Raumpatrouille - Am Rande der Unendlichkeit

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 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen

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Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Fr 2 Aug 2013 - 7:14

Die Drohnen der HEISENBERG starten nur wenige Minuten nach dem Befehl des Oberst.
"Luke, was versprichst Du Dir davon?" fragt der Professor.
"Nun......offenbar ist die Zeit für einen Meteoriteneinschlag oder gar der Kollision mit einem Kometen und der Erde........auch dieser Parallelerde noch nicht gekommen. Den bisherigen erkenntnissen über den Einschlag am Ende des Trias zufolge, müsste erst auf höhe der Lücke zwischen den Solaren Planeten eine kosmische Katastrophe eintreten. Diese ist entweder die Kollision eines Jupitermondes mit einem Kometen oder Meteor,oder die Kollision zweier freier  Stellarer Umrunder. Erst dadurch wurde ein kleineres Bruchstück auf eine Kollisionsbahn mit der Erde gebracht. Wenn aber nun einige Hunderttausend oder Millionen Jahre vorher ein Irrläufer auf die Erde trifft,ist dieser eben kein Bruchstück sondern der ganze unbeschädigte Komet oder Meteor. Um ein vielfaches grösser und dadurch geeignet alles Leben auf der Erde auszulöschen. Ohne Chance, das sich unsere Wunderbare Erde mit anderen Lebewesen als den Sauriern erholt und schlussendlich uns hervorbringt. Aus einem winzig kleinen Säugetier, welches zu der jetzigen Zeit der Entwicklung noch nicht auf der Bühne der Evolution steht.
Panga hat uns mit der Nachricht an mich nicht davor gewarnt was passieren wird,die allgemeine Situation und Entwicklung auf diesem Planeten aber , McLanes Irrläufer vor 50 Jahren und die Schweinerei mit den veränderten Umlaufbahnen zweier Fomalhautplaneten lässt mich vermuten, das die Fremden oder der Fremde mit eben einem Spiel meint.....das wir hier in Echtzeit um unser Fortbestehen nein weitaus schlimmer,das wir darum spielen überhaupt existieren zu dürfen."


" Warten wir die Ergebnisse von Commander Monning und der Astrophysischen Abteilung ab,Luke"


Einige Stunden später summt die BSA in der Kabine des Oberst.
" Oberst.......die Scans sind abgeschlossen.Unsere Computer erstellen gerade eine Simulation für das Galaktarium in der Astrophysischen Abteilung. Professor Miester wird ebenfalls Informiert. In 30 Minuten bin Ich zu einer Erklärenden Präsentation bereit "
Ertönt die angenehme Stimme Petras aus dem Lautsprecher.


Der Oberst bedankt sich und wälzt sich aus der Pneumoliege um sich vor dem Empfang möglicherweise schlechter Neuigkeiten noch etwas frisch zu machen.


Fortsetzung folgt

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je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
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Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   So 4 Aug 2013 - 22:12

In einem Raum, der irgendwie nach … Blut (?) … riecht, werden ihnen die Augen verbunden – zu ihrem eigenen Schutz, wie ihnen versichert wird –, und etwas in die Hand gedrückt, was sich anfühlt wie getrocknete Blätter oder einer Art Papyrus, dann öffnet sich irgendwo knirschend eine Tür, wodurch sie ins Freie geführt werden. Mit immer noch verbundenen Augen führt ihr Weg über einen Platz, der, wie es sich anhört, mit einer großen Anzahl Menschen gefüllt ist. - Ein Stadion? - Dann eine weitere Tür, mehrere hallende Gänge mit dahinter zu hörenden leisen Stimmen, nochmal mehrere Türen, dann eine kurze Treppe, die abwärts führt, bis sie schließlich wieder in einen Raum ankommen.

„Ihr könnt die Augenbinden abnehmen und euch setzen“, hören sie eine nahe Stimme. „Na, ist die Überraschung gelungen?“

Cliff tut, wie ihm geheißen und öffnet vorsichtig die Augen, um sie sofort wieder zu schließen. Denn er hatte geradewegs in das gleißende Licht einer Filmstudio-Lampe geschaut. Moment mal … Lampe? - Vorsichtig öffnet er zum zweiten Mal die Augen und ein Stöhnen kommt über seine Lippen. Als er sich umschaut, sieht er, dass es den anderen in ihrer Verwunderung nicht anders ergangen ist.

„Wo sind wir hier?“ fragt Sonya Mbasa erstaunt.

„In Ihrer Umkleidekabine selbstverständlich“, erklärt entrüstet ein Mann, der so aussieht, wie man sich im allgemeinen und besonderen einen Regisseur vorstellt. „Damen rechts, Herren links. Schminken und einölen hier an den Tischen.“

„Guter Mann“, beginnt Johnny, „bitte sagen Sie uns, welches Jahr wir haben. Wir haben nämlich die Orientierung verloren.“

„Sie haben was???“

„Wir wissen nicht … naja … uns fehlen einige Informationen über den Ort, das Jahr, in dem wir uns...“

„Guter Gott!“ unterbricht ihn der Regisseur und schlägt die Hände über den Kopf zusammen. Dann blickt er Van Hallen entsetzt minutenlang an und wendet sich dann an einen der ihm Nächststehenden: „Sie wissen nicht, in welchem Jahr wir sind. Ob das Spione vom anderen Studio ...? Nein, das kann nicht sein – woher sollten die wissen … - WACHE!!!“ - Zwei Männer mit Speeren stürzen herein. - „Verhaftet diese Leute und bringt sie in eine … äh … ihre Unterkunft. Ich werde mich später mit ihnen beschäftigen. Es sind ja noch mehr Mannschaften, um die ich mich kümmern muss.“

Ihrem Befehl gehorchend bringen die beiden Männer die ORION-Crew in einen ziemlich großen Raum, der zwar üppig ausgestattet ist, dessen Fenster aber mit Gittern versehen sind. Es macht laut „Klack“, als die Wache die Tür absperrt.

„Da haben wir uns ja schön übertölpeln lassen“, mault Alfons und lässt sich auf eines der breiten Betten plumpsen.

„Ich habe doch nur eine Frage gestellt!“, verteidigt sich Johnny sauer und läuft verärgert durch den Raum.

„Fassen wir doch mal zusammen:“, fordert Dr. Woloshyn seine Kameraden auf. „Ich glaube schon, dass wir in dem Land sind, den Johnny gleich zu Anfang vermutete. Nämlich in Mexiko. Und alles deutet auch darauf hin, dass es tatsächlich das Reich der Zapoteken, der Tolteken oder einem anderen Volk vor den Azteken ist. Ich bin kein Archäologe, aber mir sagt die Wand hier und die Art der Bearbeitung, dass unsere Vermutung bis hierher richtig ist. Stimmt es soweit?“

Alle nicken und warten auf die weiteren Überlegungen des Bordarztes.

Illya Woloshyn läuft währenddessen den Raum ab und bleibt vor dem Spiegeltisch stehen. „Eindeutiges 18. Jahrhundert, 1740 etwa.“ - Dann dreht er sich um und bleibt vor Cliff McLane stehen. „Wenn ich das richtig sehe, spielen diese … Anderen ein Rollenspiel mit uns, oder?“

McLane schürzt die Lippen, hebt den Kopf und blickt ihn nachdenklich in die Augen. „Jjja. Das war ja schon bei Billy the Kid der Fall. Nur liegt hier der Hase in einem anderen Pfefferfeld: nämlich in einer Zeit, die Vergangenheit und Gegenwart wahrscheinlich gleichzeitig beinhaltet.“

„Irrtum, mein Lieber!“

Als Cliff die Augenbrauen hochzieht und ihn erstaunt anblickt, klärt Illya auf: „Du hast die Zukunft vergessen! - Und da komme ich jetzt nicht mehr mit: Wenn hier das gleiche Spielchen gespielt wird, wie bei Billy the Kid, was machen dann die Fernsehkameras des 20. Jahrhunderts dabei?!!“

„Hmm“, macht Johnny und schüttelt nachdenklich den Kopf, „außerdem ist hier so viel falsch, dass ich mich indirekt frage, ob das Spiel diesmal nicht vielleicht heißt: findet heraus, was richtig ist.“

Lai Mant Chu lässt sich lässig in einen der gemütlich aussehenden Sessel fallen, schlägt ihre schlanken Beine über eine der Armlehnen und begutachtet ihre Fingernägel: „Wenn ihr mich fragt: Mich stören die Fernsehkameras nicht!“

„Mich auch nicht. Dann ist das hier sicher das Drehbuch, vermute ich mal.“ Sonya wedelt mit dem Pergamentblättern und setzt sich ebenfalls.

„Meinst Du, dass die uns hier als Schauspieler einsetzen wollen?“ fragt Alfons ungläubig.

Dr. Woloshyn nickt und nimmt den Faden wieder auf: „Das ist gut möglich, dass sie einen Film mit uns drehen wollen.“ Bei seinem Rundgang durch den Raum bleibt er in der Nähe von Cliff McLane am Fenster stehen und blickt hinaus. „Wenn die nur nicht ...“, überlegt er leise vor sich hin und dreht sich dann zu Cliff um: „Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Dokumentation drehen und alles, was wir sogar mitspielen, Wahrheit in unserer eigenen Realität wird – so falsch die Doku dann auch sein sollte?!“

McLane schaut ihn entsetzt an. „Ich wiederhole: Du willst damit also andeuten, dass das, was sie von uns verlangen, eine Drehbuchänderung bedeutet, damit dieses geschichtliche Durcheinander im Jahre Null der Erde keine Realität wird? - Du meinst also: ein neues Rollenspiel in ihrem bisherigen Rollenspiel?“

Illya nickt langsam: „Unser Rollenspiel, ja. Ein verschachteltes, sozusagen. Und bedenke dabei die technische Entwicklung über Jahrhunderte hinweg ...“

Franka wirft nachdenklich eine Frage in den Raum, die alle beschäftigt: „Und wo bleiben wir, wenn das passiert und wir nicht mitspielen wollen?“

Eine Frage, die vorerst unbeantwortet bleibt...



Fortsetzung folgt


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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mo 5 Aug 2013 - 21:54

NSC für Temari auf der SAGITTARIUS


Lange hatte Majoroberst Temari am zentralen Sichtschirm gestanden und fassungslos mit angesehen, wie nach und nach ihre Freunde verschwunden waren. Zuerst hatte Oberst Zava noch Hoffnung gemacht, dass alle aus diesem fremden Universum gerettet werden würden, dann aber hatten sie zwar über die TAU 12 und dem Schmetterling, zusammen mit Admiral Thot von der SPHINX, eine stetige Verbindung geschaffen, sich dafür aber einer weitaus größeren Gefahr ausgesetzt. Was damit begann, dass Prinz Atlan Kontakt bekam mit der größten Legende der Menschheitsgeschichte: nämlich Atlantis, - wonach dann innerhalb kürzester Zeit zuerst Leutnant Sir Chester und dann ihre Bordkameradin Kira von den vermaledeiten Planeten angezogen wurden und spurlos verschwanden. Als letzte musste sie mit ansehen, wie die HEISENBERG in den Nebel eines der Planeten eintauchte und kein Lebenszeichen mehr von sich gab, und dann die Mannschafts-Lancet der ORION 18, welche dieses Schicksal auf den dritten Planeten ereilte, ebenfalls ohne Kontakt. - Einfach im Nebel der Zeiten verschwunden.

Im Nebel der Zeiten? - Spiel der Zeit? - Ein Zeitenspiel? - Temari wischt ihre Gedanken mit einer Handbewegung beiseite und horcht gleichzeitig auf, als sich Paul ganz erstaunt meldet: „Wir haben Kontakt mit der ORION. Leutnant-Commander McNamarra. Soll ich durchstellen, Majoroberst?“

„Ja bitte.“

Ein leises Knacken ertönt, welches in den letzten 150 Jahren modernster Raumfahrt immer noch nicht ausgemerzt worden war. „Hier ist Leutnant-Commander Stephen McNamarra, zur Zeit leitender Offizier der ORION 18. Majoroberst Temari, ich sehe Sie schon seit geraumer Zeit bewegungslos im Raum stehen. Ist etwas los bei Ihnen an Bord, wo ich vielleicht helfen kann?“

Oh! Schon so lange, dass es direkt auffällt? - Temari räuspert sich. „Danke der Nachfrage, Leutnant-Commander. Aber es ist alles in Ordnung. Wir haben nur gewartet, ob noch irgendwelche Zeichen kommen. Dann starten auch wir durch.“

„Wissen Sie schon, was Sie erwartet?“

„Ein Spiel. Mehr weiß ich auch nicht. Hat General McLane sich schon auf der ORION gemeldet.“

„Bisher noch nicht, Majoroberst. Und das ist es ja eben, warum ich Sie anspreche. Wollen Sie sich tatsächlich einer Gefahr aussetzen, wobei Sie nichts anderes wissen, als dass es ein Spiel ist?“

„Ja natürlich!“ entrüstet sich die Kommandantin der SAGITTARIUS. „Es ist ja schließlich meine Kameradin Leutnant Kira, die schon lange vor der ORION im Nirwana verschwand!“

„Es sollte auch kein Vorwurf sein“, beschwichtigt Stephen McNamarra. „Ich dachte nur: Noch ist es ein beruhigender Anblick, wenn ich die SAGITTARIUS in der unmittelbaren Umgebung sehe. Wenn Sie dann auch noch weg sind ...“

„Keine Sorge“, unterbricht Temari ihn fest entschlossen. „Ich komme wieder zu Ihnen. Und zwar mit Leutnant Kira. Da können Sie Gift drauf nehmen!“

„Danke, lieber nicht.“ hört man McNamarra über die Lautsprecher schmunzeln. Dann etwas lauter: „Ich wünsche Ihnen eine gute Fahrt und allzeit eine Handbreit Kosmos unter dem Kiel.“ Ein leises Knacken verrät die Beendigung des Gesprächs.

Temari seufzt leise: „Dann man los, Leute. Jetzt sind wir dran!“

Leise und geräuschlos setzt sich die SAGITTARIUS in Bewegung. Die Richtung wird ihr von einer fremden Macht von außerhalb vorgegeben. Und Minuten später taucht auch sie unter in den Nebel der Zeiten …





Fortsetzung folgt

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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mo 12 Aug 2013 - 0:25


Wenn sie Gefangene sein sollten, dann wurden sie bisher bestens bedient. Gestern Abend zum Beispiel gab es ein kombiniertes Mittag- und Abendessen, welches sie sich selber zusammenstellen durften. Und heute Morgen wurde ihnen das gebracht, was sie sich gestern Abend gewünscht hatten.

„Ich weiß nicht recht“, mault McLane gerade und betrachtet die Tasse von allen Seiten, „aber nach Kaffee schmeckt das nicht!“

„Dann solltest du meinen Schwarztee trinken“, schmunzelt Johnny. „Der schmeckt nach Hochland-Kaffee aus den besten Anbaugebieten von Aton.“

„Das lass lieber nicht Admiral Thot hören: Auf Aton gibt es nämlich keinen Kaffee.“ Alfons lacht und hält seine Tasse hoch: „Das hier ist der allerbeste Kräutertee, den ich je getrunken habe. Könnte aus einem Garten stammen, wo die Frösche haufenweise drauf gesch...“

„ALFONS!!!“ Ein vielstimmiger Chor lässt ihn blitzartig verstummen.

Illya Woloshyn steht lächelnd auf. „Ich muss noch mal auf gestern Abend zurück kommen“, beginnt er gerade, als der Türsummer ertönt und ein elegant gekleideter Mann herein kommt (frühes 20. Jahrhundert, im Mundwinkel ein langer Zigarettenhalter mit glimmender Zigarillo, ölige Frisur, die eng am Kopf anliegt und eher an einen Mafiaboss erinnert, statt an Menschen des Zapotekenreiches), sich breitbeinig und in der Hüfte kreisend und wiegend in der Tür aufbaut, mit markiger Stimme und entsprechenden Gesten seinen Spruch ablässt: „Hi, haben den Plan geändert, Amigos. Das andere Raumschiff ist gelandet, voll geil ohne Plan. Die Leute da, eh Mann, werden eure Gegner sein! - Voll krass, wa? - He Alte, bis'n steiler Zahn. - Habt'n heißen Schuppen, he!“, und verschwindet, ehe noch irgendeiner der Crew Fragen oder Antworten geben kann.

„Was … war … das … denn???“ Franka steht mit hochgezogenen Augenbrauen und mit in die Hüften gestemmten Fäusten mitten im Raum und starrt die Tür an, wo sie gerade den Weihnachtsmann und den Osterhasen in einer Person verschwinden sah.

Cliff McLane ist der erste, der sich von dem Ereignis erholt hat und schaut Illya Woloshyn an: „Das bestätigt meine Annahme, dass hier etwas ganz gewaltiges im Argen liegt. Wir müssen so schnell wie möglich einen Plan haben, bevor sie uns einspannen.“

„Was glaubst du denn, was sie mit uns vorhaben?!“

„Hast du denn die Arenaluft nicht gespürt? Die Zapoteken und ihre Nachfahren spielten in solchen Stadien ihre Ballspiele. Und dabei rollten nicht nur Bälle!“

„Du hast aber vergessen, dass wir hier nicht nur ein Zeitalter haben, sondern derer viele!“

„Ich weiß. Deshalb macht es mir auch soviel Schwierigkeiten, einen klaren Kopf zu behalten.“

„Wir müssen ein Ereignis herbeiführen, womit sie nicht rechnen“, meldet sich Franka wie selbstverständlich. „Widersprüche sozusagen.“

„Richtig“, pflichtet Johnny ihr bei. „Oder noch mehr Durcheinander, sodass sie selber nicht wissen, was oder welches Durcheinander von ihnen stammt.“

Cliff und Illya nicken anerkennend. „Sehr gute Idee“, meint McLane. „Das Problem ist nur: Die haben schon soviel an geschichtlichem Durcheinander produziert, dass ich gar nicht weiß, wo mit einem zusätzlichen Durcheinander unsererseits begonnen werden kann!“

In diesem Moment ertönt zum zweiten Mal an diesem Morgen der Türsummer und ein Bote überreicht McLane etwas, was wie richtiges Papier, sogar wie ein richtiger Brief, aussieht. Er wirft einen kurzen Blick darauf, erschrickt kurz und reicht den Brief dann ruhig und wortlos an Johnny van Hallen weiter.

Der nimmt ihn entgegen, faltet ihn auseinander, erschrickt ebenfalls nur kurz, bleibt aber genauso ruhig: „Dreiergruppen? - Hier??? - Du Cliff, das kann doch nicht sein, oder? - Die Gegner in der Arena ... sind die … Frogs???“



Fortsetzung folgt …


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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mi 14 Aug 2013 - 12:14

Der Orbiter bricht glühend und rasant durch die Wolkendecke, und unter ihr erstreckt sich eine Welt, komplett in weiß gehüllt. Wie ein Feuerball, rast die kleine Raumkapsel unaufhaltbar hinab Richtung Boden. Sir Rodney Chester, Ulrich Eichmann und Tarik Pesch sitzen in Raumanzügen festgeschnallt auf ihren Plätzen.

Der Planet ist unter einer riesigen Schneedecke begraben. Der Obriter kracht geradezu in einem glücklichen Winkel in diese hinein, sodass dieser nach einigen hundert Metern, fast zum stillstand kommt. Denn durch die Hitze, die die Außenhülle durch den Eintritt in die Atmosphäre bekommen hat, beginnt der Orbiter jetzt in die Schneemasse zu sinken.




~ ~ ~ ~ ۞ ~ ~ ~ ~





Undeutlich, wie ein Dröhnen, hört Rodney eine Stimme. Langsam öffnet er seine Augen und wieder hört er die Stimme. Diesmal jedoch, kann er sie verstehen und mit verschwommenen Blick, sieht er vor sich eine Gestalt, die mit einer Lampe auf ihn leuchtet..

„Sir Chester, wachen sie auf; kommen sie zu sich!“, sagt diese zu ihm.

Langsam wird seine Sicht klarer.

„Ich muss beim Aufprall ohnmächtig geworden sein. Pesch, seid ihr beiden Wohlauf?“, spricht Rodney zu der Gerstalt, die jetzt deutlich für ihn nach Tarik Pesch aussieht.

„Ich bin Ok“, antwortet Pesch und zieht Rodney mit der rechten Hand hoch, „aber es sieht so aus, dass Eichmann nicht so viel Glück hatte wie wir“, redet er weiter und leuchtet auf die Stelle, wo Ulrich Eichmann gesessen hatte.

Die Seite des Orbiters, in der Eichmann gewesen war, wurde anscheinend bei der Bruchlandung abgerissen, und nun ist der Bereich von einer Menge Schnee verschüttet. Entsetzt schaut Sir Chester in diese Richtung.

„Ach du Scheiße! Entschuldige meinen Ausdruck, aber ach du Scheiße! Dennoch sollten wir nicht die Hoffnung aufgeben. Vielleicht sitzt er gerade irgendwo in dem anderen Teil des Orbiters und macht sich ebenfalls Sorgen über uns“, versucht Sir Chester mit guten Gedanken die Situation aufzubessern, „übrigens ist es hier ganz schön Dunkel. Haben wir noch eine Lampe, wie diese hier?“

„Schon, nur ist diese leider zu Bruch gegangen“, informiert ihn Tarik Pesch

„Na ja, Hauptsache, wir haben überhaupt etwas Licht. Jetzt müssen wir noch einen Weg finden, wie wir aus der Schrottkiste herauskommen“
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Lukenko Krikorow
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Do 15 Aug 2013 - 5:25

In der Astrophysischen Abteilung des Schiffes sitzen bereits die Wissenschaftler der Abteilung sowie die Brückenoffiziere die keine Brückenwache haben am U Förmigen Konferenztisch als der Kommandant eintritt. Er nickt ihnen zwanglos zu und setzt sich auf einen der freien Plätze.

Commander Petra Monning,erster Offizier der HEISENBERG und Astrogatorin erhebt sich von ihrem Sitz und beginnt mit einem Druck auf ein kleines Steuergerät in ihrer Hand die Präsentation.

" Wir haben in den letzten Stunden sehr Umfangreiche Scans dieses Sonnensystems und seiner unmittelbaren Umgebung durchgeführt. Erstaunlich ist,dieses System hat fast die Identischen Abmessungen des Sol-Systems.Sogar die Planetenabstände und Bahnläufe sind täuschend ähnlich. Darüberhinaus haben wir jeden Festen Körper innerhalb dieses Systems erfasst,der mit seinem Lauf Kollisionen mit anderen Himmelskörpern errechnen liess. Die dadurch hervorgerufenen Bahnveränderungen .............kurz die Ergebnisse dieses galaktischen Billards ,liegen jetzt vor. Nach Ausblendung aller Ereignisse die keine diesen Planeten betreffende Auswirkungen haben werden.
Übrig sind zwei Ereignisse geblieben, die darüberhinaus aufeinander aufbauen werden.
Und das erste hat seinen Ursprung durch Technische Fremdeinwirkung."

Petra zoomt nun aus dem System einen Abschnitt heraus.

"Dieser Planetoid hier , der markierte hier. Wir gaben ihm treffenderweise den Namen MASTER OF DISASTER,  ist aus seiner stabilen Bahn gedrängt worden.Mit einem ganz speziellen Ziel.
Er wird in 178 Tagen mit einem Kometen Kollidieren. Die Kollision wird in unmittelbarer Nähe zu diesem Planeten stattfinden. Beide Himmelskörper werden in grossen Teilen direkt auf diesen Planeten stürzen. Die Wucht des Einschlages der Teile dürfte bei mehreren Billionen Megatonnen Sprengkraft liegen und die gesamte Oberfläche dieses Planeten zerstören. MOD ist aus seiner Bahn gedrängt worden. Der Komet würde sonst in einigen Millonen Jahren mit einem kleineren Himmelskörper zusammenstossen, zerbrechen und in Bruchstücken den Planeten treffen. Dieses Ereigniss wäre schon Apokalyptisch, entspräche aber ziemlich genau dem Einschlag auf der Erde............als die Saurier ausstarben und sich die Erde nochmals wandelte um schliesslich den Siegeszug der Säugetiere einzuleiten."

Ein Raunen geht durch den Raum.

Der Oberst führt Petras Gedanken weiter.

" Das jetzt viel früher eintretende Ereigniss, ist für die Existenz bzw. die Entwicklung der Säugetiere viel zu früh.............auf diesem Planeten wird es nie Säugetiere Geben. Ich sage ihnen jetzt etwas, was diesen Raum auf keinen Fall verlassen darf. Wir befinden uns in einer Situation in der alle unsere Handlungen direkte Auswirkung auf unser Heimatuniversum haben.
Wenn es hier zu früh knallt, wird es das mit grosser Wahrscheinlichkait auch auf der Erde der Vergangenheit tun. Wir hören dann einfach auf zu existieren....................."

Lukenko lässt diese Worte etwas wirken.

" Also spielen wir mit Leute. Was die können haben sie schon anhand einer anderen Bahnveränderung bewiesen.......im System Fomalhaut.Nur haben sie dort nicht damit gerechnet, das wir das merken das manipuliert wurde und welche verheerenden Auswirkungen das haben wird.Daher haben sie uns ein gewaltig grosses Zeitfenster gegeben. Hier haben wir sehr viel weniger Zeit zum richtigen Reagieren..
Master of Disater ist schon so nahe, das seine einfache Sprengung unabsehbare Folgen für diesen Planeten haben wird. Wir müssen seine Bahn so verändern, das er den Kometen nicht trifft und auch nicht den Planeten.Petra, setz deine Spezialisten dran.Wir haben nur eine Chance. MOD muss von uns wie eine Billiardkugel  so angestossen werden, das die Unmittelbare Gefahr gebannt wird und das Biest dem System auch in Zukunft keine Schwierigkeiten bereiten wird. Der Komet hingegen muss seine Bahn beibehalten........damit in ferner Zukunft genau die Katastrophe eintreten kann der wir indirekt unsere Existenz und die moderne Entwicklung zu verdanken haben. Du bekommst jede erdenkliche Unterstützung und die vollständige Rechenkapazität der HEISENBERG. Ich erwarte Zeitnahe Ergebnisse.
Die anderen Offiziere und alle, auch Wissenschaftlichen Besatzungsmitglieder werden mit Hochdruck daran arbeiten den Kahn hier wieder Flott zu bekommen...............los gehts.Lang die Arme.....Kurz die Pausen"

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Temari
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mo 19 Aug 2013 - 7:07

"Paul, sind wir noch auf den richten Koordinaten? Diese Nebelsuppe da draußen stört hoffentlich nicht unsere Instrumente." Besorgt blickt Temari ihrem Astrogator über die Schulter.

"Keine Sorge, Kommander, die GITTA ist hier langekommen."

Temari nickt und wendet sich an Samana. "Systemstatus?"

"Alles bestens. Die Subroutinen des TTG sorgen dafür, dass kleinere Fehler, die durch die Telenosestrahlen oder was auch immer das ist, verursacht werden, sofort wieder korrigiert sind. Wir können uns also auf die SAGITTARIUS zu 100 % verlassen."

"Wie mich das freut", murmelt Temari und lässt sich auf ihren Kommandantensessel fallen.

Dann, endlich, beginnt der Nebel sich zu lichten. Auf dem Zentralschirm manifestiert sich das Bild eines Planeten, der Temari sehr vertraut vorkommt. Dann ertönt der Resonanzalarm.

"Kommander, fremde Schiffe auf 0,3!"

"Hast Du ein Bild?"

"Ja, moment. Ich gebe Sie auf den Hauptschirm. Das ist - das gibt es doch nicht - das sind..."

"Hör auf zu stottern und..."

In diesem Moment erhellt sich der große Monitor und zeigt 3 Schiffe, die die SAGITTARIUS in Sicherheitsabstand begleiten. Samana und Temari springen auf, Miri, die im Maschinenraum die Aufgaben von Kira übernommen hat und das Bild ebenfalls empfängt, stößt einen überraschten Schrei aus.

"Das sind Neptun-Liner, echte Oldtimer! Ich wusste gar nicht, das es noch welche gibt, abgeshen von dem Exemplar im Heimatmuseum in Xun-City. Und soweit ich weiß, ist das gar nicht mehr flugtauglich."

"Ganz richtig, Samana. Hier stimmt etwas ganz und gar nicht." Temari befällt eine finstere Ahnung.

"Paul, sende denen Mal einen chromanischen Gruß, aber rufe sie um Himmels willen nicht direkt!"

"Verstanden. Signal ist raus."

Es dauert nicht lange, da ertönt eine wohlklingene weibliche Stimme aus den Lautsprechern der Kommandokanzel.

"Wir grüßen Euch, Schwestern auf der SAGITTARIUS, und bitten Euch, uns zu begleiten."

Temari und Samana tauschen vielsagende Blicke.

"Auch Euch einen Gruß, Schwestern auf der - wie heißt doch gleich Euer Schiff?"

"Das tut jetzt nichts zur Sache", kommt die Antwort, schon etwas ruppiger. "Folgt uns, Zeit für Fragen haben wir später."

Ohne Vorwarnung gruppieren sich die fremden Schiffe zu einer Sicherheitseskorte um die SAGITTARIUS.

"Sie haben ihre Waffen auf uns gerichtet!"

"Das habe ich befürchtet. Das beste ist, wenn wir uns einfach von ihnen eskortieren lassen."

Skeptische Blicke von Paul, wissendes Nicken von Samana und Miri.

"Kann mich mal einer aufklären, was hier vor sich geht?" wettert Paul irritiert. "Seit wann lassen wir uns so mir nichts dir nichts umzingeln und quasi abführen?"

Temari sieht den jungen Mann ernst an. "Das da unten", sie deutet mit dem Kopf auf den Planeten, den sie gerade anfliegen, "ist Chroma. Aber offensichtlich nicht das Chroma, wie wir es kennen, sondern Chroma vor etwa 450 Jahren, also zu einer Zeit, als es von den Siedlern der Neptun-Kolonien in Besitz genommen wurde. Daher auch die Neptun-Liner. Eine andere sinnvolle Erklärung gibt es dafür nicht. Da wir nicht genau wissen, in welchem Jahr wir hier gelandet sind, sollten wir einfach tun, was uns gesagt wird. Die politische Lage war auf Chroma damals sehr instabil und die Gesellschaft im Umbruch."

"Sehr richtig," pflichtet Samana ihr bei, "wir sollten vor allem bedenken, dass die SAGITTARIUS von der Bauart her einem Chromakreuzer ähnelt, die bekanntlich aus dem Neptun-Liner entwickelt wurden, im Großen und Ganzen jedoch ein fremder Schiffstyp ist. Man wird uns nicht gerade mit offenen Armen empfangen!"

Wie auf Kommando drehen Temari, Samana und Miri ihre Köpfe in Richtung Paul, dem ein Kloß im Halse aufsteigt...



Zuletzt von Admin am Fr 30 Aug 2013 - 6:31 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet (Grund : Originalfarbe gesetzt)
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Sa 24 Aug 2013 - 9:53


Die Gegner in der Arena ... sind die … Frogs???

Die Frage von Johnny hängt wie ein Damoklesschwert über ihnen. Aller Augen wandern gespannt zwischen ihm und Cliff hin und her, bis dieser nickt: „So hat es den Anschein, ja. Oder jemand erlaubt sich einen Streich mit uns.“

„Das kann nicht. Denn dieser Brief wurde dir doch außer der Reihe gegeben ...“, van Hallen stockt, während er sein Gegenüber anstarrt, dreht sich dann plötzlich um, rauft sich die Haare mit den Worten: „Oh mein Gott, ich weiß so langsam nicht mehr, was Theater und was Realität ist!“, bleibt in einiger Entfernung vor McLane stehen und blickt ihn ernst, aber hoffnungsvoll in die Augen: „Oder hast du etwa eine plausible Erklärung dafür?“

Cliff schaut ihn teils verneinend, teils fragend an, senkt dann den Kopf und hebt ihn wieder: „Du warst die Ablösung von Hasso Sigbjörnson, als dieser den Dienst auf der ORION 9 auf Drängen Ingrids quittieren musste. Du warst dabei, als wir dann später durch puren Zufall die Frogs zum bisher letzten Mal getroffen haben. Nicht mehr so furchterregend wie bei den ersten Treffen, wo Atan Shubashi sie sogar als Teufel bezeichnete. Und ich hatte einen ganz anderen Eindruck gewonnen, als wir sie vor knapp einem Jahr wieder trafen. Mein Schiff hieß damals WEGA und es wurde dabei sogar von abtrünnigen Frogs gesprochen. - Lies einfach mal weiter. Oder lies am besten laut vor.“

Johnny nimmt das Schreiben wieder hoch und übersetzt laut: „»McLane, wir sind schon wieder in der Gewalt der Allmächtigen. Diesmal wir beide. - Außerdem sind eure Kameraden auf allen Schiffen in großer Gefahr.« - Wieso eigentlich: Wieder?“

„Moment mal“, mischt sich Illya Woloshyn erneut ein. „Eine noch viel wichtigere Frage drängt sich auf: Wer sind hier die Allmächtigen?!! Unsere Entführer und Spielleiter in diesem Rollenspiel? - Und wieso wissen die von unseren anderen Schiffen?“

„Stopp, Doktor“, widerspricht McLane. „Johnny hat schon recht mit seiner Frage. Denn wenn sie wieder in der Gewalt anderer sind, dann bedeutet das für uns, dass sie es beim ersten Mal vielleicht auch waren. Vielleicht waren sie gezwungen worden, uns anzugreifen, mit dieser Supernova und dann der Invasion. Vielleicht spielten ja auch sie damals eines dieser Rollenspiele, wo es um die Vernichtung der Erde ging!“

Illya schaut ihn verblüfft an: „Das wäre in der Tat eine ganz andere Sicht auf die Dinge von damals. Da interessiert mich in der Folgerung natürlich: Wie lange treiben diese … naja ... Allmächtigen das Spielchen schon?“

Cliff zuckt mit den Schultern: „Keine Ahnung. Vielleicht seit Anbeginn der Zeit.“

„Vielleicht nicht ganz so krass, aber durchaus denkbar.“ Der Bordarzt streicht gedankenlos über sein Kinn, wo sich in den letzten Tagen ein leichter Flaum gebildet hatte. „Das erklärt so vieles, was jahrhundertelang überhaupt nicht ins Bild der Wissenschaftler gepasst hat.“

„Willst du damit sagen, dass wir und die Menschheit manipuliert wurden?“ Alfons kommt von seinem Platz am vergitterten Fenster zurück, von wo er die ganze Diskussion aufmerksam verfolgt hatte. „Ich meine: Ohne, dass wir dahinter gekommen sind? Wir wurden ausspioniert und beeinflusst, ohne dass wir irgendeine Gegenmaßnahme ergreifen konnten, weil wir es nicht wussten??? - Vielleicht wurden wir ja sogar zu etwas gezwungen … weil sie ganz einfach die Macht und das Wissen über uns hatten!!! - Weißt du, was ich davon halte? Ich finde, das ist in meinen Augen abartig, kriminell, krank und und und … Es macht mir Angst, Doktor!“

Eine gespenstische Ruhe tritt ein, wo jeder seinen eigenen Gedanken nachgeht. Bis dann plötzlich Soncháki Mbasa murmelt: „Das gilt dann ja auch für die Zukunft!“

Ruckartig wird sie von sechs Augenpaare angestarrt – und Lai Mant Chu erklärt vorsichtig: „Wenn die alles über uns wissen, können sie auch genaustens, für jeden einzelnen dosiert, Viren, Krankheiten und was-weiß-ich-sonst-noch-alles auf uns loslassen, wenn sie uns ausrotten wollen. Zum Beispiel durch Pandemien, Klimawandel und sowas.“

„Das wurde aber schon mal vor über tausend Jahren von Geheimdiensten einiger Völker auf der Erde gestartet!“ widerspricht Sonya Mbasa.

„Und von den Menschen durch große Bürgerkriege gestoppt!“

„Ja, damals ging es noch so gerade eben durch Kriege. Aber wen sollen wir heute bekämpfen?!“

„Wieso bekämpfen?“

Sonya starrt Chu an: „Wie denn sonst, meine Liebe?!“

„Hast du vergessen, was Franka sagte? Wir müssen ein Ereignis herbeiführen, womit sie nicht rechnen, zum Beispiel Widersprüche. Und Johnny sprach dann von einem Durcheinander, wo sie dann selber nicht mehr durchblicken.“

Soncháki Mbasa schaut in die Runde. „Kein Krieg also? - Gut, denn jede andere Lösung ist besser ...“

„... aber nur dann, wenn wir gewinnen!“ wirft Alfons ein.

„Richtig. Aber der Gegner ist nicht fassbar.“

„Noch nicht fassbar, falls du die Frogs meinst.“

„Du meinst, Cliff, wir müssen zuerst die Frogs zu Verbündeten haben???“

„Das nicht unbedingt“, erwidert der alte General schmunzelnd. „Aber ich hab da trotzdem mal 'ne Idee ...“



Fortsetzung folgt …


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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mo 26 Aug 2013 - 7:56

Einige Stunden nach der Besprechung laufen die Umformer der HEISENBERG das erste Mal seid ihrer vermeintlichen Notlandung wider an.
Das angenehme vibrieren,welches nur Raumfahrer als Sicherheit und Geborgenheit empfinden können hat bereits die normale Frequenz erreicht.
Die einige Nuancen dunklere Notbeleuchtung ist dem normalen Schiffstageslicht gewichen.

Die gesamte Brückenbesatzung ausser Commander Monning ist auf ihren Plätzen.

" Landeschacht einfahren!" befiehlt der Oberst.
Das jaulen der Liftservos ertönt nur kurz, dann ist die Liftmittelsäule des Forschungsraumschiffes in der Unterseite des Diskus verschwunden.

" Fluchgeschwindigkeit Alarmstart Luke?"
"Nein, geben sie Koordinaten für kurze Startbeschleunigung in ULB ein. Startsequenz sowie sie bereit sind."

Kurz darauf ertönt die etwas disharmonische Stimme der Startautomatik 30 Rückwärts zu zählen.

Nur besonders empfindliche Menschen merken es wenn ein Raumschiff von den Magnetkissen abhebt und sich die Antigravprojektoren der Innenhülle einstellen.
So sehen auch nun die meisten an Fenstern stehenden Bsatzungsmitglieder nur,das sich das Raumschiff mit stetiger Beschleunigung erhebt und kurz darauf in die Wolken eintaucht.

Nach weniger als zwanzig Sekunden kommt die Meldung von der Maschine.

" Umlaufbahn erreicht Luke,eigengeschwindigkeit über Diskuspole Null, ULB Kreisgeschwindigkeit am Diskusrand 46.000 Kilometer ind der Stunde"

"Allgemeiner System und Machinentest, Leute! Erst wenn alle Parameter in Tolerablen Werten liegen fahren wir unsere Operation an"

Neben dem Oberst steht Professor Miester und schnippt nervös mit den Fingern.

" Ich muss Dich unter vier Augen sprechen Luke" sagt er ungewöhnlich leise.
In seiner Hand  hält er den  Metallstreifen eines Datenausgabegerätes.

" Probleme?" fragt der Oberst kurz und deutet mit einem Kopfnicken auf den Streifen.
" Nicht direkt.........aber Du solltest Dir das ansehen und dann mit mir alleine sprechen"

Der Oberst nimmt den Streifen in die Hand und liest die Symbolaufdrucke.

" Das.....das ist doch nicht möglich!" entfährt es ihm.

" Leider doch,aber es geht nicht daraus hervor, was die wollen."

" Brückenwache übernehmen.Ich bin in meinem Büro"

Fortsetzung folgt



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Temari
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mi 28 Aug 2013 - 9:49

Eskortiert von den Neptun-Linern taucht die SAGITTARIUS in die Atmosphäre von Chroma ein. Vertraute Landschaften ziehen vorüber, nur spärliche Bebauung kann man ausmachen. Allerdings wird offensichtlich eifrig weiter gebaut. Dort, wo in wenigen Monaten die Stadt Xun City stehen wird, sieht man Baugleiter und –roboter, geführt und beaufsichtigt von Männern und Frauen in Overalls und Uniformen.

Abseits der Baustellen, nahe dem Ufer des Großen Meeres, wird der SAGITTARIUS ein Landeplatz zugewiesen. Temari und die Besatzung kennen diesen Platz, er wird auch in 450 Jahren noch als Flughafen benutzt werden. Anstatt der großen Empfangshalle steht am Rande der großen Wiese jedoch nur eine kleine Baracke als provisorisches Abflugterminal. Und noch etwas steht dort: die GITTA!

Zehn Meter über dem grünen Rasen bleibt die SAGITTARIUS auf ihrem Landekissen schwebend in der Luft, die Neptun-Liner entfernen sich. Ein Blick auf die Instrumente bestätigt Temari, dass ihr Schiff von einer Art Energie-Fessel an einem Alarmstart gehindert ist. Sie bezweifelt jedoch, dass diese Fessel besonders effektiv ist, der TTG der SAGITTARIUS dürfte in kürzester Zeit eine Methode berechnen können, diese zu neutralisieren. Dennoch entscheidet sich die junge Frau gegen einen Alarmstart, es würde ihre Lage nur verschlimmern. Eigentlich steht auch noch gar nicht fest, ob sie wirklich in einer misslichen Lage sind.

Wieder ertönt die weibliche Stimme aus den Lautsprechern: „Willkommen auf Chroma, Schwestern! Wir bitten Euch jetzt, das Schiff zu verlassen, ihr werdet erwartet.“

„Verstanden, wir sind auf dem Weg.“

Temari schaltet das Funkgerät ab und wendet sich an ihre Mannschaft:

„Samana und Miri, fertig machen zum Ausstieg. Paul, Du bleibst als Bordwache hier.“

„Verstanden“, antwortet Lt. Cushing und klingt einigermaßen erleichtert.

„Bin gespannt, wie wir empfangen werden. Wir müssen auf alles gefasst sein, Kommander. Chroma vor 450 Jahren war ein unsicherer Planet“, stellt Samana mit sorgenvoller Miene fest.

„Ich weiß, und dabei ging es nicht nur um Territorialansprüche. Aber eigentlich mache ich mir mehr um Kira Sorgen. Zumindest scheint sie sicher gelandet zu sein. Wir dürfen nichts Unüberlegtes tun. Was immer uns da draußen erwartet: wir spielen das Spielchen mit! Habt ihr verstanden?“

„Wir haben verstanden“, versichert Miri, und dann betreten die drei Frauen den Lift.

Als sie den perfekt gepflegten Rasen  unter der SAGITTARIUS betreten, sehen sie sich von sechs Frauen umstellt. Alle tragen auf Figur geschneiderte Overalls und haben die Haare zu einer strengen Frisur hochgesteckt. Und alle sehen  gepflegt aus, tragen makelloses Make Up, halten allerdings Waffen in den Händen, mit denen sie jedoch nicht auf die Besatzung der SAGITTARIUS zielen, sondern diese eher lässig in Richtung Fußboden halten.

Eine von ihnen tritt vor.

„Noch einmal willkommen auf Chroma. Wir haben 4 Personen erwartet.“

Temari lässt ihren Blick von Einer zur anderen schweifen:“Lt. Cushing ist als Bordwache abkommandiert.“

Die junge Frau ihr gegenüber setzt ein mildes Lächeln auf: „Befehle ihm, das Schiff zu verlassen.“

Temari seufzt innerlich. Sie hatte gehofft, dass sie Paul hier heraushalten kann. Offensichtlich hatten die Abtaster der Neptun-Liner vier Lebensformen an Bord der SAGITTARIUS registriert. Woher aber wissen sie, dass die vierte männlich ist? Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht.

„Temari an Lt. Cushing: Paul, schalte alles auf Automatik und komm runter.“

„Bin unterwegs“, Paul kann seine Besorgnis nicht verbergen. Kurz darauf verlässt er den Lift und gesellt sich zu den drei Frauen der SAGITTARIUS-Mannschaft.

Die junge Frau, die das Reden übernommen hat, mustert ihn und zieht anerkennend eine Augenbraue hoch, sieht dann wieder Temari an: „Ihr dürft jetzt zu IHR!“

„SIE empfängt uns persönlich? Wir fühlen uns geehrt!“

In diesem Moment ertönt eine vertraute Stimme hinter Temaris Rücken:

„SIE kann es kaum erwarten!“

Miri, Samana, Paul und Temari fahren herum – vor ihnen steht …

„KIRA“, ruft Temari aus, „du bist…“

„SIE“, vervollständigt ihre Maschinistin den Satz und durchschreitet  den Kreis, den ihre weiblichen Wachen um die Mannschaft bilden. Dicht vor Temari bleibt sie stehen und sieht ihr fest ins Gesicht: „Ihr begleitet mich zu meinem Hauptquartier“, befiehlt  sie und fügt dann nur für den Kommander hörbar hinzu: „Zeit für Fragen haben wir später.“

Temari atmet tief durch. „Ihr habt es gehört: zum Hauptquartier.“ Doch keiner rührt sich. Dann ergreift Kira wieder das Wort:

„Paul, du wirst Wache 1 und 2 begleiten.“

Zwei der Overall-Damen treten neben den jungen Mann, lieblich lächelnd.

Hilfesuchend sieht Lt. Cushing sich nach Temari um.

„Schon gut, Paul.“ Dann wird ihr Funkoffizier abgeführt.

„Können wir jetzt gehen?“ will Temari gereizt wissen. Das Spielchen geht ihr entschieden zu weit.

„Bitte, hier entlang.“

Und die Gruppe bewegt sich Richtung Terminal.



Zuletzt von Admin am Fr 30 Aug 2013 - 6:40 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Abstände zwischen den Absätzen verringert, Originalfarbe gesetzt)
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Sir Chester
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Do 29 Aug 2013 - 15:39

„Haben wir so etwas wie eine Dachluke? Leuchte mal nach oben!“

Sofort richtet Pesch die Lampe an die Decke, doch dann macht sich die Enttäuschung in ihren Gesichtern breit.

„Wäre wohl zu schön gewesen oder? Dann müssen wir den Haufen Schnee eben doch weg schippen. Leuchte mal nach etwas brauchbaren; nach etwas ähnlichem wie eine Schippe.“

Pesch dreht sich im Kreis und leuchtet alles ab bis Rodney dann ein kurzes Stopp ruft. Pesch schwenkt mit der Lampe wieder ein Stück nach rechts.

„Das Blechteil, das könnten wir doch nutzen“, Rodney bückt sich und zieht es aus dem Schnee.

„Erhelle mir mal den Bereich, damit ich weiß wo ich schaufeln muss.“

Rodney stapft auf den Schneehaufen und beginnt in großen Mengen immer mehr Schnee in den Orbiter hinein zu schieben um eine Öffnung frei zu legen.
Und Tatsächlich trifft nach einer Weile ein Lichtstrahl auf seine Stirn und er wirft das Blechstück weg und fängt schnell an mit den Händen zu graben.
„Ich glaube wir sind gleich draußen. Komm her und hilf mir!“
Pesch eilt sofort zu Rodney und fängt ebenfalls an zu graben. Das Loch wird immer größer. Dann endlich ist es groß genug und Rodney steigt freudig als erstes aus dem Wrack und findet sich in der Spur, die der Absturz hinterlassen hat, wieder.

> [Zur Untermalung der Stimmung könnt ihr ab hier das hören]

Doch von der einen Sekunde zur anderen verschwindet sein Frohsinn, den sein Blick fällt auf einen großen Felsen und den verstreuten Trümmerteilen von Eichmanns Orbiterhälfte. Pesch, der sich neben Rodney aufgerichtet hatte, erblickt ebenfalls, dass fast nichts mehr an einen Teil des Orbiters erinnert. Denn nur noch der Sitz, auf dem Eichmann sein Platz hatte, war gerade noch zu erkennen.  
Mit rasendem Herz und entsetzten Blick starren sie auf die Trümmer und im nächsten Augenblick laufen sie los. Dann entdecken sie zwischen dem Schutt den leblosen Körper Ulrich Eichmanns. Pesch laufen die Tränen auf den Wangen herunter, fällt auf die Knie und hebt den Oberkörper seines Technikerkollegen fest umschlossen in seinen Armen hoch. Rodney, der den alten Techniker nicht so gut gekannt hatte wie Pesch ist fassungslos. Dann steigt Wut in ihm hoch und er schaut nach oben in den Himmel, als wolle er die Schuldigen erblicken, die ihn und seine beiden Mitreisenden gezwungen hatten auf diesen Planeten abzustürzen.

„WENN ES EUER ZIEL WAR UNS ZU TÖTEN...“, brüllt Rodney in die Luft, „...DANN HABT IHR ES NICHT KOMPLETT ERREICHT,... DENN ZWEI VON UNS LEBEN NOCH UND WIR WERDEN EUCH FINDEN, UND EUCH BÜßEN LASSEN FÜR DAS, WAS IHR UNS ANGETAN HABT!“
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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Sa 31 Aug 2013 - 22:13


„Du meinst, Cliff, wir müssen zuerst die Frogs zu Verbündeten haben???“

„Das nicht unbedingt“, erwidert der alte General schmunzelnd. „Aber ich hab da trotzdem mal 'ne Idee ...“


Aber sie kommen nicht mehr dazu, neue Ideen und Strategien zu entwickeln: Die Tür öffnet sich und vier bewaffnete Zapoteken-Krieger treten herein, nehmen die protestierende ORION-Crew in ihre Mitte und führen sie ab. Ihr Weg führt sie wieder, diesmal in umgekehrter Reihenfolge, über Treppen und Gänge zurück in die Arena, die jetzt bis auf den letzten Platz gefüllt ist. „Wie bei den Gladiatoren in Rom“, denkt McLane und will sich umdrehen, um seinen Kameraden dieses mitzuteilen. Doch ein unangenehmer Druck mit der Speerspitze in den Rücken hindert ihn daran und lässt ihn einen kleinen Hopser machen.

„Das zum Thema Menschenrechte!“ hört er Franka hinter sich, und gleich darauf: „HE!!! - Was soll das!? - Hast du einen an der Glocke???“

„Du hast zu schweigen!!!“ herrscht die Wache sie an.

„Ist schon in Ordnung. Sie haben noch was gut bei mir.“ Der federgeschmückte Priester von der Torwache kommt von der Seite auf sie zu und klopft dem Wachmann leicht auf die Schulter. Dann wendet er sich an McLane: „Folgt mir. Ich muss euch etwas erklären.“

Die Wache tritt zurück und lässt die ORION-Besatzung mit dem Priester passieren. Dieser führt sie ein Stück an der Innenmauer der Arena entlang und verschwindet dann plötzlich in einem vorher nicht sichtbaren Eingang. McLane und die anderen folgen ihm und staunen nicht schlecht, als sie einen voll mit modernster Studiotechnik ausgestatteten Raum betreten.

„Nehmt Platz und macht es euch gemütlich“, weist sie der Priester an.

„Nein danke“, entgegnet McLane. „Nicht eher, als bis wir die Wahrheit erfahren, weshalb wir hier sind!“

„Das kann ich euch sagen“, antwortet der Priester überraschenderweise. „Ihr seid die Falschen. Ihr seid nicht die, auf die wir gewartet haben.“

„Auf wen habt ihr denn gewartet?“ fragt Cliff hämisch. „Etwa auf käufliche Weiber aus den öffentlichen … 'Bedürfnisanstalten'?“

Auf dem Gesicht des Priesters zeigt sich ein flüchtiges Lächeln: „So etwas haben wir hier nicht. Wäre aber eine nette Idee, muss ich schon sagen.“ Er dreht sich um und lässt sich lässig in einen großen, mit schwarzem Leder bezogenen Chefsessel fallen. „Wir haben ganz einfach auf unsere Nationalmannschaft gewartet, um das Spiel gegen die Flackerwesen aufzuzeichnen.“

„Du meinst die Frogs!?“

Der Priester steht wieder auf und zieht eine Augenbraue hoch: „Ach, ihr kennt sie schon?“

Cliff McLane platzt so langsam der Kragen: „Nun tut nicht so scheinheilig. Es war doch von euch alles von Anfang an geplant: Angefangen bei der Telenose, dann das Festhalten in dieser saumäßig schlecht kopierten Stadt, und dann das Theater, dieses Filmstudio, wo mit uns ein Film gedreht werden soll und ...“

Der Priester winkt ab, tritt auf McLane zu und tippt ihn mit dem Zeigefinger auf die Brust: „Da irrst du dich, mein Freund.“ Und als Cliff ihn sprachlos anstarrt, fährt er fort, indem er ganz nah vor Cliff stehenbleibt und ihn von unten her direkt in die Augen schaut: „Wir haben mit dem, was ihr bisher erlebt habt, nicht das geringste zu tun. Das waren die Herrscher!“ Er zeigt mit dem Finger nach oben: „Die Mächtigen!“

Er nickt bedeutungsvoll, dreht sich um und setzt sich wieder in den Chefsessel. „Und jetzt sind wir hier, um das beste aus der verfahrenen Situation zu machen.“ Er zuckt mit den Schultern und zieht ein bedauernswertes Gesicht. „Weil ihr die Falschen seid.“

Cliff atmet sichtbar tief ein und aus. Er versucht, seine übermäßige Wut runter zu schlucken. Seit er Major auf der ORION 8 gewesen ist, hat er keinen solchen Zorn mehr verspürt. Mit einem riesengroßen Seufzer lehnt er sich mit beiden Fäusten auf die Schreibtischplatte aus schwarzem Mahagoni und zischt seinem Gegenüber zu: „Ich will jetzt wissen, wer dann die Richtigen sind und wer die Mächtigen. Und glaube mir: Wenn ich keine akzeptable Antwort erhalte, nehmen wir dich fachmännisch auseinander. Egal, ob du Priester bist oder nicht!!!“

Wie zur Unterstreichung des Gesagten treten Johnny und Alfons mit geballten Fäusten auf den Chefsessel zu und lassen keinen Zweifel aufkommen, die Drohung ihres Chefs nicht augenblicklich umzusetzen.

Der Priester jedoch lässt sich nicht beeindrucken. Seelenruhig holt er ein kleines Obsidian-Messer aus seinem breiten Gürtel und beginnt, seine Fingernägel zuerst zu putzen und dann zu beschneiden. Währenddessen erklärt er ganz locker, indem er die Beiden an seiner Seite völlig ignoriert:

„Die Mächtigen kenne ich nicht selber. Sie haben sich anstelle unserer eigenen Götter eingeschlichen und beherrschen uns. Wir müssen tun, was sie sagen. Auch Fremde führen sie hierher und beherrschen sie. Ich habe gehört, sie wetten auch mit ihren Brüdern auf anderen Planeten um andere Planeten mit einem Spiel; einem sogenannten Rollenspiel. Sie nennen es Börse und scheren sich einen Dreck darum, wenn andere leiden oder sogar ganze Planeten vernichtet werden. - Mehr weiß ich nicht; bin nur einer der ganz kleinen unteren Priester.“

Er schaut listig auf und wartet auf eine Reaktion seiner Zuhörer. Als keine kommt, fährt er fort: „Und die Richtigen sind unsere National-Mannschaft, wie ich schon mal sagte. Sie sind von jedem Team jeder Stadt unseres Landes die absolut Besten. - Und da sie nicht da sind, werdet ihr spielen müssen. Nach den Regeln des Ballspiels Ulama. - So, wie es die Mächtigen wollen.“



Fortsetzung folgt …

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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mo 2 Sep 2013 - 0:22


In des Kommandanten Büro legt Luke sofort los.
"Mein Gott, das sind Dreiergruppen. Modifizierte Dreiergruppen. Soetwas habe Ich noch nicht gesehen. Fast schaut es aus, also ob die mysteriösen Frogs mit uns in Kontakt treten wollen.
Aber was zum Teufel hat das zu bedeuten.?"
Der Professor setzt sich langsam in einen der Sessel des Arbeitszimmers, schürzt die Lippen und legt den Kopf schief.
" Ich habe, nachdem die Tiefraumortung und das Radiolabor die Signale aufgefangen haben, sofort mit der Analyse dieser seltsamen Signale begonnen. Die Xenolinguistische Abteilung des Schiffes hat mir dabei sehr geholfen. Also......... Der erste Teilder Botschaft ist eine Identifikation. Es geht offenbar um einen Schiffs oder Schiffsverbandsnamen. Eigennamen stellen die Xenolinguistik immer vor Probleme....nicht nur bei euch ist das so. Daher erspare Ich mir den hoffnungslosen Versuch das auszusprechen. Den Identifizierten Zahlen im Text nach geht es um ein Schiff mit 40 untergeordneten Verbandsschiffen. Oder...." der Professor grinst säuerlich, " um einen Kommandanten und 40 Besatzungsmitglieder auf einem Schiff. Die Koordinaten und Positionierung des Schiffes/Verbandes ist allerdings erstaunlich deutlich zu Identifizieren gewesen.Die ,ich nenn sie mal Frogs,haben eine Syntax verwendet die sie vermutlich in jahrzehntelangem Abhören unseres Funkverkehrs herausgearbeitet haben. Sie haben sie lediglich in Dreiergruppen formatiert und dann gesendet. Das lässt darauf schliessen,das sie nicht mit lauten Kommunizieren sondern Unltraschall/Infraschall oder sogar Telephatie bzw Elektrowellenübetragung nutzen. Sie haben unsere gesprochenen Worte in für sie verständliche Signale umgesetzt.Umgekehrt wissen sie, das wir ihre Dreiergruppen lesen können und haben ihre Informationen für uns lesbar gemacht. "

" Aber Professor..........es hat doch bereits abtrünnige gegeben die Kontakt mit den Frogs hatten...warum haben sie nicht auf diese Informationen zurückgegriffen?"

" Nun,möglicherweise handelt es sich nicht um ein zusammenhängend sozialisiertes Volk,sondern ähnlich den Terranischen Kelten um eine vielzahl von Völkern mit ähnlichen Merkmalen und eventuell einer gleichen Heimat. Und wie auch wir können diese Frogs schon seid wann auch immer in dieser Dimension festsitzen. Niemand weiss Doktor Krikorow,ob die Zeit in unserem und diesem Universum gleich verläuft. Oder ob es beim Dimensionsübergang soetwas wie veränderbare Zeitparameter gibt. Die Technologie der Dimensionswechsel ist uns gelinde gesagt völlig unbekannt.Und das wenige was wir als Spitzentechnologie nutzen,berührt die von mir angesprochenen Probleme überhaupt nicht."

" Gut, theoretisieren können wir später genug. Weiter mit der Nachricht, Professor."

" Der Hauptteil der Nachricht besteht aus Koordinaten..........Umlaufbahnen und einer Zeitlinie in unserer Syntax. Im ersten Teil der Hauptnachricht ist es die genaue Widergabe unserer logischen Herangehensweise. Komet, Meteorit , Planet -Koordinaten und Zielzeitpunkte für die Bahnveränderung des Meteoriten MOD . Sie haben von unserer Sichtweise aus unsere Planungen für eine Bahnveränderung nachkonstruiert und mit ihren eigenen Berechnungen im zweiten Teil der Nachricht verglichen. "

Der Professor schiebt einen weiteren Datenstreifen in das Projektionsgerät.#

" Was uns unser alten Feinde damit sagen wollen Luke...............wir haben uns verdammt verheerend verrechnet. Den Grund dafür haben uns die Frogs gleich mitgeliefert.
Unsere Scanner haben übersehen......bzw konnten sie es nicht scannen weill die Geräte das nicht erkennen können wenn wir nicht direkt danach suchen..........das der Kern von MOD aus flüssigem Quecksilber besteht, welches darüber hinaus noch erschreckend hoch magnetisiert ist.Wie das geht.....Ich weiss es nicht. Jedenfalls , wenn wir mit den Daten die wir errechnet haben  feuern, gerät MOD völlig ausser Kontrolle.Er Kollidiert zwar nicht mit dem Kometen....dafür aber ändert er beim vorbeiflug an diesemPlaneten chaotisch die Richtung.Er beginnt zu schlingern und unsere alten Feinde haben uns vier Zeitpunkte in den nächsten 500 Jahren errechnet an denen er so instabil werden könnte, das er auf den Planeten stürzt.

Allein der Quecksilberkern wiegt soviel wir die Landmasse des Terranischen Australien und Afrika zusammen............abgeshen von der giftigkeit des schwermetalls.

Im dritten Teil haben sie uns Daten und Zielkoordinaten gesendet die den schwappenden Kern mit einbezogen haben ......präzise Zielkoordinaten. Und ein Schlusswort.

Wir hoffen in Zukunft friedlicher zusammenleben zu können"


Lange schaut Luke den Professor an.

" Könne wir ihnen glauben schenken? Nach all dem was sie bei uns angerichtet haben?"

" Du bist es  Luke, der an der Schuld der Frogs zweifelt. Ich habe deine Berichte gelesen und Du hast mir auch deine Handschriftlichen Vermutungen zukommen lassen.............Du weisst es in deinem Herzen selbst..........Die Wesen, welche wir Frogs nennen sind Opfer wie wir auch. Sie wurden für ein hässliches unmoralisches Spiel benutzt.Ich schlage vor, wir lassen die Daten überprüfen Luke."

"In Ordnung Professor........"
Der Oberst drückt die BSA ,
"Commander Monning sofort in mein Büro"

Kurz darauf betritt eine sichtbar unausgeschlafene Petra , mit völlig verwuselten Locken und tiefen Ringen unter den Augen das Büro des Kommandanten.

Entschuldigend streicht sie ihre zerknitterte Uniform gerade, leicht errötend.

" Setz Dich Petra, Du siehst schrecklich überarbeitet aus"

Der Oberst holt ihr ein Glas Wasser.

Währenddessen hat sie aber schon ihr Interesse für die Projektion bekundet.

Schweigend lässt sie sich die Fakten von Professor Miester zusammenfassen und wendet sich dann an den Oberst.

" Chef, wenn wir das überprüfen und mit einbeziehen wollen muss Ich sofort zurück ins Labor"

" Ich komme mit und unterstütze sie Commander" bekundet der Professor"

" Und Ich stoppe die Zielkoordinatenpositionierung bis zu einem Ergebniss"

Kurz darauf schwenkt die HEISENBERG deutlich auf eine andere Umlafbahn, Hauptsächlich um den Frogs zu zeigen, das die Botschaft angekommen ist ohne den Funkverkehr zu benutzen.

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Atlan
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   So 15 Sep 2013 - 10:39

Was war bisher geschehen:

Atlan hatte mit der ATLANTICA zum ersten Mal – und soweit er zurückdenken konnte, auch das Arretische Imperium – Kontakt erhalten mit einer Lebensform, die ihnen Lichtjahre voraus ist. Eine Lebensform, die nur aus Energie besteht. Sein Bruder Panga hatte sich zu weit hinaus gewagt und war von dieser geheimnisvollen Lebensform gefangen genommen worden, weil Atlan und er nicht das Spiel mitspielten, was diese Lebensform, die als „die Anderen“ oder als „die Mächtigen“ bezeichnet wird, ihnen und dem Rest der einstmals stolzen Flotte, verordnet hatte. General McLane von der ORION 18, Majoroberst Temari von der SAGITTARIUS, Oberst Krikorow von der HEISENBERG, Leutnant Sir Chester von dem großen Transporter des Forschungsschiffes und Leutnant Kira von einem Beiboot des chromanischen Schiffes, - alle waren oder sind in der Hand dieses Energiewesens.
Oder gibt es etwa mehr von der Sorte? - In verschiedenen Ausführungen? - Und was ist dieses Wesen überhaupt?!

Atlan hatte Hochprofessor Dong danach gefragt:

„War das Gott, Professor?“

Dong schüttelt den Kopf. „Nein - aber das ist nur meine persönliche Meinung. Sicher ist, dass es eine Form von reinster und intelligenter Energie war, die eine Art Lebensform darstellt. Vielleicht, und auch das ist eine These, wäre das die höchste Form aller geistigen Zustände, die anzustreben ist. Ein Aggregatzustand, der nicht mehr auf Materie in Form eines Körpers angewiesen ist.“

Atlan seufzt. „Was mache ich nun, Professor. Ohne meinen Bruder und Oberst Thorens.“

Der Professor lächelt knapp: „Abwarten, mein Junge. Abwarten.“


Gegenwart:

Und jetzt wandert er schon wieder mehr als fünf Stunden atlantischer Zeitrechnung auf der Brücke der ATLANTICA, die in der Umlaufbahn des Planeten Atlantis parkt, hin und her und kommt einfach nicht zu einem Ergebnis. Der Lift zischt leise und Hochprofessor Dong kommt auf die Brücke zurück, schleicht sich förmlich zu seinem Terminal und macht sich hörbar ans Eintippen eines Textes.

„Sie haben was auf dem Herzen, Professor?“

Der schaut sichtbar erstaunt auf: „Woher weißt du das, mein Junge?“

Innerlich aufgebracht, weil seine Frage mit einer Gegenfrage beantwortet wird, was er auf den Tod nicht ausstehen kann, antwortet Atlan gereizt: „Weil Sie wieder mit der altmodischen Tastatur am werkeln sind. - Sonst noch Fragen Professor, bevor Sie meine beantworten???“

Dong bemerkt die versteckte Rüge und beeilt sich, aufzustehen, an die Seite seines Prinzen zu treten und eine kleine Verbeugung anzudeuten: „Verzeihung, mein Prinz. Aber es ist in der Tat so, dass ich tausende Fragen habe, aber leider keine Antwort. Ich weiß weder, wo ich anfangen soll mit der Lösung von Tatsachen, die uns fremd sind, noch habe ich den geringsten Anflug einer Ahnung, wie ich die Auflösung des Rätsels anfassen soll.“

„Wie wäre es mal mit Logik!“

Der Professor schaut ihn teils entsetzt, teils belustigt an: „Prinz Atlan! Wenn einer hier an Bord von Logik nicht nur besessen, sondern vollständig durchwirkt ist, dann bin das ja wohl ich!!!“

„Beweisen Sie es!“

Dong tritt empört einige Schritte zurück und schaut Atlan entsetzt an: „Wie, bitteschön, soll ich etwas beweisen, wovon ich soeben schon erwähnt habe, dass ich nicht den blassesten Schimmer habe, wo ich anfangen soll!!!“

Atlan merkt, dass er etwas zu weit gegangen ist und tritt freundlich lächelnd auf den Professor zu. Angekommen, legt er ihm seine Hand auf die gebeugte Schulter: „Gehn wir die Sache doch mal gemeinsam an. Sie erzählen mir, was sie wissen, über das, was ich nicht weiß. Einverstanden?“

Hochprofessor Dong drückt freudig die Hand, die auf seiner Schulter ruht, und lächelt freundlich: „Aber selbstverständlich! - Was will mein Prinz denn wissen?!“

„Nun lassen wir den Prinz mal beiseite, Dong. Wenn es, wie Sie sagen, ein energetisches Wesen ist, also ein Wesen, was aus reiner Energie besteht, dann beantworten Sie mir mal die Frage: Was benötigt Energie eigentlich als Nahrung, wenn es weiter bestehen will?“

Der höchste Professor aller Professoren und Geistesgrößen des Planeten Arret tritt beschämt mehrere Schritte zurück, senkt den Kopf, nickt dabei, und schaut Atlan mit einem Seufzer lächelnd wieder an. „Das war es. Das war die grundlegende, aber äußerst einfache Frage, über die ich mir schon fast den Kopf zerbrochen hätte. Und dann kommt da ein 19-jähriger Prinz und belehrt mich. Alle Achtung, Atlan. Du hast mich gepackt.“

"Vielleicht war die Frage ja zu einfach, sodass Sie sie erst gar nicht in Erwägung zogen." Atlan schaut ihn aufmerksam an, schmunzelt aber nur, weil er die Antwort bereits mehr als deutlich ahnt. Allerdings noch nicht die vollständige. „An der kompletten Antwort müssen wir aber noch etwas feilen, Professor. Oder?“

„Genau. Und das machen wir gemeinsam.“ - Schon wieder etwas selbstsicherer führt Dong Atlan zu seinem Pult, wo er den Aufruf eines Programms eingibt. „Hier haben wir ein seit Jahrtausenden gültiges Prinzip der Physik: Ganz einfach gesagt: Energie braucht zum Fortbestand weitere Zufuhr von Energie. Entweder dieselbe oder eine andere, die aber im Vorschaltprozess umgewandelt werden muss. Beispiel: unser eigener Körper, der über spezielle Verdauungsvorgänge aus der Nahrung unter anderem Zucker macht, und damit einen Energieträger für, unter anderem, dem Gehirn. Auch die ATLANTICA benutzt dieses Prinzip von Umwandlung bestehender gasförmiger, flüssiger oder fester Stoffe in Energie, die zum Antrieb und zur Lebenserhaltung dient.“

„Professor!“ unterbricht ihn Atlan. „Entschuldigung, das ich unterbreche. Aber das führt uns in eine Sackgasse.“

„Welche Sackgasse?“ fragt Dong erstaunt.

„Mein Bruder Panga besitzt erhebliche telepathische Kräfte. Und dabei setzt er auch Energie frei!“

Hochprofessor Dong stockt der Atem, als er die Antwort von Prinz Atlan hört. Gleichzeitig entwickelt sich bei ihm eine Theorie, die alle bisher gewonnenen Erkenntnisse in den Schatten stellen: „Du meinst, diese Energiewesen ernähren sich aus den Empfindungen fleischlicher Wesen wie wir???“

„Denk ich mal. - Ja, Professor. Aus den Ängsten, den Träumen, den Erlebnissen und den Gedanken, die alle eine besondere Art der Energie freisetzen.“

Der Professor seufzt tief, dreht sich um und lässt sich mit einem erneuten Seufzer auf einen leerstehenden Sessel fallen. „Dann gibt es keine Rettung mehr. Denn gegen so eine Art Energie-Vereinnahmung gibt es kein Gegenmittel. Denn diese Art Energie ist das Leben selbst!“

„Vielleicht doch. Cliff McLane sagt immer: Gegen jedes Wehwehchen gibt es ein Pflaster!“

„Dann hoffe ich nur, dass aus diesem Pflaster kein Rohrkrepierer wird ...“

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Sir Chester
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mo 16 Sep 2013 - 9:52

Es waren schon fast drei Stunden vergangen, seit dem Rodney und Tarik Pesch ihren Mitreisenden Ulrich Eichmann im Schnee bergraben hatten. Mittlerweiler sitzen die beiden wieder im beschädigten Orbiter. Tarik hatte vor einer Weile, notdürftig aus herumliegen Elektroteilen, versucht die Bordsprechanlage zu reparieren und sie mit einer heilen Batterie, die gerade noch genug Saft hatte, anzuschmeißen. Und zu ihrem Glück funktionierte es.  
Jedesmal mal jedoch, wenn Rodney hinein spricht und sein Ohr an den Lautsprecher hällt, bekommt er nur ein Rauschen als Antwort. Glück, dass die Anlage funktioniert, aber Pech, dass sie niemanden erreichen. Und es kommt noch schlimmer. Gerade eben will Rodney zum gefühlt fünfzigsten Mal einen neuen Versuch starten und da fällt die Batterie aus.

„Na, toll...“, stöhnt er. „Das mit der Bordsprechanlage können wir vergessen.“

„Und was sollen wir jetzt machen? Wir sitzen hier auf einem Eisplaneten fest und unser Flottenverband will uns anscheind auch nicht finden .“ jammert Tarik.

„Auf jeden Fall nicht hier rumsitzen und nichts tun. Außerdem haben wir noch gar nicht nachgeschaut, was sich außerhalb des Graben befindet. Vielleicht ist da mehr als nur Schnee und Eis....... und Trümmerteile.“

Rodney steigt wieder als erstes aus dem Wrack und schaut sich die Ränder an. Der Orbiter hatte eine tiefe Schneise im Schnee hinterlassen, wodurch die Seitenwände für Rodney viel zu Steil zu herrausklettern aussehen. Auch Tarik schaut sich um. Nach einer kurzen Weile zeigt er auf eine Stelle neben dem Felsen.  

„Dort drüben sieht es so aus, als könnte man hier herraus, Sir“

„Wo?“

„Da drüben. Da wo wir Ulrich beerdigt haben. Sehen sie das Blechkreuz?“

„Ja, sehe ich“, antwortet Rodney und runzelt die Stirn dabei, „aber hatten wir ihn nicht neben dem Orbiter begraben und nicht beim Felsen?“

„Ich bin mir nicht sicher, aber ich kann eindeutig sehen, dass dort drüben das Kreuz ist.“

„Na, wie auch immer. Lass uns da einfach raus klettern.“

Gemeinsam gehen Rodney und Tarik los. Bei jedem Schritt, den sie näher an das Kreuz gelangen, erkennen sie, dass die Stelle, auf die Tarik gezeigt hatte, fast wie ein normaler Pfad im Schnee aussieht. Dieser Pfad ist sogar so praktisch, dass die beiden mühelose hinauf laufen können.
Tarik ist diesesmal als erstes draußen, dicht gefolgt von Rodney.
Beide nehmen die Handkante ihrer rechten Handen an die Stirn, um nicht von der Sonne geblendet zu werden und um gleichzeitig in die Ferne zu schauen. Überall erblicken sie nur karge Eis- und Schneelandschaften. Relativ flach sind sie, so dass sie meilenweit in jede Richtung schauen können. Nur in der Richtung, die sie als erstes gesehen haben, sehen sie am Horizont eine kleine Erhebung. Wie ein Stift ragt dort etwas aus der Landschaft.

„Das wird wohl unser Ziel sein, Pesch. Eine andere Möglichkeit haben wir nicht.“

„Na dann mal los.“
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Temari
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mo 23 Sep 2013 - 8:54

Sie erreichen das Terminal, wo zwei kleine offene Gleiter auf die Frauen warten. Kira klettert in den ersten und setzt sich an die Steuerung. Sie bedeutet Temari, Samana und Miri, ebenfalls einzusteigen, während ihre Wachen den anderen Gleiter nehmen. Dann geht die Fahrt los und führt über weitläufige Wiesen, vorbei an verschiedene Baustellen und einigen bereits fertiggestellten Konstruktionen. Vor einer der Baustellen machen sie kurz halt.

"Erkennst Du es?" fragt Kira die Kommandantin der SAGITTARIUS. Temari nickt. Hier entsteht eindeutig der  Regierungspalast, in dem in ihrem Universum die Regentin von Chroma über die Geschicke ihres Volkes wacht. Das Schloss ist halb fertig, im Garten entsteht bereits der reich verzierte Brunnen und es werden Skulpturen aufgestellt. Kunstwerke, die teils von Sympathisanten der Siedler von der Erde hierher geschmuggelt werden, teils in den neuen Werkstätten der jungen Zivilisation hergestellt wurden.

Sie setzen ihren Weg fort und gelangen an ein Gebäude in der Nähe des halb fertigen Palastes. Die Gleiter werden vor dem Haupttor geparkt und die Frauen steigen aus. Im Foyer des provisorischen Regierungssitzes von Chroma bedeutet Kira ihren Wachen, sich in ihren Bereitschaftsraum zu begeben, während sie mit der Mannschaft der SAGITTARIUS ihr Büro betritt.

Kaum dass sich die Tür hinter ihnen schließt, platzt es aus Temari heraus:

"Was wird hier gespielt Kira? Und wohin hast Du Paul bringen lassen?"
"Beruhige Dich. Er ist bei der Technikerbrigade, kein Gefangener. Zu den Rebellen hätte ich ihn ja kaum schicken können."
"Rebellen?"
"Ja, so nennen wir sie. In den Geschichtsbüchern heißen sie 'politische Gegner'."

Temari sieht hinüber zur Baustelle des Palastes.
"Wir sind also tatsächlich im Umbruchjahr gelandet."
"Ja, Du sagst es."

Als Umbruchjahr wird das Jahr bezeichnet, in welchem sich auf Chroma das Matriarchat endgültig durchgesetzt hat, als Folge eines bis dahin schleichenden Prozesses, der von zunehmender Diskriminierung und Unterdrückung der Männer in der Gesellschaft geprägt war. Erst als es zu spät war, bildete sich eine Gruppe, die für die Rechte der Männer und deren Gleichberechtigung eintrat.

„Temari, ich weiß nicht, was hier wirklich gespielt wird.  Die GITTA hat plötzlich nicht  mehr auf die Steuerkommandos reagiert. Schließlich gelangte ich auf einen Leitstrahlt, der mich auf den grünen Landeplatz brachte. Als ich ausstieg wurde ich von einem Empfangskomitee erwartet, von einer Ehrenkompanie! Die haben mich mit ‚Lady Sylvana‘ angeredet, dabei sehe ich ihr nicht einmal ähnlich.“
„Lady Sylvana, die erste weibliche Regierungschefin von Chroma“, murmelt Temari.
„Ja! Stell Dir vor: Ich bin SIE!“
„Gratuliere, Schwesterchen“, sagt Miri ironisch. „Dann kannst Du vielleicht Deinen Einfluss geltend machen und dafür sorgen, dass wir von hier wieder wegkommen.“
„Ich wünschte, das könnte ich“, entgegnet Kira scharf, „aber ich habe das Gefühl, dass das alles kein Zufall ist. Man hat mit uns etwas vor.“
„Nur was?“
„Keine Ahnung. Kurz bevor ich gelandet bin, wurde der große Aufstand niedergeschlagen und Ben Cole inhaftiert.“
In Temaris Kopf arbeitet es fieberhaft. Sie ruft sich alles in Erinnerung, was sie über diese Zeit weiß. Der Cole-Aufstand, die inthronisierung von Sylvana de Marcella, was kam damals als nächstes?
„Die VITANA, das Trojanische Pferd!“ platzt es aus Samana heraus.
„Genau, der Rebellenanschlag.“
„Es gibt da nur ein Problem“, wirft Kira ein. „Laut der Überlieferung befand sich die VITANA kurz vor dem geplanten Anschlag von Coles Männern auf der Landebasis im Sektor Süd, wodurch der eigentliche Terrorakt verhindert werden konnte.“
„Ja, und?“
„Dort müsste sie heute sein, ist sie aber nicht.“
„Worauf willst Du eigentlich hinaus?“ fragt Samana ungeduldig.
„Jemand hat den Ablauf der Geschichte manipuliert. Die VITANA ist gestern mit unbekanntem Ziel gestartet. Da wir über keine nennenswerte Abfangflotte verfügen, hatte sie kein Problem zu entkommen. Wenn der Plan der Männer gelingt…“
„… wird sie als Atombombe nach Chroma zurückkehren“, beendet Temari den Satz.
„Wir müssen uns schleunigst etwas einfallen lassen, denn dieses ‚Spiel‘, das hier mit uns gespielt wird, kommt mir sehr realistisch vor. Vor allem müssen wir versuchen, Kontakt zu den Spielern herzustellen,  zu denen, die diese ganze Kulisse hier erschafft haben.“
 
-        Wird fortgesetzt –
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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Do 26 Sep 2013 - 4:17


„Da stimmt aber vieles nicht“, meint Johnny, als sie in den Umkleidekabinen sind und die Kleidung betrachten, die für sie bereitgelegt wurden. Es ist eine Männerkabine; die Frauen wurden fein säuberlich von ihnen getrennt und befinden sich wahrscheinlich in der Kabine nebenan.

„Richtig“, sinniert Alfons, während er den Federschmuck und den Lendenschurz betrachtet. „Meines Erachtens haben die nie andere Götter gehabt. Oder?“

„Und diese Geschichte um die National-Mannschaft erscheint mir auch etwas ominös.“ Dr. Woloshyn betrachtet nachdenklich den Kopfschmuck, der aus den Federn eines Quetzals besteht, die an einem komplizierten Riemen befestigt sind. „Das ist echter Naturkautschuk, der durch Zusatz von ...“ er hält sich den Riemen vor die Nase und schnüffelt etwas daran „... genau, anderen Baumsäften zu einem elastischen … mh, sagen wir mal: gummiartigen Material umgewandelt wurde. Hochinteressant … und äußerst praktisch; denn da können die Federn auch beim wildesten Spiel nicht rausfallen!“

„Was ist los, Cliff? Du sagst ja gar nichts dazu.“

Der angesprochene räuspert sich und holt tief Luft. „Hier stimmt nicht nur vieles nicht, dieses alles hier ist falsch und/oder am falschen Platz.“

„Wie meinst du das: am falschen Platz?!“

„Na, überlegt doch mal: Im Wilden Westen war noch alles klar. Da mussten wir den Fehler in der Geschichte mit Billy the Kid entdecken, ihn berichtigen und schon ging's weiter. Hier kommen wir in das Reich der Zapoteken nach Monte Albán, einer der größten Städte Amerikas und treffen ein Fernsehteam aus dem ausgehenden 20. Jahrhundert. Dann sagt uns jemand, der angezogen ist, wie ein Priester, sich aber im Regieraum hinlümmelt wie ein James Dean oder Elvis Presley, dass das nationale Spielerteam nicht eingetroffen ist und wir die Rolle stattdessen übernehmen müssen. Und das dickste kommt ja noch: Wir müssen gegen die Frogs spielen, die einstmals unsere ärgsten Feinde waren. Und - die haben eine andere Gottheit, die sie anscheinend überhaupt nicht mögen. Wo ist Quetzalcoatl geblieben???“

„Ich denke mal, dass diese Aufzeichnungen während des Spieles auf der Erde im Fernsehen gezeigt werden. Damit ist die erfundene Geschichte Realität und auf der Erde bricht das Chaos aus.“ Illya hat sich den Kopfschmuck inzwischen aufgesetzt und bewundert sich im Spiegel. „Außerdem: Wie können wir gegen die Frogs spielen, wenn die keinen Sauerstoff vertragen? Mit Helmen vielleicht? Oder im Stadion die Luft rauslassen? - Was meinten Sie vorhin mit Quetzalcoatl, Cliff?“

„Dass ich noch nirgends eine Abbildung von ihm gesehen habe.“

Die Tür wird plötzlich geöffnet und ihr Gespräch wird vorerst unterbrochen. „In einer halben Stunde ist es soweit“, meint ein in einem schwarzen Anzug gekleideter Mann, der seinen Kopf durch die Tür steckt und sich in der Kabine umschaut, auch hinter der Tür. „Wo habt ihr eure Drehbücher?“

„Die liegen sicher noch im anderen Gefängnis“, murrt Alfons und wirft ärgerlich den Lendenschurz auf einen Stuhl. „Sag mal, warst du nicht schon mal da? Als komischer Lackaffe?“

Ohne auf die Beleidigung einzugehen, kommt der Mann in den Raum und schließt die Tür. „Also gut, die Bücher lasse ich holen. Ich erkläre euch aber schon mal den Ablauf: Wilde Krieger aus den Bergen überfallen die Stadt, als ihr gerade von einer Forschungsreise zurückkommt. Ihr werdet in eine Falle gelockt, könnt euch aber dank eurer starken Obsidian-Klingen aus der Falle befreien und treibt die Krieger ins Stadion. Dort kämpft ihr mit ihnen und besiegt sie. Zur Feier des Sieges findet ein Ballspiel statt, wo die Sieger geopfert werden, damit sie zu den Göttern aufsteigen.“

„Moment!“ wirft Johnny ein, „du meinst: die Besiegten!“

Der Regieassistent schüttelt nachdrücklich mit dem Kopf: „Ihr kämpft in eurer Stadt. Also werdet ihr auch siegen!“



Bald geht’s weiter …

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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mo 30 Sep 2013 - 0:29

Im Halbdunkel seiner Kabine liegt Lukenko auf einer Pneumoliege.
Viele Gedanken und Sorgen aber machen seine Versuche zu Schlafen zunichte. Was, wenn die Frogs ihnen falsche Informationen zugespielt haben?Was wenn die Informationen nicht von den Frogs kommen sondern wieder der Versuch sind , auf die Psyche der Besatzung Einfluss zu nehmen?
Um sich von den nagenden Gedanken abzulenken betrachtet er nun die Bildaufzeichnungen des immer noch aktiven Aussenteams. Diese haben inzwischen Film und Tonmaterial, sowie Pflanzen und Genetische Tierproben gesammelt, das auf der Erde mindestens zwanzig Jahre lang jeden Monat mit neuen überraschenden Erkenntnissen über die Urzeit der Erde zu rechnen sein dürfte.
Ein Ultraleiser Robotgleiter hat eine Gruppe oder Familie Deinonychos mehrere Tage lang verfolgt und mit empfindlichsten Aufzeichnungsgeräten erstaunliche Beobachtungen gemacht.
Tatsächlich sind diese Sauropoden, die zur Gattung der Raptoren gehören wie es scheint hochintelligent. Es steht schon jetzt ausser Frage, die Kapazität der Gehirne dieser Echsen ist höher als die der am weitesten Entwickelten Affen der Erde. Ihr Kommunikationssystem ist komplexer als das der Meeressäuger. Es sind erstaunliche Lern und Lehrprozesse unter Beobachtung. Im direkten Vergleich mit Denonychosaufzeichnungen des alten Gebietes sieht man unterschiedliche Jagdmethoden und auch unterschiedliche Beutetiere.Die Anpassung der Jagdmethoden ist am ehesten mit dem der Irdischen Orcas zu vergleichen. Alttiere, dabei ist es unwesentlich ob es sich um Männliche oder Weibliche handelt, mit den offenbargrössten Kenntnissen in der Jagd auf eine bestimmte Beuteart, sondern in ruhigeren Zeiten, also wenn die Hauptfamilie in dichten Urfarngehölzen von wechselnden Wachen beschützt,ruht,  Jungtiere von der Gruppe ab.
In grösserer Entfernung von dem Eigentlichen Revier lernen die unerfahrenen Jungtiere spezielle Techniken des Anschleichens und Jagens. Bei den Beobachtungen wird klar, es gibt sowohl Laute und ganze Sätze, wie auch bestimmte Techniken die nur von erfahrenen Tieren beherrscht werden und auch nur an die geignetesten Jungen weitergegeben werden.
Diese werden dann Führer von Jagdgruppen und erteilen mit Kombinationen aus Pfiffen,Bellen,Jaulen und einer sprachähnlichen zussammensetzung aus Klicklauten welche sehr weitragend sind Befehle.
Diese Führer bilden in der Familie eine eigene Gruppe,sozusagen eine Elite. Sie werden erstaunlicherweise bei Angriffen durch grössere Räuber vom Rest der gesamten Familie beschützt. Die Verteidigung wird dabei aus der zweiten Reihe, Abschnittsweise von den Führern geleitet. Ein Deinonychos zeichnet sich durch eine prächtige Färbung und Hautlappenzier aus........sie, es ist immer ein weibliches Tier, ist soetwas wie Haüptling oder Rudelführer. Alle, auch die Jäger hören auf die Komplizierten geklickten Anweisungen die ausser der Jagd das gesamte Familienleben regeln.
Die Klicklaute sind eindeutig eine sprache. Und zwar eine Sprache welche auch Gefühle und sozialverhalten beinhaltet.
Von den Wissenschaftlern auf der Planetenoberfläche kommt die Anregung das eine Gruppe Indigener Bewohner der Erde, die Afrikanischen XI , diese Sprache noch im 20ten und frühen 21ten Jahrhundert gesprochen haben. Sie könnten sich aber nicht vorstellen wie es dort zu paralelen gekommen sein mochte.Insbesondere da die XI eindeutig erst wesentlich später entstanden sind,zusammen mit den meisten anderen Menschlichen Gruppen. Die Anfrage, einen Raptor zu töten um seine Anatomie zu erforschen lehnt der Oberst streng ab.
er gibt die Anweisung ein verendetes Tier einzusammeln oder einem anderen grösseren Räuber abzunehmen.

Die Berechnungen der Flugbahnen und Koordinaten dauern an, Petra und Miester sagen es würde mindestens noch zwei Tage dauern.

.....

"Aussenteam an HEISENBERG, Oberst Krikorow......Wir haben bei dem Versuch einen verendeten Deinonychos zu bergen, erstaunliche Beobachtungen gemacht. Das Tier gehörte zur Gruppe der Jagdführer und ist offenbar an Altersschwäche gestorben. Als wir uns ihm nähern wollten mit den Robotern mussten wir diese stoppen weill sie Zeugen eines Phantastischen Vorganges wurden. Die Tiere der Jagdgruppe versammelten sich um den Kadaver, stimmten eine Art Gesang aus Pfeiff Bell und Knurrlauten an und kurz darauf trat ein Tier, offenbar das nun älteste, aus dem Kreis neben den Kadaver und stiess einen lauten Trompetenden Schrei aus, stampfte mit den Beinen stakkatoähnlich und liess den Schwanz donnernd auf den Boden schlagen.
Danach zerrten die anderen den Kadaver einige hundert Meter weit bis zu einer Stelle, welchen ihnen der nun offenbar neue Anführer  zeigte,gruben oder scharrten ein tiefes Loch und bewegten den Kadaver hinein. Das Loch wurde wieder verscharrt und ein grosser Fels in der Nähe mit vereinten Kräften darübergerollt. Eine Auswertung des teams steht noch aus........wir wollten sie nur Informieren Oberst."

"Krikorow hier............beobachtet so viel wie möglich diese Gruppe und sucht eine weitere in einem Jagdgebiet mit anderer Beute. Ich möchte erfahren ob es allgemein ist oder wir Zeugen eines Evolutionäeren Sprunges innerhalb der Art sind.Gute Arbeit Leute....Krikorow Ende"

Fortsetzung folgt



_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Do 3 Okt 2013 - 7:27

Das Ziel ist weiter weg, als Rodney und Tarik Pesch gedacht hatten. Gefühlt sind sie nun schon zwei Stunden unterwegs und immer noch lässt sich nicht erkennen, was dort in der Ferne aus dem Schnee ragt. Ist es ebenfalls ein Raumschiff, dass dort abgestürzt ist, oder doch wieder nur ein riesiger Felsen, wie der bei ihre Absturtzstelle? Eines wissen sie aber: Es muss groß sein, denn sonst hätten sie dieses Objekt nicht schon von weiter Entfernung sehen können.
Jedoch stellt sich Rodney die Frage, warum sie sich überhaupt entschieden haben dorthin zu laufen. Wäre es nicht doch besser gewesen im Orbiter zu warten bis der Flottenverband sie findet? Was erhoffen sie sich denn von diesem Objekt? Irgendetwas hatte Rodney aber dazu veranlasst, dass sie herraus aus dem Graben klettern und sich die Gegend anschauen. Irgendetwas hat ihm gesagt, dass sie zu diesem Objekt in der Ferne laufen müssen.

„Wir müssen schneller sein! Es sieht so aus, als würde die Sonne bald untergehen. Wir haben zwar noch unsere Raumanzüge an, aber bei diesen Schneemassen glaube ich, dass es hier Nachts so kalt wird, dass sie uns auch nicht mehr so viel helfen.
Sir Chester, wenn wir im Orbiter geblieben wären, dann wäre das sicher nicht ganz so dramatisch. Da wäre es sicher nicht so kalt wie außerhalb.“

„Ich weiß, aber ich habe einfach so das Gefühl, dass wir unbedingt dahin müssen. Außerdem wolltest du das Anfangs auch. Gib also nicht mir die Schuld.“

Sie gehen nun schneller, während die Sonne sich immer weiter Richtung Horizont bewegt. Und weil sie so schnell laufen, rutscht Tarik Pesch aus und landet auf den Boden.

„Geht es dir gut Pesch?“ fragt Rodney besorgt.

„Ja. Alles in Ordnung.“

„Anscheinend sind wir auf einem zugefrorenen See oder so etwas. Bis eben sind wir noch auf Schnee gelaufen.“

„Na toll, dann können wir ja wieder genauso langsam laufen wie vorher. Nochmal ausrutschen will ich nicht.“


~ ~ ~ ~ ۞ ~ ~ ~ ~


Glücklicherweise spielte das Wetter bisher gut mit, weshalb die beiden Raumfahrer immer ununterbrochen klare Sicht auf das Zielobjekt hatten. Und die Sonne müsste, obwohl sie bald untergeht, noch genug Licht spenden, dass sie es erreichen oder wenn es doch noch ein großes Stück ist, zumindest erkennen was es ist. Doch jetzt macht das Wetter ihnen doch Probleme. Ein klarer Himmel kann sich sehr schnell mit Wolken zuziehen, aber das wäre ja nicht so schlimm, wie das, was sich vor Rodney und Tarik auf macht. Ein gwaltiger Schneesturm braust in ihre Richtung. Erst verschwindet ihr Ziel, dann fängt es immer mehr an zu Schneien, die Sicht zur Sonne verschwindet und es wird düster.

„Mach das Visier deines Helms runter und nimm meine Hand! Wir dürfen uns nicht verlieren.“ ruft Rodney laut in den Sturm.

Es wird immer düster und stürmiger. Der Wind ist so laut, dass Tarik Rodney fast nicht mehr verstehen kann. Er macht das Visier runter und greift erst ins Leere, da seine Arm stärker weggepustet wird als er gedacht hat. Dann versucht er es noch mal und erreicht dieses mal Rodneys Hand.

Beide können gerade noch so gegen die drückenden Luftmassen ankämpfen. So zumindest fühlt es sich für sie an. In wirklichkeit laufen sie nur auf einer Stelle, da sie sich noch stark gegen den Wind  halten können, während dieser sie beinahe rückwärts auf dem vereisten Untergrund zurück schiebt.

Rodney und Tarik stampfen bei jeden Schrit schnell auf den Boden damit sie nicht umgeworfen werden. Doch das´löst aus, dass das Eis unaufhörlich Risse bekommt. Anscheinend ist es nicht so dick, wie man hätte annehmen können. Und da passiert es. Unter ihnen bricht die Eisfläche zusammen und sie fallen in das Loch. Erst Tarik und dann Rodney.

Geschockt vom Fall, rutschen sie einen vereisten Tunnel entlang. Dieser führt zwar nicht so stark in die Tiefe, aber durch eine Menge kurven. Nicht lange, da schießen aus ihm heraus und landen in eine dunkle Kammer. Orientierungslos blickt Rodney auf, schüttelt seinen Kopf und schaut um sich. Viel zu dunkel um etwas zu sehen.

„Pesch?!“ ruft Rodney

„Ja, Sir?“ meldet sich Tarik, der direkt neben ihm sitzt.

Erleichtert antwortet Rodney ihm
„Gott sei dank.
Ähm... Hast du zufällig die Lampe eingesteckt?“
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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Di 8 Okt 2013 - 0:55


„Das sind eiskalte Mörder!“ schimpft Van Hallen laut, als der Regieassistent wieder weg ist, und kickt einen befiederten Riemchen-Schuh in eine Ecke. „Ich nehme an, die werden die Frogs in eine hermetisch dichte Rüstung stecken!“

Illya schaut ihn entgeistert an: „Was soll daran schlecht sein. Die Frogs vertragen keinen Sauerstoff, also steckt man sie in Rüstungen.“

„Wo bleibt Deine Logik, Doktor. Wenn sie schon auf dem Planeten waren, hatten sie schon den Anzug an, der sie gegen den Sauerstoff schützt. Warum sollten diese Federinos sie in andere Rüstungen stecken?!“ Johnny schüttelt energisch mit dem Kopf. „Nein-Nein, Illya. Das hat einen anderen Hintergrund: Ich vermute mal, das sind ganz leichte Anzüge, die nur die Aufgabe haben, die Luft von draußen nicht reinzulassen. Was sagte der Priester vorhin? „...könnt euch aber dank eurer starken Obsidian-Klingen aus der Falle befreien“. -  Er sagte: „starke Obsidian-Klinge“ und meinte: „Damit kann der Stoff zerschnitten werden“. Ein kleiner Piks, der Stoff zerreißt und der Frog stirbt an einer Sauerstoff-Vergiftung. Durch unser Schwert, nicht durch das der Zapoteken! Und anschließend werden wir als Sieger geopfert! - So ist das, Doktorchen.“

„Deine Erklärung ist einleuchtend und logisch“. McLane kommt schmunzelnd auf ihn zu. „Du hast nur eines vergessen, Johnny. Nämlich den Brief, den wir von ihnen erhalten haben.“

Johnny denkt kurz nach und zieht dann erstaunt die Augenbrauen hoch. „Du meinst...“

„Ja, meine ich“, unterbricht Cliff ihn und macht Andeutungen, jetzt über dieses Thema zu schweigen.

Van Hallen versteht und lächelt: „Nur schade, dass wir die 3er-Gruppen nicht verstehen!“

„Eben, mein Lieber. Du hast es voll und ganz erfasst!“



Zur gleichen Zeit bei den drei Frauen in der Nachbarkabine.


„Hörst du was?“ Sonya lehnt sich schon fast auf Chu drauf, die ein Ohr an die Wand presst, um ins andere Zimmer zu horchen.

„Ja, ganz leise. Ich glaube, da haben gerade eben Johnny und dann Cliff gesprochen.“

„Hm“, macht Franka und wuchtet sich vom Hocker. „Wenn die Kabine genauso aussieht wie unsere, müsste auch bei denen die Dusche nach hinten gehen. Und auch die links von uns.“

„Du meinst also immer noch, da wäre eine zweite Mannschaft gekommen?“

„Da bin ich mir absolut sicher.“

„Vielleicht die von Cliff vermuteten Frogs?“

„Hm“, macht Franka zum zweiten Mal. „Wenn ja, dann haben sie entweder Anzüge an, oder...“

„Das werden wir gleich wissen.“ Chu nimmt an der gegenüberliegenden Wand Aufstellung, legt ihr Ohr daran und dichtet es mit der Hand, wie bei einer Muschel, ab. Mit der zweiten Hand hält sie sich das andere Ohr zu und schließt die Augen. „Ruhe jetzt!“

In der Kabine ist es mucksmäuschenstill, man kann fast den Herzschlag der drei Frauen hören.

Ganz plötzlich kommen deutliche Klopfzeichen von der Wand und Chu schrickt zusammen:


Kabine nebenan schrieb:
● ● ● ▬ ▬ ▬ ● ● ●


„Morsezeichen!“ ruft sie. „Eindeutig Morsezeichen. Sie fordern uns auf, zuzuhören.

„Woher … kennen die denn den irdischen Morsesatz?!“

„Ist doch völlig egal. - Ruhe jetzt! Ich bestätige, dass wir zuhören.“ - Chu wiederholt den SOS-Ruf als Klopfzeichen und kurz darauf kommt der erste kleine Satz:


Kabine nebenan schrieb:
● ● ● ●
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● ▬ ● ●
● ▬ ● ●
▬ ▬ ▬
▬ ▬ ▬
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● ●
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„Das heißt: HALLO ORION“, jubelt Chu, „sie haben uns erkannt. Das ist Admiral Maisa Dorian von den Dorianern, den guten Frogs!“ Sie bestätigt den Empfang mit HALLO ADMIRAL und hört bald die unwahrscheinlichste Geschichte der letzten Zeit ...



Fortsetzung folgt …

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Temari
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Di 15 Okt 2013 - 6:18

Temari steht die Anspannung ins Gesicht geschrieben. Offensichtlicht waren sie – die Mannschaft der SAGITTARIUS – Figuren in einem riesigen Spiel, dessen Spieler sich jedoch nicht an die Regeln halten wollten, um die Sache spannender zu machen.
„Um herauszufinden, mit wem wir es hier zu tun haben, also wer hier der Puppenspieler ist, müssen wir etwas tun, was nicht in den Spielplan passt“, sagt sie mit ernster Stimme. Samana, Miri und Kira nicken zustimmend.
„Ich vermute, dass von uns erwartet wird, dass wir einen Versuch unternehmen, der VITANA zu folgen“, wirft Kira ein. „Deshalb habe ich Paul auch nicht zu irgendwelchen Technikern geschickt, sondern dahin, wo er uns am besten nutzen kann.“
„Und das wäre?“
„Natürlich Raumüberwachung und Kommunikationszentrale!“
Temari grinst. „Gutes Mädchen! Aber woher weiß er, was er tun soll?
„Eine der Wachen hat ihm einen Datenträger übergeben, auf welchem ich ihm eine verschlüsselte Nachricht abgespeichert habe. Keine Sorge, er weiß genau, was er tun muss. So werden wir auf jeden Fall die Flugbahn der VITANA herausfinden und verfolgen können. „
„Schön. Angenommen, wir wissen, wohin die VITANA geflogen ist. Wie geht es dann weiter?“
„Du sagtest, wir müssen etwas tun, womit unsere unsichtbaren Spieler nicht rechnen. Das heißt: Wir werden die VITANA nicht verfolgen!“
Miri sieht ihre Schwester verständnislos an. „Was macht es dann für einen Sinn, das Paul die Flugkoordinaten ausspioniert?“
„Naja, ich sagte, WIR werden sie nicht verfolgen. Ich werde ein anderes Schiff schicken, ein unbemanntes. Es steht schon im Sektor Süd bereit. Paul soll es von der Überwachungsbasis aus programmieren, so dass jeder, der das Schiff ortet und abtastet denkt, es seien drei Lebensformen an Bord.“
„Du meinst, damit können wir unsere Gegner austricksen und aus der Reserve locken?“
„Eine andere Idee habe ich nicht. Während das Geisterschiff die Verfolgung der VITANA aufnimmt, werden wir uns auf der Palastbaustelle genauer umsehen. Ich habe da nämlich einen Verdacht. Euch ist vielleicht der große, altmodisch anmutende Parabolspiegel aufgefallen?“
Temari fährt hoch. Jetzt weiß sie, was sie die ganze Zeit an diesem halbfertigen Gebäude gestört hat: ein Parabolspiegel auf dem Dach des Ostflügels des Gebäudes. Zunächst dachte sie, dass es diesen vor über 400 Jahren dort gegeben haben könnte. Andererseits hätten die Frauen, die wesentlich für das Design des Palastes verantwortlich waren, einen solchen Spiegel aus ästhetischen Gründen niemals hätten anbringen lassen.
„Gut gemacht, Kira! Dort finden wir vielleicht die Antworten auf unsere Fragen. Kannst Du Kontakt zu Paul aufnehmen?“
SIE – Kira – grinst und zeigt auf ihr ASG: „Was dachtest Du denn? Wir müssen allerdings vorsichtig sein. Die politischen Gegenspieler haben ihre Ohren überall und versuchen, jeden Mann auf ihre Seite zu ziehen. Erst Recht Neuankömmlinge.“
„Also gut, dann lasst uns nicht länger warten. Die Zeit läuft uns davon, und das ist nicht unser einzigstes Problem.“
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Lukenko Krikorow
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mi 16 Okt 2013 - 8:02

Die Aufgabe des Exobiologen Terence Wight Jr. war  erledigt. Gemeinsam mit der Xenolinguistin Claudette Richelieu ( Nicht Verwandt mit dem berühmten) hat er eine Grundlage geschaffen, ein Programm für den Simultanübersetzer zu schaffen. Die auf langsamen Alphawellen empfangenen Signale sind eindeutig von dem Volk gesendet, welches gemeinhin als Frogs bekannt ist. Die zu 92 % funktionierende Übersetzung lässt keinen Zweifel offen, die Warnung ist offenbar ernst gemeint.

Aus dem Besprechungsraum hinaus führt der Oberst seid zwei Stunden einen Funkverkehr mit den sogenannten Frogs. Was er erfährt, erschüttert ihn zutiefst.
Die Besatzung eines Frog-Kreuzers ist zur Landung auf einem Sauerstoffmond eines der äuseren Planeten gezwungen worden. Mit denselben Telenose Befehlen die auch die Mannschaften der Expedition schach gesetzt hat.

Man hat ihnen alle Energie genommen und so sind sie fast zwei Jahre damit beschäftigt gewesen eine halbwegs funkionierende Versorgung zu basteln. Mehr als die Hälfte der Einhundertachtzig Besatzungsmitglieder der VENDAL FARCH SRUPBER sind ums Leben gekommen.

Das harte Vorgehen der Fremden war das Ergebniss der Weigerung des Kommandanten der VFS gewesen, den  Planeten zu zerstören, welchen dieser als Urweltduplikat
des Solaren Terra erkannt hatte.Kommandant Stelch wusste auch um die schercklichen Versuche Terra zu zerstören in der Vergangenheit der HEISENBERG Zeit.

Und, er wusste, das hatten ihm die Sadistischen Fremden mitgeteilt, das eine schreckliche Interstellare Katastrophe, gelenkt durch Bahnveränderungen von Himmelskörpern des Fomalhautsystems von seinem Beeinflussten Volk eingeleitet wurden.

Glücklicherweise war nun eine Kommunikation möglich. Kommandant Sterch möchte, das er und seine Besatzung von der Heisenberg abgeholt wird.
Er verspricht sowohl bei diesem Problem alsauch bei dem Fomalhautproblem helfen zu können.

Der Oberst verspricht, sich so schnell als möglich zu melden.

Kurz darauf sitzt er zusammen mit seinen Führungsoffizieren zur Beratung.

Es steht auuser Frage..........die Frogs meinen es wohl ernst. Aber die Humanitäre Aktion wirft einige Technische Fragen auf-

So einigt man sich nach kurzer Zeit darauf, einen Teil des Hangars zwei zum Biotop für die Frog Lebensformen umzubauen um ihnen ein überleben an Bord des Terranischen Schiffes zu ermöglichen.

Im Besprechungsraum soll ein mit einer Schleuse versehener Raum gebaut werden, um den Wissenschaftlern der Frogs die zusammenarbeit mit den Menschen zumindest auf Sichtweite zu ermöglichen.

Das abbergen der Frogs von der Oberfläche des entfernten Mondes soll miz Hilfe des umgebauten Modifizierten Orbiters vorgenommen werden.

Unter starken ablenkenden Strahlenfeldern.

Den Fremden soll möglichst spät klar werden was gespielt wird. Auch Professor Miester ist damit einverstanden.

Und so startet die Operation "Rettet das Flimmern"  während paralel dazu die Bahnbegradigung der Asteroiden vorbereitet wird.



Fortsetzung folgt


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Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Do 17 Okt 2013 - 13:09

„Natürlich habe ich die dabei“, antwortet Pesch.

Er schaltet sie an und leuchtet.
Der Raum, der sich unter den Schneemassen befindet, ist größer als der Orbiter. Interessanterweise ist dieser nicht einfach eine mit Luft gefüllte Blase im Schnee, denn Rodney und Pesch können eindeutig Spuren von Lebewesen erkennen. Sie können erkennen, dass vor ihnen auf dem Boden eine Feuerstelle ist und weiter hinten eine Art Bau, in dem der Bewohner zu leben scheint.

Die beiden Raumfahrer laufen auf ihn zu.

„Siehst du das, Pesch, da hat es sich wohl im Eis ein Zwerg gemütlich gemacht“, gibt Rodney schmunzelnd zu Wort.

In diesem Bau stehen ein kleines Bett, eine kleine Holzkiste und ein kleiner Stuhl.

„Ja. Und weiß du, was ich sehe? Dort rechts ist eine Leiter und ich glaube die führt hier wieder raus. Ich sehe mal nach.“

„Klar,“ antwortet Rodney, „ich schaue derweil, ob es hier etwas interessantes gibt. Könntest du mir die Lampe überlassen?“


Tarik Pesch gibt die Lampe ab und greift zur Leiter. Sie ist stabil und er kann leicht hinauf steigen, obwohl ihre Sprossen sehr kurze Abstände haben und es ganz schön eng wird sobald er durch die Decke des Baus verschwindet. Auch wird es wieder ziemlich Dunkel. Er kann nichts erkennen, aber fühlt wie er Schritt für Schritt nach oben steigt. In kurzen Abständen fühlt er immer wieder nach, ob er das Ende erreicht hat. Die Leiter muss einige Meter hoch führen. So hoch (auch bedingt durch den engen Platz), dass er das Gewühle von Rodney nicht mehr hören. Den Schneesturm, der draußen wütet, kann er ebenfalls nicht vernehmen. Tarik muss genau auf dem halben Weg sein. Die Totenstille jagt ihm förmlich Angst ein. Er hat ein Gefühl, als wäre er allein. Was ist, wenn nach Ulrich Eichmann auch Rodney etwas zustößt? Dann wäre er ganz allein. Genau so wie jetzt würde es sich anfühlen. Und dann würde wahrscheinlich auch er nicht mehr lange überleben.
In Gedanken versunken gibt er sich wieder einen Ruck und greift zur nächsten Sprosse.


Rodney sieht, wie gerade eben noch Peschs Füße in der Decke verschwinden und geht direkt rüber zur Kiste, die er sofort öffnet. Darin findet er ein bisschen Werkzeug wie Hammer und Meißel, ein Seil, ein Feuerstein, ein Schlageisen und der Rest ist wahrscheinlich Zunder. Die drei letzteren die Dinge kann man gut gebrauchen und das Seil könnte man auch mitnehmen.
Dann schaut er unter das Bett. Nichts besonderes kann er sehen, außer ein paar Bretter.
Rodney leuchtet weiter durch den Bau. Wenn es Zunder und das Werkzeug zum Feuermachen gibt, dann muss es auch Holz zum verfeuern geben. Nicht die Bretter, sondern richtige Holzscheite. Er leuchtet in den großen Raum, wo auch die Feuerstelle ist.
„Verdammt, hier ist kein Holz!“, ruft er.
Entäuscht geht Rodney in den Bau zurück und schiebt das Bett zur Seite, damit er die Bretter besser erreicht. Merkwürdig schaut er diese an. Die liegen alle geordnet nebeneinander und das wahrscheinlich mit Absicht, denn als er eines weg nimmt kommt ein Loch zum Vorschein und in dem befindet sich etwas, dass Rodney große Augen machen lässt. Dort wurde Essen eingefroren. Fleisch so wie auch Gemüse. Außerdem befindet sich dort ein Topf und ein Rost. Sein Stunden schon knurrten ihm und Tarik der Magen und jetzt können sie endlich bald etwas essen.

Dann fällt Rodneys Blick auf ein eingerolltes Stückpapier, dass zwischen den Grill- und Kochsachen liegt. Rodney nimmt es in seine Hand und ließt auf der Außenseite: „Nachricht ist nur für dich bestimmt, Reisender von weit her!“
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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   So 20 Okt 2013 - 4:47


Die Tür der Männerkabine öffnet sich und zwei Wachen treten herein. Sie machen eine Andeutung mit gezückten Klingen, dass die ORION-Männer ihnen folgen sollen. Stumm nicken sich die Vier zu und treten in voller Zapoteken-Montur der Ballspieler auf den Flur, wo sie schon von den Frauen begrüßt werden. Lai Mant Chu weiß, dass Cliff vor nicht allzu langer Zeit von ihr einige chinesische Wörter gelernt hat. Nicht viel zwar, dass er es selber hätte sprechen können. Aber sie wird ihm sicher etwas erzählen können, wenn man sie lässt. Also versucht sie es vorsichtig:

„Du Cliff“, beginnt sie zaghaft auf chinesisch und schaut erwartungsvoll die Wachen an. Aber die legen nur, ob des schönen Gesangs, die Köpfe schief und ziehen die Augenbrauen hoch, machen aber ansonsten keinen Versuch, Chu von ihrem Vorhaben abzubringen. Also legt sie nach einem leisen Aufatmen in kurzen Sätzen los – in feinstem Mandarin natürlich:

„Cliff, in der anderen Kabine sind Admiral Dorian und seine Mannschaft. Er hat 1. unsere Thesen, dass seine abtrünnigen Brüder, die vor 50 Jahren die Erde angriffen, von hier gesteuert wurden, bestätigt. 2. sind wahrscheinlich noch mehr seiner Brüder und Schwestern hier, dessen Hilferuf er gefolgt ist und deswegen ebenfalls in dieses Universum gesogen wurde. 3. sollen wir uns keine Sorgen machen wegen der Kämpfe: Sauerstoff ist zwar genauso wie bei ihren mutierten und abtrünnigen Brüdern nicht unbedingt ihr Ding, aber in geringen Mengen wird es bei ihnen gehen. Zwar auch nicht endlos lange, aber eine gewisse Zeit schon. Und 4. lässt er uns sagen, dass dieses Wesen, was uns dies alles erleben lässt, nach ihrer Erkenntnis ein reines Energiewesen sein muss, welches keinen Körper hat, wie wir ihn kennen. Der aber über ein gehöriges Geschichtswissen aller Völker des Universums verfügt und darin unschlagbar ist. Deshalb kann er auch, ohne mit der Wimper zu zucken, die ganzen Geschichtsdaten durcheinander bringen, ohne sich zu verzetteln. Hast Du alles verstanden?“

McLane hatte zwar viel Mühe, die chinesisch gehaltene Botschaft, die Chu mit vielen Gesten blumenreich unterstrich, zu verstehen. Aber im Laufe der Erzählung erkennt er immer mehr von dem, was jetzt für sie wichtig ist. Ein schwaches Schmunzeln umspielt deshalb seine Lippen, während er anerkennend nickt: „Ich weiß jetzt, was zu tun ist.“

Er verspürt wieder einen Stoß im Rücken und weiß damit, dass die Wachen ihn, nicht aber Chu, verstanden haben und von daher auch nicht wissen, um was es geht. Seine eigenen Sprachkenntnisse allerdings sind so minimal, dass er Chu nicht selber auf dieselbe Art antworten kann. Deshalb muss er warten, bis es eine Gelegenheit gibt.

Und die kommt schneller, als er erwartet hatte. Denn kaum sind sie am großen Stadttor angekommen, der sie wieder auf den Weg führt, den sie gekommen waren, treten die Wachen zurück, um einem Tross von Kameraleuten Platz zu machen. Cliff ergreift die Gelegenheit und flüstert seinen Kameraden zu:

„Nach dem Bericht von Chu zu urteilen, werden unsere mächtigen Gefängniswärter zwar in der Geschichte und dessen Beeinflussung bewandert sein. Aber sie kennen nicht unsere Gefühle – vielleicht sind sie ja sogar gefühllos. Und damit schlagen wir sie …“


Fortsetzung folgt …

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Zuletzt von Cliff McLane am Mo 21 Okt 2013 - 2:21 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreibfehler beseitigt)
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mo 28 Okt 2013 - 7:33

N S C

„Was heißt hier … Gefühle?“ fragt donnernd eine Stimme über ihren Köpfen, die wahrscheinlich alle, auch auf den Nachbarplaneten, wo sich die anderen der einst stolzen Flotte befinden, ebenso zusammenzucken lässt, wie die ORION-Mannschaft.

McLane fasst sich als erster: „Bist Du der große Unbekannte, der uns diese Aufgaben und … Fallen gestellt hat?“

„Ja, der bin ich!“

„Dann zeige Dich uns!“

„Mutige Worte. Aber ich werde deinen Wunsch erfüllen.“

Vor ihren Augen, und das Bild und der gesamte Vorgang wird auch auf die anderen Planeten übertragen, erscheint eine dünne weiße und durchsichtige Wolke, die immer größer wird und sich immer mehr zu einem festen Gebilde verdichtet. Sie schwebt hin und her, als suche sie irgendwo Halt, bis sie schließlich die Größe eines zwei Meter hohen Felsens erreicht hat. Davor bleibt sie, pulsierend wie ein Organismus und bewegend wie eine echte Wolkenformation, stehen, während in ihrem Inneren leichte Farbverschiebungen erkennbar sind, deren Impulse sich beim „Reden“ verstärken.

„Bist du jetzt zufrieden, wo du mich siehst?“

Cliff hat seinen ersten Schreck überwunden, schluckt ein paar Mal, während er sich erstaunt die Augen reibt, und entgegnet kühl: „Ja. - Deine Form einer Existenz erklärt aber immer noch nicht, wieso uns Aufgaben von einer Spezies wie Dir gestellt werden, die böswilligerweise Konsequenzen für unsere Heimatplaneten haben sollen. Außerdem: Warum wurden wir in dieses andere Universum gezogen?!!“

„Die zweite Frage vorweg: Weil ich euch so besser unter Kontrolle habe! - Die erste Frage: Weil ich euch genauer kennenlernen will.“

„Das hättest Du auch einfacher haben können!“

„Meinst du? - Indem ich euren Planeten beobachte und feststelle, dass dort überall Kriege herrschen um Rohstoffe, an denen sich einige wenige bereichern, statt sie dem Allgemeinwohl zur Verfügung zu stellen?“

Cliff schaut empört auf: „Das war vor noch 1000 Jahren so, stimmt. Aber heute ...“

„Heute beutet ihr andere Planeten aus und nehmt dabei ebenfalls keine Rücksicht auf die Natur oder andere Lebensformen! - Ist das nicht so? - Und sage nicht, dass du nicht gegen mich kämpfen wolltest!!!“

McLane schaut betreten zu Boden. Das unbekannte Wesen hat schon Recht: In der Vergangenheit hatte der Mensch seinen Planeten durch seine Gier nach Macht und Geld fast an den Abgrund gebracht. Viele Tierarten starben aus, weil sie gnadenlos gejagt wurden, nur wegen z.B. eines Pulvers zur vermeintlichen Potenzsteigerung.

Dann schüttelt er vehement den Kopf: „Wir haben uns aber geändert und suchen heute Verbündete und Freunde ...“

„Freunde“, lächelt die Wolke verächtlich. „Was ist das: Freundschaft? - Es ist nur ein leeres Wort. Ihr nennt jemand nur einen Freund, wenn ihr etwas von ihm wollt.“

„Wen meinst du mit: Ihr?"

„Du und die Menschen. Ihr seid genauso ein Teil von mir, wie ich ein Teil von euch bin. Das Universum hat überall die gleiche Zusammensetzung. Außerdem kann keiner nur gut sein, genauso wie keiner nur böse sein kann. Ohne dem Bösen gäbe es kein Gutes auf der Welt, oder umgekehrt. Deshalb könnt ihr, oder du, mich nicht besiegen, weil ich ein Teil von euch bin. Hattest du dir nicht vorgenommen, gegen mich zu kämpfen, wenn du nicht deinen Willen bekommst, oder ich dich nicht augenblicklich freilasse? - Glaube mir: Auch jemand, der so stark ist wie du, General Cliff McLane, kann nicht auf Dauer gegen sich selbst kämpfen.“

„Das ist … ja gar nicht wahr!" stößt McLane wütend hervor.

„Was ist nicht wahr? - Dass du gegen mich kämpfen wolltest?“ donnert die Wolke zornig und die Farbspiele in ihrem Inneren explodieren förmlich.

„Verdammt nochmal! - Das ... das ist doch alles ganz anders", widerspricht Cliff beinahe hilflos, aber er merkt, dass er sich mit jedem Wort immer tiefer in das feingesponnene Netz des fremden Wesens verstrickt.

„Alles ganz anders?“ wiederholt die Wolke. „Wieso ist denn jetzt alles ganz anders? - Weil du zornig warst, als du die große Reise begannst? - Weil du das Abenteuer suchtest? - Weil es dir die Menschen oder deine Obrigkeiten einredeten oder Befehle gaben? - Oder weil dir ganz einfach die Zeit fehlte, nachzudenken und dir zu überlegen, ob dein Handeln mit deiner sogenannten Überzeugung übereinstimmt?“

McLane schweigt. Er hat einfach keine Idee mehr, wie er nach dieser Vorteilhaftnahme der fremden Existenz beweisen soll, dass er nur auf Forschungsreise ist und nicht auf Beutezug. Dass er nur einem Hilfesignal nachgegangen ist und nicht einer nicht existierenden Eitelkeit.

„Ich will dir sagen, was es war“, fährt die heftig reagierende Wolke mit siegessicherer Stimme, die Cliff Grauen einflößt, fort. „Es war dein wahres Ich, dein Spiegelbild, welches für kurze Zeit Gewalt über dich hatte. Der Teil von dir, der ich bin. Der Teil, der in jedem Menschen steckt. Und der Teil, der am Ende siegen wird, ganz gleich, wie du dich dagegen wehrst. Und dieser Teil heißt: Gier, Macht, Eitelkeit, Unterdrückung. - Das Gute wird immer verlieren.“

Cliff überlegt fieberhaft: Was haben die beiden Bezeichnungen „das Gute“ und „das Böse“ jetzt damit zu tun, dass er und seine Kameraden Forschungen betreiben?!! - Soll etwa damit gemeint sein, dass nach den Forschungsarbeiten unweigerlich eine der Industrieflotten kommt, Minenschächte in das Gestein bohren, und damit den Planeten und die Natur ausbeuten, zerstören, obwohl sie es vorher als Forscher nicht vorgehabt hatten? - "Ich werde trotzdem weiterhin dagegen ankämpfen. Ganz gleich, was mit mir geschieht."

„Große Worte, Cliff McLane, und dumme dazu. Du sprichst von Gut und Böse, ohne im Grunde zu wissen, wovon du redest. Meinst du tatsächlich, das Leben hätte keinen Sinn mehr, wenn das Böse die Oberhand gewonnen hat? - Was sind Gut und Böse denn? - Es sind keine Dinge, die man anfassen kann. Es sind Grundsätze, General, Richtlinien, die dir helfen, dein Leben zu ordnen und Entscheidungen zu treffen, mehr nicht. Ohne Leben verliert auch das Gute seinen Sinn, ebenso wie das Böse.“

Die heftig hin und her schwebende Wolke macht eine kurze Pause, dann fährt sie fort. „Du und deine Kameraden werdet jetzt gleich frei sein. Ich werde das Verhältnis Universum im Universum auflösen, und dann hast du die Wahl.“

„Du willst uns gehen lassen?" fragt Cliff ungläubig. „Raus aus dieser Blase und zurück in unser eigenes Universum? - Unserer eigenen Welt?“

„Ja. - Und dann liegt es an dir. Die letzte Entscheidung, Cliff McLane, triffst du als Oberbefehlshaber. Sie liegt bei dir ganz allein!“

McLane erstarrt. „Welche Entscheidung?" fragt er vorsichtig.

„Du hast ganz einfach die Wahl: Vernichtest du weiterhin Natur und Umwelt und bekämpfst weiterhin andere Lebensformen, dann bekämpfst du mich und du gehörst zu dem Bösen, weil du das Böse selbst angewandt hast. - Tust du es nicht, und trittst auch nicht an meine Seite, dann werde ich dich vernichten, und alle deine Freunde dazu. - Was du auch tust, Cliff McLane: Es ist falsch!“

Cliff schweigt. Die fremde Lebensform hat recht, mag er die Worte auch drehen und wenden, wie er will. Wie er sich auch entscheidet, es wird die falsche Entscheidung sein. - Er ist in einen Teufelskreis geraten. - Obwohl er und seine Freunde schon auf dem absolut richtigen Weg sind – in allen Gremien und Instanzen von ORB und GSD achtet man ihn und seine Entscheidungen, wenn sie auch manchmal erkämpft werden müssen. Ihre Forschungen, im Verbund oder alleine, bezweckten ja auch, andere Planeten und deren Entwicklung von Leben zu verfolgen. Sie sind daher folgerichtig ja auch zu Lernzwecken unterwegs.

„Du lügst!" sagt er schließlich unsicher.

„Ich lüge niemals“, widerspricht die Wolke. „Und jetzt führt euer Abenteuer zuende. Ich möchte noch wissen, wie ihr euch entscheidet. Es wird allerdings keine Auswirkungen mehr auf eure Planeten haben. - Anschließend verschwindet aus diesem Teil des Universums, damit ich es neu generieren kann!“

Die Wolke verblasst schnell und verschwindet schließlich ganz.



ML

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