Raumpatrouille - Am Rande der Unendlichkeit

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 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen

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Sir Chester
Ein Mann von der Erde, vor 1000 Jahren verschollen, steht vor seiner eigenen Zukunft
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Fr 1 Nov 2013 - 16:37

Tarik Pesch kommt den Geräuschen des sausenden Windes immer näher. Es ist immer noch stockdunkel. Das einzige, was er sehen kann, ist der schwache Lichtpunkt von Rodneys Licht, wenn er nach unten zwischen seinen Füßen schaut. Tarik tastet immer öfter nach einer Decke. Bald muss er sie erfühlen, denn der dumpfe Ton des Windes verrät, dass es sich nur noch um Augenblicke handeln kann.


Rodney rollt währenddessen wieder die Schriftrolle, die er soeben gelesen hatte, zusammen und hält einen kurzen Moment inne um zu überlegen, was diese seltsamen Worte bedeuten könnten, die dort für einen Fremden hinterlassen wurden. Er kann das Rätsel jedoch nicht entschlüsseln. Er weiß ja nicht mal, für wen diese Botschaft bestimmt ist. Aber ganz sicher nicht für ihn, so ist er sich sicher. Das wäre sehr unwahrscheinlich. Dann steckt er sie in eine Sammeltasche seines Raumanzuges.


Inzwischen erreicht Tarik die Decke des Aufstiegs. Es muss eine Holzklappe sein, so denkt er. Jedoch muss auf ihr eine menge Schnee liegen, denn leicht geht diese nicht auf. In mehreren Anläufen versucht er die Klappe mit Schwung auf zu schlagen. Beim fünften Schlag fliegt sie ruckartig auf und Tarik sieht, dass der Schneesturm kein bisschen nachgelassen hat. Der Sturm ist zu dicht um irgendetwas da draußen zu sehen. So beschließt er wieder hinab zu steigen. Doch als er gerade die Klappe zumachen will, trifft ihn ein kleiner Schneeball gegen den Helm. Tarik bleibt irritiert in seiner Position stehen und runzelt die Stirn. Ein schnelles „Was?“ entweicht aus ihm heraus.


Rodney hat derweil die Bretter zur Feuerstelle geschleppt. Die Feuerstelle ist in der Mitte des großen Raumes und hat keine einfache Form, denn es ist eine Feuerstelle für ein Grubenfeuer. Diese ist dafür geeignet, um darüber zu kochen oder zu Grillen.
Die Grube wurde in Erde gefasst und nicht in Schnee, bemerkt Rodney. Überall war Schneeboden, nur in der Mitte des Raumes nicht. Anscheinend war dort eine Anhöhe und die Schneehöhle manuell darüber gegraben worden. Wer auch immer das war, der wusste was und wo er es tat und es musste eine mühselige Arbeit gewesen sein, den Schnee hier raus zu bekommen. Unvorstellbar wie der das geschafft hat. Der Tunnel, aus dem Rodney und Tarik gefallen waren, waren wohl für die Luftzufuhr und der Entweichung des Rauches gedacht. Und es war auch nicht nur ein einziger Tunnel sondern mehrere. Jedoch wurden diese lange nicht überprüft, da sie vermutlich verschlossen sind so wie der eine es war. Das bedeutet, dass wohl etwas länger keiner mehr hier gewesen war. Das kleine Feuer dürfte hier unten aber dennoch nicht das Problem sein, hofft Rodney.

Er kratzt sich am Kopf. Zumindest hat er das vor, denn er trägt ja einen Raumanzug und der hat auch einen Helm. Er hat zwar Werkzeug um Feuer zu machen und er hat auch trockenen Zunder, jedoch mit dem Brennmaterial wird es schwierig. Was hat er sich dabei gedacht? Diese paar Holzbretter, die auch eine geradezu unpassende Größe haben, würden nicht gerade geeignet für diese Art von Feuer sein. Besser gesagt, sind es nur vier dünne und breite Bretter, die gerade dafür geeignet wären, um sie als ein Feuer für besseres Holz zu verwenden. Sie wären zu schnell weggebrannt gewesen und für die jetzige Verwendung also unbrauchbar.


Tarik klettert im selben Moment aus dem Einstieg, stellt sich hin (wobei er merkt, dass der Sturm doch etwas nachgelassen hatte, denn der Wind pustet ihn nicht gleich um) und schaut wieder um sich. Dennoch sieht er immer noch nicht mehr als Schnee. Überall nur Schnee.

„Hallo, wer ist da?!“ ruft er, „Zeig dich!“

Dann meint Tarik eine kleine Gestalt wahrnehmen zu können, die auf ihn zu kommt. Er muss seinen Augen zusammenkneifen um überhaupt irgendetwas zu erkennen. Mehr als einen Umriss kann er aber nicht wahrnehmen. Ich muss verrückt geworden sein, denkt er sich, jetzt sehe ich HIER draußen einen Zwerg? Oder ist das ein Kind?


Zuletzt von Sir Chester am Fr 15 Nov 2013 - 11:20 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   So 10 Nov 2013 - 4:12

" Orbiter in Position , Oberst!" vermeldet Petra, die den Rettungseinsatz von der HEISENBERG aus leitet.
Der Oberst ist währenddessen damit beschäftigt, die Bahnkorrektur des Himmelskörpers zu überwachen, welcher auf seine Planmässige Umlaufbahn gebracht werden soll.


"Gut Petra, wenn alle Überlebenden des Schiffes geborgen sind, soll der Orbiter noch ein zweites Mal das Frogschiff anfliegen und das Material abbergen welches die Schiffbrüchigen zusammengestellt haben. Sowie die Passagiere an Bord sind, sag mir Bescheid. Ich möchte mit dem Kommandanten sprechen"


Dann wendet er sich wieder dem Panoramaschirm zu,auf dem ausser dem Asteroiden zahlreiche Bahnlinien eingezeichnet sind 


" Wenn alles so stimmt, wie es die Frogs gesagt haben und Petra nachgerechnet, sollten wir in 125 Minuten in Aktionsposition sein." Der Armierungsoffizier der HEISENBERG ist deutlich aufgeregt. Kein Wunder, hängt die Existenz der Menschheit von der richtigkeit der Daten ab.


45 Minuten später vermeldet Commander Monning das die Schiffbrüchigen in ihrem Improvisierten Quartier angekommen sind.


" Professor Miester. Bleiben sie bitte hier bei den Korrekturvorbereitungen. Ich möchte unsere Gäste begrüssen"


Der Professor nickt nur und konzentriert sich dann wieder auf die Anzeigen.


Die Besatzung der HEISENBERG hat ganze Arbeit geleistet. Als Krikorow vor dem Fenster steht, welches die Verbindung zu der Lebensumgebung der Gäste darstellt, registriert er befriedigt das sogar an Sitzgelegenheiten für längere Gespräche gedacht worden war. Sowohl auf der einen wie auf der anderen Seite.


Im Gesprächsraum ist auf der anderen Seite der Kommandant sowie einer seiner Offiziere oder wie sie sich auch nennen, anwesend.


" Mein Name ist Krikorow……….Oberst Krikorow. Ich bin Kommandant dieses Schiffes und heisse sie an Bord des Forschungskreuzers HEISENBERG herzlich Willkommen."


Es dauert eine Weile bis aus den Simultanübersetzerlautsprechern eine Antwort ertönt.


" Mein Name ist Mahres-eht-Villchoran, " der Übersetzer hakt beim Titel ein paar Sekunden,
"Ich bin Grosskapitän der ------------ ,Forschungsschiff der -------- Flotte. Ich Danke ihnen auch im Namen meiner Besatzung für die Rettung aus der für uns ausweglosen Lage…..haben sie die Bahndaten korrigiert in ihrem Schiffs-Rechenzentrum? "


" Ja Grosskapitän, die Daten stehen ihnen auf den für sie bereitgestellten Monitoren und Projektionsflächen zur Verfügung. Ich hoffe, die Anpassung an ihre Bedürfnisse ist zufriedenstellend.
Wichtiger aber ist die Frage nach der Ausreichenden Rekonstruktion ihrer Überlebensnotwendigkeiten."


" Ja, ihre Techniker haben sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Ich werde mich nun den von ihnen eingegebenen Korrekturwerten zuwenden um sie nochmals mit unseren zu vergleichen. Können wir über ein Bordübermittlungssystem sprechen, wenn sie wieder auf den grossen Stuhl ihres Schiffes zurückkehren?"


" Grosser Stuhl??" fragt Petra grinsend, nachdem Luke wieder auf der Brücke ist.


" Ich nehme an , unsere Gäste haben als extrem Kollektiv handelnde Wesen trotz allem eine Autoritäre Führungsstruktur, welche die unbedingte Leitung eines Kommandanten anerkennt aber trotzdem so etwas wie Kollektive Entscheidungen voraussetzt………sonst hätte der Simultanübersetzer aus dem grossen Stuhl sicher einen Thron gemacht", erklärt Luke……..Ohne allerdings wie sonst üblich auf das fröhliche Grinsen seiner Stellvertreterin einzugehen.


"NOCH 30 MINUTEN BIS BAHNKORREKTUR!" ertönt die Computerstimme des Bordrechners.


Allen Brückenoffizieren ist die Anspannung anzusehen……


FORTSETZUNG FOLGT :

_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Di 12 Nov 2013 - 10:38


Kaum ist die Erscheinung der fremden Lebensform verschwunden, wo Cliff sich ernsthaft gefragt hatte, wie wohl die Kommandanten seiner Flotte (HEISENBERG, SAGITTARIUS oder die anderen) auf die energetische Lebensform und natürlich auf deren Offenbarungen reagiert haben, werden er und seine Mannschaft ganz plötzlich mit einer anderen Realität konfrontiert: Nämlich mit grau gekleideten Kriegern, die mit gezückten Schwertern bedrohlich auf sie zustürmen.

Ein gnadenloser Fechtkampf entbrennt und wird von sieben Hochgeschwindigkeits-Kameras, die an unterschiedlichen Positionen stehen, in HD und vollendeter 3D-Technik aufgezeichnet. Der Kampf währt kurz; und ohne eine geringste Verletzung davon zu tragen, erreichen sie einen Sieg und treiben die Feinde vor sich her in die Stadt und in die Arena hinein.

Der Regisseur ruft laut: „SCHNITT! - Rasch in die Garderobe ... umziehen!“


In der Garderobe ergreift gleich Johnny das Wort: „Habt ihr das gesehen? Der Kampf war nicht echt!“

„Das waren nicht unsere Frogs, die wir kennen!“ ereifert sich Alfons.

„Das waren überhaupt keine Frogs“, murmelt McLane, „das waren Projektionen. Wie vom Holodeck der ATLANTICA.“

Eine Stille entsteht. Illya tritt langsam auf McLane zu: „Du meinst, trotz der Beteuerungen hat dieses Geistwesen uns 3D-Darstellungen geschickt?“

„Vielleicht, um die echten Frogs zu schützen!“ wirft Sonya ein.

McLane schüttelt den Kopf: „Die Tatsache ist eine andere. Das Schützen ist die eine Sache, wenn auch eine sehr geringe. Es geht aber um mehr: Das fremde Wesen hat erkannt, dass wir auch nicht unbedingt mit Dummheit gesegnet sind. - Was ich aber nicht verstehe: Wieso hat es seine Tarnung fallen gelassen, um uns zu zeigen, dass es auf einem Raumschiff beheimatet ist?!“

„Ein Versehen?“ Franka stellt die Frage, die alle denken.

Dr. Woloshyn streicht über seinen nicht vorhandenen Vollbart. „Ich glaube, wir werden noch öfter mit diesem Wesen und/oder seinen Freunden eines unbekannten Planeten zu tun haben.“ sinniert er und schaut in die Runde.

„Egal“, meint Franka und beendet das entstandene Schweigen. Dann wendet sie sich an Chu: „Lass mich das gröbste machen und auch die Tore: Ich habe nämlich kräftigere Arme, verstehst du?“ Damit winkelt sie ihre Arme an und lässt nicht nur die Muskeln ihrer kräftigen Unterarme, sondern auch ihre gewaltigen Bizeps spielen.

Chu lacht laut los: „Jawoll. - Das wird eine Gaudi!“

„Also gut“, meint Cliff trocken, „und die Taktik überlegen wir uns während des Spiels. Es gilt das gesprochene Wort. Okay?“

Alle nicken stumm und verlassen, als ein Regieassistent sie dazu auffordert, die Kabine, um das Spiel ihres Lebens zu bestreiten …


Fortsetzung folgt …

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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Fr 15 Nov 2013 - 13:49

Nach einer Weile des Wartens auf Tarik, horcht Rodney Chester in die Richtung eines der Deckentunnel. Hämmernde Geräusche dringen aus ihm hervor. Es klingt so, als ob jemand versuche, das Eis am anderen Ende zu zerbrechen. Rodney steht auf und leuchtet in den Tunnel.

„Tarik, was machst du da oben?“, flüstert Rodney zu sich selbst.
„Wie kannst du wissen, dass diese geöffnet werden müssen? Ich kann mir sonst zumindest nicht erklären, wieso ich diese Geräusche höre.“



~ ~ ~ ~ ۞ ~ ~ ~ ~ 


Die Gestalt kommt näher und verwundert erkennt Tarik einen klein gewachsenen Menschen. Dieser ist gerade mal so groß wie ein neunjähriger und ist gekleidet in dicker Winterkleidung. Tarik bemerkt, dass der kleine Mensch einen beladenen Schlitten hinter sich her zieht.

„Seid gegrüßt!“, ruft dieser in einer erwachsenen männlichen Stimme in den Wind hinein.

„Äh... Grüße zurück... wer auch immer sie sind ,“ antwortet Tarik ihm. „Es gibt Menschen hier in dieser trostlosen Gegend und so weit draußen im All?“

„Ja, hier im All, in dem all Dasein unserer Welt, wenn ihr es so ausdrücken wollt... Ja, da gibt es auch Menschen.“, gibt der kleinwüchsige zu wissen und steht nun Tarik gegenüber.

Tarik runzelt die Stirn.
„Was soll das heißen es gibt auch Menschen? Sie sind doch wohl auch ein Mensch. Nur eben klein gewachsen!“

„Ja, das haben wir so an uns; Sind es aber nicht.“

„Und was seid ihr dann?“, wundert sich Tarik.

„Wir sind die Thora und sehen aus wie kleine Menschen. Und so ganz nebenbei erwähnt: mein Name ist Rinon. Nun aber kommen wir zu den wichtigeren Dingen. Helft mir die Rauchtunnel frei zu legen! Es sind sechs an der Zahl. Einer ist schon offen, wie ich dort sehe. Ich zeig euch die anderen,“ antwortet der Thora und greift in einen Sack auf dem Schlitten und holt dort etwas heraus. 
„Hier, nehmt diesen Eisbrecher. Haltet ihn einfach auf eine der Eisflächen und drückt mehrmals den Hebel runter!“

Rinon nimmt eine Papierrolle aus seiner Tasche, rollt sie auf und geht ein Stück in eine Richtung. Dann schiebt er etwas Schnee an der Stelle weg und zeigt auf den Boden.

„Hier ist eine Eisfläche. Zerbrecht sie!“ weist er an.

„Und wozu das ganze jetzt?“, erkundigt sich Tarik.

„Ich werde euch und deinem Mitreisenden alles erklären, so bald wir unten im Vorposten sind.“

Tarik beschließt die Sache mit zu machen. Er hält das Gerät auf die Eisfläche und drückt den Hebel runter. Das Eis bekommt Risse. Tarik drückt nochmal. Noch mehr Risse. Dann beim dritten Mal zerbricht die Fläche und das Eis fällt in das Loch. Rinon nimmt wieder das Papier in die Hand und wiederholt seinen Ablauf. Tarik wiederholt ebenfalls seinen Vorgang. 

Nach wenigen Minuten haben sie alle Rauchtunnel freigelegt.
„Seht ihr, wie dunkel es geworden ist seit unserem Gespräch? Wir sollten schnell in den Vorposten. Nachts wird es sehr kalt. Zu unserem Glück lässt aber der Sturm nach“, meldet Rinon. Daraufhin geht er zum Schlitten und zieht ihn gezielt zu einem bestimmten Rauchtunnel. 
„Das hier ist der steilste Tunnel. Helft mir die Holzscheite hinein zu werfen!“
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Cliff McLane
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mo 18 Nov 2013 - 9:16


Der Jubel, als McLane und seine Mannschaft in voller Spieler-Montur die Arena betreten, ist riesengroß. Cliff, der sich vorher noch kurz den Bericht von Chu und das in seinem Gedächtnis noch vorhandene Video über mesoamerikanische Ballspiele ins Bewusstsein zurückgerufen hatte, findet alles so bestätigt, wie er schlussgefolgert hatte, und sieht gleichzeitig auf der anderen Seite des Stadions die gegnerische Mannschaft eintreten – mit Buhrufen begleitet.

Während sie noch aufeinander zulaufen, fliegt die Gummikugel wie ein Geschoss hoch in die Luft. Chu, Silbermedaillengewinnerin der letztjährigen Leichtathletik-Meisterschaften des Galaktischen Sicherheitsdienstes GSD, und außerdem noch stolze Chinesin mit langer Ahnenreihe, spurtet in derselben Nanosekunde los, springt im richtigen Moment hoch, macht in der Luft einen Salto, fängt dabei die Kugel mit dem Ellenbogen sanft ab und stößt ihn noch vor der Landung zu der Stelle, wo sie das Ziel vermutet.

Franka hatte, als Chu lossprintete, schon vermutet, wohin es gehen sollte und läuft, so schnell es ihre übermuskulösen Beine zulassen, zur gegenüberliegenden Wand mit dem hervorstehenden Loch, welches das Tor definiert. Sekunden später ist die Kugel da und prallt mit voller Wucht auf ihren durch beide Arme abgefederten Oberkörper. Nie hätte sie gedacht, dass so eine zierliche Athletin wie Chu so kräftig werfen könnte. Sie balanciert das Gummigeschoss auf ihren Ellenbogen aus, stellt sich theatralisch auf die Zehenspitzen, wippt kurz und stößt den Ball mit einem hochmütigen „Blups!“ zielsicher durch die Lochscheibe.

Das Publikum tobt vor Begeisterung.

Aber statt der ORION-Crew einen Punkt zu geben, wird der Spieler, der Franka's Tor nicht verhindert hat, vom Regisseur, der gleichzeitig der Schiedsrichter ist, aus dem Spiel genommen und an eine Wand gestellt. - An die Schande- oder Opferwand, stellt Cliff mit Entsetzen fest. „Das ist gegen die Regel“, zischt er seinen Mitspielern zu. „So haben die Zapoteken niemals gespielt. Sie spielten immer ehrlich und achteten ihre Gegner, damals wie heute, jederzeit. Sogar mit Ehrfurcht!“

Der Regisseur hatte die Worte gehört, dreht sich zu Cliff um und unterbricht das Spiel. Gleichzeitig senken sich auch alle Kameras und es wird ruhig im Stadion, als der Regisseur die Hand hebt.

„Während des Spiels wird nicht gesprochen!“ donnert seine Stimme über das Spielfeld. Dann zückt er aus seiner Gesäßtasche (?) eine rote Karte (? - Man wundert sich ja über nichts mehr!) und hält sie Cliff vor die Nase. Mit der anderen Hand zeigt er zur Wand, wo schon der andere Spieler steht.

McLane schürzt die Lippen und will zu einer Entgegnung ansetzen. Dann besinnt er sich aber eines besseren und begibt sich in sein Schicksal, insgeheim hoffend, dass sich bald eine bessere Gelegenheit bietet. „Es muss ein Unentschieden herauskommen!“ raunt er im Vorübergehen noch seiner Mannschaft zu.


Fortsetzung folgt …

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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Di 26 Nov 2013 - 8:29


Johnny hat verstanden und übernimmt die Führung. „Dann wolln wir doch mal sehn, was sonst noch alles unmöglich oder möglich ist“, murmelt er vor sich hin, schnappt den Gummiball mit beiden Händen einem Gegner vom Ellenbogen weg und wirft ihn mit einer vollendeter Basketball-Technik quer übers Feld in Illya's Richtung.

Der Schiedsrichter lässt weiterspielen...

Illya stutzt zwar etwas, erkennt aber, was Johnny vorhat. Der Ball kommt tief, sehr tief, ein Gegner springt zur Seite, Illya sieht seine Chance und tritt den Ball mit dem rechten Fuß weit über das Feld in die entgegengesetzte Ecke des Stadions. Eigentlich ein Schuss aus dem historischen deutschen Fußballspiel, aber …

Der Schiedsrichter lässt weiterspielen!

Alfons will eigentlich genau deshalb auch so weitermachen, aber dann passiert etwas gänzlich unerwartetes. Und das in solch einer Verkettung von Ereignissen, dass man hinterher nicht mehr wusste, ob man entsetzt oder zufrieden sein sollte:

Alfons rennt also auf die Ecke zu, in der Illya den Ball geschossen hat, und sieht durch die Augenwinkel zwei gegnerische Spieler auf sich zulaufen. Einer schneller als der andere. Alfons stoppt; er spürt den Ball von oben kommen. Einer der Gegner merkt zu spät, dass Alfons stehen geblieben ist und rennt voll in ihn rein. Beide stürzen zu Boden. Der zweite Spieler springt hüpfend zur Seite, um nicht auch zu fallen, wobei ihm der niederstürzende Ball während seines Sprunges mit voller Wucht am Kopf trifft. Der Spieler geht mit einem K.O. zu Boden. Der Ball hat aber durch diese exquisite Kopfballtechnik wieder an Fahrt bekommen, diesmal in entgegengesetzter Richtung und trifft einen dritten Spieler der gegnerischen Mannschaft an der Schulter, wird dadurch gestoppt und fällt zu Boden. Der Spieler aber taumelt zurück und hält sich schreiend die Schulter, aus der es stark blutet.

Der Schiedsrichter lässt immer noch weiterspielen...

Illya jedoch hat alles mit angesehen, auch, dass die Schulter des Gegners blutet, und hechtet, jetzt ganz der Arzt, mit schnellen Schritten zum Unglücksort.


Fortsetzung folgt …

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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Fr 29 Nov 2013 - 10:26

Temari nickt Kira entschlossen zu.
"Also los, wir haben keine Zeit zu verlieren!"
 
Kira betätigt ihr ASG und schaltet auf eine besondere Frequenz, die sie Paul in der verschlüsselten Botschaft mitgeteilt hat.
 
Paul Cushing, Offizier für Raumüberwachung und Kommunikation auf der SAGITRIUS, empfängt das Rufsignal. Es handelt sich um einen lautlosen Vibrationsalarm, den außer ihm niemand wahrnehmen kann (eine reine Vorsichtsmaßnahme, falls Paul doch in die Hände der Gegenspieler fallen sollte). Das ist für ihn das Zeichen, den Start des unbemannten Phantomschiffes zu initiieren. Seine weiblichen Wachen, die natürlich von Kira eingeweiht sind, haben ihm Zugang zur Steuerkonsole gewährt. Von hier aus war es ihm in der vergangenen Stunde problemlos gelungen, das in Sektor Süd bereitstehende Schiff zu programmieren.
 
"Startsequenz ab", murmelt er und gibt den letzten Befehl ein. Dann dreht er sich mit seinem Stuhl zu den uniformierten Damen um und grinst breit. "Und wenn das hier erledigt ist, gehen wir mal einen Kaffee trinken, nicht wahr?" Er erntet jedoch nur verständnislose Blicke.
 
Temari, Kira, Miri und Samana erreichen unterdessen die Baustelle des neuen Regierungspalastes.
 
"Sieh mal einer an", staunt die Kommandantin, "hier sind ja jede Menge Konservenknilche im Einsatz!"
"Ja, die wurden von der Erde hergeschmuggelt. Übrigens nicht das Einzige, was geschmuggelt wird. Gestern ist ein Transporter mit Tieren eingetroffen, die auf Chroma ausgewildert werden sollen. Verschiedene Vogelarten, Hoch- und Niederwild, Hunde, Katzen - als wollte man eine zweite Erde erschaffen", berichtet Kira.
"Genau genommen wollte man das ja auch damals."
Das erste Mal verspürt Temari den Wunsch, sich auf dieser Welt einmal in Ruhe umsehen zu können. Es ist wie ein Fenster in die Vergangenheit, denkt sie. Doch dann schüttelt sie den Kopf, sie muss sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren und auf die Tatsache, dass sie und ihre Mannschaft sich in einer realen Gefahr befinden, durch einen Atombombeneinschlag zu sterben.
 
Kiras ASG summt. "Das ist Paul. Das Schiff ist gestartet. Hoffen wir mal, das DIE den Braten fressen und eine Weile abgelenkt sind."
 
Dann stehen sie vor dem großen, fast fertiggestellten Portal des Palastes. Bei dem Vorarbeiter handelt es sich um einen Menschen, einem Mann mittleren Alters, der sich ihnen respektvoll zuwendet. Ohne eine Frage zu stellen öffnet er das Tor im Bauzaun. Wie es sich für die oberste Dame des Planeten gehört, bedenkt diese ihn mit einem kurzen milden Lächeln, beachtet ihn jedoch nicht weiter sondern für ihre Begleitung zielstrebig zum Eingang des Hauptgebäudes. Sie betreten die große Halle.
 
Drinnen ist es merkwürdig ruhig. Kaum ein Baugeräusch dringt herein. Auch sieht es seltsam aufgeräumt und sauber aus, nicht so als wäre man in einem unfertigen Gebäude.
 
"Wie eine Kulisse", spricht Samana laut aus, was alle denken.
"Oh ja, eine verdammt gute Kulisse. Allerdings habe ich den Verdacht, dass DIE DA sehr echt sind!"
Temari zeigt auf zwei Roboter, die aus einer Tür auf sie zugerollt kommen, die Arme erhoben und die Greifscheren kampfbereit gespreizt.
 
Geistesgegenwärtig zieht Kira ihre Handfeuerwaffe und zielt auf den zylindrischen Aufsatz. Ein Schuss und der Roboter sackt in sich zusammen. Den anderen nimmt sich Miri vor. Doch sogleich folgen weitere Droiden und greifen an.
 
Strahlenblitze fliegen durch die Halle als sich alle vie Frauen nach Kräften verteidigen, doch nicht jeder der Arbeitsroboter wird nachhaltig getroffen. Zudem rücken immer weitere nach, als wäre ein Nest im Nachbarsaal.
 
"Unmöglich, das erinnert mich an ein Computerspiel", ruft Miri über den Kampflärm.
Samana grinst gequält:"Ja, es heißt Hüter des Gesetzes, und das hier ist Level 1!"
 
 
Temari horcht auf, dann richtet sie ihre Waffe auf den riesigen Kronleuchter, der an der reichlich mit Stuck verzierten Decke hängt. Ein gezielter Schuss und das Monstrum aus Kristall stürzt genau auf die Roboterarmee.
 
"Wir müssen sie umprogrammieren, der Code lautet Ypsilon 17!"
 
Sie klettern in dem Gewirr von Roboterkörpern, -armen und Kronleuchterteilen herum, öffnen die zylindrischen Köpfe ihrer Widersacher und nehmen die Umschaltung vor.
 
"Vielleicht sollten wir sie ganz ausschalten", schlägt Samana vor.
"Wenn wir hier wirklich in einem Spiel sind - und alles deutet darauf hin - werde unsere Kameraden hier noch brauchen. Dadurch dass wir diese hier wieder auf normal gestellt haben, werden auch alle anderen wieder zahm, so war es jedenfalls in diesem alten Computerspiel. Und in einem anderen Level benötigte man die Dienste der Roboter. Sie sollten aktiviert bleiben."
 
Etwas außer Puste stehen die vier Frauen beisammen und überlegen, was ihr nächster Schritt sein soll.
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Sir Chester
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mo 2 Dez 2013 - 13:21

„Vorsicht da unten“, ruft Rinon runter in das Loch, „Solltet Ihr unter diesem Rauchtunnel stehen, durch das ich gerade zu Euch rufe, dann solltet Ihr Euch jetzt von diesem entfernen – sonst wird es schmerzhaft!“  

„Wer sind sie und wo ist Tarik?“, ruft Rodney zurück. 

„Ihr solltet erst einmal lieber bei Seite gehen. Ich erkläre mich, sobald wir zu Euch hinabgestiegen sind.“

„Ich bin auch hier, Sir Chester!“, wirft Tarik ein. 

„Gut! Ich habe mich schon gefragt, was du da oben so lange machst“, äußert Rodney sich.

„Ich würde euch nur ungern unterbrechen, aber es wird langsam dunkler und kälter hier draußen. Es ist besser, wenn wir hier jetzt vorankommen würden. Also geht nun beiseite!“, ruft Rinon dazwischen. 

Rodney entfernt sich vom Schacht und wenige Sekunden später fallen die Holzscheite vor ihm auf den Boden. Danach folgen einige Säcke.


„Nun weiß ich also eure Namen: Tarik und Sir Chester“, spricht Rinon zu Tarik. „Also, Tarik, nun wird es schwieriger: Jetzt muss der Schlitten nach unten – aber vorsichtig!“
Rinon dreht das Transportmittel so um, dass das Seil, mit dem er es gezogen hat, in seine Richtung zeigt. Dann wickelt er dieses bis zum Knoten ab und nimmt ein Teil des Seiles in seine Hand und ein Teil gibt er Tarik.

„Ich werde jetzt denn Schlitten rein schieben. Also haltet das Seil gut fest!“, fordert Rinon auf.

Der Schlitten fällt ein kurzen Abschnitt nach unten. Rinon rutscht ein bisschen nach vorne, ist aber dann so standfest, wie Tarik es ist. Stück für Stück lassen sie den Schlitten hinab und werfen danach  das Seil hinterher.

„Nun können wir in den Vorposten. Da Ihr mir aber nicht gesagt habt, dass Ihr den Eisbrecher ja immer noch habt (Der liegt nämlich neben Euch), müsst Ihr diesen jetzt leider selbst heruntertragen“, bemerkt Rinon schmunzelnd.
Beide gehen zur Holzklappe. Rinon öffnet sie und lässt Tarik vor ihm hinabsteigen. 

Nur eine Minute später hat Tarik den Boden erreicht. Einen kurzen Moment später ist auch Rinon da. Dabei hatte Tarik den Aufstieg viel länger in Erinnerung gehabt. Merkwürdig wie er findet.

„Wie ich sehe, habt Ihr auch schon das Feuer entzündet“, fällt Rinon auf. “Das finde ich gut, dann muss ich das nicht mehr selber tun. Rinon Nervalums mein Name.“ Rinon reicht ihnen die Hand entgegen.

Rodney gibt ihm zuerst die Hand und nickt: „Sir Rodney Chester.“

Danach Tarik und er nickt ebenfalls: „Tarik Pesch“

„So, was meint ihr, sollen wir uns etwas zu essen gönnen?“ 



Normalerweise kamen meine letzten Posts Samstags (in der Nacht). Dafür kommt in dieser Woche aber noch einer.
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   So 8 Dez 2013 - 14:17

Über dem Feuer hängt ein Topf. Ein Eintopf mit Fleisch und Gemüse kocht vor sich hin. Drum herum liegen Decken und auf ihnen sitzen Sir Rodney Chester, Tarik Pesch und Rinon Nervalums.

„Da unser Essen jetzt kocht, haben wir erst einmal Zeit für unsere Gespräche“, äußert Rinon, der die beiden gegenüber sitzenden mustert. „Ihr tragt seltsame Rüstungen. Ich kenne sie nicht. Aus welchen Teil Almorias kommt ihr?“

Rodney zieht seine linke Augenbraue hoch, holt mit dem Mund Luft und schaut kurz zum überlegen nach rechts unten. Tarik schaut leicht in seine Richtung und wartet auf seine Worte.
„Wir sind... von weit her auf jeden Fall... von sehr weit her.“

„Wie auch immer. Ich sagte ja, ich will mich erklären und das tue ich jetzt. Wer ihr seid und woher ihr seid werden wir danach besprechen. Nun zu Sachlage: Ich bin nicht willkürlich hier. Wir haben in der Ferne ein Objekt aus dem Himmel stürzen sehen. Unsere eigentliche Anordnung bestand darin, dieses Objekt zu finden und zu untersuchen. Wir waren schon bereit, doch dann tauchtet ihr auf und aus anderer Richtung sahen wir einen Sturm herankommen. Außerdem war uns bewusst, dass bald die Nacht anbricht. Also zog ich los um euch Abzufangen und in den Vorposten zu bringen. Zum Glück hatten wir von Themsis eine Energiebarriere, denn der Sturm war schneller da, als wir gedacht hatten. Ihr hattet dafür zu eurem Glück den Vorposten gefunden, sonst hätten wir uns nicht gefunden. Ihr wärt in der Nacht erfroren.“

„Danke dafür. War das, was wir gesehen haben also euer Wachturm?“, fragt Tarik.

„Könnte man so sagen. Es ist der oberste Teil des größten Gebäudes unserer Stadt. Der Turm unseres Glaubenshauses.“

„Da ist eine ganze Stadt begraben?!“, fragt Rodney und kann es nicht fassen.

„Ja, aber wir kommen klar. Die Gebäude sind mit Gängen verbunden. Wie kommt euer Volk mit der Eiszeit zurecht?“

„Wie gesagt, wir kommen von sehr weit her. Im besonderen ich, was aber nichts mit der Sache hier zu tun hat. Bei uns ist keine Eiszeit.“

Rinon runzelt die Stirn.
„Das kann nicht sein. Ganz Almoria liegt unter Schnee und Eis. Im Süden ist weniger, aber er ist dennoch bedeckt.“

„Ja. Aber wir kommen nicht von hier. Wir können es Ihnen nicht erklären“, erklärt Rodney, denn anhand der Kleidung, die der Thora trägt, ist er sich sicher, dass dieser Planet in einer frühen Zeitabschnitt zu sein. Rinon würde ihre Technologie nicht verstehen. Er würde es für Zauberei halten. Doch spricht dieser von ein Energiebarriere, die wiederum für Rodney und ebenfalls für Tarik nach Magie klingt.

„Nun gut. Es ist natürlich eure Entscheidung, wenn ihr es nicht sagen wollt, aber wir werden für euch dann gewiss nicht ein Bein ausreißen. Es sei denn, ihr zeigt, dass wir euch vertrauen können. Ihr seit zwar im Moment noch sehr freundlich, was in Ansicht euer Lage auch Schlau ist, aber sobald wir in der Stadt sind, könntet ihr uns in den Rücken fallen sobald wir uns umdrehen. Daher wird dort immer jemand ein Auge auf euch haben“, erwidert Rinon ernst geht aber wieder langsam in seinen fröhlicheren Ton über.
„Aber Nichtsdestotrotz! Es soll eure Stimmung nicht senken. Merkt ihr wie gut der Eintopf riecht?“, fragt er und rührt in ihm herum, „Bald ist er fertig und wir können zulangen!“
„Ja, das kann man wohl auch nicht anders erwarten, dass man uns nicht sofort Vertrauen schenkt“, antwortet Tarik, „Und ja, es duftet köstlich!“

„Bevor wir mit dem Essen anfangen“, fängt Rodney an, „habe ich noch ein Frage: Hinterlasst ihr in euren Vorposten immer irgendwelche Nachrichten?“

Rinon schüttelt seinen Kopf.
„Nein, wieso?“

„Ach... nicht so wichtig.“


Zuletzt von Sir Chester am Di 10 Dez 2013 - 4:56 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mo 9 Dez 2013 - 5:58

"Bahnkorrektur in 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1.......Bahnkorrektur ausgeführt" Die Roboterstimme des Gefechtsleitstandes der HEISENBERG spricht das aus, was alle an Bord deutlich miterleben. Um die Zielgenauigkeit der Geschütze zu erhöhen wurden die Geschützrohre , wenn man die hochleitenden Karbonfaserverstärkten Projektionsspitzen so nennen darf, mit jeweills einem Röhrenförmigen Magnetfeld verlängert.
Um dieses aufzubauen haben der Maschinist und seine Techniker die Prallfeldabsorber im Hüllenbodenstück des Forschungsschiffes modifiziert.
Der Auf und Abbau der beiden Röhren, während  die Bodengruppenwerfer ihre Hochenergetische Ladung ausstossen erzeugt einen für Prallfeldabsorber und das sind sie nun einmal Typischen unangenehm schwankenden Stoss des gesamten Schiffes. Wie der Chefingenieur über BSA die Mannschaft vor dem Abschuss informiert hängt das mit der Koppelung der Prallfeldabsorber mit den Generatoren für die Künstliche Schwerkraft zusammen. In der Eile konnten die zuammenwirkenden Kräfte nicht getrennt werden.

Die Schwerkraft an Bord der Heisenberg schlingert also theoretisch wie ein grosses Maritimes Schiff, welches von einer Tsunamiwelle getroffen wird. Auf die Kurs und Standortstabilität hat das allerdings keine Auswirkung.

Wer das grosse Schiff während des Abschusses sehen könnte, würde keine Lageveränderung bemerken.

Der Oberst war auf den Stoss zwar gefasst,allerdings erzeugt die Rollende Bewegung des Schiffes auch bei ihm eine gewisse Achterbahnfahrt des Mageninhaltes. Mit säuerlichem Lächeln bemerkt er das die Gesichtsfarben seiner Brückenoffiziere sich in ein freundliches Creme de Monde verwandelt haben, mit einer unerfreulichen Tendenz zum grünlichen.

" O----äh Ortung bitte! Sind schon Auswirkungen zu sehen?"

" Chef, nur weill wir den Brocken getroffen haben muss er nicht gleich Haken schlagen. Die Deklination wird sich frühestens in 10 bis 15 Minuten bemerkbar machen. Wir haben die Berechnungsgrundlagen für die Notwendigen Kursabweichungen eingegeben......in spätestens 30 Minuten liegen die Präzisen Ergebnisse vor. "

Der weichende Schwindelanfall durch die Attacke der Absorber auf die Innenohren der Besatzungsmitglieder lässt auch die für einen Moment in den Hintergrund getretenen Brückengeräsuche wieder hervortreten.

Von überall her auf dem Schiff trudeln die Statusmeldungen ein. zwei gebrochene Hände, einige Verschmutzte Polster in der Kantine....alles in allem ist alles Glimpflich abgelaufen.


Das Rauschen der Brückenklimaanlage und das Tickern von Schwerlastrelais der Absorbergeneratoren auf Brückenebene, die sich hinter den Verkleidungen in den Versorgungsschächten zwischen Aussenhülle und Brücke befinden nimmt alle in einer gewissen feierlichen Stimmung gefangen.

In diese Stille platzt ein Ausruf Michikos: " Wir werden gerufen!! Auf mindestens zwölf Kanälen mit einer enormen Feldstärke"

" Auf den Schirm, Michiko!"

Aber der Zentralschirm bleibt Dunkel, lediglich die Lautsprecher knacken und Rauschen.

Als Luke schon eine unwirsche Bemerkung in den Äther schicken will ertönt eine Martialische, unfreundlich Gewalttätige Stimme.

"EURE  AUFGABE IST BEENDET !! IHR HABT DURCH EUER VERHALTEN BEWIESEN, DAS IHR AUCH IN NOTSITUATIONEN IN DER LAGE SEID, SOZIALE GRÖSSE ZU ZEIGEN! ES HÄTTE NICHT GEREICHT NUR DIE BAHN DES METEORITEN ZU KORRIGIEREN.ES WAR BESTANDTEIL EURER AUFGABE, EUREN VERMEINTLICHEN FEINDEN DIE RETTENDE HAND ZU REICHEN." 

Aber so einfach lässt sich der Oberst nicht abspeisen. Nicht nach den ganzen Mühen und Lebensgefährlichen Situationen in die er und seine Besatzung geraten waren. Und nicht ohne einen Hinweis auf den Verbleib der Flotte.

" Moment mal.....wir haben also eine Aufgabe erfüllt?? Ohne die Regeln vorher zu kennen und mit erheblichem Risiko für alle beteilligten. Ja, sogar mit erheblichem Risiko für die gesamte Menschheit. Und ihr....Du...sie oder wie auch immer erzählt lediglich das wir souiale grösse gezeigt haben. Ist dieser ganze Zirkus hier soetwas wie ein Galaktischer Prüfstand für die Existenzberechtigung von Völkern?? Wer gibt euch das Recht in derartig infamer Art und Weise über Leben und Tod von Milliarden zu entscheiden?? Wer seid ihr??"

" DAS WÜRDEST DU DOCH NICHT VERSTEHEN!! UNSERE EXISTENZEBENE WERDET IHR ERST BEGREIFEN WENN IHR ÜBER DEN EGOISMUS EURER KÜMMERLICHEN EIGENEN EXISTENZ HINAUS GEWACHSEN SEID. EUER VOLK UND DAS VOLK DAS IHR DIE FROGS NENNT, HABEN SOEBEN DIE ERSTE STUFE ERREICHT!  EUER WEITERLEBEN UND DIE GROSSE CHANCE IRGENDWANN EINE WEITERE STUFE ZU ERKLIMMEN, DAS IST EUER PREIS! WENN DANN AUCH DIE AUFGABEN DER ANDEREN PRÜFLINGE ERLEDIGT SIND, WERDET IHR EUCH ALLE WIEDERSEHEN! ES IST EUCH GEWÄHRT, AUF DEM PLANETEN DER DIE URFORM EURES HEIMATPLANETEN DARSTELLT, EURE FORSCHUNGEN ABZUSCHLIESSEN. IN EINEM VIERTEL SONNENUMLAUF DES PLANETEN UM SEINE SONNE MÜSST IHR DEN SICH ÖFFNENDEN TRICHTER ANFLIEGEN...DER WIRD EUCH DIREKT IN DAS EUCH BEKANNTE UNIVERSUM BRINGEN! ENDE DER KOMMUNIKATION !!!"

Mit einem knackenden Knallen bricht die Verbindung zusammen.

" War das Gott??" fragt Petra kleinlaut in die Runde.

" Wenn  der sich um solche Banalitäten wie den Fortbestand von zwei Rassen selbst kümmert, ist er entweder fürchterlich gelangweillt oder ein pedantischer Korinthenkacker. " ertönt es hinter dem Armierungsleitstand.

" Ruhe Leute! Was auch immer das gewesen ist............es war nicht einmal annähernd Gott oder einer seiner Stellvertreter.....es sei denn das Amt für Göttliche Angelegenheiten arbeitet mit einem Autoresponder" Michiko erhebt sich von ihrem Platz..." Was auch immer das ist ...es war Automatisch. Eine möglicherweise hunderttausende Jahre alte Programmierung. Die Algorythmen der Sprachsynthese deuten eindeutig auf einen , wenn  auch Hochentwickelten Sprachcomputer hin. Er hat sich darüber hinaus selbst Programmiert.... es gibt einige deutliche Synthaxfehler die darauf schliessen lassen, das der Zentralcomputer unsere Sprache erst vor kurzem erlernt hat. "

Professor Miester nickt Michiko anerkennend zu. Er war unbemerkt aus dem Fahrstuhl getreten und hatte sich während des Funkverkehrs und des anschliessenden Gespräches zurückgehalten.

" Leutnant Hayashi hat recht Oberst. Das war ein Computer........oder ist einer wenn sie das so sehen wollen. Und alles deutet darauf hin Luke, das diese Raumfalle , die Blase mit dem Paraleluniversum ist als solche benutzt worden, lange inaktiv war und sozusagen ihre Programmierung nur dem einen Zweck diente..........diese Prüfung durchzuführen. Es gibt auf Aton und auf Arret Hinweise auf solche Dinge. Es wurde lange angezweifelt ob es existiert. Es scheinen die Spuren einer Uralten Rasse zu sein. Es gibt eine Legende bei uns......die erzählt von einer Rasse von Hochintelligenten Wesen....Humanoide, sehr Menschenähnliche. Sie haben sich Technisch sehr  hoch entwickelt und dabei ihre sozialen Werte nicht mitentwickelt. Es wurde eine Rasse Einzelgänger, die die Theoretischen Grundlagen der Unsterblichkeit erforscht hatte.......sie sind in derLage gewesen Universen zu erschaffen durch "Aufblasen " von Leerräumen. Die Theorie, das alle möglichen Dimensionen im sogennannten rechten Winkel zueinander stehen, schafft die möglichkeit unendlich viele Kosmen zu erschaffen.
Das taten die dann auch und sie zogen sich in ihre eigenen Resorts zurück ..............misstrauisch und argwöhnisch ihre eigenen Welten, deren Schöpfer sie geworden waren gegen andere zu verteidigen. Diese Meister der Dimensionen wurden ein neurotisches Sammelsurium Individuen.....sie spielten Spiele aus Langeweile..der Versuch das Universum eines anderen LORDS  zu erobern war ihre Freizeitbeschäftigung............über die Jahrtausende vergaßen sie technik zu entwickeln.....sie nutzten nur  noch das vorhandene und wenn etwas kaputt ging, konnte es nicht ersetzt werden sondern musste aus dem Universum eines anderen Lords erobert werden. Die Theoretische Unsterblichkeit hat sie zu gelangweillten Monstern gemacht. Ohne Gewissen und Skrupel...der einzige Thrill ihrer Existenz war die Möglichkeiz von einem anderen Lord im Kampf getötet zu werden. Nach und nach verschwanden sie aus dem uns bekannten Universum. Möglicherweise, das einige von ihnen noch Leben......einige ihrer erschaffenen Dimensionen sind wohl noch existent. Ich vermute das dieses hier eines davon ist. Es gibt überigens in fast jedem Volk der Galaxis Legenden über diese Überherren....und es sind keine Biblischen Geschichten. Bei euch auf der Erde gib es in Präatomarer Kunst einige Werke von einem gewissen William Blake...seine Bilder und auch geschichten von Theotormon, von Red Ork Anana, Luvah und Rintrah und einigen anderen Lords haben einen eurer grössten Science Fiction Autoren der zweiten Hälfte des 20 Jahrhunderts zu einer phantastischen Romanserie inspiriert . Philip Jose Farmer schrieb in anlehnung an William Blake seine Romanserie " Meister der Dimensionen" ......und kommt mit seinem Scharfsinn der Legenden auf Aton und Arret  sehr Nahe. Esist nicht auszuschliessen, das dieser Farmer eventuell Kontakt zu einem alten Meister hatte...aber genaues werden wir wohl nie erfahren...denn auch das 20te Jahrhundert ist schon urlange her. "


Fortsetzung folgt



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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Sa 21 Dez 2013 - 6:16


Die Wunde blutet stark. - Zu stark! - Gottlob ist es keine Hauptschlagader.
Illya reißt sich das Hemd vom Körper, formt aus den Streifen zuerst einen Druckverband und deutet einem anderen Spieler, diesen fest auf die Wunde zu drücken. Weitere Streifen ergeben eine Schlinge, die den Druckverband fest an den Körper drücken. Dann lässt er den verletzten Spieler vom Platz tragen und sucht am Stadionrand nach Kräutern, die er zur weiteren Behandlung braucht.

Jetzt erst erwacht der Schiedsrichter. Wütend wie ein Stier, der ein rotes Tuch sieht, brüllt er Illya nach: „WAS TUST DU DA???“

„Ich helfe! - Siehst du doch!“ ruft Illya zurück und kümmert sich nicht um den zornig näherkommenden Regisseur, der mit rot angeschwollenem Gesicht mit dem Finger auf ihn zeigt und wütend zischt: „Du hast es selbst verwirkt.“ - Dann dreht er sich um und breitet theatralisch die Arme aus: „ERGREIFT IHN! - ER WIRD HIER UND JETZT VOR ALLEN LEUTEN DEM FEUERGOTT GEOPFERT. REISST IHM DAS HERZ HERAUS!“

Das ist eindeutig zuviel!

Cliff McLane springt wie von einer Tarantel gestochen auf und geht mit erhobener Faust und energischen Schritten auf den Schiedsrichter/Regisseur zu: „HE SIE!!! - JA SIE, IN DEM GELACKMEIERTEN SCHIEDSRICHTER-KOSTÜM!!! - JETZT HABE ICH ABER DIE SCHNAUTZE GESTRICHEN VOLL. WAS IST DAS HIER FÜR EIN AFFENZIRKUS, WO MAN NUR WEGEN EINES FILMS, DER NOCH NICHT MAL EINEN HISTORISCHEN WERT HAT, SO EINEN AUFSTAND MACHT???“

Der Regisseur weicht vor ihm zurück und deutet den Wachen gleichzeitig an, den ihm sichtlich überlegenen McLane festzunehmen. - Aber die Wachen rühren sich nicht.

Denn von der Treppe der Stadiontribüne steigt langsam ein Mann herab, vor dem sich alle Menschen erheben und sich dann so tief verbeugen, dass sie den Boden berühren. Auch der Stadionsprecher verhaspelt sich und stottert, bis er es schließlich ganz aufgibt und sich ehrfürchtig verneigt; genauso wie der Regisseur, als er die Lage erkennt.

„Die Fremden sind mutig und setzen sich für andere Menschen ein.“ Quetzalcoatl ist im Gegensatz zu den Einwohnern hellhäutig und trägt einen grauweißen Vollbart. Seine Stimme aber ist trotz des gewaltigen Federschmucks, oder vielleicht auch gerade deswegen, kräftig und wird wahrscheinlich im entlegensten Winkel der Stadt zu hören sein. „Ich verbiete deshalb in ihrem Sinne das unsinnige Töten, nur um einen Gott zu huldigen,“ fährt er weiter fort, während er langsam die Treppe verlässt und der Mitte des Stadions zustrebt. „Die Fremden aber müssen etwas ganz Besonderes sein. Ich vermute, dass sie als Götter von einer fernen Galaxie zu uns gekommen sind, um uns dieses und weitere gute Taten zu zeigen!“

McLane ist beeindruckt von der bunten, aber trotzdem hellen Gestalt und neigt leicht, aber sichtbar, den Kopf. „Großer Herrscher Tlahuizcalpantecuhtli“, beginnt er und deutet nochmals eine Verbeugung an, wird aber sofort von Quetzalcoatl unterbrochen:

„Woher kennst du meinen anderen und besonderen Namen, den ich heute nicht trage? - Ach ja, du bist ja einer der Götter!“

„Bitte verzeiht. Aber wir sind keine Götter ... und es gibt auch keine Götter. Wir stammen aus einer anderen Welt, das ist richtig. Aber wir sind Gefangene eines mächtigen Wesens und ...“

„Du meinst meinen Bruder und Gegner Tezcatlipoca? - Er hat mich in seiner Hand; ich kann nichts für euch tun. Ja fürwahr: Er ist mächtig, sehr mächtig!“

Als wenn es eine Antwort darauf sein sollte, verdunkelt sich der Himmel und eine wütend kreischende Stimme ertönt: „NEIN-NEIN-NEIN. WER HAT DENN JETZT SCHON WIEDER DIESEN TYPEN MIT INS SPIEL GEBRACHT??? - SO WAR DAS NICHT GEMEINT, BRUDER!!! - UND IHR ALLE HABT MEINE GESCHICHTE KAPUTT GEMACHT!!! - QUETZALCOATL, ICH HABE DIR SCHON MAL GESAGT, DASS DU IN DIESEM SPIEL UNERWÜNSCHT BIST. JETZT MUSS ICH ALLES NEU PROGRAMMIEREN! - GEH MIR AUS DEN AUGEN, BEVOR ICH DIE GEDULD VERLIERE UND DICH ELIMINIERE!!!“

Quetzalcoatl strafft sich und erwidert ruhig: „Gut, ich gehe und werde mich auf die Reise nach Tlapallan machen, dem geheimnisvollsten Ort der Erde. Aber ich werde einst über den Atlantischen Ozean mit meinem Gefolge zurückzukehren, um mein Reich wieder in Besitz zu nehmen.“ (Anmerkung: Dies war einer der Gründe, weshalb im 16. Jahrhundert der Azteken-Herrscher Moctezuma II. den spanischen Eroberern unter Hernán Cortés nur zögerlich Widerstand entgegensetzte: Er konnte nicht ausschließen, es mit den Gesandten des Gottes zu tun zu haben)

Dann wendet er sich wieder McLane zu: „Aber ihr seid frei und kommt mit!“

Im selben Augenblick befindet die gesamte Crew sich wieder an Bord der ORION 18 und schaut erstaunt um sich.

„Mann! Das war ja 'n Ding!“ Alfons findet als erster die Sprache wieder.

Johnny schließt sich an: „Neuer Kurs, Commander?“

Cliff schaut schmunzelnd in die Runde: „Also gut. Neuer Kurs: Der zweite Stern von rechts und dann geradeaus bis zum Morgen.“

Ein kurzes Rätselraten entsteht, bis Johnny ebenfalls schmunzelt und einige Tasten drückt: „Aye-Aye Commander, Kurs steht. Auf nach Hause!“





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Erklärungen:

1. Die Geschichte um den Revolver von Billy the Kid, den er angeblich an der falschen Seite getragen hat, ist eine Legende, die viel an Lagerfeuern der damaligen Zeit erzählt wurde. Ob sie stimmt, kann nur er selber bezeugen. Aber bekanntlich schweigen Tote lieber.

2. Die Zapoteken oder Zapoteca gehören zur Urbevölkerung Mexikos und bewohnen noch heute den mexikanischen Bundesstaat Oaxaca im Süden Mexikos. In vorspanischer Zeit waren die Zapoteken stolze Träger einer hochentwickelten Kultur. Erste Siedlungsspuren lassen sich um 1500 v. Chr. nachweisen. Das Zentrum ihrer kulturellen Entwicklung war Monte Albán. Schon in der ersten Entwicklungsphase von Monte Albán tauchen Schrift- und Zahlzeichen auf. Über 3000 Jahre waren sie eine der bedeutendsten Völker Mesoamerikas. - Der wohl bekannteste und bedeutendste Zapoteke ist der ehemalige Präsident der Republik Mexiko, Benito Juárez, der in den 1860er Jahren den Abwehrkampf gegen die Franzosen unter Napoléon III. und gegen den Habsburger Maximilian I. (der den Thron als Kaiser von Mexiko beanspruchte) führte und erfolgreich beendete. - Nach einer Schätzung von 1997 leben 785.000 Zapoteken in Mexiko. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Chronologie_des_präkolumbischen_Mesoamerika

3. McLane's Kursbefehl am Ende des Abenteuers stammt aus dem Buch »Peter Pan«: „Der zweite Stern von rechts und dann geradeaus bis zum Morgen“ heißt auf englisch: „Second star to the right and straight on to the morning!“. In der Kindererzählung von James Matthew Barrie führt dieser Weg direkt ins »Nimmerland«, wo Peter Pan seine ewige Kindheit verbringt.

4. Die Mission ist noch lange nicht zuende. Denn die HEISENBERG, die SAGITTARIUS und Sir Chester stecken noch fest. - Hat McLane dieses bedacht, als er so plötzlich Richtung Heimatplanet pfiff? Oder sollte er etwas anderes festgestellt haben, was wir bisher nicht wissen?


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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Do 26 Dez 2013 - 11:55


Ohne den geringsten Widerstand konnte die ORION 18 den Planeten verlassen und den Weg zur Erde mithilfe der gelegten Navigationshilfen antreten. Sogar die Wand, die die einzelnen Raumblasen voneinander trennt, konnte reibungslos durchfahren werden und der Übertritt ins eigene Universum geschah einwandfrei. - Jetzt sind sie schon eine Stunde schweigend, jeder seinen eigenen Gedanken nachhängend, mit Hyperspace-Höchstlast unterwegs, als Johnny vorsichtig an Cliff herantritt und leise eine Frage in sein Ohr flüstert: „Was war jetzt der wahre Grund, warum wir so schnell verschwunden sind, ohne uns von den anderen zu verabschieden. Sei ehrlich. Sogar Atlan hast du ohne Hinweise zurück gelassen!“

Cliff schaut seinem 1. Offizier tief in die Augen: „Ich musste es, Johnny. Denn mein Riecher sagt mir, dass dort noch etwas weitaus größeres verborgen ist, als wir es im Moment auch nur ahnen können. Ich muss mit dem GSD darüber reden.“

„Und wie wäre es zur Abwechslung mal mit mir?“

McLane schmunzelt: „Hast recht, mit Hasso hätte ich es auch getan. Also pass' mal auf: Ist dir irgend etwas aufgefallen – an Reaktionen meine ich -, was nicht unbedingt als Logik der ganzen Geschichte zu bezeichnen ist?“

„Hmm“, macht Johnny und fasst sich dabei an sein Kinn. „Mir ist ein Satz aufgefallen: 'Jetzt muss ich alles neu programmieren'. Das sagte mir, dass irgendwie ein Rechner mit im Spiel sein muss. - Meiner Meinung nach wurde dieses dadurch bestätigt, dass Quetzalcoatl sich ziemlich merkwürdig verhielt, als die Wolke - sein Bruder, eine Maschine oder was auch immer - von eliminieren sprach, was irgendwie … ich weiß nicht, aber ich denke, es hatte irgendwie etwas mit einem Raumschiff, einer Station oder etwas anderem in dieser Richtung zu tun. - Meintest du das?“

McLane nickt und steht auf. „Genau das meinte ich, und noch vieles mehr. Es sind bisher nur vage Vermutungen, genauso, wie alle Gegebenheiten paradoxerweise zusammen passen wie ein Puzzle … mit einer Wand in der Mitte, von dem man das Ergebnis nicht kennt. - Deshalb muss ich zuerst dringend mit Manuel sprechen, bevor ich weitere Maßnahmen ergreife.“

„GSD, verstehe. - Und die ORB?“

„Die wird von selber kommen, wenn sie a) sieht, dass die verschwundene TAU-12 wieder da ist und b) Wind bekommt vom Verschwinden der LACERTA samt Mannschaft!“

Van Hallen seufzt: „Oje, das auch noch. Aber wie kann ein ganzes Schiff verschwinden?! Oder sollte es auch eine Illusion sein?“

Cliff schüttelt energisch mit dem Kopf: „Ne-Ne, die scheint tatsächlich verschwunden zu sein. - Trotzdem hoffe ich, dass ich unrecht habe und sie eines Tages wieder auftaucht.“

Die anderen der Brückenbesatzung hatten die leise geführte Unterhaltung doch mitgehört und kommen jetzt langsam näher.

„Wenn ich das richtig verstehe,“ beginnt Lai Mant Chu, „dann hatten wir es mit einem sehr mächtigen Wesen zu tun, und zwar Quetzalcoatl oder sein Bruder.“

McLane dreht sich um: „Weder noch! - Die waren nur Marionetten in einem grausamen Spiel, welches wahrscheinlich schon Jahrtausende oder noch länger gespielt wird. Und sie waren auch nicht real. Real ist nur, dass wir noch leben und zwei weitere Schiffe auf anderen Planeten sind und vielleicht das gleiche Problem haben. Plus einem Transporter der HEISENBERG, der mit seiner Besatzung irgendwohin verschwunden ist. Von der LACERTA ganz zu schweigen. Aber wir müssen jetzt zurück, um mit dem GSD zusammen Hilfe zu erhalten.“

„Du meinst, bevor noch andere Schiffe in die Falle tappen?!“

Cliff nickt und schaut seinem Armierungsoffizier Harald Svensson, der als Wache an Bord geblieben war, an: „Ist Dir und Leutnant-Commander McNamarra denn wirklich nichts Außergewöhnliches aufgefallen?“

Harald zuckt mit den Schultern: „Ich sagte ja schon: Sobald ihr das Schiff verlassen hattet, fiel bei uns der Vorhang runter. Nichts, noch nicht mal ein Signal, kam zu uns durch. Stephen hat Stunden an der Kommu gesessen und mit dem Computer, der ausgerechnet da wieder schlechter Laune war, sämtliche Situationen durchgespielt. Ergebnis: Kein Fehler. Alles lief anstandslos. Seitdem ist der Computer beleidigt und schweigt.“

„Der kriegt sich wieder ein, da sehe ich kein Problem. Ein Problem sehe ich vielmehr in der Frage: Wozu das Ganze? Und da, denke ich, sollten wir den Faden von Anfang an wieder aufrollen ... mit von Anfang an meinte ich: bei Fomalhaut und Wega. Denn dort begann alles. Wir sollten uns ab da allen Fragen stellen, die auftauchen.“

„Wie willst du das alles schaffen, Cliff.“ Alfons kommt näher ran und macht ein bedauerndes Gesicht. „Mit einer perfekt ausgerüsteten Flotte haben wir es ja noch nicht mal geschafft, zumindest Teile von diesem verdammten Rätsel aufzulösen!“

Cliff seufzt, schaut ihn traurig nickend an und setzt sich wieder in seinen Sessel: „Da werde ich mich sicher von meinem Traum 'Aufklärungsflotte' verabschieden müssen, zumindest auf Zeit. Wir werden alle Schiffe brauchen … einzeln … jeder für sich mit einem Sonderauftrag … in Zusammenarbeit mit dem GSD. Dann könnte es mit dem Rätsel und seiner Auflösung wahrscheinlich klappen.“



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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Fr 27 Dez 2013 - 3:03

Das leise Summen der Klimaanlage wirkt etwas beruhigend auf den aufgewühlten Geist von Oberst Krikorow.

60 Tage waren sie mit der HEISENBERG noch im Orbit des Planeten gewesen. Sie hatten eine riesenmenge Material gesammelt. Obwohl Luke unter scharfem Protest der Biologen untersagt hatte ein Pärchen Raptoren mitzunehmen war die Stimmung gut.

Seit 4 Tagen nun sind sie auf dem Weg nach Terra. Nicht ohne eine Spektakuläre Begegnung kurz nach dem Übertritt in das Normaluniversum.

Alles war Reibungslos verlaufen;Die Trennwand zwischen den Dimensionen hat sich sanft geöffnet und das grosse Forschungsschiff passieren lassen. Unmittelbar nach dem Übertritt wurde Ortungsalarm ausgelöst.
Gleichzeitig stellte Petra fest, das sie zwar im Heimatuniversum aber in einer ganz anderen Gegend aufgetaucht waren. Der Alarm betraf  einen grossen Verband Frogs welcher sofort auf Abfangkurs ging. Erst der Funkspruch des geretteten Kommandanten an Bord der HEISENBERG stoppte den Angriff. Es wurden bei der Übergabe der geretteten viele Worte gewechselt und die Verabschiedung gestaltete sich als ausgesprochen Herzlich....für Frog Verhälntisse wie Thomas Egenthorpe bissig bemerkt hatte nachdem die Gäste von Bord waren.

Nun aber stürzt das Schiff seit 4 Tagen dem Sol System entgegen. Fast 20 Tage wird der Flug noch dauern. Zumindest sind sie nun seit einigen Stunden wieder in Reichweite der Kontrollbezirk-Aussenstationen. Wegen der riesigen Entfernung erwartet Luke eine Antwort auf seinen Hyperspruch zur Erde erst in einigen Stunden.

Ihm war unwohl zumute. Wegen der grossen Entfernung zum Eintrittsort in das Fremde Universum ist das Atonidische Schiff unerreichbar. Also weiss niemand von der Restflotte , das die HEISENBERG auf dem Weg zur Erde ist. Was ist mit den anderen Schiffen? Die ungewissheit drückt schwer auf dem Oberst.

Andererseits kann niemand der HEISENBERG den Vorwurf machen den Verband einfach verlassen zu haben. Mit dem anderen Ort des Auftauchens konnte nicht gerechnet werden. Und noch etwas macht dem Oberst Sorgen. Wenn es dieser Fremden Macht,wie auch immer sie schlussendlich aussieht gelingen kann, ein oder mehrere Schiffe an jeder möglichen Stelle einer Dimension aufzutauchen ist die Gefahr viel grösser als angenommen. Die Gefahr das diese Fremde Macht irgendwo auftaucht und ausgeheckte Schweinereien absetzt, wie die Bahnveränderungen der beiden Kleinplaneten. Aber wie Petra in der Kantine zu ihm gesagt hat....bevor sie nicht wieder auf der Erde sind kann nichts geändert oder unternommen werden.

Fortsetzung folgt

 

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Zuletzt von Lukenko Krikorow am Fr 27 Dez 2013 - 8:25 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet (Grund : Schreibfehlerkorrektur)
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Sa 28 Dez 2013 - 14:49

Nachdem die Drei gegessen haben, greift Rinon in einen Sack neben sich und holt etwas raus.

„Das hier sind sechs Decken. Sie sind sehr dünn, aber ihr werdet feststellen, dass sie euch wirklich warm halten, sobald ihr euch auf eine drauflegt und euch mit einer zu deckt! Außerdem sind hier drei Mützen und Schals. Wie ihr diese anzieht wisst ihr ja!“, erklärt Rinon und gibt an beide zwei Decken und je eines von den Bekleidungsstücken.

Rodney, Tarik und Rinon machen ihre Schlafplätze fertig.

„Ich denke es lässt sich besser ruhen, wenn ihr eure Rüstungen niederlegt – sofern ihr darunter auch etwas tragt. Ich für meinen Teil lege mich nun hin. Gute Nacht!“

Rodney und Tarik wünschen ebenfalls eine gute Nacht, ziehen ihre Raumanzüge aus, ziehen sich Schal und Mütze an und legen sich in ihren Uniformen unter ihre Decken. Tatsächlich! Kaum darunter und schon fühlen sie, wie sich die Decken auf unerklärlicher weise erwärmen.


~ ~ ~ ~ ۞ ~ ~ ~ ~ 

Während Rinon und Tarik langsam einschlummern, liegt Rodney immer noch wach. Er holt die Schriftrolle aus der Tasche seines Raumanzuges und ließt sie sich noch einmal in Gedanken vor.


„Reisender,


vor deinen Augen liegt ein Nebel. Eine tausend schwere Lüge. Das entsetzlich Falsche ist das Richtige und die Wahrheit offenbart sich in hunderten von Splittern.“


Was sollen diese Worte bedeuten? Für wen sind die? Wenn die Botschaft nicht von den Thora ist, wie Rinon sein Volk nennt, wer hat sie dann dort hinterlassen? Ich bin ein Reisender, aber ist die Botschaft denn auch für mich? Ich muss auf jeden Fall die Augen offenhalten. Die Splitter, von denen hier die Rede ist, werden mir schon zeigen ob ich gemeint bin, was auch immer diese Splitter sein sollen. Vielleicht bedeutet die Botschaft auch einfach nichts.
Aber nicht nur die Botschaft ist seltsam. Das Grab, in dem wir Ulrich Eichmann begraben hatten, lag an einem anderen Ort, als wir es in Erinnerung hatten. Vielleicht waren wir aber auch einfach so sehr neben der Spur. Und Rinon spricht von seltsamen Dingen. Ich würde meinen, wir wären auf einen Planeten abgestürzt, auf dem mittelalterlicher Zustand herrscht. Das denke ich anhand seiner Art zu reden und seiner Kleidung. Er hat aber von einer Energiebarriere gesprochen und das macht diesem Gedanken ein Strich durch die Rechnung. Auch die Decke wärmt sich auf... Ja, auf magischer Art und Weise auf. Ich komme mir vor wie in einer Fantasy-Geschichte. 
Sind das die Splitter? Ist das eine Lüge, weil ich solche Magie in der Realität nicht kenne? Ich meine, das Universum ist verdammt groß und wieso sollte ich die Möglichkeit ausschließen, dass es so etwas nicht gibt? Es könnte auch eine natürliche oder technische Erklärung dafür geben, aber letzteres würde ich ausschließen, denn wenn Rinon von Rüstungen spricht und keine Raumanzüge erkennt, dann spricht das dagegen. Das alles ist ziemlich seltsam. 
Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass ich das alles hier nur Erträume. Ich meine nicht nur das hier, sondern alles. Vielleicht bin ich immer noch in der Stasiskammer und wache auf sobald ich hier einschlafe. Ja... vielleicht sollte ich jetzt einfach einschlafen.

Rodney steckt die Schriftrolle wieder weg und macht die Augen zu.
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Lukenko Krikorow
Hochrangiger Wissenschaftler des Science Center und Kommandant der HEISENBERG
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Fr 24 Jan 2014 - 4:13

" Was zum Teufel will die Terranian Mining Company von uns??" entfährt es Michiko, nachdem sie eine halbe Stunde den dringlicher werdenden Funksprüchen auf einem Kommerziellen Lichtkanal gelauscht hatte.
" Ich weiss es nicht Michiko.....und ehrlich gesagt, es Interessiert mich auch nicht." Antwortet ihr Luke, der wie schon einige Male zuvor in den letzten 30 Minuten wie ein Geist neben ihrem Platz aufgetaucht ist. Er kaut scheinbar völlig desinteressiert auf einer Honigwaffel herum, in der anderen Hand eine Henkeltasse mit Earl Grey.
" Neues von unseren Arbeitgebern??"
" So geschwätzig wie dieser scheinbar Arrogante Schnösel an der Lichtspruchanlage der TMC ist, so schweigsam sind die Leute von der ORB, Oberst"
" Gut...........Ruf weiter den Lichtspruchverteiler der ORB und Ignoriere diesen TMC-Ruf. Sofern es auf der Erde keinen Staatsbankrott gegeben hat und die HEISENBERG von der TMC gepfändet wurde als Sicherheit für Staatsanleihen, das halte Ich für sehr unwahrscheinlich, brauchen wir auf diesen Ruf nicht zu Antworten."
" Du weisst aber das die TMC einen grossen Teil der Ausrüstung der HEISENBERG bezahlt hat??" meldet sich Commander Monning zu Wort,"sie haben eine sehr stattliche Summe zur Verfügung gestellt. Sonst wäre unser Schiff um einiges kleiner und schlechter ausgerüstet ausgefallen."
Leutnant Egenthorpe, der Armierungsoffizier meldet sich überrascht zu Wort:" Ich dachte, das Science Center hätte bei der Planung der HEISENBERG maßgeblich seine Finge im Spiel gehabt?"
" Und das Science Center bezieht seine Mittel aus öffentlichen Fonds die immer zu einem Mehrheitsanteil mit Staatsgeldern eingesetzt werden um zu verhindern, das irgendeine grosse Firma das SC zu seinen eigenen Zwecken missbraucht." ....der Sarkasmus in Lukenkos Worten ist für niemanden zu überhören.
" EAS 8 meldet sich Luke!" unterbricht Michiko die Debatte.
"Na. lass mal hören was die veranlasst hat so spät zu Antworten". Luke deutet auf den Hauptschirm.

Eine Sommersprossige junge Frau mit Feuerroten Haaren und einer Haarfrisur wie sie zuletzt vor 50 Jahren aufgekommen, nun wieder modern wird ist zu sehen.

"Hier EAS 8 , Fähnrich Wexter. Ich möchte mit DR. Krikorow sprechen. "
" Oberst Krikorow hier Fähnrich. Warum lassen sie uns seid Tagen warten obwohl wir dringlichkeitsanfragen gesendet haben? Sie können uns doch schon seid einer kleinen Ewigkeit empfangen. Stellen sie mich zur ORB durch,oder werde Ich jetzt von einer Aussenstation abgefertigt?" Der Oberst klingt deutlich verärgert.
"Ich habe den Auftrag ihnen mitzuteilen, die HEISENBERG wird auf die Mandara-Minenversorgungsstation umgeleitet. Sie Reagieren aber nicht auf die Rufe der TMC."
" Mein liebes Kind.......dieses Schiff ist ein Forschungsschiff der ORB und ich werde einen Teufel tun und auf irgendeiner TMC Basis landen.Mein Kurs ist Terra, wir werden in weniger als 5 Stunden auf einer Irdischen ORB Basis landen oder an der Aussenstation für Grossraumschiffe andocken.Welche Dienststelle hat dieses Schwachsinn veranlasst mit einem Schiff voller Staatsgeheimnisse auf einer privaten Basis zu landen??"

" Dr Krikorow..." ....." Nennen sie mich gefälligst bei meinem Dienstgrad Fähnrich und stellen sie mich unverzüglich zur ORB durch..bei der Gelegenheit werden sie die Anflugkontrolle über unsere Rückkehr Informieren. Das ist ein Befehl!!!"
" Jawohl Oberst...Ich werde versuchen was Ich tun kann...EAS 8....Ende"

" Sollen wir mit der Geschwindigkeit heruntergehen bis sich ORB gemeldet hat??" Petra ist sichtlich verwirrt wegen der Vorgänge.
" Nein Commander.....erhöhen sie die Geschwindigkeit um zwei Stufen und korrigieren sie die Ankunftszeit in den Lichtspruchmitteilungen...auch wenn uns scheinbar im Moment keiner zuhören will."

" Ist das nicht Insubordination?? " fragt Professor Miester, der dem ganzen bisher schweigend gefolgt ist.
"Insubordination ist die direkte Verweigerung eines Befehles. Dieser Lichtspruch von EAS 8 beinhaltete keinerlei Hinweise auf eine vorhandene Befehlsstruktur. Gemäss des Sicherheitsprotokolles 134/8 Absatz a , darf ein von einer Operation zurückkehrendes Raumschiff mit Sicherheitsrelevantem Material an Bord nicht auf einer privaten Raumbasis landen, sofern nicht ein direkter Befehl der Vorgesetzten Dienststelle und dem GSD übermittelt wurde. Soweit kommt es noch, das Ich ein Raumschiff voll mit Arretischer und Atonidischer Technik auf einer TMC Basis Lande. Ich habe keine Lust, den Rest meines Lebens in den Phosphorsümpfen zu verbringen oder auf Mura. Der GSD dreht mich sonst durch einen Häcksler und mischt mich unter einen neukreierten Verräter-Drink im Starlightcasino." der Oberst grinst Böse und wendet sich dann an seinen ersten Offizier.
"Petra, Ich bin in meinem Arbeitszimmer....wenn wir uns der Erde auf 20 Flugminuten genähert habenund die ORB sich nicht gemeldet hat möchte Ich eine Dringlichkeitsverbindung zum GSD"

Mit einem Absatzquietschen dreht sich der Oberst um und verschwindet durch die Automatiktür zu seinem Büro.

"Autsch...da ist einer ziemlich Sauer" bemerkt Leutnant Egenthorpe.
" Ich finde, er ist bemerkenswert ruhig geblieben" , Michiko lächelt ihn gewinnend an.
" Seine vorliebe für schöne Frauen dürfte langsam kein Geheimniss mehr sein. Wenn er stattdessen unseren ORB Ordonanzleutnant auf der Leitung gehabt hätte...er wäre mit ihm eine schöne Partie Schlitten gefahren"

Fortsetzung folgt


"


_________________
Zufälle sind das Ergebnis uns zum Eintritt eines Ereignisses treffende Zusammenspiel  unbekannter Faktoren,
je tiefer wir in die Materie eindringen und mit dem Entdecken solcher Faktoren verliert der Zufall sein Überraschungsmoment. ( Lukenko Krikorow,Wissenschaftler im Science Center und Kommandant der HEISENBERG )
Hängt als Spruch im Esszimmer des Kapitäns
……………………………………..

Wir können nicht beobachten, ohne das zu beobachtende Phänomen zu stören, und die Quanteneffekte, die sich am Beobachtungsmittel auswirken, führen von selbst zu einer Unbestimmtheit in dem zu beobachtenden Phänomen. ( Werner Heisenberg)
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   So 26 Jan 2014 - 14:43

Der neue Morgen ist angebrochen und die zwei Raumfahrer und der Thora sind bereits fertig zum Marsch. 

„Was ist mit dem Schlitten, nehmen wir den denn nicht mit?“, fragt Tarik, während Rodney alles aufmerksam befolgt, da er immer noch über die Botschaft nachdenken muss.

„Der würde uns nur aufhalten“, antwortet Rinon. „Den hole ich zu einer anderen Zeit nach.“

Geschwind steigen sie die Leiter hoch und laufen in Richtung des Turms.

„Gleich könnt ihr die schöne Stadt Nienanor sehen. Jedenfalls wäre sie schön anzusehen, wenn sie nicht mit Schnee und Eis bedeckt wäre.“

„Schön, nur was machen wir dann da? Euer Volk wird uns bei unserem Problem nicht helfen können. Wir können dort einfach nur warten und hoffen, dass uns unsere Freunde finden. Hätten sie gewusst, wo hin wir gelandet sind, dann wären sie sicher schon hier“, meint Tarik.

„Wenn Ihr so denkt, dann müsst Ihr wohl in unserer Situation helfen. Ihr werdet, wie jeder andere bei uns, für Arbeit eingeteilt – zumindest solange, bis man euch findet. Wir werden überprüfen, für welche Aufgaben ihr geeignet seid“, stellt Rinon klar.



~ ~ ~ ~ ۞ ~ ~ ~ ~ 


Nach einer halben Stunde erreichen sie einen runden kunstvoll verzierten Turm. Unter der Spitze befinden sich große Öffnungen und von dort oben wird ihnen eine Strickleiter herunter geworfen.

„Hey Rinon, hast du wieder zwei neu Sklaven besorgt?“, ruft eine tiefe lachende Stimme.

„Jawohl und die werden mehr leisten, als du in einer Woche!“, erwidert Rinon. 
„So, nun klettert hoch. Ich folge euch.“, spricht er zu Rodney und Tarik.

Oben erwarten ihnen zwei weitere kleine Thora. Der eine ist korpulent und der andere etwas dünner als Rinon. 

„Tagchen, ich bin Dombu und der dünne hinter der Glocke da heißt Tilio“, begrüßt sie der korpulente.

„Guten Tag!“, antworten Rodney und Tarik fast gleichzeitig.

Dann taucht hinter ihnen Rinon auf und zieht die Strickleiter wieder hoch.

„Das ist der Glockenturm unseres Glaubenshauses den wir als Wachturm verwenden. Und das sind die beiden Holzköpfe die hier nach allem Ausschau halten“, erklärt Rinon.

„Da hat der Armleuchter recht“, lacht Dombu.

„Jetzt macht eure Arbeit weiter Männer und ich bring die beiden nach unten in die Stadt. Folgt mir!“ 

Rinon führt sie rechts eine hölzerne Treppe runter, denn der Turm ist zwar äußerlich aus Stein, aber das ganze Innenleben ist aus Holz gebaut. Ihre Stufen führen sie an der inneren Wand entlang, jedoch nicht weit, denn direkt unter der Glockenetage ist eine weitere Plattform, die in Kreuzform einen in der Mitte frei hängenden Kasten umgibt. Rinon führt die beiden Raumfahrer dort hin.

„Passt auf, lehnt euch nicht an das morsche Geländer und geht geradewegs in den Aufzug!“

Dann stehen alle drei, wobei sich Rodney und Tarik etwas ducken müssen, da sie etwas zu groß für den Holzkasten sind, im Aufzug. Anschließend richtet Rinon sein Kopf in Richtung ein Rohres und ruft: „Abwärts bitte!“
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BeitragThema: Re: 4. Abschnitt, Abenteuer und Entdeckungen   Mi 15 Jun 2016 - 11:13

~Eine Ewigkeit~



Langsam wird der Aufzug heruntergelassen. Eine gefühlte Ewigkeit, wie Rodney feststellen muss. Es ist Dunkel und die einzige Lichtquelle, ein heller Schein von unten, erhellt nur den Boden des Turmes.

„Der Turm ist so dunkel, weil er über eine erstaunliche Lichtanlage verfügt und sich daher selbst erhellen soll. Tagsüber bündelt es das Sonnenlicht und in der Nacht sammelt es alle Lichter, das es finden kann: den Mond, die Sterne, Straßenlaternen und so weiter. Deswegen ist der Turm auch so hoch. Allerdings ist die Lichtanlage seitlich anstelle von Fenstern angebracht und nicht auf der Spitze. Und da alles nun unter Schnee und Eis liegt und wir keine Fackeln an die Wand hauen wollen, um die Malereien zu zerstören, ist es nun recht Duster.“, erklärt der kleine Mann. „Der Hauptraum unterhalb des Turms ist jedoch mit Kronleuchtern beleuchtet.“

 
~ ~ ~ ~ ۞ ~ ~ ~ ~

 
Die Ewigkeit scheint für Rodney nicht zu enden. Doch einen Moment später fährt ein Ruck durch ihn, der ihn so überrascht, als sei er aus einem ungewöhnlich langen Schlaf gerissen worden. Er denkt nach.  Die nächste Erinnerung, die er aufrufen kann, ist, dass ein kleiner Mann etwas über eine Anlage erzählte, die einen Turm erhellen soll. Der Turm! Rodney blickt nach oben. Es ist dunkel. Nur ein heller Fleck in der Turmspitze zu sehen. Er erinnert sich: Der Turm eines Glaubenshauses liegt, abgesehen von seiner Spitze, so wie alles andere unter einer gewaltigen Schneedecke. Er war vor einer Weile mit zwei Raumfahrerkollegen, zwei Technikern, auf einen fremden vermeintlich toten Eisplaneten abgestürzt und doch stellte sich heraus, dass er bewohnt ist... oder war es vor Jahren? Es fühlt sich für Rodney so an, als wären diese Erinnerungen vor einer ganz langen Zeit schon in seinem Kopf aufgezeichnet worden. Nicht vor einer Weile. Er schüttelt den Kopf. Das kann nicht sein.

„Ist alles in Ordnung, Sir Chester?“

Rodney blinzelt und seine Sicht wird klarer. Ein Mann seiner Größe winkt mit der Rechten vor seinem Gesicht. Natürlich. Einer der Techniker!

„Ja… Ja klar. Alles in Ordnung.“

„Okay...“, wundert sich der Mann und steigt aus dem Aufzug. Es ist Tarik Pesch, einer der Techniker. Er, ein weiterer Techniker und Sir Rodney Chester waren mit einer Raumkapsel abgestürzt. Der andere Techniker hatte es nicht überlebt. Der älteste von den drei Raumfahrern. Ulrich Eichmann hieß er. Rodney und Tarik hatten ihn in der Nähe des Unglückes beerdigt. An einer anderen Stelle als sie eigentlich dachten, nachdem sie ein letztes Mal zum Grabe schauten und loszogen, um in ein Loch zu fallen, von einem kleinen Mann aufgegabelt zu werden, der ein Thora war und sich als Rinon Nervalums vorstellte, und danach zu einem Turm eines Glaubenshauses zu marschieren in dem sie nun sind.

„Wollt Ihr dort eine Ewigkeit rumstehen, Sir Chester?“, ruft Rinon dem verwirrten Mann im Holzkasten entgegen.  

„Eine Ewigkeit…“, wiederholt Rodney stimmlos, sodass es keiner hört. Er steigt aus dem Aufzug und schiebt die merkwürdigen Gedanken beiseite um den Weg zu Tarik und dem Thora frei zu machen.

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