des Auffahrens der Tür des Schnellen Schiffsaufzugs hinter ihm hört. Trotzdem bleibt er konzentriert bei der Überwachung der zahlreichen Anzeigen auf den verschiedenen Informationsbildschirmen, die ihm auf seiner Station zur Verfügung stehen. Einen Bildschirm überwacht er schon seit geraumer Zeit mit besonderer Aufmerksamkeit - den, auf dem die gemessenen Lebenszeichen seiner Chefwissenschaftlerin, Leutnant Rodelind, angezeigt werden.

In diesem Moment erklingt auch genau die Stimme der jungen Frau Leutnant hinter ihm: „Herr Major, melde mich wie befohlen."

Der Major dreht sich nicht um, als er mit einer wedelnden Handbewegung in Richtung der Wissenschaftsstation weist und dabei nur knapp antwortet: „Auf Ihre Station, Leutnant. Volle Rundumabtastung aller Sensoren, Maximalreichweite und -leistung. Autorisiere Anforderung Energie für erhöhten Bedarf für die Sensoren. Ausführung."

* * *

Dann kümmert sich Major Wirich wieder um seine sonstigen Aufgaben.

Unter anderem hat er die rechnergesteuerte und bisher vollautomatische Simultan-Funkverbindung von der LACERTA zu den anderen Schiffen des Verbandes neu programmiert: nun ist die LACERTA weiterhin, wie bisher auch, permanent auf Empfang, sie sendet aber nur noch in bestimmten Fällen vollautomatisch. Bspw., wenn sich die Parameter für die Technik ändern, z. B. Energieschwankungen ab einer bestimmten Größe, wenn die Lebenszeichen mindestens eines Besatzungsmitgliedes besorgniserregende Werte anzeigen, wenn die Abschirmung es mit plötzlich auftretenden Energien, z. B. durch Meteoriten oder gar Beschuß zu tun bekommt und, und, und...
Natürlich können auch weiterhin und jederzeit von Hand Meldungen von der LACERTA an die anderen Schiffe des Verbandes abgesetzt werden.
Aber schließlich ist nicht jeder Kleinkram für die anderen Schiffe von Bedeutung.
Und gegenwärtig ist keine akute Notsituation gegeben, die eine solche einschneidende Maßnahme wie eine permanente Funkverbindung zu allen Schiffen des Verbandes nötig macht.
Natürlich ist die Situation heikel. Kritisch. Gefährlich. Aber sogar in Gefahrensituationen kann es noch Abstufungen geben.
Und wenn seine Leute keinen einzigen privaten Satz mehr sagen können, ohne daß das gleich die ganze Flotte mitbekommt, dann ist das auf Dauer ein unhaltbarer Zustand.
Ein unhaltbarer Zustand, der sich irgendwann auch negativ auf die Leistungsfähigkeit der davon Betroffenen auswirkt.
Und ein unhaltbarer Zustand, den er - auch dies eines der Themen der vorigen Flüsterei mit seiner Stellvertreterin - nun beendet hat.
Die Sicherheit des Schiffes wie auch des Verbandes dürfte darunter nicht leiden, wohingegen der Gewinn an Normalität zugleich ein Gewinn für die Flotte in Form gesteigerter Leistungsfähigkeit der LACERTA-Besatzung bedeutet. Und vermutlich dürften auch die anderen Flottenmitglieder glücklicher damit sein, wenn „nicht mehr jeder ihrer Fürze gleich ins All gepustet wird", wie er sich Wunna gegenüber deutlichst ausgedrückt hatte.

* * *

Währenddesssen tut Leutnant Rodelind wie ihr geheißen. Sie nimmt ihre Arbeit an ihrer Wissenschaftsstation wieder auf und führt sie im Rahmen der erteilten Befehle fort. Lt.-Cdr. Otwin ist kooperativ, er liefert die angeforderten Energiemengen ohne Probleme.
Trotzdem ist sich Lt. Rodelind unsicher: Warum hat der Major sie erst in den Kampfstand beordert und dann dort wieder ablösen lassen? Wozu die Maximalreichweitenrundumsensorenabtastung? Sogar mit zusätzlicher Energie für die Sensoren? Braucht der Geleitschutz für die HEISENBERG wirklich die volle Sensorenleistung der LACERTA?
Natürlich ist das unbekannter Raum, wer weiß, was es da so alles um sie herum gibt - Positives wie Negatives, Gutes wie Gefährliches...
Rechnet er mit einer bestimmten Gefahr oder ist das nur eine reine Vorsichtsmaßnahme von ihm? Ist er vielleicht mit ihrer eigenmächtigen Erweiterung des Kampfstandes unzufrieden? Oder sonst mit ihrer Arbeit?
,Aber er hat doch gar nichts in dieser Richtung geäußert. Na ja, bis jetzt jedenfalls. Warum verstehe ich nur sowenig von den Menschen - und erst recht von Luitwinern? Es hat schon seinen Grund, warum ich Naturwissenschaftlerin geworden bin. Aber trotzdem wüßte ich gerne, warum er mich wieder vom Kampfstand abgezogen hat.'

* * *

Über einen internen Kanal der Bordsprechanlage kommt jetzt die Stimme der Nummer Eins und Rechnerexpertin des Schiffes, Leutnant-Commander Wunna, zu den restlichen Besatzungsmitgliedern: „Major, hier oben tut sich rein gar nichts. Wie lange braucht die HEISENBERG denn noch, ich sehne mich nach meinem Schlaumeier."
Mit dem Schlaumeier meint sie das Rechengehirn der LACERTA, das Hauptarbeitsgerät ihrer Station.

„Tut mir leid, Wunna", antwortet der Angesprochene, „wird noch ein bischen dauern. Genieß die Zeit, Leitstand Ende."

* * *

„Herr Major", meldet sich jetzt Lt. Rodelind zu Wort: „darf ich Sie etwas fragen?"

„Alles, Teuerste, alles", antwortet der Major mit leichter Stimme.

„Warum haben Sie mich vom Kampfstand abgezogen? Sind Sie unzufrieden mit mir, habe ich was verkehrt gemacht, oder warum sonst?"

„Ganz einfach, solange wir die Augen und Ohren der HEISENBERG sind, will ich Sie lieber hier an Ihrer Wissenschaftsstation haben, da sind Sie wohl besser eingesetzt. Also konzentrieren Sie sich jetzt bitte auf Ihre Arbeit. Solange wie die HEISENBERG sensorisch unserer Aufmerksamkeit bedarf, sollten wir auch genau das tun, in Ordnung?!"

„Ja, natürlich, Herr Major."

„Gut, dann sind wir uns ja einig. Ach ja, und noch eins - wäre ich unzufrieden mit Ihnen, hätte ich Wunna oder Noting Ihre Arbeit machen lassen. Oder sie gleich selbst gemacht. Wir fliegen schon seit geraumer Zeit durchs Weltall, wir können das auch. Aber ich vertraue Ihnen und wenn Sie weiterhin so gute Arbeit wie bisher leisten, ist doch alles in Ordnung. So, und jetzt konzentrieren Sie sich bitte wieder auf Ihre Arbeit."
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mo 28 Jan 2013 - 7:12

Im Kampfstand hat Lt.-Cdr. Wunna den vorhin von ihr geschalteten Kanal der BSA offen gelassen. So bekommt sie das Gespräch zwischen Lt. Rodelind und ihrem kommandierenden Offizier direkt mit. Als sie Wirichs Antwort hört, zieht ein leichtes Lächeln über ihr Gesicht. Denn Sie weiß, warum Wirich in Wirklichkeit anordnete, daß Rodelind von Wunna im Kampfstand abgelöst wurde.

Als Wirich deswegen Wunna zu sich beorderte, war ihm kurz zuvor aufgefallen, daß die Sensorik, die dafür zuständig war, die Lebenszeichen der Besatzungsmitglieder auf einen medizinischen Bildschirm der Kommandantenstatioin zu übertragen, im Falle Rodelinds heftige Streßsymptome im oberen Bereich anzeigte.

Wirich überprüfte sofort die Anlage auf technische Fehler, aber die Fehlersuche verlief negativ, die zuständigen Geräte waren also in Ordnung.

Wirich wie auch seine anderen luitwinischen Bordkameraden und -kameradinnen hatten bereits einmal erlebt, wie ein plötzlich auftretendes Raumphänomen sie von ihrer Heimat fortriß.
Sie alle hatten erlebt, was es hieß, von einem Augenblick auf den anderen auf sich selbst gestellt zu sein, getrennt von allen ihren Lieben zu sein, die Familie weg, die Freunde weg...! Ganz plötzlich mutterseelenallein in einer fremden Welt, einem fremden Universum, ohne sich auszukennen, ohne zu wissen, wie's weitergehen wird, ja, sogar ohne zu wissen, ob's überhaupt noch weitergehen wird, ob man wieder zurück kann in sein altes Leben, zu seinen Freunden, zu seiner Familie, zu seinen Außerbordhobbies, zu seinen Vereinen, zu all denen und all dem, was man liebt, was man bisher geliebt hat und was man gerne noch länger lieben würde.
Seitdem waren die Luitwiner im terrestrischen Raumgebiet gestrandet, in einem für sie völlig fremden Raumgebiet des Universums. Sie wußten, wie man sich da fühlen kann.

Nun war wieder so etwas Ähnliches passiert. Natürlich behielt da der damit vertraute Kommandeur der LACERTA ein wachsames Auge auf die Lebenszeichen seiner Besatzungsmitglieder, wie sie ihm von den zuständigen Sensoren auf den entsprechenden Medizin-Bildschirm seiner Station gemeldet wurden.
Seine luitwinischen Kameradinnen und Kameraden, erfahren mit dieser Art von Verlusten, reagierten mal mehr, mal weniger empfindlich darauf, aber doch - von den drei Bereichen grün, gelb und rot und in dieser Reihenfolge ausgehend - alle mindestens noch im gelben Bereich.
Anders war es mit der neuen Terranerin, die frisch an Bord gekommen war. Sie war die Jüngste an Bord, die Raumunerfahrenste und vor allem diejenige, die am allerwenigsten mit diesen speziellen Umständen Vertraute. Dafür hielt sie sich ganz gut. Aber nicht so gut, daß nicht doch klar erkennbar war, daß sie, egal, ob bewußt oder unbewußt, sowohl physisch als auch psychisch litt.
Major Wirich erkannte sofort, als er die Anzeigen auf dem Bildschirm sah, was da los war. Es war ein Fehler gewesen, Rodelind zu isolieren, indem er sie in den Kampfstand schickte, wo sie fern ihrer Kameradinnen und Kameraden mit dieser Extremsituation mutterseelenallein war.

Major Wirich konnte in der aktuellen Situation schlecht von seinem Kommandostand weg.
Otwin war stabil, er konnte auch in dieser Situation hervorragend alleine sein. Von daher wäre er eine gute Wahl für den Kampfstand gewesen. Als Maschinist war er aber im Maschinenraum der LACERTA weitaus mehr vonnöten.
Blieben also nur noch sein Astrogator und seine Stellvertreterin. Noting war nicht gerade der beste Schütze. Sicher, auch er konnte mit einer Overkillanlage umgehen, aber Wunna war ihm diesbezüglich weit voraus. Zusammen mit ein paar anderen Gründen fiel deshalb seine Wahl auf Wunna.

Hier ging es um Befindlichkeiten eines Besatzungsmitgliedes, noch dazu des neuesten Besatzungsmitgliedes. Dieses soll ja auch weiterhin einen guten Platz innerhalb der Mannschaft haben können. Deshalb sind die oben aufgeführten Überlegungen natürlich von streng vertraulicher Natur. Wirich weiß das und Wunna sowieso. Aus diesem Grund besprach sich Wirich diesbezüglich nur flüsternd mit seiner Stellvertreterin, so daß Noting, obwohl nur ein paar Schritte entfernt, trotzdem schon rein akustisch nicht verstehen konnte, was die beiden miteinander besprachen.

Wunna, die natürlich verstand, was ihr ihr Kommandierender da mitteilte, war die Wichtigkeit und Notwendigkeit ihres entsprechenden Handelns bewußt. Obwohl sie ebenfalls viel lieber im Leitstand an ihrer Station und in der unmittelbaren Nähe ihrer Kameraden geblieben wäre, war ihr doch klar, daß hier ihr gemeinschaftsdienliches Handeln gefragt war. Ein Handeln, von dem außer ihrem Kommandanten und ihr niemand anders erfahren würde, warum es wirklich stattfand und daß es um den Schutz Rodelinds - und damit um den Schutz der LACERTA und von ihnen allen - ging. Und wenn das erforderte, daß sie nun alleine in einem Kampfstand auszuharren hatte, dann war das halt so.

Natürlich hätte der Major es mit der Neuen alleine im Kampfstand drauf ankommen lassen können. Trotz der eminenten Belastung hielt sich Lt. Rodelind tapfer und gut. Aber es lag in der Natur des Kommandanten der LACERTA, daß er seine Leute nicht unnötig und über Gebühr belasten wollte.
Rodelind würde es vermutlich gut tun, in der Nähe ihrer Kameraden zu sein, damit würde es dem Schiff gut tun. Und wer weiß, was er als ihr vorgesetzter Offizier später vielleicht noch von Rodelind zu verlangen hatte. Da war es gut, wenn sie dann überhaupt auch noch einsatzfähig und nicht vielleicht zu früh schon ausgebrannt war. Und Wunna konnte die Ablösung leisten.

Die Situation war so schon schlimm genug. Er hatte einen Fehler gemacht, Rodelind überhaupt in den Kampfstand zu kommandieren, aber er war auch Manns genug, diesen Fehler zu erkennen, ihn sich einzugestehen und ihn zu korrigieren. Was er hiermit getan hatte.

Wunna lächelt in sich hinein. ,Ich habe echt Glück, auf der LACERTA mit solchen Kameraden zu dienen.' Während sie den internen Kanal der BSA zum Leitstand offenhält, um wenigstens akustisch mitzubekommen, was sonst noch so vor sich geht, konzentriert sie sich wieder auf ihre Aufgabe und die Overkillanlage des Schiffes.
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Temari
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mo 28 Jan 2013 - 7:22

Kommandokanzel TAU 12:


„...Sie haben uns die Zielkoordinaten gegeben, oder besser gesagt, in die Steuerungseinheiten der Lancets einprogrammiert. Sie scheinen uns technisch bei weitem überlegen zu sein. Leutnant Schmitz hat diese Daten zwar kopiert, aber es ist uns nicht gelungen, hieraus eine Position in den fremden Sternenkarten zu lokalisieren. Wir werden also abwarten, wohin uns die Lancets bringen. Leutnant Basikow, Leutnant Schmitz und Sicherheitsoffizier Liebermann fliegen mit Lancet 2. Leutnant Shaw und ich nehmen Lancet 1. Angesichts unserer Lage bleibt uns keine andere Wahl, da es uns nicht gelungen ist, in unseren Raum zurückzukehren. Bordbuch Ende.“

Kira und Wang sehen sich einen Moment an, dann hebt die Chromafrau ihr ASG an den Mund:

„Außenteam an SAGITTARIUS: Majoroberst Temari, in den Datenbanken der TAU 12 befinden sich Zielkoordinaten, zu denen die Mannschaft der TAU mit den Lancets transportiert wurde. Leutnant Wang ist bereits dabei, eine Kopie anzufertigen.“

„Verstanden, Kira. Und BITTE gebe Deine Meldungen in Zukunft auch an die ORION 18 durch! Wir sind ein Flottenverband und...“

„Jaja, entschuldige Temari, alte Gewohnheit.“ Kira seufzt leise. „Was soll jetzt mit dem Schiff passieren? Sollen wir es schottendicht machen und hier verankern oder ist Platz im Hangar der HEISENBERG?“



An Bord der SAGITTARIUS:


Temari macht ein nachdenkliches Gesicht:

„Ich halte es nicht für klug, die TAU hier im Raum stehen zu lassen. Ob wir sie nun mitnehmen oder nicht, unsere Ankunft ist mit Sicherheit schon bemerkt worden. Außerdem könnte es interessant und aufschlussreich sein, die Speicherbänke des Schiffes auszulesen und aszuwerten. Paul, kontaktiere bitte Oberst Krikorow und frage nach, ob er die TAU aufnehmen kann.“

„Verstanden, Kommander. Sobald ich bin, werde ich versuchen, die Daten, die Kira geschickt hat, mit den Ergebnissen meiner Signallokalisierung zu vergleichen, sobald ich soweit bin. Es gestaltet sich leider schwieriger als gedacht. Es dauert einfach zu lange, eine brauchbare Positionskarte zu erstellen."


Zuletzt von Temari am Mi 30 Jan 2013 - 5:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Wirich
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mo 28 Jan 2013 - 8:05

Lt. Rodelind meldet peinlich genau jede noch so kleine Spur an Auffälligkeiten, die sie mit dem gesamten Sensorium der LACERTA im Raum entdeckt. Am äußersten Rand der Sensorenreichweite entdeckt sie in Richtung des vermuteten Zentrums dieses Universums eine äußerst seltene Mischung von Anzeigen. Es scheint der Randbereich eines Nebels zu sein, aber für „Standard"-Nebelanzeigen sind diese Werte deutlich zu ungewöhnlich.

Aber noch können sie hier nicht weg. Der Schutz der HEISENBERG hat Vorrang.

Nachdem aber die HEISENBERG gemeldet hat, daß sie ihre Aufgabe beendet hat und sie deshalb auf die Sensoren der LACERTA nicht mehr angewiesen ist, hält es Major Wirich nicht mehr länger dort. Er ist Wissenschaftler mit Leib und Seele und da draußen ist irgendetwas Unbekanntes, was es zu entdecken gibt.
Vielleicht ist es auch nichts, dann hat er das Nichts entdeckt, vielleicht ist es gefährlich, na und, was wäre das Leben ohne ein bischen Gefahr, vielleicht ist es wer weiß schon was, dann weiß er es wenigstens. So oder so, sie sind in unbekanntem Raum und je schneller sie um so mehr wissen, desto besser ist es.
Die ORION 18 und die SAGITTARIUS stehen bei der TAU-12 und damit viel zu weit weg, dann kommt eine Zeitlang nichts, bevor wenigstens die HEISENBERG kommt, die sich jetzt um das neu aufgebaute Feld zu kümmern hat und dann kommt schließlich die LACERTA. Ein Schneller Raumkreuzer, genau dafür gemacht. Commander Wirich braucht nicht lange, um sich zu entscheiden.
Deshalb schickt er einen kurzen Funkspruch als Rundruf an die Flotte: „Flotte, hier LACERTA, das Feld steht, die HEISENBERG ist dafür zuständig, ich überspiele die seltsamen Daten, die wir reinbekommen haben, auf die HEISENBERG und starte durch, um mir das mal anzusehen, LACERTA Ende."

* * *

Als die LACERTTA sich dem Ursprung der Daten nähert, erscheint tatsächlich ein ungewöhnlicher stellarer Nebel auf den Bildschirmen. Mit hoher Geschwindigkeit nähert sich das Schiff diesem Nebel. Die Stimmung an Bord ist gespannt. Jagdfieber macht sich breit. Hier geht es um etwas Neues, Seltsames, Unbekanntes.

Es dauert nicht lange, und es wird klar, daß die seltsame Mischung aus verschiedensten Sensorenanzeigen nicht aus dem Nebel kommt, sondern von dahinter. Visuell ist der Nebel nicht zu durchdringen. Aber auch die Sensoren haben ihre liebe Not damit, durch diesen stellaren Nebel zu gelangen. Rodelind an ihrer Wissenschaftsstation ist schwer beschäftigt, während die LACERTA sich dem Nebel nähert.

Noch kann sich Major Wirich nicht endgültig dazu durchringen, in den Nebel einzufliegen.
Die Aufklärungslage ist zu schlecht und vor allem operiert die LACERTA an der Grenze ihrer Verbindungsreichweite zum restlichen Flottenverband. Wenn sie in den Nebel hineinfliegt, dann wird sie definitiv die Verbindung zu allen restlichen Schiffen ihrer kleinen Forschungsarmada verlieren. Dann kann sie ihren Leuten nicht mehr rechtzeitig zu Hilfe kommen, falls das erforderlich werden sollte, dann kann aber auch von den anderen niemand mehr rechtzeitig der LACERTA und ihrer wagemutigen Besatzung zu Hilfe kommen.
Schwer lastet die Entscheidungsnotwendigkeit auf Major Wirichs Schultern.

In diesem Moment schreit Rodelind ganz aufgeregt auf: „MAJOR, MAJOR, ICH HABE ETWAS ENTDECKT!!"
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Lukenko Krikorow
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BeitragThema: Gespräche an Bord und Funksprüche   Di 29 Jan 2013 - 11:27

Die Dunkel oder auch Nachtphase der HEISENBERG hat den unruhigen Geist von Oberst Krikorow nicht wirklich auch zur Ruhe bringen können. Scheinbar Ziellos streift er durch die angenehm abgedunkelten Gänge. Nur hinter wenigen Türen, so weiss er wird derzeit gearbeitet. Die Wissenschaftlichen Abteilungen sind völlig ausgestorben.
Oft streift er Nachts durch das Schiff um seine Gedanken zu ordnen. Nie aber ist ihm sein eigenes Schiff so Gespenstisch unheimlich gewesen wie heute Nacht. Knacken von abkühlenden Kunststoffrohren der heruntergeregelten Klimaanlage . Klicken von Kraftstromreleis und ein ab und zu vorbeisurrender Transportroboter der Instandsetzungsabteilung lassen ihn in seinen Gedanken ständig aufschrecken. Mit einer nie vorher gekannten Panikattacke erschrickt er vor einer, mit einem weissen Schlafanzug bekleideten Wissenschaftsassistentin..........die vermutlich zu einem, neben der Strenge des Dienstalltages stattfindenden Dates eilt.

Fast wie die im Geist des Astronauten erscheinende Figur im Roman und der Romanverfilmung des 20ten Jahrhunderts "SOLARIS", von Stanislav Lem, kommt sie ihm vor.

Die schwermütigen Gedanken abschüttelnd bleibt er stutzend vor dem Schott des Hyperübertragungslabors stehen. Dort ist ein Geräusch hinter der Tür.

Neugierig tritt der Oberst ein und sieht Doktor Franziska Lambert an einem der Simulationsprojektoren stehen.
" Na, keine Ruhe Lukenko? Ich habe auch keinen Schlaf finden können. Deine Arbeit über Hyperübertragung mit Hilfe von Projektionsfeldern, Ich habe den Vortrag an der Akademie gehört, als Du ihn gehalten hast, hat mir keine Ruhe gelassen. Die Theoretischen Grundlagen des Transportkanales von Projektilen in einem Temporären Hyperfeldschlauch haben geradezu fantastische Paralelen zu dem vorhin erlebten. "

" Ja Franzi, das ist mir auch aufgefallen............aber was nützt uns das ob der Durchgang Natürlichen oder Künstlichen Ursprunges war? "

" Zumindest können wir, wenn wir uns ranhalten einen Feldprojektor bauen, der eine Überwachungssonde mit einem Hyperfunkgerät an Bord über eine grosse Distanz schicken kann. Mit deiner Theorie von der Programmierbarkeit des Hyperaustrittsortes des Projektiles und deiner Vermutung, das eine Supragekühlte Transportblase innerhalb des Kanales sogar ein Frühzeitiges Orten dieser Sonde verhindert bzw erschwert könnten wir ohne geortet werden zu können selbst Überwachungsgeräte in einen Unbekannten möglicherweise Feindlichen Raum schicken. ........."

Genau meine liebe denkt sich der Oberst. Nur das ein solches Gerät bereits an Bord der HEISENBERG ist. Und das man mit ihm Theoretisch eine grosse Menge Antimaterie transportieren kann............deren Supragekühlte Hyperblase genau in dem Moment aufhört zu existieren , in dem sie ihren Bestimmungsort erreicht hat. Ohne die geringste Vorwarnzeit auf eine Distanz die sehr viel höher liegt als bei normaler Nutzung des Overkillprojektors . Eine fürchterliche Vorstellung das ..... Ich muss ihr sagen das sie mit der Unschuld der Terranischen Waffentechnik kokettiert......

" Wenn Du den Gedanken zuende bringst meine liebe, wirst Du verstehen, warum ich mich an allgemeine Formeln gehalten habe und meine Speziellen Berechnungen nicht einem Symposium Aasgeiern vorgestellt habe. Solange wir in keinen wirklich stabilen Politisch/Diplomatischen Verhältnissen leben, wird diese Entdeckung nur in allergrösster Not aktiviert. Du hast gut aufgepasst im Vortrag und Dir deine eigenen Gedanken gemacht. Aber meine auf Hypertechnik spezialisierten Mathematik und Technikkollegen sind glücklicherweise viel zu Arrogant und davon überzeugt, das ich mit meiner Theorie in ihr Fachgebiet einbreche, als das sie sich auch nur einen Agenblick von der Machbarkeit überzeugen würden. Und dabei lassen wir es Franziska. Ich habe Jahre gebraucht um den Baustein zu errechnen, der Dir jetzt soviel Kopfzerbrechen bereitet. Wenn es soweit ist..........weiss Ich, wer in meinem Forschungsteam an vorderster Stelle mitarbeiten wird. Aber im Moment behalte das für Dich bitte "

Ein Aufblitzen des Erkennens sieht man in den Augen der Wissenschaftlerin

" Ove....." sie bricht ab und verschliesst demonstrativ den Mund.

Dann lächelt sie zögerlich: " keinesfalls werde Ich eine solche Möglichkeit unterstützen, solange die von Dir erwähnten Voraussetzungen nicht geschaffen oder eingetreten sind ..............Kommst Du auf einen Tee..........Earl Grey mit ins Wissenschaftscasino? "

Ohne eine Antwort abzuwarten löscht sie das Programm und die Projektion auf der Tafel und gemeinsam verlassen beide lächelnd das Labor.

Auf der Brücke

Leutnant Egenthorpe empfängt einen Funkspruch des Bordfunkers der SAGITTARIUS , Paul Cushing.

" Hier HEISENBERG, DIensthabender Leutnant Egenthorpe. Der Kommandant schläft und das Schiff ist in Nachtruhe befohlen. Die TAU 12 ist viel zu gross für unseren Hangar. Wir müssten sie zersägen und in den Gängen Lagern..........Ich würde eine Kiste Single Malt Wisky dafür geben, um sein Gesicht zu sehen, wenn wir das bei unserer Rückkehr zur Erde ausladen und dem GSD Chef übergeben. HEISENBERG Standby"

Der Leutnant beendet die Aufzeichnung und lehnt sich Grinsend in seinen Sessel zurück





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Zuletzt von Lukenko Krikorow am Mi 30 Jan 2013 - 12:43 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mi 30 Jan 2013 - 2:32

Temari schrieb:
„Ich halte es nicht für klug, die TAU hier im Raum stehen zu lassen. Ob wir sie nun mitnehmen oder nicht, unsere Ankunft ist mit Sicherheit schon bemerkt worden. Außerdem könnte es interessant und aufschlussreich sein, die Speicherbänke des Schiffes auszulesen und aszuwerten. Paul, kontaktiere bitte Oberst Krikorow und frage nach, ob er die TAU aufnehmen kann.“
Die Lichtspruchverbindung zwischen der SAGITTARIUS und der ORION ist immer noch offen, sodass die Unterhaltung an Bord der SAGITTARIUS mit übertragen wird.

„Was will Sie???“, fragt Alfons Müller ungläubig. „Die HEISENBERG soll die TAU-12 aufnehmen???“

„Kinder, macht nicht soviel Heckmeck darum.“ Cliff McLane kommt gerade von der Toilette und steuert auf seinen Platz zu. „Das war sicher ein Versehen von Ihr. - McLane an Majoroberst Temari. Mädchen, mach Dir keine Kopfschmerzen wegen der TAU. Wir machen das ganz anders und schlagen damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.“

Er steht auf und stellt sich vor dem großen Wandschirm, auf dem die Brücke der SAGITTARIUS zu sehen ist mit Majoroberst Temari in der Mitte.

„Unsere Leute sind ja noch an Bord der TAU. Und soviel ich weiß, hat Leutnant Kira genauso wie Leutnant Wang eine Pilotenausbildung. Außerdem kennt sich Leutnant Klira hervorragend mit den Maschinen aus. Es ergeht deshalb folgender Befehl: Die beiden an Bord der TAU-12 befindlichen Piloten bringen das Schiff wieder zum Laufen und bringen es dann zu den Koordinaten der ATLANTICA. Dort wechseln TAU und ATLANTICA ihre Positionen, die TAU übernimmt praktisch die auf Automatik zu stellende Überwachung der Bojen, womit die ATLANTICA wieder für weitere Aufgaben zur Verfügung steht. Verstanden? - McLane Ende.“



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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Do 31 Jan 2013 - 9:43

Atlan hatte jetzt einige Minuten auf eine Antwort von Leutnant Chester gewartet. Als aber nichts kommt, außer einem erstaunten Gesicht, schaut er Commander Monning seufzend an:

„Naja. - Dann, Commander, wollen wir uns mal mit dem Teleskop beschäftigen. Dazu möchte ich Ihnen meine anderen Gäste vorstellen: Da ist zunächst Professor Dr. Dr. Dr. Sachmet, sie hat das Material des Gehäuses entwickelt und auch die Möglichkeit der Arbeit im Raum. Und dort sehen Sie Hochprofessor und Oberst Min-Amun, er entwickelte das komplizierte Programm, welches es Professor Sachmet erst ermöglichte, die Größe des Teleskops immer mehr zu verkleinern, bis es die heutige Größe erreichte. Beide gehören zur Besatzung der SPHINX und kamen an Bord der ATLANTICA, weil sie Forschungen mit Erdmetallen betreiben wollten.“

Professor Sachmet nickt Atlan feierlich zu und beginnt mit ihrer kurzen Rede, wobei sie Commander Monning das kleine faustgroße Gerät übergibt: „Nehmen Sie das Teleskop einfach mal in die Hand, Commander. Sie werden feststellen, dass es extrem leicht ist. Es fühlt sich an, als ob man eine Feder in der Hand hält. Die Leichtigkeit des Materials ermöglicht es uns, mit diesem kleinen Gerät hochpräzise Operationen im Raum durchzuführen und das Teleskop dabei exakt zu positionieren.“ Sie zieht die Augenbrauen hoch und wartet auf die Reaktion.

Commander Monning kann einen Laut des Entzückens nicht verhindern. Sie wiegt es hin und her und verlagert es von der einen in die andere Hand. In ihren Augen kann man erkennen, dass sie es nicht für möglich hält, ein Radioteleskop in der Hand zu halten, obwohl sie mit beiden Augen sieht und ihre beiden Hände es spüren. Aber ihr Verstand sagt, dass es unmöglich ist und nicht wahr sein kann. Dann gibt sie das Teleskop an Leutnant Chester weiter.

„Das Prinzip dieses Teleskops ist die Simulation“, fährt Hochprofessor Min-Amun fort. „Die Software ist in drei Schritten aufgebaut. Im 1. Schritt wird eine Simulation mit Antimaterie aufgebaut. Wir alle wissen, dass es Antimaterie im normalen Raum nicht gibt, aber wir damit rechnen und arbeiten können. Denn es muss mal einen Zeitpunkt gegeben haben, wo Materie und Antimaterie zu gleichen Teilen im Universum vorhanden war. Dieses machen wir uns zu Nutze, indem wir im Computer ein Feld Antimaterie in beliebiger Größe erzeugen und diese Simulation als Materiefeld in den Raum vor uns übertragen. 2. Schritt: Die Simulation im Computer als Antimaterie und das erzeugte Bild im Raum als Materie vernichten sich bei ihrem Zusammenprall gegenseitig und erzeugen bei ihrem Zerfall ein drittes stabiles Bild, welches im 3. Schritt zu einem Schirm modelliert wird, dessen Größe wir selbst bestimmen können. Ab da funktioniert es dann wie ein ganz normales Teleskop, welches Sie nicht nur auf der Erde finden, sondern auch auf Chroma, Arret und Aton. Diese neue Technik wird aber bald zum Standard der konföderierten Flotte gehören.“

Leicht lächelnd schaut er in die erstaunten Gesichter: „Kommen Sie. Wir haben eine Präsentation erstellt, welche Ihnen die Bedienung und die Einstellungen des Teleskops nahe bringt.“

Während sie zur Präsentation schreiten, schaut Commander Monning Leutnant Chester fragend an: „Haben Sie das verstanden?“


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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Fr 1 Feb 2013 - 11:41

An Bord der ATLANTICA

„Ja, abgesehen von den Fachbegriffen, aber sinngemäß.“, antwortet Sir Chester,„Fahren sie fort, Herr Professor, fahren sie fort!“


Zuletzt von Sir Chester am Di 5 Feb 2013 - 12:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Fr 1 Feb 2013 - 14:25

An Bord der TAU-12


Leutnant Wang hat die Anordnung von General McLane gehört und steht jetzt gerade vor dem Computer, um die neuen Koordinaten einzugeben. Dabei verflechtet er die Eingabe natürlich wie vorgegeben mit den Daten, die bisher von der ATLANTICA und der HEISENBERG ermittelt wurden, wodurch er ein fast raumartiges Abbild erhält, welches durch das Projekt „Schmetterling“ von Oberst Krikorow bald zu einem vollständigen Raumobjekt anwachsen wird. Vorerst muss er sich aber mit den gegebenen Daten begnügen, während Lt. Kira im Maschinenraum versucht, den Kahn zum Laufen zu bringen.

Wieso hat übrigens sie bisher die Kommandos gegeben, durchfährt es ihm im gleichen Moment. Sie, die von Chroma, dem Weiberplaneten, stammt, hat ihm gegenüber absolut keine Weisungsbefugnis. Sie sind schließlich beide Leutnants und keiner ist dem anderen unterwürfig.

Unterwürfig? Ein Japaner und unterwürfig???

Die drei Fragezeichen sind von Leutnant Wang nicht umsonst gesetzt, obwohl er sonst ein friedlicher Mensch ist. Aber eher würde er Harakiri begehen, als einer Frau gleichen Ranges unterwürfig zu sein. Er entschließt sich, dass er jetzt der Herr im Haus ist.

In dem Moment summt der Lift und Leutnant Kira tritt heraus: „Wie sieht es aus, Leutnant Wang? Haben sie die Programmierung fertig?“

Ihm tritt der kalte Schweiß aus. Gerade eben hatte er noch Harakiri begehen wollen, jetzt ist er dabei, vor Ehrfurcht oder Angst in die Knie zu gehen, die Arschbacken zusammen zu kneifen und … sich wiedermal zu fügen …???

Nein, entscheidet er.

„Fertig, Leutnant Kira. Aber wieso sind Sie im Leitstand? Ihr Einsatzgebiet ist der Maschinenraum. Begeben Sie sich wieder in denjenigen und bereiten einen flotten Start auf die von mir eingegebenen Koordinaten vor. Ich werde Sie auf die Brücke rufen, wenn wir unseren Endpunkt mit dem der ATLANTICA abgleichen müssen. Dann brauche ich sicher Ihre Hilfe hier oben.“

Ohne eine Antwort abzuwarten, benachrichtigt er die ATLANTICA: „ATLANTICA, hier ist Leutnant Hoshito Wang von der TAU-12. Wir nähern uns Ihren Koordinaten, um gemäß dem Befehl General McLane's mit Ihrer Position zu tauschen. Wir benötigen weitere Instruktionen und laufende Berichterstattung. Leutnant Wang, TAU-12, Ende.“




An Bord des Jägers ORION γ


Commander Ronald Wagner hat etwa ¾ der Umgebung der TAU-12 umflogen, allerdings nur in seiner gedachten waagerechten Fluglinie, weil ihm die endgültigen Raumdaten fehlen, die sicher bald von der HEISENBERG ermittelt werden, als er die normalen Signaldaten der LACERTA auf seinen Instrumenten sieht.

Die LACERTA hier? In diesem unerforschtem Raum? Hat sie die Genehmigung dazu?

Kurzerhand ändert er seinen Kurs und fliegt der LACERTA mit langsamer Geschwindigkeit zuerst entgegen und dann, als die LACERTA die Richtung ändert, hinterher.

Sie nähern sich einem unerklärlichen Nebel. Keinem Sternenstaub, sondern einem Nebel, wie er es von der Erde kennt. Die Analysen zeigen Wasserstoff an. Und Kohlenwasserstoff, Bausteine des Lebens. - Im freien Raum?

Während er sich auf seine Instrumente konzentriert, verschwindet die LACERTA in diesem Nebel. Die Instrumente des Jägers ORION γ zeigen es an: Keine Ortung mehr. Und für Commander Ronald Wagner keine Chance mehr, den schnellen Raumkreuzer zu erreichen. Oder?

Dann wird seine Aufmerksamkeit auf etwas anderem gelenkt: Signale. Signale von irgendwo her. Seine Instrumente spielen verrückt, weil sie anhand der fehlenden Daten die Entfernung nicht ermitteln können.

Aber eines ist sicher: die Daten kommen nicht von der Flotte.



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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Sa 2 Feb 2013 - 2:23

Die Präsentation ist kurz und präzise, der darauf folgende Bedienungs-Lehrgang interessant und ebenfalls kurz, sodass Atlan die beiden Gäste noch einmal Tee anbieten kann, bevor sie wieder in den Hangar geleitet werden.

Dort wartet auch schon Leutnant Henriijetta van der Veld, die erstaunt aufblickt, als Atlan ihr lächelnd eine dampfende Tasse hinhält mit den Worten: „Sie waren ja nicht beim Lehrgang, Leutnant. Aber ohne eine heiße Tasse original arretischem Tee gehen Sie mir nicht von Bord.“

Dann wendet er sich noch einmal Commander Monning und Leutnant Sir Chester zu: „Bestellen Sie Oberst Krikorow einen netten Gruß von mir und sagen ihm, dass er zwei hervorragende Leute an Bord hat. Sie beide haben mit Auszeichnung bestanden.“


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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Sa 2 Feb 2013 - 7:17

An Bord der ATLANTICA /Abflug mit der LANCET/ Aussetzen der Sonde

Nach der Einweisung durch die Atonidischen Wissenschaftler lässt es sich Prinz Atlan nicht nehmen, die beiden Besatzungsmitglieder der HEISENBERG zurück zur LANCET zu bringen. Dort überreicht er Leutnand van der Veld, die bereits wieder am Beiboot ist, eine Tasse des leckeren Arretanischen Tees und verabschiedet sich Herzlich von en Terranern.

Kurz darauf schwebt die LANCET aus dem grossen Hangar und nimmt sofort Kurs auf das Körperzentrum des Schmetterlings.

Commander Monning schwärmt von der Leistungsfähigkeit der Atonidischen Technik, während sie mit Leutnant Chester das Aussetzen vorbereitet.

" Commander, wenn die Atonidische Technik so überragend ist, warum haben wir dann überhaupt den Schmetterling aufgebaut?" fragt Lt van der Veld Interessiert.

" Weill diese kleine Atonidische Sonde nicht nur ein komplettes Teleskop ist. Sie ist vor allem mit der notwendigen Software ausgestattet um mit allen möglichen Grossflächigen Teleskopkonstruktionen zusammenzuarbeiten ond deren Leistungsfähigkeit wie in diesem Fall fast zu verhundertfachen, Leutnant."

Der Anflug auf den Schmetterling erfolgt in Schweigen. Nur unterbrochen von Knappen Anweisungen und Meldungen.

Knapp 50 Minuten später durchfliegt die LANCET den Schmetterling an der Stelle, wo die Atonidische Sonde ihre Position ennehmen soll.

Eine kleine Schleuse an der Unterseite der Halbkugelförmigen LANCET öfnet sich und die winzige Sonde steuert sogfort eigenständig an ihre Position, während die LANCET schnell beschleunigt um die HEISENBERG im Sicherheitsraum zu treffen.

HEISENBERG: Hinweis, Die Simultanübertragung an alle Schiffe läuft weiter. Alles weitere kann also von allen Schiffen mitgehört erden.

Während die HEISENBERG mit geöffnetem Schacht auf die LANCET wartet entfernt sich, ohne eine Bestätigung der Anfrage abzuwarten die LACERTA aus ihrem RAUM, den sie zum Schutz der HEISENBERG eingenommen hatte.

" Was machen die denn da?? schnellt Leutnant Egenthorpe aus seinem Sessel hoch.

" Brücke an Kommandant! Der schnelle Raumkreuzer LACERTA hat seine Sicherungsposition verlassen um irgendeinem Signal zu folgen. Es ist keine Bestätigung von der ORION 18 oder einem anderen Schiff der Flotte erfolgt. Wir können nichts machen, die LANCET 1 ist im Anflug auf unseren Schacht. "

" Klopf die Brückenmannschaft aus den Betten.....Ich bin sofort auf der Brücke. "

Kurz darauf hastet die Brückencrew auf ihre Posten.

" Hier Funküberwachung und Ortung......Ein Jäger der ORION ist kurz auf Kurs zur LACERTA gegangen, deren Kurs dann kurz gefolgt. Die LACERTA ist von allen Schirmen der Ortung verschwunden. In einem Nebel aus Wasserstoff und Kohlenwasserstof " Michikos Stimme klingt erregt und im letzten Teil staunend unglaübig.

" HEISENBERG an LANCET 1 , Oberst Krikorow hier! Macht Dampf Leute und seht zu das ihr so schnell wie möglich in den Schacht kommt"

Angespannt wandert der Oberst über die Brücke.

" Sollen wir der LACERTA folgen Oberst? " fragt Ben Mariff.

" Auf keinen Fall folgen wir dem Kreuzer in eine unübersichtliche Situation. sonst verschwinden wir vieleicht auch, nach uns dann und dann und dann bis derVerband komplett weg ist!!!!?? Das wäre dann wie in dem Märchen der Brüder Grimm > Die Kluge Else < wo einer nach dem anderen im Keller verschwindet."

Kurz darauf setzt die LANCET 1 auf dem Schachtboden auf.

Der Oberst drückt auf den Knopf, welcher den Schmetterling in Verbindung mit der Atonidischen Sonde in Aktion versetzt, fast Augenblicklich fängt eine Gigantische Datenübertragung auf die HEISENBERG und alle anderen Schiffe des Verbandes an.

" HEISENBERG an ORION 18. Operation Schmetterling läuft ab jetzt Automatisch. Die HEISENBERG ist ab sofort wieder frei für andere Operationen. Was läuft da an Bord der LACERTA?? Sie ist in eine Nebelwolke eingeflogen die unserer Analyse Nach aus Wasserstoff und Kohlenwasserstoff besteht. Sie hatte kurz vorher eine Anfrage um erlaubniss abgesetzt aber Ich hab keine gegeben und habe auch nichts von euch oder der ATLANTICA gehört.Und nun ist sie von allen angewendeten Ortungssystemen verschwunden. HEISENBERG Standby"





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Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Sa 2 Feb 2013 - 9:28

„Wir sind genauso ratlos wie Sie, Oberst“, bestätigt Alfons Müller den Lichtspruch der HEISENBERG und lässt den Kanal ebenfalls offen. „Panga, kannst Du es Dir erklären?“

Der Angesprochene schüttelt mit dem Ausdruck des Bedauerns den Kopf. „Leider nicht. Aber wenn diese Raumblase die Fähigkeit hatte, sechs große Schiffe in sich zu ziehen, dann kann ich mir lebhaft vorstellen, dass hier noch viele Geheimnisse und dunkle Mächte lauern.“

„Zuviel Gruselromane gelesen, was?“ meint McLane lächelnd. „Wo ein Funkloch ist, gibt es auch eine Erklärung, warum.“

„Aber diese Erklärung müssen wir erstmal finden.“

„Ja, das werden wir auch tun, Harald. Zuerst ist aber unsere eigene Sicherheit wichtig. - Alfons, frag mal bei der SAGITTARIUS nach, wieweit Leutnant Kira jetzt mit dem Antrieb der TAU-12 ist. Außerdem frage mal nach deren Funker Leutnant Paul Cushing. Er hatte doch auch mal solche Signale empfangen. Vielleicht kann er sie ja wiederfinden, wenn der Schmetterling der HEISENBERG funktioniert, und vergleichen, ob es die gleichen sind. - Außerdem werden wir uns, Harald, sobald die TAU mit der ATLANTICA die Position getauscht hat, um alle weiteren Notsituationen kümmern.“

„Aber wenn der Mannschaft der LACERTA etwas zugestoßen ist, dann ...“

Dann ... werden wir auch das bald erfahren, Leutnant Svensson! Aber erst dann, wenn unsere Sicherheit gewährleistet ist. - Kampfstand besetzen und alle Jäger auf Sicherheitsalarm. Das gilt auch für alle anderen Schiffe.“



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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Di 5 Feb 2013 - 10:32

Als Atlan die Meldung des ORION-Jägers hört und gleich darauf die Aufforderung von General McLane zum Sicherheitsalarm, eilt er so schnell wie möglich zur Brücke der ATLANTICA. Beim Betreten hört er Oberst Thorens schon Befehle erteilen:

„... für alle Decks. Jägerstaffel 1 fertig machen zum Notstart. - Ah, mein Prinz. Wir können hier nicht weg, weil die TAU-12 noch nicht da ist. Kannst Du mit Admiral Thot reden, dass er das Signal, was er für uns hält, auch auf die Sonde übertragen soll? Dann kann ich mit Major Piri zusammen den Verteidigungsfall durchgehen.“

„Alles klar, Oberst. - Major Rubeta, ich brauche eine zweite sichere Leitung zur SPHINX – außerhalb dieses Universums...“ Die letzten drei Worte klingen ihm seltsam; sagen sie ihm doch, dass er nicht zuhause ist. Andererseits demonstrieren sie die Ungeheuerlichkeit der atonidischen Technik, die gleich angewendet werden soll.

„Na, mein Sohn. Wie siehts denn aus bei euch?!“ tönt die Stimme von Ghiri Thot durch den Äther.

„Schlecht, wenn man bedenkt, dass wir verschiedene Signale nicht identifizieren können. Aber jetzt brauche ich dringend Deine Mithilfe.“

„Schieß los!“

„Kannst Du dieses Signal, was uns zusammen hält, auf zwei Signale aufteilen und eines davon auf die Boje festmachen? - Ich weiß, das kostet ungeheure Energie, müsste aber mit eurer Technik machbar sein.“

„Du meinst, Du willst Dich entfernen? - Das geht nicht.“

„Nein. Wir wollen die wiedergefundene TAU-12 an die Position der ATLANTICA schieben und sie dann dort verankern.“

„Oh ja, das kostet Energie!!! - Können wir nicht die Verbindung nehmen, womit wir uns jetzt gerade unterhalten?“

„Ghiri, dann könnten wir beide keinen Kontakt mehr miteinander aufnehmen!“

„Stimmt - Verdammt. - Für wie lange soll das Signal geteilt werden?“

Atlan seufzt. „Solange, bis die TAU an unserer Position steht.“

„Das ist ein Risiko, das weißt Du. Wenn ich dadurch die Verbindung zu Dir verliere, dann seid ihr auf immer verloren. Weißt Du, was Du da von mir verlangst?“

„Darum sollst Du ja auch als erstes mein Signal auf die Boje übertragen.“

Jetzt muß Ghiri Thot seufzen: „Dann können wir uns gleich gute Nacht sagen.“

„Warum?“

„Weil unser Gespräch auch auf der gleichen Leitung stattfindet – nur zeitverzögert.“

„Dann haben wir doch schon praktisch zwei Leitungen, wenn ich das richtig sehe. Oder?“

„Si Senore. Das heißt Ja mein Herr. Habe ich mal von einem terranischen Erzfrachter gehört, der von einem terraespano Commodore befehligt wurde.“

„Musst Du jetzt Witze machen?“

„Nein.“ Der Admiral räuspert sich. „Also sag mir, wenn es soweit ist, ich bereite inzwischen alles vor für den großen interuniversalen Knall. Dazwischen schreibe ich schon mal eine Ablebenskarte für euch alle. - SPHINX Ende.“

Atlan senkt den Kopf. Ob alles glatt geht? Etwas gefährlicheres als diese Operation hat es noch nie gegeben. Es steht schließlich die Verbindung zwischen zwei Raumblasen auf dem Spiel. Atlan seufzt tief. Er muss jetzt einfach Vertrauen in die Technik der Wissenschaftler der Planeten Arret und Aton haben.

Nochmal seufzend nickt er Oberst Thorens zu, der versteht, welch große Verantwortung der junge Prinz tragen muss.


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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Sa 9 Feb 2013 - 6:13

NSC für Majoroberst Temari / SAGITTARIUS


An Bord der TAU-12

Sprachlos bleibt Leutnant Kira vor dem Lift stehen. Sie hatte Manieren gelernt und dass man andere Lebewesen achten muss. Gleich zu Anfang dieses Unternehmens hatte sie sich vorgenommen, die Männer so zu nehmen, wie sie sind, aber dennoch eine Zusammenarbeit anzustreben. Aber was ihr da dieser Mann von der Erde entgegen schleudert, übersteigt alle Grenzen des guten Geschmacks um das hundertfache.

„Ich bin keine Befehlsempfängerin der Erde, Leutnant Wang. Wir führen ein intergalaktisches Unternehmen und sitzen alle zusammen in einem Boot. Wenn Sie aber meinen, die Person, auf die Sie angewiesen sind, zu demütigen, dann sind Sie falsch gewickelt. Entweder Sie besinnen sich und legen Ihr übles Benehmen ab, - oder ich melde es der SAGITTARIUS, wo sich Majoroberst Temari persönlich mit General McLane in Verbindung setzen wird. Die daraus folgenden Konsequenzen können Sie sich dann hoffentlich selber ausmalen!“

Sie sieht mit Genugtuung, dass ihre lange Rede gefruchtet hat, nickt dem schluckenden Leutnant Wang zu und begibt sich zum Kontrollpult des Maschinisten.

„Wir sollten Freundschaft schließen, solange wir hier zusammenarbeiten müssen. Keiner hat hier das Kommando. Wir orientieren uns gemeinsam auf das, was wichtig ist. - Einverstanden?“

Als Leutnant Wang keine Anstalten macht, sich zu rühren, seufzt sie tief: „Und wenn Sie da noch länger herumstehen, dann verpassen wir noch unser Rendezvous mit der ATLANTICA.“

Endlich kommt Bewegung in ihn und er begibt sich zur Steuerung. „Sie haben ja Recht, Leutnant Kira“, meint er achselzuckend. „Leutnant Wang und Leutnant Kira auf der TAU-12 an die HEISENBERG: Bitte übermitteln Sie uns die vom Schmetterling ermittelten genauen Koordinaten der ATLANTICA. Wir haben ein sehr gefährliches Manöver vor uns. Danke und Ende.“

Dann dreht er sich um. „War das so recht, Leutnant?“

„Ja, ich bin zufrieden, Leutnant.“



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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Sa 9 Feb 2013 - 7:55

" Hallo TAU 12. Hier HEISENBERG, Leutnant Hayashi, Kommunikation und Funkortung. Wir übermitteln ihnen die von ihrer Position aus errechneten Anflugdaten zur ATLANTICA. Dazu eine Erklärung . Ihre erste Anflugphase weist nicht direkt auf das Ziel. Sie müssen von ihrer Position aus zuerst auf Gamma 12,89 , Omega 4,4 Kurs nehmen und diesen Anflug bis F45-D39-Y2Alpha 8 fliegen. Damit steuer sie einen Ausweichkurs . Das ist nötig um dem Satelitbojenfeld des Teleskopes auszuweichen. Die TAU ist zu gross um das dichtstehende Feld zu durchfliegen ohne die Satelitbojen zu gefährden durch Kollisionen . Desweiteren erleichtert es in der Endphase ihrer operation den schnelleren Wechsel , wenn sie etwas auf einer Seitlichen Ebene anfliegen. Also steuern sie von den Koordinaten des ersten Fixpunktes auf Kilo 36,034 Delta21,56 bis sie auf Entfernungsortung von 200 Terranischen Kilometern an die ATLANTICA angenähert sind. Danach machen sie einen vollen Stopp und benutzen sie ihre Lichtwerferzieleinrichtung um das Zentrum der ATLANTICA Micromillimeter genau anzupeilen . Das Anflugtiming auf die errechneten Koordinaten in der Endphase sprechen sie mit der ATLANTICA ab . Wenn der Wechsel läuft lassen sie ihre Zieldaten stehen. Wenn sie während des Wechsels diese Fixdaten nicht halten verfehlen sie den Verbindungstransfer zur SPHINX und wir verlieren die Verbindung die uns einen möglichen Rückweg sichert. Sie müssen das Schiff sehr Präzise steuern. Falls die Steuerung der TAU 12 das nicht hergibt, Bleiben sie wo sie sind und übermitteln uns die Remote Daten des Schiffes . Unsere Drohnenbrücke wird dann mit den Schmetterlingsdaten den Kreuzer Fernsteuern.Bitte bestätigen sie die Koordinaten und beginnen sie mit ihrem Anflug, HEISENBERG Standby."

Oberst Krikorow geht auf ein Kopfschütteln von Commander Monning reagierend an den Funkleitstand:

" Hier Oberst Krikorow. An TAU 12 ,ATLANTICA und ORION 18 . Die Steuerung der TAU ist veraltet und beinhaltet Abweichungen. Diese sind Konstruktionsbedingt und können von der MAnnschaft der TAU 12 nicht selbst errechnet werden. Ich Empfehle Dringend den Gesamten Anflug von unserer Drohnenbrücke aus zu steuern. HEISENBERG Standby."

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Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   So 10 Feb 2013 - 13:00

Der neu ernannte Oberst des GSD lehnt sich zufrieden in seinem neuen Büro zurück. Es ist zwar nicht das, was er mit dem T.R.A.V.-General McLane vor dem Lehrgang abgesprochen hatte, aber sein neuer schneller Raumkreuzer HYDRA II ist in wenigen Wochen startklar. Neugierig nimmt er sich die Akten vor, die auf seinem nagelneuen Schreibtisch in geschriebener Form vorliegen. Sie tragen die Aufschrift „GEHEIME AKTEN DES GSD“, sogar in roter Schrift, und beinhalten Vorgänge am Rande der von der Erde beanspruchten Herrschaft in Form einer 900 Parsec umfassenden Raumkugel. Ein GSD-Kreuzer der Alpha-Klasse wurde zur Klärung in diese Gegend gesandt. Erstaunt liest Oberst Zava den Namen des Kommandanten: Oberst Cunningham von der TAU-12. Aber das ist doch der Nachbar von seinem Freund Cliff McLane! - Sein Puls steigt und er lehnt sich auf dem Schreibtisch vor. Damit muss er sich etwas genauer beschäftigen.

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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mo 11 Feb 2013 - 0:19

An Bord der TAU-12


„Haben die dort einen an der Klatsche? Oder was ist da los? Das, was wir vorhaben, kann die HEISENBERG ja gar nicht!“ Leutnant Wang schaut Leutnant Kira entgeistert an.

„Ich hab mich auch schon gewundert, warum die so lange drum herum reden. Wir haben ja nur nach den Koordinaten gefragt, damit wir die mit den unsrigen abstimmen können. Soll ich denen mal meine Meinung geigen?“

„Ne, lass mal“, wimmelt Hoshito Wang ab. „Die kommen auch von der Erde. Das mache lieber ich. - Okay?“

Sekundenlang schauen sich die Beiden an. Das Eis zwischen ihnen ist gebrochen. Sie sind jetzt Partner. Kira nickt. Hoshito weiß, was er zu tun hat:

„Hallo HEISENBERG, Leutnant Hayashi: wir hatten nur nach den Koordinaten gefragt. Sonst nichts! Ihre ganzen Reden, was wir zu tun und zu lassen haben und wie wir es zu tun haben, hätten Sie sich sparen können. Wir haben jetzt die exakten Koordinaten, werden das Sondenfeld umfliegen und uns per Handsteuerung der ATLANTICA nähern, die uns ab dann per Traktorstrahl übernehmen wird. Da ist die HEISENBERG nur im Weg. - Im Übrigen, Oberst Krikorow, ist die TAU-12 ein Schiff der Alpha-Klasse der neuesten Bauart, praktisch ein Schwesterschiff der LACERTA, der DRACO, der ANTARES und so weiter. Sie ist nur für GSD-interne Maßnahmen erweitert worden. Ansonsten hätte Leutnant Kira das Schiff nicht so schnell wieder funktionstüchtig machen können. Der GSD-Kreuzer unter dem Kommando von Oberst Cunningham ist erst kurz vor uns hier gestrandet. Sie hatte, wie General McLane vermutet, einen speziellen Sonderauftrag ihrer Dienstbehörde. Meinen Sie etwa, Oberst, dass der Galaktische Sicherheitsdienst ein uraltes Schiff zu solch einem Auftrag schicken würde? An den Rand des Niemandslandes? - Leutnant Wang von der TAU-12 Ende.“

„Gut gemacht!“ Kira klopft ihrem Kollegen auf die Schulter und lächelt ihn an. „Ich programmiere jetzt den Computer, damit die ATLANTICA die Fernsteuerung übernehmen kann.“




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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Di 12 Feb 2013 - 2:29

An Bord der ATLANTICA


Auf der ATLANTICA müssen Atlan und Oberst Thorens lachen, als sie den Dialog über den offenen Flottenkanal mithören: Da setzt sich ein kleiner Leutnant gegen einen Oberst zur Wehr. Auf der ATLANTICA hätte es so etwas nicht gegeben. Aber das ist die Ausbildung bei McLane: Alle Besatzungsmitglieder sollen gleichberechtigt sein und eigenständig arbeiten und notfalls auch führen können.

„Leutnant Kira, bitte entschuldigen Sie, wenn wir Ihre äußerst interessante Unterhaltung stören müssen.“ Mediaoffizier Major Rubeta lächelt ebenfalls und schaut dabei Prinz Atlan an. „Aber programmieren Sie den Computer so, dass er nach der Einnahme seiner endgültigen Position die alleinige Aufgabe hat, laufend die exakte Position der ATLANTICA zu errechnen, um damit die Verbindung jederzeit zu garantieren. - Es folgt jetzt von unserm Rechner der Zugangscode, damit die SPHINX ihn dirigieren kann.“

Auf dem großen Wandmonitor sieht er, wie die TAU-12 vorsichtig um das von der HEISENBERG angelegte, Schmetterling genannte, Sondenfeld manövriert und dann in gerader Linie auf die ATLANTICA zufährt.

„Jetzt das Schiff mittels Traktorstrahl erfassen und langsam zu uns heranziehen.“ Oberst Thorens übernimmt wieder die Steuerung. „Leutnant Kira, Maschinen auf schlafende Energie. Bereiten Sie sich darauf vor, in Kürze umzusteigen.“

Sekunden verstreichen schleppend, bis die TAU-12 endlich in der günstigsten Position steht, gegenüber der ATLANTICA und in der Mitte zwischen beiden Schiffen: die Zentral-Boje. Kurz danach verlässt eine Lancet die TAU und die SPHINX übernimmt die Steuerung.


An Bord der SPHINX


Admiral Ghiri Thot läuft auf der Brücke der SPHINX aufgeregt von einer Konsole zu seinem Sessel, von da zur Zentraleinheit und wieder zurück zum Hauptschirm. Dieses waghalsige Unternehmen bringt ihn noch mal um den Verstand. Was wäre, wenn in diesem riskanten Moment ein Angriff eines feindlichen Schiffes erfolgen würde - oder ein Meteoritenschauer - oder ein Sonnensturm - oder - oder - oder...
Er rauft sich die Haare: 'Nun komm schon, Atlan. Komm endlich!'

„Admiral, das erwartete Signal der ATLANTICA!“

„Na endlich. Jetzt die exakten Koordinaten der beiden Schiffe anhand der Bojen-Position ermitteln.“

„Sind ermittelt, Admiral.“

„Leitstrahl auf die Boje verstärken. Zuerst um 50%.“

Der erste Offizier zögert etwas. „Energie um … 50% erhöht, Admiral!“

Ghiri Thot schaut seinem besten Mann ernst ins Gesicht: „Wenn das jetzt nicht klappt, klappt es nie mehr.“

Generalmajor Weneget hält seinem Blick stand. Kleine Schweißtröpfchen rinnen an der Seite seiner Hakennase entlang: „Ich weiß, Admiral.“

Thot holt tief Luft: „Okay. - Leitstrahl Boje / ATLANTICA kappen und sofortige Verbindung Boje / TAU-12 aufnehmen!“

Bange Sekunden vergehen. Kein Laut auf der Brücke.

Dann ein banger Aufschrei: „ADMIRAL, WIR HABEN DIE BOJE VERLOREN!!!“

Weneget eilt zum Sessel des Kommandanten und drückt mehrere Tasten gleichzeitig: „COMPUTER: ENERGIE ERHÖHEN. VORGANG REKONSTRIUEREN. SCHNELL!!!“

21 ... 22 ... 23 ...

„Verbindung zur ATLANTICA wieder hergestellt, Admiral.“

Thot wischt sich den Schweiß ab: „Puhhh. - Gut. - Energie auf 100% erhöhen. Nochmal dasselbe. Laufend Meldung auf meinem Schirm, wie die Boje reagiert.“

Nochmaliges Luftanhalten, bis endlich ein schwaches Signal auf der Brücke zu hören ist:

„Admiral, der Zentralrechner der TAU-12 meldet sich und wartet auf Eingabe.“

Ein Jubeln tönt über die Brücke, die in allen anderen Schiffen zu hören ist.

„Sagen Sie ihm, er soll das Signal spalten und eine davon umkehren. Damit kann dann die ATLANTICA ihre Position verlassen.“

Wieder Schweigen und warten...

Bis: „Admiral, die ATLANTICA meldet sich nicht!“


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BeitragThema: 3. Abschnitt, Sackgasse   Mi 13 Feb 2013 - 8:42

An Bord der SAGITTARIUS

ist Kommunikationsoffizier Paul Cushing bei einem intensiven Meinungsaustausch mit seinem Kollegen von der ORION.

"Ich finde es sehr interessant, dass viele der Signale, die wir empfangen, auf völlig veralteten Bändern laufen, in Frequenzbereichen, die völlig untypisch sind für moderne Nachrichtenübertragungen", bemerkt Paul kopfschüttelnd.

"Das sehe ich genauso. Moderne Relaisstationen terrestrischer Bauart senden und empfangen für gewöhnlichen auf unterschiedlichen Ein- und Ausgabefrequenzen. Wir empfangen aber eindeutig FM-Simplex-Signale."

"Nicht ausschließlich. Aber selbst die SSB-Übertragungen sind auf wenige Seitenbänder beschränkt. Diese Sendearten gibt es seit Mitte des 21. Jahrhunderts schon nicht mehr."

"Darf ich Euer Fachsimpeln kurz unterbrechen?" mischt sich Temari in die Unterhaltung ein. Sie war selbst Funkerin an Bord der ORION 17 und kennt sich mit der Materie daher bestens aus. Paul schaut zu ihr auf und scheint wie aus einem Traum gerissen. "Kommander?"

"Mich interessieren zunächst zwei Dinge: 1. Woher stammen die Signale? und 2. Wer oder was sendet diese? Habt ihr darauf bereits eine Antwort?"

Paul atmet tief durch, lehnt sich halb über sein Pult und bedient einen Sensor.

"Mit Hilfe des Schmetterlings ist es uns tatsächlich möglich, einige der Signale zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Das Zentralgehirn ist immer noch dabei, eine dreidimensionale Sternenkarte vom inneren der Raumblase zu erstellen. Erste Positionen von Standorten der Sender dürften in wenigen Minuten bekannt sein."

Auf Temaris Hauptmonitor baut sich allmählich ein Bild auf. Vor dem schwarzen Hintergrund leuchten vereinzelt Punkte auf, die Sterne markieren. Es werden mehr und mehr...
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BeitragThema: Re: 3. Abschnitt, gefangen in einer Raumblase?   Mo 25 Feb 2013 - 12:29

An Bord der SPHINX


Die bangen Sekunden an Bord der SPHINX ziehen sich fast endlos in die Länge. Wenn jetzt die Verbindung zur ATLANTICA unterbrochen ist und gleichzeitig noch keine Verbindung zur TAU-12 besteht, dann existiert einzig und allein nur eine winzige Verbindung zur Boje. Und der kann man keine Befehle erteilen.

Admiral Thot rauft sich vor Verzweiflung die nur noch spärlichen Haare und seufzt tief. Sechs Schiffe hat er damit gleichzeitig verloren. - Sechs Schiffe! - Von drei befreundete Föderationen: Terra, Chroma und – für ihn das Wichtigste – Arret...
Er wird sich nie mehr vor den konföderierten Planeten blicken lassen können.

Plötzlich hält er inne und lauscht in sich hinein: Wieso bedauert er sich alleine?!

Entschlossen schüttelt er den Kopf und rafft sich wieder auf: „Generalmajor Weneget, wie groß sind die Chancen, die ATLANTICA wieder zurück zu bekommen?“

Der Angesprochene schaut ihn ernst an: „Sehr gering, Admiral.“

„Und wie wäre es, den gesamten Vorgang, einschließlich des ersten Versuchs, am Zentralrechner zu simulieren, um zu sehen, wo der Fehler lag?“

„Hm, eine Möglichkeit wäre es. Leutnant Dedwen, starten Sie das Simulationsprogramm … hm … sagen wir: VM-29.“

Mit höchster Konzentration verfolgen Ghiri Thot und sein 1. Offizier die Reihenfolge der Befehle, die der Boje, dem TAU-12-Rechner und der ATLANTICA gegeben wurden.

„HALT!“ ruft Ghiri plötzlich. „Zurückfahren und mit halber Geschwindigkeit wiedergeben.“

In der Simulation sehen sie, wie sich der Rechner der TAU-12 aus dem laufenden Programm ausklinkt und in Wartestellung geht, als würde er auf weitere Anweisungen warten.

„Wieso hat er das getan?!“

„Höchste Wahrscheinlichkeit: Zwei widersprüchliche Befehle: Einer von uns und der andere von Leutnant Wang.“

Ghiri Thot schüttelt den Kopf: „Wie? Erkläre etwas genauer!“

„Wahrscheinlich unsere Schuld, Admiral“, erklärt Generalmajor Weneget zögernd. „Wir haben dem Leutnant einen Code übermittelt, den er mit dem Code der ATLANTICA abgleichen sollte. Wie es aussieht, hat der Rechner aber den Code auf eine irdische Konstante gesetzt. Das hätten wir berücksichtigen sollen. Schauen Sie hier, da liegt der Lümmel: Eine dadurch gegebene Abweichung von … 0,0000019836 Grad.“

„Können wir das berichtigen?“

Generalmajor Weneget seufzt und schaut seinem Chef dabei grimmig schmunzelnd an: „Wenn die ATLANTICA noch auf Position steht, könnten wir das Manöver wiederholen. Sonst nicht!“

Admiral Thot schaut ihn lange an. Dann seufzt er ebenfalls tief. „Was soll's. Wir können nichts mehr verlieren. - Also gut, wiederholen wir den ganzen Vorgang!“



Immer wieder schickt die SPHINX Unmengen an Daten durch ein kleines Nadelöhr. Durch eine kleine elektronische und mit Lichtenergie vollgestopfte Leitung von einem Universum in das andere. Endlos lange Minuten vergehen, wo das Simulationsprogramm immer wieder in der Realdimension das macht, was es vorhin errechnet hat. Ein Strahlenblitz nach dem anderen trifft, von der SPHINX ausgehend, die Boje im Nachbar-Universum, um es zur TAU-12 weiterzuleiten.

Bis der Rechner der TAU-12 endlich reagiert: „TAU-12 meldet: Ziel erfasst. Nehme Verfolgung auf.“

Zeitgleich geht ein Jubel auf der ATLANTICA los und eine Meldung an die SPHINX: „Wir sind wieder da, Ghiri...!“

Den Jubel auf der SPHINX braucht sicher keiner mehr beschreiben. Oder?


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